Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagRheinmetall reagiert auf Fregatten-Schlappe

06.08.2026, 09:32 Uhr

Rheinmetall wird nach der Absage des milliardenschweren Fregatten-Programms F-126 durch den Bund bei ihrer Umsatzprognose vorsichtiger. Rheinmetall rechne nun 2026 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, teilte der Konzern mit. Zuvor hatte die Firma 14 bis 14,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die übrigen Ziele blieben bestehen. Rheinmetall steuert damit weiter auf Rekordkurs.

Rheinmetall hatte zuvor bereits kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn für das zweite Quartal vermeldet. Die Erlöse legten in den Monaten April bis Juni um 69 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro zu. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um fast ein Fünftel auf 562 Millionen Euro. Alle Segmente hätten zu dem Anstieg beigetragen. Der Auftragsbestand kletterte über die Schwelle von 80 Milliarden Euro.

Rheinmetall hatte jüngst einen Rückschlag erlitten, weil der Bund das Fregatten-Projekt F-126 strich. Als Hauptgründe für den Stopp des Projekts hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Kostenexplosion auf fast 18 Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten zehn Milliarden Euro sowie massive Verzögerungen angeführt. Die Bundesregierung will nun stattdessen Fregatten des Typs MEKO A-200 von der Thyssenkrupp-Tochter TKMS kaufen.

Quelle: ntv.de