Der Börsen-TagWenn die Blase platzt …
In dieser Börsenwoche dürften die Entwicklungen im Nahen Osten die Anleger weiter beschäftigen. "Seit Ende Februar dauert der Konflikt um die Straße von Hormus an und das Erstaunliche ist, mit welchem Gleichmut die Anleger beinahe im Wochentakt zwischen Krieg und Friedenshoffnungen hin- und herspringen", so die Experten der Helaba. In der alten Woche beflügelten die Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran und ein kräftiger Ölpreisrückgang den Aktienmarkt. Für gute Stimmung sorgten auch überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten, die Hoffnungen auf niedrigere Zinsen der US-Notenbank Fed schürten.
Der Dax beendete die vergangene Handelswoche mit einem Rekordschlusskurs von 26.319 Punkten. Das Wochenplus belief sich damit auf stolze 2,7 Prozent. Im Wochenverlauf hatte der deutsche Börsenleitindex zudem mit 26.445,20 Zählern ein neues Allzeithoch markiert.
Am Donnerstag hatten die Ölpreise erneut um rund vier Prozent zugelegt, nachdem der Iran einen Gesetzentwurf zur Sperrung der Straße von Hormus für Schiffe aus den USA und Israel geprüft hatte. Auch der vom Iran veröffentlichte Entwurf für die Transitbedingungen in der für Energietransporte wichtigen Meerenge verunsicherte die Anleger. Experten zufolge handele es sich dabei um eine kontrollierte und an Bedingungen geknüpfte Durchfahrt und nicht um eine Wiederherstellung des normalen Verkehrsflusses.
Ein großes Thema an den Kapitalmärkten neben dem Iran-Krieg sei weiterhin die Entwicklung der Technologieunternehmen in den USA, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. "Gegenwärtig findet im KI-Sektor ein Übergang von einer generellen Euphorie in die harte Realität der Zahlen statt."
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.