Wirtschaft

S&P schließt auf RekordhochSchwache Jobdaten beflügeln die Wall Street

07.08.2026, 23:55 Uhr
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Die Wall Street geht mit Gewinnen aus der Woche. (Foto: REUTERS)

In den USA sind im letzten Monat mehr Stellen abgebaut worden als erwartet. An der Wall Street hört man das gern, eine Zinserhöhung wird dadurch unwahrscheinlicher. Die großen US-Indizes legen vorm Wochenende deutlich zu.

Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht hat die Hoffnung auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed geschürt und der Wall Street am Freitag zu Kursgewinnen verholfen. Der breit gefasste S&P 500 schloss auf einem Rekordhoch: Der Index stieg um 0,6 Prozent auf 7758 Punkte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,3 Prozent auf 54.037 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq rückte um 1,3 Prozent auf 26.691 Punkte vor. Auf Wochensicht verbuchten die drei großen Indizes damit ihre stärksten prozentualen Gewinne seit Mitte April: Der S&P 500 gewann 3,6 Prozent, der Nasdaq 5,2 Prozent und der Dow rund drei Prozent.

Im Juli sind in den USA außerhalb der Landwirtschaft 23.000 Stellen weggefallen. Volkswirte hatten dagegen mit einem Zuwachs von 80.000 Jobs gerechnet. Die Daten dämpften die Erwartungen, dass die Fed unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh die Zinsen im September anheben wird. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt sank laut dem Fedwatch-Tool der CME auf etwa 44 Prozent. In der Vorwoche hatte sie noch bei 67 Prozent gelegen.

Gestützt wurde die Stimmung zudem von einer starken Berichtssaison der Unternehmen sowie Anzeichen für ein mögliches Friedensabkommen im Iran-Krieg. Das ließ die Ölpreise sinken und linderte Inflationssorgen.

SpaceX erholt sich

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von SpaceX hervor, die sich mit einem Kurssprung von fast 16 Prozent von ihrem Ausverkauf erholten. Einen Tag zuvor war die erste Haltefrist für die Papiere nach dem Rekord-Börsengang im Juni abgelaufen.

Gefragt waren auch die Titel des Softwareentwicklers Atlassian und des Chipkonzerns Microchip Technology, die nach optimistischen Umsatzprognosen um rund 35 beziehungsweise 14 Prozent zulegten. Airbnb gewannen nach übertroffenen Umsatzerwartungen gut 17 Prozent.

Dagegen brachen die Papiere von Trade Desk um knapp 22 Prozent ein. Das Werbetechnologie-Unternehmen hatte mit seinem Ausblick auf das dritte Quartal enttäuscht.

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Quelle: ntv.de, ino/rts

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