Der Börsen-TagWie ticken die Börsenprofis, wie Kanzler Merz?
Nach zwei Börsenwochen im September mit Verlusten hat der Dax auch die neue Handelswoche mit einem Abschlag begonnen. Der deutsche Börsenleitindex büßte im gestrigen Geschäft 0,5 Prozent auf 25.441 Zähler ein. In der Breite zeichneten die wieder gestiegenen Ölpreise für die Verluste verantwortlich. Eine Lösung zwischen dem Iran und den USA rund um die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus scheint in weiter Ferne. Gleichzeitig hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur morgigen Wochenmitte erhöht.
Dennoch dürften Börsenprofis trotz steigender Energiepreise im Zuge des anhaltenden Iran-Krieges zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft schauen. Experten erwarten, dass das vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW erhobene Barometer im September den fünften Monat in Folge zulegen wird, und zwar auf 40 Zähler von zuvor 34,2 Punkten. Die deutsche Wirtschaft hatte sich mit einem Wachstum von 0,3 Prozent im Frühjahr trotz der Widrigkeiten durch den Iran-Krieg recht gut geschlagen.
Zudem spricht der nach den jüngsten Wahlschlappen unter Druck stehende Kanzler Friedrich Merz beim Unternehmertag des Großhandels- und Exporteursverband BGA in Berlin. Mehrere Forschungsinstitute hatten zuletzt ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich nach oben gesetzt. Die Wirtschaft verkraftet die Folgen des Nahost-Krieges bisher besser als gedacht. Trotzdem dürften Unternehmensvertreter darauf pochen, dass die Regierung die geplanten Reformen schnell umsetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen.
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