Der Börsen-TagZwei Themen setzen Asien-Börsen zu
Steigende Ölpreise und die Sorge vor bevorstehenden Zinserhöhungen belasten die Aktienmärkte in Asien. Der Preis für die Rohölsorte Brent steigt kräftig an, denn neue Angriffe auf Saudi-Arabien und auf Schiffe im Persischen Golf erhöhen die Nervosität an den Märkten deutlich. Zuvor hatten bereits ein Angriff auf eine saudische Ölpipeline und ein Vormarsch der jemenitischen Huthi-Miliz die Sorge vor einer Verknappung des Energieangebots geschürt. Ein für heute geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golf-Anrainerstaaten im Oman, bei dem über die Lage in der Straße von Hormus verhandelt werden sollte, wurde verschoben.
Zudem blicken die Anleger auf die Zinsentscheidungen in den USA und Japan in dieser Woche. Nach unerwartet hohen US-Verbraucherpreisdaten vom Freitag rechnen die Märkte mit einer 86-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch die Zinsen um 25 Basispunkte anheben und im Dezember einen weiteren Schritt folgen lassen wird. Es wäre die erste Zinserhöhung seit Mitte 2023. "Wir erwarten nun, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr zweimal anheben wird, im September und im Dezember", sagt Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. "In dieser Phase könnte es die Glaubwürdigkeit der Institution gefährden, wenn sie ihren Ankündigungen keine Taten folgen lässt."
In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 63.498,61 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent höher bei 4054,89 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 3888,18 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,4 Prozent auf 4493,64 Punkte.
