Wirtschaft
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Dienstag, 05. Juni 2018

Dow schließt mit Minus: Handelsstreit drückt Stimmung an Wall Street

Die USA müssen im Handelsstreit an mehreren Fronten mit Gegenmaßnahmen kalkulieren. Das dämpft die Erwartung bei den Anlegern. Bei Starbucks endet mit dem Abschied des Kaffeehaus-Gründers Schultz eine Ära - und das schickt die Aktien auf Talfahrt.

Nach den Kursgewinnen zum Wochenanfang haben die New Yorker Aktienmärkte am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der schwelende Handelsstreit der USA mit China, der EU, Kanada und Mexiko habe die Stimmung gedämpft, sagten Börsianer.

Mexiko verhängte als Vergeltung Zölle gegen die USA. Titel aus der Finanzwelt zählten zu den Verlierern. Der S&P-Finanz-Index gab 0,5 Prozent nach. Anleger fürchten, dass Italien letztlich doch auf Konfrontation mit der EU gehen wird. Denn der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte radikale Änderungen an und bekannte sich zur Anhebung der öffentlichen Ausgaben trotz des riesigen Schuldenberges des Landes.

Der Dow Jones gab bis zum frühen Nachmittag in New York 0,1 Prozent auf 24.799 Punkte nach. Der S&P 500 trat mit 2748 Zählern auf der Stelle. Der Nasdaq-Composite stieg dagegen um 0,4 Prozent auf 7637 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen Twitter nach der Aufnahme in den S&P-500-Index im Fokus. Die Twitter-Aktien zogen um 5,2 Prozent an. Die Aktien sollen Monsanto ersetzen, die ab Donnerstag zu Bayer gehören werden. Ebenfalls gesucht waren die Aktien von Netflix mit einem Plus von 0,6 Prozent. Die Papiere des Streamingdienstes werden für Monsanto in den S&P 100 nachrücken.

Starbucks-Anleger reagierten auf den Abschied des Kaffeehaus-Gründers Howard Schultz mit Verkäufen. Mit Schultz verliere Starbucks seinen wichtigsten Mann - und das mitten in einer Phase, in der die Kette auf dem Heimatmarkt mit negativen Schlagzeilen und starken Rivalen zu kämpfen habe, sagte ein Analyst. "Das ist das Ende einer Ära." Die Starbucks-Aktien verloren 2,2 Prozent.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA verschaffte mit der Genehmigung eines biotechnologischen Nachahmerproduktes der Mylan-Aktie Rückenwind. Die Titel der Biotechfirma stiegen um 4,4 Prozent. Von der Genehmigung in Mitleidenschaft gezogen wurden hingegen Amgen, die 1,7 Prozent nachgaben. Das Blockbuster-Medikament Neulasta von Amgen wird zur Behandlung von Infektionen bei Krebspatienten eingesetzt. Die Firma hatte schon länger mit Nachahmerprodukten gerechnet.

Europas Aktienbörsen gingen am Dienstag die Puste aus. Am Ende reichte es für den Dax nur zu einem mageren Plus von 0,1 Prozent auf 12.787 Zähler. Der EuroStoxx50 rutschte 0,4 Prozent ins Minus auf 3456 Punkte. Alles weitere dazu lesen Sie in unserem Börsen-Tag.

Quelle: n-tv.de