Marktberichte

Behutsame Geldpolitik Notenbank gibt US-Börsen Auftrieb

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An der Wall Street war die Stimmung angesichts der US-Notenbank-Entscheidung positiv.

(Foto: REUTERS)

Mit dem Festhalten an einer graduellen Leitzinsanhebung erfüllt die US-Notenbank die Erwartungen der Investoren. Die Indizes schließen allesamt im Plus. Ein drohendes Störfeuer sorgt aber weiter für Verunsicherung.

Signale für eine weiterhin behutsame US-Geldpolitik haben der Wall Street Auftrieb verliehen. Der marktbreite S&P 500 stieg auf ein Rekordhoch von 2876 Punkten. Das gerade für professionelle Investoren wichtige Börsenbarometer schloss letztendlich mit 2874,69 Punkten und damit 0,62 Prozent höher als am Tag zuvor.

Auch der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite erklomm eine Bestmarke. Der enger gefasste Nasdaq 100 stieg um 0,97 Prozent auf 7485,40 Punkte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann am Ende 0,52 Prozent auf 25.790,35 Punkte. Für die abgelaufene Woche bedeutete das ein Plus von rund einem halben Prozent.

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, bestätigte in einer Rede während der Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole insgesamt die Erwartungen der Investoren. Der Währungshüter sieht trotz der robusten Konjunktur keine große Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft. Er hält unverändert graduelle Leitzinsanhebungen für angemessen. Trotz der guten Laune bleibt der weiter schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China in den Hinterköpfen der Anleger. Er kann jederzeit wieder zum Störfeuer werden.

Optimistische Analystenkommentare über den Wandel des Geschäfts von Autodesk hin zu einem cloudbasierten Abomodell nach den Quartalszahlen des Software-Anbieters trieben dessen Aktien auf ein Rekordhoch. Am Ende legten sie um mehr als 15 Prozent zu. An der Nasdaq gefragt waren auch die Papiere des Online-Videodienstes Netflix mit einem Plus von 5,79 Prozent.

Auf der Unternehmensseite brachen die Aktien der Modekette Gap nach einer überraschend schwachen Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal um 8,60 Prozent ein. Der Sportschuhhändler Foot Locker hatte Börsianern zufolge im vergangenen Jahresviertel zwar gut abgeschnitten, doch lasteten hohe Kosten für die Expansion im Onlinehandel und für Personal auf dem Geschäftsausblick. Für die Papiere ging es um rund 9 Prozent abwärts.

Im Technologiesektor knickten die Aktien des PC- und Druckerherstellers HP Inc um knapp 2 Prozent ein. Der PC- und Druckerhersteller hatte mit seinen Geschäftszahlen eigentlich die Markterwartungen übertroffen und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Analysten der Bank Morgan Stanley sehen kurzfristig aber Grenzen für das Profitabilitätswachstum.

Der Kurs des Euro stieg zuletzt auf 1,1624 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1588 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8630 Euro gekostet. Am US-Rentenmarkt stieg der Kurs richtungweisender zehnjähriger Staatsanleihen um 3/32 Punkte auf 100 16/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,81 Prozent.

Wie der Tag auf dem Frankfurter Parkett verlief, können Sie hier nachlesen.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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