Marktberichte

Under Armour stürzt ab Trump-Tweet belastet Wall Street

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US-Präsident Donald Trump hat inzwischen schon mehr als 43.000 Tweets abgesetzt - einige davon beeinflussten die Entwicklungen an der Wall Street.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Im Handelsstreit mit China sendet US-Präsident Trump widersprüchliche Signale. Das sorgt für Bewegung an den Aktienmärkten. Zu den Verlierern des Tages gehört neben dem Sportartikelhersteller Under Armour noch ein Börsenneuling.

Ein Tweet von US-Präsident Donald Trump an China macht Anleger nervös. Die erwartete Zinssenkung der US-Notenbank Fed verhinderte am Dienstag allerdings größere Kursverluste. Die US-Börsen schlossen mit Verlusten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,1 Prozent bei 27.199 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 3013 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,2 Prozent auf 8274 Stellen ein.

An der Börse gilt eine Fed-Zinssenkung um einen Viertel Prozentpunkt als sicher. Der Grund für diesen Schritt sei nicht die US-Konjunktur, sagte Marc Chandler, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Bannockburn. Sie gelte vielmehr als Absicherung gegen eine mögliche Abschwächung des Wachstums.

Unterdessen warnte Trump die Regierung in Peking zum Auftakt einer neuen Verhandlungsrunde zur Beilegung des Zollstreits vor einer Hinhalte-Taktik. Sonst könne das Land am Ende ohne Handelsabkommen mit den USA dastehen. Kurz darauf teilte er allerdings mit, die Gespräche liefen gut.

Under Armour und Beyond Meat auf Talfahrt

Bei den Einzelwerten sorgte ein rund zwölfprozentiger Kurssturz von Under Armour für Aufsehen. Der Sportartikel-Hersteller kappte wegen des harten Wettbewerbs seine Umsatzprognose für das wichtige Nordamerika-Geschäft.

Beyond Meat vervierfachte zwar den Umsatz und hob seine Prognosen an. Die Papiere des Anbieters veganer Burger rutschten dennoch um 12,3 Prozent ab. Drei Monate nach dem Börsengang kündigte das Unternehmen überraschend die Platzierung von 3,25 Millionen Aktien an, deren Kurs sich in dieser Zeit fast verneunfacht hat.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Procter & Gamble (P&G). Der weltgrößte Konsumgüter-Hersteller verbuchte zwar wegen einer acht Milliarden Dollar schweren Abschreibung auf die Rasierer-Sparte "Gillette" einen Netto-Verlust von 5,24 Milliarden Dollar. Analysten hatten jedoch ein noch größeres Minus befürchtet. Der Umsatz übertraf mit 17,09 Milliarden Dollar ebenfalls die Markterwartungen. Die Aktie legte um 3,8 Prozent zu.

Quelle: ntv.de, hul/rts