Marktberichte

Kein Durchbruch im Handelsstreit US-Indizes leiden unter Rezessionsfurcht

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Was US-Präsident Trump sagt, hat Gewicht - auch an den Börsen.

(Foto: REUTERS)

Konjunktursorgen sowie das Hin und Her im Handelsstreit zwischen den USA und China treiben die Anleger auf beiden Seiten des Atlantiks um. Am Ende des Tages verbuchen die amerikanischen Indizes ein Minus. Der Dax kann dagegen fester schließen.

Wiederaufkeimende Rezessionsängste und Kursabschläge bei den Finanzwerten haben die US-Börsen nach einem zunächst freundlichen Auftakt ins Minus gedrückt. Der Markt sei zudem über die widersprüchlichen Äußerungen der amerikanischen Regierung mit Blick auf den Zollkonflikt besorgt, sagte Rick Meckler, Partner bei Cherry Lane Investments.

Philip Morris
Philip Morris 70,60

Im frühen Handel hatte noch die Aussicht auf weitere Gespräche im Zollkonflikt der USA mit China gestützt. US-Präsident Donald Trump hatte eine neue Gesprächsrunde mit der Regierung in Peking angekündigt. Zudem will China seinen Konsum beleben und unter anderem die ins Stottern geratene Autokonjunktur anzukurbeln.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 25.777 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 7826 Punkte nach, und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,3 Prozent auf 2869 Punkte ein.

Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Philip Morris und Altria im Fokus. Die Tabak-Konzerne erklärten, sie führten Gespräche über einen Zusammenschluss unter Gleichen zu einem Unternehmen mit einem Marktwert von mehr als 200 Milliarden Dollar. Philip-Morris-Papiere verloren fast acht Prozent, Altria-Titel verbilligten sich um rund vier Prozent.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 122,08

Die Anteilsscheine von Johnson & Johnson kletterten um 1,4 Prozent. Im Prozess um umstrittene Opioid-Schmerzmittel kommt der US-Pharmakonzern um eine Milliardenstrafe herum. Ein Bezirksgericht im US-Bundesstaat Oklahoma verurteilte das Unternehmen zu 572 Millionen Dollar. Marktteilnehmer hatten mit mehr gerechnet.

Konjunktursorgen sowie das Hin und Her im Handelsstreit trieben die Anleger in Europa weiter um. Unterstützung bekamen die Börsen allerdings von angekündigten Konsumhilfen Chinas und der Hoffnung auf ein glimpfliches Ende im Brexit-Streit. Der Dax schloss 0,6 Prozent fester bei 11.730 Punkten, der EuroStoxx50 erhöhte sich um 0,6 Prozent und ging auf 3370 Zählern aus dem Handel.

Weitere Hintergründe zu den Entwicklungen auf dem deutschen Markt können Sie in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts

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