Wirtschaft
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Donnerstag, 17. Mai 2018

Wall Street leicht im Minus: US-Staatsanleihen belasten Dow Jones

Die US-Wirtschaft boomt: Anleihen werden attraktiver, der Aktienmarkt freut sich über diese Entwicklung allerdings weniger. Dank des höheren Ölpreises legen die Energie-Titel dafür kräftig zu. Aber es gibt auch Verlierer.

Die Wall Street hat am Donnerstag schwächer geschlossen. Zwar legten Energie-Titel angesichts des höheren Öl-Preises zum Teil deutlich zu. Allerdings behielten die Anleger wie in den vergangenen Tagen argwöhnisch die steigenden Renditen der US-Staatsanleihen im Blick. "Das alles geht auf denselben Hintergrund zurück", sagte Walter Todd vom Investmenthaus Greenwood Capital: "Die US-Wirtschaft gibt Vollgas."

Viele Experten erwarten deswegen weiter steigende Zinsen in den USA, die Anleihen attraktiver machen, was wiederum Gift für den Aktienmarkt ist. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 24.714 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,1 Prozent auf 2720 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 7382 Zähler.

Der Dax hatte dagegen ein knappes Prozent im Plus bei 13.114 Punkten geschlossen. Der Öl-Preis steigt insbesondere wegen der Furcht vor den Auswirkungen der neuen US-Sanktionen auf die iranische Produktion. Die Nordsee-Sorte Brent gewann am Donnerstag bis zu 1,5 Prozent und lag zwischenzeitlich zum ersten Mal seit November 2014 über die Marke von 80 Dollar je Barrel.

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Bei den Einzelwerten stach Valero Energy mit einem Plus von 4,1 Prozent heraus. Abwärts ging es dagegen für Cisco Systems, dessen Ausblick die Anleger enttäuschte. Die Titel des Netzwerkausrüsters fielen um fast 3,8 Prozent. Auch die Papiere von Spotify gaben 1,6 Prozent nach. Die Google-Tochter YouTube will in der kommenden Woche einen konkurrierenden Musikstreaming-Dienst starten. Google-Titel lagen fast 0,3 Prozent im Minus.

Quelle: n-tv.de