Wirtschaft
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Mittwoch, 23. Mai 2018

Fed-Protokoll beflügelt: Wall Street schafft noch ein Plus

Der Handelsstreit der USA mit China harrt weiter seiner Lösung. Präsident Trump signalisiert eine Kursänderung bei den Gesprächen. Das drückt zunächst auf die Stimmung an den New Yorker Börsen. Derweil signalisieren aber die Fed-Währungshüter eine Zinsanhebung im Juni.

Zweifel an einem Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China haben zunächst die New Yorker Wall Street belastet. Auslöser waren kritische Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump zu den Verhandlungen mit den Chinesen. Trump signalisierte eine Kursänderung in den Gesprächen, da der bisherige Weg nicht erfolgversprechend sei. Allerdings sorgte die Notenbank Fed mit ihrem optimistischen Ausblick für zufriedene Gesichter auf dem Parkett. Die Indizes drehten zum Handelsende hin ins Plus.

Die US-Währungshüter haben bei ihrer Sitzung am 1. und 2. Mai eine weitere Zinserhöhung für Juni signalisiert. Sollte sich die Wirtschaft wie erwartet entwickeln, dürfte es bald angemessen sein, einen weiteren Zinsschritt zu beschließen, wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorging. Risiken sehen die Notenbanker aus möglichen Handelskonflikten erwachsen. Dadurch könnte sich nicht nur die Stimmung verschlechtern, sondern auch Investitionen sinken. Das Protokoll gibt Aufschluss über die Bandbreite der geldpolitischen Diskussionen innerhalb der Notenbank Federal Reserve. Bei der Sitzung im Mai hatte die US-Notenbank den Leitzins stabil gehalten. Er blieb in der Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,2 Prozent höher und schloss bei 24.887 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um ebenfalls 0,2 Prozent auf 2732 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,6 Prozent auf 7426 Stellen zu. In Frankfurt schloss der Dax 1,5 Prozent schwächer mit rund 12.977 Punkten. Mehr dazu lesen Sie hier.

An der Wall Street standen Target im Fokus, die 6,0 Prozent nachgaben. Der Einzelhändler steigerte seinen Quartalsgewinn nicht so deutlich wie erwartet. Tiffany-Aktien sprangen dagegen um 23,1 Prozent in die Höhe. Der Edeljuwelier übertraf mit seinem Zwischenbericht die Erwartungen und kündigte einen milliardenschweren Aktienrückkauf an.

Die Baumarktkette Lowe's gewann 10,0 Prozent an Börsenwert. Trotz eines enttäuschenden ersten Quartals hält das Management an seinen Jahreszielen fest.

Unter Druck standen Comcast, die 1,9 Prozent einbüßten. Der US-Kabelriese will den Unterhaltungskonzern Disney mit einem mehr als 52 Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebot für das Film- und Fernseh-Geschäft von Twenty-First Century Fox ausstechen. Der Disney-Kurs sank 1,1 Prozent, Fox legten hingegen 0,1 Prozent zu.

Quelle: n-tv.de