Marktberichte

Aktien von Ölfirmen ziehen an Wall Street setzt Rekordjagd fort

Für den Dow-Jones, S&P sowie Nasdaq gibt es frische Rekorde.

Für den Dow-Jones, S&P sowie Nasdaq gibt es frische Rekorde.

(Foto: AP)

Die Hoffnung auf ein baldiges Konjunkturpaket in Milliardenhöhe bringt der Wall Street Rekorde ein. So stellt der Dow Jones wieder eine Bestmarke auf mit mehr als 30.200 Punkten. Außerdem hat die Opec-Einigung auf geringere Fördermengen für 2021 eine positive Auswirkung für Aktien von Ölunternehmen.

Die US-Börsen sind zum Wochenschluss auf frische Höchststände gestiegen. Ein schwächelnder Stellenaufbau in der weltgrößten Volkswirtschaft nährte die Spekulationen darauf, dass die Wirtschaft in der Pandemie-Zeit mit weiteren Milliardenhilfen gestützt werden dürfte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 30.218 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,9 Prozent auf 3699 und der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,5 Prozent auf 12.628 Punkte und markierten ebenfalls Allzeithochs.

Auch in Europa schlossen Dax & Co im Plus. Alle weiteren Nachrichten rund um das Geschehen auf dem deutschen Börsenparkett können Sie in unserem "Börsen-Tag" nachlesen.

Am US-Arbeitsmarkt schufen die Firmen außerhalb der Landwirtschaft im November nur noch 245.000 Jobs. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 469.000 gerechnet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel im November indes auf 6,7 Prozent von 6,9 Prozent im Oktober. Analysten halten es für möglich, dass sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress doch noch auf ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von gut 900 Milliarden Dollar einigen könnten.

"Die schlechte Nachricht von der sich abschwächenden Beschäftigungslage ist potenziell eine gute Nachricht für Investoren, denn sie bedeutet, dass das Konjunkturpaket viel wahrscheinlicher in einem ziemlich kurzen Zeitrahmen stattfinden wird", sagte Ryan Detrick, leitender Marktstratege beim Vermögensverwalter LPL Financial.

Pfund-Anleger bleiben im Brexit-Krimi zuversichtlich

Occidental Petroleum Corporation
Occidental Petroleum Corporation 22,58

Dem Dollar versetzten die Jobdaten vorübergehend einen Schlag. Nach dem Abtauchen in Richtung Zweieinhalb-Jahres-Tief konnte sich die Devise aber wieder fangen. Euro-Anleger gingen Händlern zufolge nach der Kursrally der vergangenen Wochen auf Nummer sicher und nahmen Gewinne mit. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2126 Dollar. Am Mittag hatte sie 1,2178 Dollar erreicht, den höchsten Stand seit fast drei Jahren. "Offenbar bekommen einige Investoren vor der EZB-Sitzung in der kommenden Woche kalte Füße", sagt Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Sie befürchteten, dass die Währungshüter deutlich Stellung zu der raschen Euro-Aufwertung beziehen werden. Das britische Pfund profitierte von der Hoffnung auf eine Einigung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien auf eine Handelsvereinbarung und schnellte auf 1,3427 Dollar hoch. Ein EU-Vertreter sagte, eine Vereinbarung stehe bevor und werde zum Ende des Wochenendes erwartet.

Ölaktien profitieren von OPEC-Einigung

Am Rohstoffmarkt sorgte die Entscheidung der Opec-Staaten und ihrer Verbündeten für Erleichterung, die Ölförderung ab Januar nur sehr behutsam hochzufahren. Der Preis für ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent stieg um 0,6 Prozent auf 49,02 Dollar nach oben. Die großen Erdöl-Exporteure einigten sich auf eine Lockerung ihrer Förderbremse und kündigten an, ihre Förderpolitik in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Bei den Investoren waren angesichts steigender Ölpreise auch die Papiere von großen Ölkonzernen gefragt. Aktien von wie Chevron verteuerten sich um 3,9 Prozent, Titel von Occidental Petroleum sogar um 13,4 Prozent. Am Aktienmarkt waren zudem Finanzwerte gefragt, nachdem der Sektor sich seit Jahresbeginn schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt hatte.

Quelle: ntv.de, ysc/rts

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.