Montag, 18. Dezember 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Max Borowski

17:44 Uhr

Dax wechselt auf die Überholspur

Der Konjunkturoptimismus - unter anderem infolge der geplanten US-Steuerreform - steigert sich an der Börse zur vorweihnachtlichen Euphorie: Der Dax gewinnt zu Wochenbeginn 1,6 Prozent auf 13.312 Punkte. Eine Weihnachtsrally mit einem neuen Allzeithoch scheint wieder in greifbarer Nähe. "Hauptgewinner sind die konjunkturgetriebenen Branchen, was fundamental völlig berechtigt ist", sagt ein Händler.  

Sektorführer wie Siemens steigen um 2,4 Prozent. Thyssen gewinnt 1,9 Prozent. RWE und Deutsche Bank gewinnen sogar 3,4 Prozent.

Wovon die Börsianer auf dem Frankfurter Parkett noch träumen, ist in den USA wiedermal eingetreten. Die Leitindizes der drei großen Aktienbörsen vermeldeten alle neue Höchststände. Am Nachmittag steht der Dow Jones gut 0,7 Prozent im Plus bei 24.825 Punkten. Der S&P 500 gewinnt 0,6 Prozent auf 2692 Punkte. Der Nasdaq 100 steigt ebenfalls um 0,6 Prozent auf 6505 Punkte.

17:14 Uhr

Siemens erhält Großauftrag für umkämpfte Kraftwerkssparte

In Deutschland baut Siemens gegen den Widerstand von Politik und Arbeitnehmern Tausende Stellen in der Kraftwerkssparte ab. Mit der Begründung, es gäbe zu wenig Nachfrage. Für Tartastan gilt das jedenfalls nicht.

Siemens hat einen Auftrag zur Errichtung eines Gas- und Dampfkraftwerks in Russland erhalten. Das Auftragsvolumen beträgt einschließlich des Servicevertrags 380 Millionen Euro, wie der Münchener Dax-Konzern mitteilte. Das Kraftwerk mit einer Kapazität von 495 Megawatt soll im Mai 2021 den Betrieb aufnehmen. Auftraggeber sei Nizhnekamskneftekhim, ein Unternehmen der TAIF-Gruppe mit Sitz in Kazan in Tartastan im Osten Russlands.

16:54 Uhr

Steuerreform dürfte Dollar kurzfristig stützen

Aktuell legt der Euro um 0,4 Prozent auf 1,1795 Dollar zu. Der Dollar sinkt zur japanischen Währung um 0,1 Prozent auf 112,52 Yen.

Wenn die US-Steuerreform - was weithin erwartet wird - am Dienstag zunächst vom Repräsentantenhaus und am Mittwoch vom Senat gebilligt wird, dürfte der Dollar in einer ersten Reaktion zulegen, erwartet MUFG. Allerdings seien die Details der geplanten Reform bekannt, weshalb die Marktreaktion verhalten ausfallen dürfte - es sei denn, die Gesetzesvorlage impliziere eine überraschend starke Steigerung von Wirtschaftswachstum und Inflation. In diesem Fall würde der Dollar eine nachhaltigere Rally erleben, die sich in das kommende Jahr hinein fortsetzen könnte, prognostizieren die Analysten der japanischen Bank.

16:31 Uhr

Deutsche-Bank-Großaktionär stößt Immobilien ab

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Der unter finanziellem Druck stehende chinesische Deutsche-Bank-Großaktionär HNA will sich nach seiner schnellen und massiven Einkaufstour laut Insidern von einem großen Portfolio von Gewerbeimmobilien in New York, London und anderen Großstädten trennen.

  • Bis vor wenigen Monaten hatte die HNA Group noch rund um den Globus aggressiv Vermögenswerte aller Art zusammengekauft. Jetzt muss das Konglomerat liquide Mittel beschaffen, um Schulden zu tilgen.
  • In den vergangenen Wochen war die Liquidität des Unternehmens unter Druck geraten. Jetzt hat HNA Immobilien im Wert von rund 6 Milliarden Dollar für den Verkauf vorgesehen, darunter Bürotürme in Midtown Manhattan, im Londoner Bankenviertel Canary Wharf sowie in San Franciscos Mission District.
  • HNA hat in den zurückliegenden zwei Jahren mehr als 80 Deals angekündigt und große Anteile an der Deutschen Bank, der Hilton-Hotelkette und von zahlreichen weiteren Unternehmen erworben. Kürzlich hat die Gruppe ihre Verbindlichkeiten auf mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt, ungefähr ein Viertel davon wird binnen eines Jahres fällig.
  • Das enorme Tempo bei den Auslandsübernahmen hatte im Laufe des Jahres die chinesischen Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Fragen zu den Eigentumsverhältnissen bei der HNA veranlassten einige Banken dazu, von der Vergabe weiterer Kredite an das Unternehmen oder Beratungsleistungen abzusehen.
16:12 Uhr
15:43 Uhr
15:30 Uhr

Volkswagen wirbt Daimler Batteriespezialisten ab

Kobalt ist nicht der einzig knappe Rohstoff beim Ausbau der Batterie-Produktion in Deutschland. Der Kampf um Fachkräfte ist bereits in vollem Gange:

  • Volkswagen hat einen Spezialisten für Batterietechnologie bei der Deutschen Accumotive, einer Tochter des Autokonzerns Daimler, abgeworben. Frank Blome werde künftig das Center of Excellence bei dem Wolfsburger Konzern leiten, teilte die Volkswagen AG mit.
  • Angesichts des Wandels zur Elektromobilität verstärkt auch VW beim Thema Batterietechnik seine Bemühungen. Die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern wurde im Center of Excellence in Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf.
  • Blome war bisher Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen ACCUmotive GmbH in Kamenz. Daimler produziert in Kamenz Nahe Dresden seit einigen Jahren Lithium-Ionen-Batterien bei der Tochter Deutsche Accumotive. Zuvor leitete Blome unter anderem bei Continental den Bereich Energiemanagement.
15:30 Uhr

Suppenkonzern schluckt Chipsproduzenten

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Zwei Übernahmen rücken den riesigen amerikanischen Snack-Markt in den Fokus:

  • Der Suppen-Hersteller Campbell Soup will den Snack-Anbieter Snyder's für 4,9 Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro) übernehmen. Das entspricht einem Aufschlag von rund 27 Prozent auf den letzten Snyder's-Schlusskurs vor den ersten Berichten über die Übernahme. Snyder's ist vor allem für salzige Snacks wie Chips und Brezeln bekannt. Das Unternehmen brachte es in den zwölf Monaten bis Ende September nach eigenen Angaben auf einen Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar.
  • Der US-Schokoladenhersteller Hershey kauft den Snackhersteller Amplify Snack Brands Inc für 1,6 Milliarden US-Dollar in bar. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Die in Austin, Texas, ansässige Amplify wurde 2014 gegründet und hat eine Marktkapitalisierung von 537,2 Millionen Dollar. Der Kurs der Amplify-Aktien sprang im vorbörslichen Handel um 72 Prozent nach oben, Hershey notierten kaum verändert.
15:01 Uhr

Übernahmeplan hebt Vonovia auf Allzeithoch

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Vonovia hat es wieder getan. Obwohl das Unternehmen jüngst immer wieder betont hat, organisch wachsen zu wollen, kauft der Immobilienkonzern erneut einen Wettbewerber. Nach Conwert ist es nun die österreichische Buwog. Damit stärkt Vonovia seine Präsenz in Österreich.

Der Deal werde komplett fremdfinanziert, wobei die zu zahlenden Zinsen nach Aussage eines Analysten unter der FFO-Rendite liegen. Damit dürfte sich die Transaktion mehr als selbst finanzieren. Zusätzlich würden Synergien gehoben. Auf längere Sicht sei zu erwarten, dass Vonovia den Konzern komplett übernehme.

Der Deal kommt bei den Vonovia-Aktionären gut an, die Aktie steigt um 1,2 Prozent auf 41,86 Euro und notiert damit auf Allzeithoch.

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14:35 Uhr

Wall Street weiter auf Rekordkurs

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An der Wall Street dürfte sich die Rekordjagd zu Beginn der neuen Woche fortsetzen. Der Future auf den S&P-500 tendiert vorbörslich 0,4 Prozent höher. Am Freitag hatten die großen US-Indizes Rekordstände erreicht, beflügelt von Erwartungen, dass die geplante Steuerreform nun doch zügig in die Tat umgesetzt werden kann.

Wichtige Konjunkturdaten oder Unternehmenstermine stehen am Montag nicht auf der Agenda. Allerdings dürften einige Übernahmen das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Oracle kauft für 1,2 Milliarden Dollar Aconex, einen australischen Anbieter von Projektmanagement-Software, und Humana verhandelt mit zwei Private-Equity-Gesellschaften über den Kauf des Pflegedienstleisters Kindred Healthcare.

14:40 Uhr

Frankreich verklagt Amazon wegen Marktmachtmissbrauchs

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Der US-Versandriese Amazon muss sich in Frankreich wegen unfairer Handelspraktiken verantworten. Das französische Wirtschaftsministerium verlangt eine Strafe in Höhe von rund zehn Millionen Euro und zitierte den Konzern deshalb vor das Pariser Handelsgericht.

Das Ministerium wirft Amazon vor, Händler mit illegalen Klauseln unter Druck zu setzen. Amazon wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Die Generaldirektion für Wettbewerb und Verbraucher im Ministerium nimmt die Praktiken von Amazon seit zwei Jahren unter die Lupe. Dabei seien Verstöße gegen den Handelskodex zutage getreten, sagte Kabinettsdirektor Loïc Tanguy der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" schrieb Amazon den Händlern auf seiner Plattform zum Teil willkürlich verkürzte Lieferzeiten vor oder schloss Anbieter-Konten, wenn es zu viele negative Bewertungen gab.

13:25 Uhr

Zentralbankchef warnt vor "tödlichem" Bitcoin

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Nahezu alle Währungshüter und Verbraucherschützer haben inzwischen Anleger vor dem Bitcoin-Hype gewarnt. Wenige tun das aber so drastisch wie Dänemarks Zentralbankchef Lars Rohde:

"Bleiben Sie weg. Das ist tödlich", sagte Rohde dem Radiosender DR. Falls jemand sich entschließe, diese Warnung zu ignorieren, sei er ziemlich auf sich allein gestellt. "Das ist kein regulierter Markt. Das liegt nicht in der Verantwortung der Behörden. Es liegt in der Verantwortung des Einzelnen."

Investoren sollten sich nicht beschweren, falls etwas schiefgehe, sagte der Notenbank-Chef. "Ich sehe Bitcoin als Tulpenmanie, was eine außer Kontrolle geratene Blase ist", ergänzte er.

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13:01 Uhr

Beate Uhse soll sich selbst sanieren

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Der insolvente Erotik-Konzern Beate Uhse darf sich selbst sanieren. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das zuständige Amtsgericht Flensburg einem Antrag von Beate Uhse stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Das heißt, das Gericht geht davon aus, dass der Konzern, der seit Jahren unter der zunehmenden Konkurrenz aus dem Internet leidet, zwar überschuldet ist, aber über ein sanierungsfähiges Geschäftsmodell verfügt.

Verhandlungen von Beate Uhse mit einer Investorengruppe über eine Finanzierungsaufnahme waren vergangene Woche gescheitert, woraufhin das Unternehmen sich zu dem Insolvenzantrag entschloss.

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12:23 Uhr

Katar baut Einfluss bei Deutscher Bank aus

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Stefan Simon, der Vertreter des Großaktionärs Katar im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, übernimmt zum Jahreswechsel den Vorsitz des Integritätsausschusses in dem Kontrollgremium.

  • Wie ein Sprecher der Bank der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte, wurde der 48-jährige Rechtsanwalt vom Aufsichtsrat in dieses Amt gewählt.
  • Simon sitzt seit August 2016 im Aufsichtsrat und ist seit der Hauptversammlung 2017 auch Mitglied im Integritätsausschuss und Prüfungsausschuss.
  • Das Emirat Katar ist mit einem Anteil von knapp zehn Prozent einer der drei größten Aktionäre des Instituts.
  • Der Integritätsausschuss des Aufsichtsrats soll unter anderem darüber wachen, dass die Deutsche Bank bei ihren Geschäften geltendes Recht einhält und sich die Mitarbeiter entsprechend eines Ethikkodex verhalten. Er unterstützt den Aufsichtsrat zudem bei der Überwachung der mit den größten Risiken behafteten Rechtsfälle.
12:12 Uhr

Inflation im Euroraum zieht an

Der Preisdruck in der Eurozone ist im November leicht gestiegen.

  • Die jährliche Inflationsrate kletterte auf 1,5 von 1,4 Prozent im Vormonat. Die Statistikbehörde Eurostat bestätigte damit ihre erste Schätzung vom 30. November. Damit liegt die Inflation immer noch deutlich unter dem Zielwert der EZB von knapp 2 Prozent.
  • Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, blieb im November stabil auf einem niedrigen Niveau von 0,9 Prozent.
  • Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im November in der Gesamtrate um 0,1 Prozent, die Kernrate sank indessen um 0,1 Prozent.

 

12:04 Uhr

Börsianer hoffen auf Startschuss zur Weihnachtsrally

Zum Beginn der letzten Handelswoche vor Weihnachten macht der Dax Hoffnung auf eine Jahresend-Rally. Der deutsche Leitindex kletterte bis zum Mittag um 1,2 Prozent auf 13.257 Punkte, der EuroStoxx50 legte ein Prozent auf 3597 Zähler zu.

  • Sollte sich der Dax klar über dem Widerstand bei 13.200 Punkten etablieren, sei eine Rally vor Weihnachten möglich, zeigte sich Marktstratege Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader überzeugt. "Dann kann der Index zunächst bis in die Region 13.400 Punkte laufen."
  • Am Devisenmarkt überwog bei Investoren daher die Vorsicht. Der Dollar verlor auf breiter Front, der Euro zog im Zuge dessen um 0,4 Prozent auf 1,1792 Dollar an.
  • An den Aktienmärkten standen Fusionen und Übernahmen im Rampenlicht. So will sich Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia den österreichischen Rivalen Buwog einverleiben für mehr als fünf Milliarden Euro. Buwog-Aktien schossen in Wien um 17 Prozent nach oben, die im Dax notierten Vonovia-Titel legten 0,4 Prozent zu.
  • Börsianer in Paris und Amsterdam deckten sich mit Aktien von Thales und Gemalto ein, sie stiegen um bis zu 9,6 und 6,7 Prozent. Der französische Rüstungskonzern Thales will den Chipkarten-Hersteller Gemalto kaufen.
11:12 Uhr

Skandal-Möbelhändler Steinhoff führt MDax an

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Nachdem sie zeitweise 90 Prozent ihres Wertes verloren hatten, sind die Aktien des deutsch-südafrikanischen Möbelhändlers Steinhoff am Morgen der bestperformende Wert im MDax. Um mehr als 6 Prozent steigt der Kurs. Der Konzern hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um seine Finanzlöcher zu schließen.  

10:53 Uhr
10:38 Uhr

Lotto-Anbieter startet Bitcoinlotterie

Bitcoin-Lotterie? Gibt's in gewissem Sinne zwar längst, jetzt aber auch von einem echten Lottoanbieter:

  • Die private Lottoland-Gesellschaft kündigte den Start eines klassischen 6-aus-49-Spiels an, bei dem die Spieler sich den Gewinn auch in Bitcoins auszahlen lassen können. Jeden Tag sollen mindestens 1000 Bitcoins im Jackpot liegen - was derzeit etwa 16 Millionen Euro entspricht.
  • Die Spieler müssen dabei sechs aus 49 Zahlen tippen. Eine Superzahl gibt es nicht. Deshalb liegt die Gewinnchance bei eins zu 14 Millionen statt eins zu 140 Millionen wie beim normalen Lotto. Hat ein Spieler fünf richtige Zahlen, bekommt er laut Lottoland immerhin noch einen Bitcoin im Wert von knapp 16.000 Euro. Den Gewinn können die Spieler sich laut einer Sprecherin aber auch in Euro auszahlen lassen.
10:29 Uhr

Dax versucht "endlich" den Ausbruch

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Während die US-Börsen einen Rekord nach dem anderen aufstellten, war der Dax wochenlang in einer engen Seitwärtsspanne gefangen - bis heute morgen? "Endlich", sagt ein Händler: "Endlich versucht er einen Ausbruch nach oben".

  • Entscheidend sei der Sprung über den Widerstandsbereich um 13.200 Punkte gewesen, der den Dax seit fast sechs Wochen ausgebremst hatte. Der Sprung sei vor allem im Dax-Future mit gutem Volumen über die Bühne gegangen und dazu sogar schon einmal von oben positiv angetestet worden.
  • Die Hoffnung sei nun da, dass die eklatante Underperformance zum US-Markt etwas nachlasse. Gründe seien die mehrfach verteidigte Marke von 13.000 Punkten, der Wegfall des Verkaufsdrucks durch den Terminmarkt seit dem Großen Verfalltag am Freitag und die ständig zunehmende Übernahmefantasie in allen Sektoren.
  • Extrem wichtig sei, dass der Dax-Future den Ausbruch verteidige und über 13.180 aus dem Handel gehe, heißt es im Handel.
10:07 Uhr

EZB: Eine Bank erfüllt Kapitalanforderung nicht

Eine Geldhaus im Euro-Raum ist bei der Prüfung der Kapitalausstattung der EZB-Bankenaufsicht durchgefallen. In einer Präsentation der Europäischen Zentralbank zur jährlichen Überprüfung der Institute nannten die Bankenwächter allerdings keine Namen.

  • Im Durchschnitt lagen diesmal die Kapitalanforderungen bei 10,6 Prozent. Im vergangenen Jahr lag verlangte Quote mit 10,4 Prozent fast genau so hoch.
  • Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken des Währungsraums zuständig. Inzwischen überwacht sie 119 Institute direkt. Die Kontrolle der kleineren Geldhäuser teilt sie sich mit den nationalen Aufsehern.
09:51 Uhr

Vonovia plant Milliarden-Übernahme in Österreich

Die Buwog machte zuletzt Schlagzeilen wegen des Prozesses gegen Österreichs Ex-Finanzminister Grasser wegen mutmaßlicher Korruption bei der Privatisierung des Wohnungsunternehmens.
Die Buwog machte zuletzt Schlagzeilen wegen des Prozesses gegen Österreichs Ex-Finanzminister Grasser wegen mutmaßlicher Korruption bei der Privatisierung des Wohnungsunternehmens.(Foto: imago/Eibner Europa)

Deutschlands größter Wohnungskonzern will mit einer neuen Milliardenübernahme weiter wachsen. Für den österreichischen Konkurrenten Buwog bietet Vonovia mehr als fünf Milliarden Euro.

  • Wie Vonovia in Bochum mitteilte, solle den Buwog-Aktionären ein Angebot von 29,05 Euro je Aktie in bar gemacht werden.
  • Buwog bewirtschaftet, baut und verkauft Wohnungen in Österreich und Deutschland. Dabei spielen die Metropolen Wien und Berlin eine große Rolle.
  • Vonovia hatte im Zuge einer Einkaufstour in den vergangenen Jahren zuletzt bereits die österreichische Immobiliengesellschaft Conwert erworben. Anfang 2016 scheiterte dann aber die Übernahme der Deutschen Wohnen, des größten heimischen Konkurrenten.
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09:28 Uhr

Bitcoin hält die 20.000 - noch - nicht

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Alle Warnungen und Rufe nach stärkerer Regulierung können den Höhenflug des Bitcoin nicht bremsen:

  • Der Preis für die älteste und größte Kryptowährung kletterte am Wochenende an einigen Handelsplätzen zeitweise über 20.000 Dollar. Am Montag notierte er knapp darunter.
  • Getrieben wird die immer weiter steigende Nachfrage unter anderem von einem weiteren Future auf die Hypewährung, mit dem sie leichter handelbar wird. Seit Sonntag können Investoren den Bitcoin-Terminkontrakt der renommierten Derivatebörse CME handeln. 
  • Damit kommt innerhalb einer Woche ein zweites solches Finanzprodukt an den Markt. Börsianer erwarten, dass sich dadurch die bislang völlig unregulierte, virtuelle Währung weiter etabliert. "Durch die Future steigt die Nachfrage und sie könnten der Katalysator sein, der Bitcoin nachhaltig über 20.000 Dollar schiebt", sagte Fondsmanager Shane Chanel vom Vermögensverwalter ASR Wealth Advisors.
  • Der Januar-Terminkontrakt stieg an der CME zeitweise auf 20.650 Dollar, fiel dann aber auf 19.290 Dollar. Der Referenzkurs war mit 19.500 Dollar bestimmt worden.
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09:19 Uhr

Dax startet mit dickem Plus

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Das Rekordfieber an der Wall Street steckt auch deutsche Anleger an. Der Dax notiert nach wenigen Handelsminuten kanpp ein Prozent höher bei 13.222 Punkten. In den USA waren Ende vergangener Woche die wichtigsten Indizes auf neue Rekordstände geklettert, weil Anleger auf die baldige Umsetzung der größten Steuerreform seit den 1980er Jahren setzen.

Politiker in Europa sehen die Reform jedoch mit Sorge, sie fürchten eine Importbesteuerung.

Unter den größten Gewinnern im Dax waren die Titel von RWE mit einem Kursgewinn von 1,7 Prozent. Die Titel hatten vergangene Woche deutlich an Wert verloren, nachdem die Ökostromtochter Innogy die Prognosen gesenkt hatte.

Innogy-Aktien gingen im MDax ebenfalls auf Erholungskurs, sie gewannen gut ein Prozent.

Der MDax stieg am Morgen um 0,84 Prozent auf 26 262,73 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,00 Prozent auf 2557,45 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte ebenfalls um etwa 1 Prozent.

 

08:47 Uhr

Leichter Auftrieb bei Ölpreisen

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel etwas gestiegen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete zuletzt 63,58 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg um 36 Cent auf 57,66 Dollar.

Für etwas Auftrieb sorgten zuletzt Daten des Ölausrüsters Baker Hughes vom Freitag, wonach die Anzahl der US-Ölbohrlöcher erstmals seit einem Monat wieder gesunken ist. Größtes Thema am Markt blieb das Tauziehen zwischen dem Ölkartell Opec und seinen Verbündeten einerseits sowie amerikanischen Förderern andererseits.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte es im Zusammenspiel mit Russland geschafft, die Rohölreserven der Industrienationen durch eine Produktionssenkung zu verringern. Dies soll die Preise antreiben. Experten gehen aber von einem weiteren Anstieg der US-Rohölförderung aus. Dies würde der Opec-Strategie zuwiderlaufen und könnte die Ölpreise künftig niedrig halten.

07:55 Uhr

Euro präsentiert sich etwas fester

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Euro hat im frühen Handel etwas zugelegt. Die Gemeinschaftswährung wurde bei 1,1769 US-Dollar gehandelt und damit höher als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor dem Wochenende auf 1,1806 (Donnerstag: 1,1845) Dollar festgesetzt.

Im weiteren Tagesverlauf werden die Anleger vor allem die Inflationsdaten aus dem Euroraum im Blick behalten. Analysten rechnen mit einer Bestätigung der Teuerungsrate von 1,5 Prozent im November, die bereits in einer ersten Schätzung ermittelt worden war. Damit hinkt die Teuerung weiter hinter dem EZB-Ziel von knapp zwei Prozent hinterher.

Ansonsten bleiben die Entwicklungen rund um die Steuerreform in den USA weiterhin bestimmend für den Devisenmarkt. Der einflussreiche Senator Marco Rubio hatte zuletzt gedroht, die Reform nicht zu unterstützen, falls nicht eine spezielle Regelung in der Familienbesteuerung stärker berücksichtigt werde. Trump kann aber nach bisherigem Stand davon ausgehen, dass er die nötigen Stimmen im Senat für seine Reform zusammen hat.

07:42 Uhr

Dax mit Zugewinn erwartet

Zum Auftakt der letzten Handelswoche vor Weihnachten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher in den Handel starten. Am Freitag hatte er bereits 0,3 Prozent auf 13.104 Punkten zugelegt. Der Frankfurter Leitindex notierte vorbörslich 0,9 Prozent höher bei 13.185 Zählern.

Rückenwind erhält der deutsche Aktienmarkt von der Wall Street: Dort kletterten die wichtigsten Indizes auf neue Rekordstände, weil Anleger auf die rasche Umsetzung der größten Steuerreform seit den 1980er-Jahren setzen. Die Republikaner änderten ihren Gesetzesentwurf nochmals und wollen ihn in dieser neuen Woche im Kongress verabschieden.

07:14 Uhr

Nikkei steigt kräftig

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Die japanischen Börsen sind zu Wochenbeginn mit deutlichen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Gefragt waren vor allem Finanz- und Exportwerte. Marktteilnehmer sagten, die gute Stimmung von der Wall Street am Freitag wirke nach. Sie ging auf die Erwartung zurück, dass US-Präsident Donald Trump noch vor Weihnachten die größte Steuerreform seit Jahrzehnten durch den Kongress bekommen wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg in Tokio um 1,5 Prozent und schloss bei 22.902 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte ebenfalls um 1,1 Prozent auf 1812 Zähler. Bei den Finanzwerten stach Mitsubishi UFJ mit einem Plus von knapp drei Prozent heraus, bei den Exporteuren der Auto-Hersteller Toyota mit 2,4 Prozent.

Der Euro zog in Fernost leicht an und kostete 1,1759 US-Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 112,66 Yen gehandelt.