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Nach Rekordjahr Investments in deutsche Startups brechen ein

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2021 sammelten hiesige Startups laut EY die Rekordsumme von 17,4 Milliarden Euro Risikokapital ein.

(Foto: imago images/YAY Images)

Geopolitische Unsicherheiten, die Zinswende und unklare Konjunkturaussichten sorgen für viel Unsicherheit. Investoren schauen deswegen genauer, in welche Unternehmen sie investieren. Vor allem die Aktien von Tech-Unternehmen brechen ein, da ihre Geschäftsmodelle als zinsabhängig gelten.

Nach einem Rekordjahr müssen deutsche Startups einen Einbruch bei den Geldspritzen von Investoren verkraften. Die Wachstumsfirmen sammelten im ersten Halbjahr gut 6 Milliarden Euro Risikokapital ein - 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (7,6 Milliarden). Damit erlebten die hiesigen Startups aber immer noch das zweitbeste erste Halbjahr aller Zeiten, zeigt eine veröffentlichte Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

Die Zahl der Finanzierungsrunden fiel um 7 Prozent auf 549, blieb aber klar über dem Niveau der Jahre vor 2021. "Es ist immer noch viel Liquidität im Markt, Investoren schauen aber genauer, wo sie investieren", sagte EY-Partner Thomas Prüver. Geopolitische Unsicherheiten, die Zinswende und unklare Konjunkturaussichten sorgten für viel Unsicherheit, die in den Zahlen des ersten Halbjahres möglicherweise noch nicht ganz abgebildet sei.

Startups sind auf Investoren wie Wagniskapitalfonds oder Konzerne angewiesen, da sie anfangs keine Gewinne schreiben. Wachstumsfirmen haben in der Pandemie davon profitiert, dass die Digitalisierung einen Schub bekam - etwa bei Online-Shopping, Finanzgeschäften oder Essenslieferungen. 2021 sammelten hiesige Startups laut EY die Rekordsumme von 17,4 Milliarden Euro Risikokapital ein. Auch gab es einige sehr große Geldspritzen etwa für den Lieferdienst Gorillas, den Software-Anbieter Celonis und die Smartphone-Bank N26. Doch mit dem Ukraine-Krieg und steigenden Zinsen hat sich der Markt gedreht.

Vor allem die Aktien von Tech-Unternehmen brachen ein, da ihre Geschäftsmodelle als zinsabhängig gelten. Und Investoren wurden bei Startup-Finanzierungen zurückhaltender. Erst am Montag wurde bekannt, dass die Gesamtbewertung des schwedischen Bezahldienstes Klarna um 85 Prozent eingebrochen ist. Einige Startups haben zuletzt wegen der schwierigeren Bedingungen reihenweise Jobs abgebaut.

Das meiste Kapital für deutsche Startups floss im ersten Halbjahr dieses Jahres erneut nach Berlin: Mehr als jeder zweite investierte Euro landet laut EY in der Hauptstadt (3,25 Milliarden). Bayern kam mit 1,16 Milliarden Euro auf Rang zwei, jedoch halbierte sich die Summe gemessen am Vorjahreszeitraum. Deutlich zugelegt haben unter anderem Hessen und Hamburg, die von großen Finanzierungsrunden profitierten.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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