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Die mächtige Konkurrenz im Blick Haben Start-ups überhaupt eine Chance?

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Als Start-up darf man sich nicht von den Großen abschrecken lassen.

imago/Westend61

Die großen Player scheinen alles in sich zu vereinen: Facebook und Co. haben Milliarden Nutzer, hohe Gewinne und die größten Talente. Für kleine Start-ups sind sie eine große Konkurrenz. Doch jeder Herausforderer fängt mal klein an.

Die Marktmacht von Google, Amazon, Facebook und Apple (GAFA) ist beeindruckend. Auf ihren Plattformen tummeln sich Milliarden von Nutzern. Zusammen sind die vier Firmen über 1500 Milliarden Euro wert und generieren extrem hohe Umsätze. Vielen Unkenrufen zum Trotz erzielen sie auch extrem hohe Gewinne. Zusätzlich werben und binden sie die größten Talente an sich. Sie können es sich leisten, Abermillionen über Jahre hinweg in Zukunftstechnologien zu investieren.

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Der US-amerikanische Professor Scott Galloway warnte kürzlich in einem Vortrag davor, sich mit den GAFA Firmen anzulegen. Jeder, der in einem Bereich arbeitet, in dem GAFA zur Konkurrenz gehört, sollte entweder seinen Job wechseln oder versuchen, für einen der vier Konzerne direkt zu arbeiten.

Erst vor Kurzem habe ich mich bei einem ähnlichen Gedanken erwischt. Ein junger Gründer kam mit einer spannenden Technologie auf mich zu und wollte mich von seiner Idee überzeugen. Bei mir gingen sofort die Alarmglocken an: Das ist doch ein Segment, in dem Google führend ist. Das Unternehmen hat die besten Entwickler, unendliche Ressourcen, die meisten Daten und direkten Zugang zu allen Werbetreibenden, dachte ich.

Dominanz der GAFAs

Am selben Abend stieß ich dann auf einen Facebook-Post von meinem Bekannten Karl Kratz. In der Digitalszene schätzt man ihn für seine Denkanstöße und inspirativen Gedanken. In seinem Beitrag ging es um ein mögliches Ende von Google. Darin erklärt er: "Keine Sorge. Google wird es für immer geben. Bis in alle Ewigkeit. Wie AOL, Fireball, Altavista, Metager, Lycos, Excite, AllTheWeb, BTX und MySpace. Es ist sicherlich völlig ausgeschlossen, dass übermorgen jemand mit einer Technologie oder Idee um die Ecke kommt, die einfach besser sein wird."

Es scheint, als erlauben wir uns wegen der Dominanz der GAFAs teilweise gar nicht mehr, uns vorzustellen, dass sie auch wieder fallen können. In den letzten Wochen wurde viel über Yahoo gesprochen, einst Liebling aller Internetnutzer, Magnet der smartesten Mitarbeiter und Börsenliebling mit Bewertungen von über 100 Milliarden Euro. Doch dann kam ein junges Start-up namens Google und hat Yahoo den Rang abgelaufen.

Ambitionierte Ziele prägen Start-up-Welt

Das ist doch gerade das Tolle an der Start-up-Branche. Man darf sich nicht abschrecken lassen von den Großen - auch wenn Google aktuell sicherlich einer der erfolgreichsten und innovativsten Firmen der Welt ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie alles richtig machen, ist sehr gering.

Immer die Augen offenhalten für neue Ideen, vielversprechende Lösungsansätze finden, neue junge Firmen begleiten, das macht die Arbeit in der Start-up-Welt so spannend. Gründer und Gründerinnen zu unterstützen, die sich wirklich etwas trauen und auch Ziele haben, die ambitioniert sind. Ich freue mich auf die nächsten Herausforderer!

Quelle: n-tv.de

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