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Satz antiker Münzen aus dem Fundort bei Mönchengladbach: Der Landschaftsverband Rheinland stellt den großen antiken Münzfund bei einer Pressekonferenz vor .
Satz antiker Münzen aus dem Fundort bei Mönchengladbach: Der Landschaftsverband Rheinland stellt den großen antiken Münzfund bei einer Pressekonferenz vor .(Foto: Lothar Kornblume/LVR Landesmuseum Bonn/dpa)
Freitag, 12. Oktober 2018

Fundsache, Nr. 1386: Münzschatz auf Acker in NRW entdeckt

Mithilfe von Metalldetektoren spüren zwei Schatzsucher auf einem Acker in Mönchengladbach eine große Menge Münzen auf. Sie stammen aus dem 4. und 5. Jahrhundert. Der Fund lässt "dramatische Ereignisse" vermuten.

Auf einem Acker am Niederrhein sind Schatzsucher auf mehr als 1200 Münzen aus der späten Römerzeit gestoßen. Der Fund gibt den Archäologen Rätsel auf. Das Kupfer-Kleingeld stammt aus dem 4. und 5. Jahrhundert, wie der Landschaftsverband Rheinland mitteilte.

Spreyer und Budzicki haben die Münzen mit Detektoren entdeckt.
Spreyer und Budzicki haben die Münzen mit Detektoren entdeckt.(Foto: dpa)

Die ehrlichen Finder Marcel Spreyer und Matthias Budzicki hatten die spätrömischen Münzen mithilfe von Metalldetektoren auf einem Kartoffelacker in Mönchengladbach entdeckt. Mittlerweile wurden mehr als 1200 antike Geldstücke geborgen. Bei Ausgrabungen am Fundort wurden auch Reste einer Holzhütte gefunden.

Wert von sieben Tageslöhnen

Als das Kleingeld damals versteckt wurde, hatte es den Angaben zufolge einen Wert von sieben Tageslöhnen eines Arbeiters. Das war zum Ende der Römerzeit, als es schon viele Ansiedlungen von den Franken gab.

Die Münzen sind aus dem 4. und 5. Jahrhundert.
Die Münzen sind aus dem 4. und 5. Jahrhundert.(Foto: picture alliance/dpa)

Warum das Geld aber nicht wieder abgeholt wurde, ist eine der Fragen, die sich die Wissenschaftler stellen. Nachdem zu den Römern bisher vor allem am Rhein geforscht wurde, lenke der Fund den Fokus auf das Hinterland, teilte das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege mit.

"Dramatische Ereignisse"

"Man darf wohl am Ende der römischen Herrschaft hier im Rheinland dramatische Ereignisse vermuten, wenn jemand sein Geld versteckt und es nicht wieder abholt", sagte Nordrhein-Westfalens Heimatministerin Ina Scharrenbach. Sie lobte das Verhalten der beiden ehrlichen Finder: Die Männer seien nicht nur offiziell lizensierte Schatzsucher. "Sie hatten auch den Landwirt vor ihrer Suchaktion auf dessen Acker nach Erlaubnis gefragt." Mit ihrem Fund hätten sie "neues Wissen über unsere Heimat entdeckt". Scharrenbach überreichte den Männern jeweils 1000 Euro als Finderlohn.

Der Landschaftsverband Rheinland lud für den heutigen Freitag nach Mönchengladbach, um auf einer Pressekonferenz den großen antiken Münzfund vorzustellen.

Im April 2018 hatte ein großer Fund auf Rügen Aufsehen erregt. In einem Acker auf der Ostseeinsel stießen Archäologen auf einen wertvollen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert und damit aus der Umbruchsphase von der Wikingerzeit zum Christentum.

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Quelle: n-tv.de