Technik
Mit einer AR-Brille auf der Nase können Nutzer das iPhone stecken lassen.
Mit einer AR-Brille auf der Nase können Nutzer das iPhone stecken lassen.(Foto: United States Patent and Trademark Office)
Donnerstag, 03. August 2017

Patent macht Hoffnung: Kommt das iPhone 8 mit AR-Brille?

Ein neues Apple-Patent zeigt detailliert, wie das Unternehmen in die AR-Zukunft blickt, auch eine Datenbrille ist zu sehen. Die Technik ist ausgereift, Tim Cook schwört auf AR. Wie viel davon sieht man im September bei der iPhone-8-Show?

Vor rund zwei Jahren kaufte Apple das deutsche Unternehmen Metaio, einen Spezialisten für Augmented Reality (AR). Seitdem wird spekuliert, der iPhone-Bauer könnte schon bald eine Datenbrille vorstellen, die ähnlich wie Google Glass arbeitet. Zuletzt behauptete der bekannte Tech-Blogger Robert Scoble im Februar, er habe von Quellen auf "höchster Ebene" erfahren, dass Apple noch in diesem Sommer eine AR-Brille vorstellen möchte. Sie werde sehr leicht sein und nur in Verbindung mit einem anderen Gerät funktionieren, also zum Beispiel mit einem iPhone in der Hosentasche. Jetzt wurde Apple ein entsprechendes Patent erteilt, was die Hoffnung auf eine große AR-Show im September nährt.

Das Patent folgt laut "Patently Apple" zwei weiteren Patenten, die Anfang des Jahres erteilt wurden. Sie beschreiben AR-Techniken, wie sie Apple tatsächlich wenig später später bei seiner Konferenz WWDC zusammen mit einem Entwickler-Kit für AR-Anwendungen vorstellte. Unter anderem geht es darum, auf iPhones oder iPads virtuell Möbel in Zimmern zu platzieren oder innerhalb von Museen oder anderen Gebäuden zu navigieren. In der neuen Patentschrift beschreibt Apple unter anderem, wie die Geräte genutzt werden, um Touristen Informationen zu Sehenswürdigkeiten anzuzeigen, auf die die Kamera gerichtet wird.

Ein Blick genügt

Das Interessanteste an der Patentbeschreibung ist aber, dass darin auch eine verbundene Datenbrille gezeigt wird. Sie verfügt über eine Kamera und ein durchsichtiges Display beziehungsweise ein halbtransparentes Brillenglas, auf das AR-Inhalte projiziert werden. Der Nutzer muss so nicht das iPhone oder iPad auf eine Sehenswürdigkeit richten, es genügt, dieses anzusehen. Zusätzliche Informationen kann er abrufen, indem er markierte Bereiche "antippt".

Das Patent beschreibt eine Technik, an der Metaio schon seit vier Jahren arbeitet. Es ist also durchaus möglich, dass Apple eine AR-Brille bereits entwickelt oder vielleicht sogar schon bald vorstellt. Dass die erweiterte Realität für ihn das "nächste große Ding" ist, hat Tim Cook in jüngster Zeit immer wieder betont. AR spielt beim kommenden iOS 11 eine große Rolle und die Konkurrenz - allen voran Microsoft mit der Hololens - hat bereits vorgelegt. Eigentlich wäre die Präsentation von "Apple Glasses" zusammen mit dem iPhone 8 im September der genau richtige Moment für Apple. Falls dem so ist, dürfte die AR-Brille zwar kaum schon marktreif sein, aber wie beim Siri-Lautsprecher HomePod würde Apple damit ein großes Zeichen setzen, dass es reif für die Zukunft ist.

Quelle: n-tv.de

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