Auto

Kleiner Tornado Audi zeigt den A1

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Jugendlicher Lifestyle: Der A1 soll frische Kundschaft zu Audi bringen.

(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Nichts weniger als die Kompaktklasse aufmischen soll der neue A1 von Audi. Jetzt sind erste Informationen und Bilder veröffentlicht worden. Und die zeigen einen stylischen Mini-Rivalen.

In schwierigen Zeiten wie diesen braucht jeder Autohersteller neue Kunden. Doch genau das ist die hohe Kunst in der Branche. Neukunden für eine Marke zu gewinnen, "erobern" wie es im Fach-Jargon heißt, ist ein schwieriges Unterfangen. Am besten gelingt das mit neuen Modellen. Doch Vorsicht, je extrovertierter ein Auto, desto höher die Gefahr des Scheiterns. Und das ist ein teurer Spaß, der schlimmstenfalls gar das gesamte Image in Mitleidenschaft ziehen kann.

Audi hat mit dem A1 jetzt ein Eisen im Feuer, das aber tatsächlich neue Kundschaft an die Marke binden könnte. Der A1 schreit seine Jugendlichkeit förmlich heraus. Das ist ein durchaus gewagter Ansatz. Denn das, was Audi da in diesem Sommer auf den Markt bringen wird, kann wohl wirklich nur bei junger Kundschaft punkten. Rentner-Pärchen auf Sonntagsausflug wird man im A1 eher nicht antreffen.

Sport im Mittelpunkt

Schon auf den ersten Blick wird klar: Der soll dem Mini Kundschaft abspenstig machen. Weniger kultig als der Brite mit bayerischem Innenleben. Dafür aber moderner und weitaus hipper als das Gros seiner Konkurrenz. Und er ist sportlich, das zeigt sein ganzer Auftritt.

In der Front des jugendlichen Ingolstädters ist der neue Singleframe-Kühlergrill zu finden, der bereits beim A8 schon ansatzweise zu sehen ist. An den oberen Ecken wird das wichtigste Designmerkmal von Audi künftig abgeflacht sein und so optisch mehr Breite gewinnen. Eingerahmt wird der Grill von zwei Scheinwerfern mit den Audi-typischen LED-Lidschatten, die dem Auto serienmäßig einen "bösen Blick" verschaffen. Am Heck sind Voll-LED-Scheinwerfer zu finden.

Tornadolinie überm Heck

Die Bögen der coupé-haften Dachlinie sind in Silber gehalten. Sicher ungewollt erinnert das an den C3 Pluriel von Citroën. Auch das ein jugendlich orientiertes Auto, allerdings eher auf den weiblichen Geschmack abgestimmt. Da ist der A1 dann doch anders orientiert, deutlich maskuliner. Er zeigt kräftige Muskeln, vor allem beim Linienspiel an der Seite. Dort zieht sich eine breite Wölbung von der Motorhaube über das Heck des Autos. "Tornadolinien" nennt Audi-Designchef Stefan Sielaff dieses Merkmal. "Dort brechen sich wunderbar Licht und Schatten", sagt er.

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Voll-LED-Scheinwerfer und die "Tornadolinie" zieren das Heck.

(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Im Innern bietet Audis Neuer nicht ganz so viel Aufregendes wie außen. Cockpit und Bedienelemente sind bekannt aus anderen Modellen, ebenso wie das Lenkrad. Auffällig sind die markanten Luftdüsen, die, laut Designer Sielaff, in "Flugzeugoptik" gehalten sind. Wegen der Düsen ist das Display für das Multimediasystem einklappbar geworden und auf das Armaturenbrett gewandert. Das bringt den Vorteil mit, dass es größer gebaut werden kann.

Buntes für Innen

Gegen die bunte und kreischige Optik des Mini wirkt der A1 aber doch etwas gesetzter. Allerdings, den ersten Fotos nach zu urteilen, auch hochwertiger. Damit man gegen die Konkurrenz nicht allzu bieder wirkt, hat sich Audi einige Ausstattungsoptionen einfallen lassen. Luftdüsen oder Bezüge soll es in poppigen Farben geben, LED-Leuchten optional frisches Licht ins Interieur bringen.

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Das Interieur lässt per Sonderausstattungsliste noch reichlich bunt gestalten. Markant sind die großen Luftdüsen.

(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Technisch soll der neue Audi alles mitbringen, was das Herz begehrt. Für Musik- und Technikfans gibt es eine eigene Ausstattungslinie namens "Media Style Paket", die einen Schwerpunkt auf das Multimediasystem legt. Letzteres ist aus den höheren Modellreihen entliehen und könnte in Kombination mit dem Bose-Audiosystem und den zahlreichen Schnittstellen zu einem Highlight des A1 werden.

Vier Motoren zum Start

Bei den Antrieben ist das Angebot zunächst überschaubar. Zwei Benziner und zwei Diesel werden zum Verkaufsstart verfügbar sein, alle mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Die Leistungsspanne bewegt sich zwischen 86 und 122 PS. Alle Antriebe bringen ein System zur Rückgewinnung der Bremsenergie und ein Start-Stop-System mit. So soll der 1,6-Liter-Diesel auf eine Emission von 99 Gramm CO2 pro Kilometer kommen. Optional ist eine Siebengangautomatik zu haben.

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Vier Motoren gibt es zum Start. Ab Sommer soll der A1 zu haben sein.

(Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honora)

Technisch hat der A1 viel vom VW Polo geerbt. Mit 3,95 Metern Länge bleibt er aber zwei Zentimeter hinter dem Wolfsburger zurück. Das Kofferraumvolumen beträgt 267 Liter. Offiziell geht der A1 als Viersitzer durch. Geplant ist aber auch eine Version mit fünf Türen. Die könnte dann auch fünf Plätze bieten. Der günstigste Audi A1 wird ab 16.000 Euro zu haben sein.

Reichlich hip ist der Audi A1 geraten. Technisch scheint das Auto auf dem neusten Stand zu sein. Da gibt man sich in Ingolstadt keine Blöße. Optisch ist er auf jeden Fall ein Hingucker. Viel Style und Jugendlichkeit spitzen allerdings die Zielgruppe zu. Man wird sehen, ob alle, die den A1 gut finden, sich ihn am Ende auch leisten können. Das Potenzial zum Minischreck hat er auf jeden Fall. Ob der Brite sich wirklich fürchten muss, wird sich ab Sommer zeigen.

Quelle: ntv.de

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