Auto

Offensive gestartet Bürstner setzt auf Kompakt-Vans

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Der knapp fünf Meter lange C500 wird jetzt auch mit einem Allrad-System angeboten.

(Foto: Buerstner)

Im vergangenen Jahr erst richtig in das Kompaktsegment der Wohnmobile eingestiegen, erweitert Bürstner seine Modellpalette im Sommer um eine ganze Reihe von Neuheiten auf Fiat Ducato- und Ford Transit-Basis.

Galt Bürstner bisher vor allem als Hersteller von größeren Reisemobilen in der Mittelklasse, so hat mit der im vergangenen Jahr gestarteten Offensive bei den "Wohn-Vans", wie das Unternehmen aus Kehl die Campingbusse, Kastenwagen und teilintegrierten Vans zusammenfasst, ein einschneidender Wandel begonnen.

Von den nunmehr sechs Kompaktbaureihen bleiben lediglich die beiden teilintegrierten Nexxo Van und Travel Van unverändert. Der im Vorjahr eingeführte Urban-Camper Copa auf Basis des Ford Transit Custom wird um zwei Varianten erweitert.

C500 auch mit Allrad-System

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Der C500 4x4 wird ab 57.270 Euro angeboten.

(Foto: Michael Lennartz)

Den knapp fünf Meter lange C500 soll es künftig auch mit einem Allrad-System geben, das sich automatisch zuschaltet, sobald die Räder der Vorderachse durchdrehen. Die elektromagnetische Kupplung schließt und verteilt die Antriebskräfte je nach Situation bis zum Verhältnis von 50:50 auf Vorder- und Hinterachse. Alternativ kann der Allradantrieb permanent über einen Druckschalter im Cockpit zugeschaltet werden.

Damit verwandelt sich der Copa-Camper zwar nicht in einen Hardcore-Offroader, sorgt aber für gute Traktion auf losem und rutschigem Untergrund wie Sand, Schnee oder feuchtem Gras. Optional gibt es dazu noch ein Allroad-Paket mit grobstolligen Reifen, Kühlergrill im Trail-Desgin und Unterfahrschutz. Der C500 4x4, der serienmäßig ein Aufstelldach mit Doppelbett und Panorama-Funktion (nach vorn öffnende Zeltwand), eine 41-Liter-Kompressor-Kühlbox, einen 50-Liter-Wassertank, Küche, drehbare Frontsitze und eine zum Bett umbaubare Sitzbank an Bord hat, wird ab 57.270 Euro angeboten.

Mehr Raum im C530 und C590

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Der im Vorjahr eingeführte Urban-Camper Bürstner Copa (links) auf Basis des Ford Transit Custom wird um zwei Varianten erweitert.

(Foto: Michael Lennartz)

Ebenfalls neu in der Copa-Reihe ist der ab Juli erhältliche C530, der aufgrund seiner 30 Zentimeter mehr Fahrzeuglänge im Heck den Einbau eines Dusch/WC-Raums mit Klappwaschbecken, festinstallierter Kassetten-Toilette, steckbarer Duschwanne mit Duschvorhang und herausziehbarem Wasserhahn als Duschkopf ermöglicht. Deshalb öffnet das serienmäßige Aufstelldach im Gegensatz zum C500 auch nach hinten. Preise stehen noch nicht fest.

Die Kooperation mit den Kölner Ford-Werken intensiviert Bürstner noch mit einer komplett neuen Baureihe. Der Lineo C590 auf dem größeren Ford-Transit-Transporter positioniert sich mit einem klassischen Sechs-Meter-Grundriss und Doppelquerbett im Heck, Küche, Nasszelle sowie vorderer Sitzgruppe eine Klasse höher. Der beheizte Doppelboden kann vom Heck aus oder an der Schiebetür beladen werden. Das Hochdach garantiert eine durchgängige Stehhöhe von knapp zwei Metern. Der Lineo startet ab September zunächst ausschließlich als C590 zu Preisen ab 48.690 Euro. Über weitere Grundrissangebote wird noch entschieden.

Innenraum-Innovationen für den C644

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Im C644 wird für die Schlafkonfiguration über der Sitzgruppe ein Hubbett auf eine Ebene mit einer Heckverlängerung heruntergelassen.

(Foto: Buerstner)

Seinem Ruf als Schöpfer von Innenraum-Innovationen versucht Bürstner mit dem neuen Eliseo C644 auch bei den Kompakt-Modellen nachzukommen. So soll der fünfte Grundriss der Fiat-Ducato-Baureihe das Portfolio um eine Aufteilung mit hohem Wohnkomfort erweitern, indem auf kompaktem Längenmaß von 6,36 Meter eine Rundumsitzgruppe im Heck verwirklicht wird. Dazu rückte das Bad mit Toilette und schwenkbarer Trennwand fürs Duschen direkt hinter den Fahrersitz. Gegenüber liegt der Küchenblock.

Für die Schlafkonfiguration wird über die Sitzgruppe ein Hubbett auf eine Ebene mit einer Heckverlängerung heruntergelassen, unter der sich ein von hinten zugänglicher Stauraum befindet - dort lässt sich sogar ein Fahrrad unterbringen. So entsteht eine großzügige Liegefläche etwa auf Brusthöhe. In einer Art Etagenbett ließe sich darunter auch die Sitzgruppe noch zu einem Doppelbett umbauen. Klaustrophobisch veranlagt sollten die dort Nächtigenden allerdings nicht sein.

Aufstelldächer mit Sun-Roof

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Der Lineo C590 positioniert sich mit einem Sechs-Meter-Grundriss und Doppelquerbett im Heck, Küche, Nasszelle sowie vorderer Sitzgruppe ein Segment höher.

(Foto: Michael Lennartz)

Bei den bisherigen beiden 5,40 Meter langen Eliseo-Modellen C540 und C543 (ab je 50.000 Euro) kommen mit dem Sechs-Meter-Modell 602 (Querdoppelbett im Heck, 52.780 Euro) und dem C642 (6,36, Meter lang, Längs-Einzelbetten im Heck, 54.650 Euro) zwei ebenfalls neue konventionelle Grundrisse hinzu. Bei diesen Versionen sorgt eine im Neigungswinkel bis zu 22 Grad verstellbare Sitzbank für mehr Bequemlichkeit. Für ein helleres Ambiente können die Aufstelldächer nun auch mit einem Sun-Roof über den Vordersitzen kombiniert werden.

Für alle Eliseo- und Campeo-Modelle bietet Bürstner ab Spätsommer zudem einen neuen Fahrradträger "Back-Rack+" an. E-Bikes lassen sich hier leichter beladen und werden senkrecht transportiert.

Quelle: ntv.de, Michael Lennartz, sp-x

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