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Mehr Radarkontrollen Deutsche Großstädte blitzen sich reich

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Vor allem stark befahrene Straßen werden in Großstädten gerne mit einem Blitzer bedacht.

picture alliance/dpa

In deutschen Großstädten wird verstärkt in Blitzer-Anlagen investiert. Für die Kommunen rechnet sich das. Inzwischen gehen die Einnahmen in die Millionen. Aber schrecken die Blitzer denn auch wie gewünscht Raser ab?

Viele der größten deutschen Städte rüsten bei Blitzern auf. Den Kommunen bringt das Millioneneinnahmen, wie eine Umfrage der dpa unter den zehn größten deutschen Städten ergeben hat.

Hamburg kassiert ordentlich

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Allein in Hamburg wird an 40 Standorten dauerhaft geblitzt.

(Foto: picture alliance / Carsten Rehde)

Die zweitgrößte deutsche Stadt Hamburg etwa hat dieses Jahr in sechs neue stationäre Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen investiert. An 40 Standorten wird inzwischen dauerhaft geblitzt, ein weiteres Gerät kommt bis Jahresende hinzu. Das lohnt sich auch finanziell: Fast 18,9 Millionen Euro sind bis Ende November in die Kasse geflossen, das sind über drei Millionen Euro mehr als 2017 insgesamt.

"Inzwischen sind die Einnahmen aus den fest installierten Blitzern ein lukratives Geschäft für den Senat geworden", heißt es in einer schriftlichen Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Thering an die Bürgerschaft aus dem vergangenen Jahr. "Uns gehts nicht darum, die Leute abzukassieren", betont Pressesprecher Frank Reschreiter. "Aber wer zu schnell fährt, gefährdet sich und die anderen."

Wer Messstellen kennt, fährt langsamer

In Stuttgart wird ebenfalls häufig geblitzt, über elf Millionen Euro hat die Stadt vergangenes Jahr nach eigenen Angaben eingenommen. 34 stationäre Blitzer und sechs Fahrzeuge sind hier im Einsatz. Aber viele Autofahrer scheinen ihre Lektion zu lernen. So zeigen Messungen an der Hohenheimer Straße, eine der Hauptverkehrsadern in der Innenstadt, dass hier noch gut vier Prozent zu schnell fahren. Zu Beginn der Messungen seien es noch mehr als sieben Prozent gewesen, sagt die Stadt.

"Es gilt die Faustregel: Je häufiger eine bestimmte Messstelle angefahren wird, desto höher liegt der Bekanntheitsgrad und umso mehr sinken die gefahrenen Geschwindigkeiten", erklärt Markus Kalb vom Straßenverkehrsamt Frankfurt am Main. Stationäre Blitzer sind demnach besonders effektiv. Sie haben der Stadt allein bis Ende Oktober vier Millionen Euro eingebracht. Und: An manchen Stellen in der Stadt sei die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße um 90 Prozent zurückgegangen.

Es wird weiter investiert

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Die neuesten mobilen Blitzer sehen wie ein Anhänger aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Köln bemüht sich deshalb nach eigenen Angaben, auch die Standorte der mobilen Blitzer möglichst bekannt zu machen. "Überall dort, wo mobile Blitzer eingesetzt werden, sind diese deutlich sichtbar - allein durch diese Präsenz werden viele Autofahrer aufmerksam und fahren langsamer", sagt Stadtpressesprecher Lars Hering. Die Standorte der Blitzer werden jede Woche auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Doch auch die Rheinländer rüsten weiter auf. Bald gehören Köln 39 stationäre Blitzer, sieben Radarwagen, zwei Blitztonnen und zehn semistationäre Anlagen - das sind Anhänger, die am Straßenrand abgestellt werden.

Es verwundert nicht, dass auch in Berlin häufiger geblitzt wird. In diesem Jahr hat die Stadt an elf neuen Standorten Blitzer installiert, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Rund 1,4 Millionen Euro hat sich die Hauptstadt das kosten lassen, aber die Investition dürfte sich auch hier lohnen.

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Auch am Großen Stern in Berlin blitzt es in alle Richtungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dortmund verstärkt ebenfalls seine Radarkontrollen. Aktuell sind sechs stationäre Anlagen und fünf Messfahrzeuge im Einsatz, im nächsten Jahr kann an 18 Standorten gleichzeitig geblitzt werden.

Neu sind sogenannte semistationären Anlagen. Frankfurt am Main hat dieses Jahr einen solchen Anhänger gekauft, Düsseldorf testet ihn gerade. "Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass solche Blitzer-Anhänger sich dazu eignen, die Lücke zwischen den sogenannten Starenkästen und den letztlich nur punktuellen Überwachungen an wechselnden Orten zu schließen", sagt Volker Paulat vom Ordnungsamt Düsseldorf. Schon ohne den neuen Anhänger hat die Stadt vergangenes Jahr 7,4 Millionen Euro durchs Blitzen kassiert.

In München betreibt die Stadt einen stationären Blitzer, darüber hinaus hat die Polizei nach Angaben eines Sprechers acht stationäre Rotlichtblitzer, fünf stationäre Geschwindigkeitsblitzer sowie drei stationäre Anlagen, bei denen beides kombiniert wird. Darüber hinaus sind mobile Blitzer im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, hpr/dpa

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