Auto

Nicht nur mehr Hubraum Ducati überarbeitet die Multistrada Enduro

DucMultistrada.jpg

Mit mehr Hubraum und einer sauberen Drehmomentkurve fährt die Ducati Multistrada Enduro in Kürze zu den Händlern.

In der 2019er Version spendiert Ducati nun auch der Offroad-Version seiner Multistrada den größeren Motor. Mehr Hubraum und mehr Leistung sind die Folge, aber auch an anderer Stelle haben die Italiener eingegriffen.

50 MULTISTRADA 1260 ENDURO_UC68175_Mid.jpg

Mit 254 Kilogramm ist die Ducati Multistrada Enduro weiterhin kein Leichtgewicht.

Dass Ducati nicht längere Zeit zwei Motoren mit nahezu gleichem Hubraum bauen würde, war erwartbar. Nun transferiert der italienische Motorradhersteller das seit dem vergangenen Jahr in der Multistrada erhältliche V2-Triebwerk mit 1262 Kubikzentimetern Hubraum und 158 PS auch in die Multistrada Enduro. Der Offroad-Elefant – Gewicht 254 Kilogramm – heißt nun mit vollem Namen Multistrada 1260 Enduro; bisher war in der Multistrada 1200 Enduro noch das 1198 Kubikzentimeter messende Vorgänger-Triebwerk mit 152 PS installiert.

Größter Vorteil des ebenfalls mit variabler Ventilsteuerung ausgerüsteten stärkeren Motors ist nicht das kleine Plus an Spitzenleistung oder maximalem Drehmoment, sondern der Verlauf der Drehmomentkurve: Die bislang spürbare Delle bei etwa 5500 U/min wird geglättet, bei 7500 Kurbelwellenumdrehungen verspricht der Hersteller ein Drehmomentplus von beachtlichen 17 Prozent. Das heißt, genau da werden 129,5 Newtonmeter maximales Drehmoment zur Verfügung gestellt. Mit der Triebwerksverpflanzung geht auch eine gründliche technische Überarbeitung der vor zwei Jahren eingeführten Reiseenduro einher.

62 MULTISTRADA 1260 ENDURO_UC68187_Mid.jpg

Mit sechs PS mehr bringt es die Ducati Multistrada Enduro jetzt auf 158 PS.

Neu ist zum Beispiel die Installation eines Zweiwege-Schaltassistenten, zudem wurde das Ride-by-Wire-Sytem mit dem Ziel einer sanfteren Gasannahme überarbeitet. Auch wird die jüngste Baustufe des Sechs-Achsen-Sensors von Bosch verbaut, mit dessen Hilfe das Kurven-ABS, das Kurvenlicht, die Wheelie-Kontrolle sowie die Traktionskontrolle gesteuert werden. Die Bosch-IMU korrespondiert auch mit dem semiaktiven Feder-/Dämpfungssystem der Enduro. Überarbeitet wurde außer der Ergonomie (Sitz und Lenker) auch das Cockpit. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle wurde zugunsten einer leichteren Handhabung über das 5-Zoll-TFT-Display modifiziert.

Das eigens von Ducati entwickelte Multimediasystem verbindet das Motorrad über Bluetooth mit dem Smartphone des Fahrers und ermöglicht darüber den Zugriff auf alle wichtigen Multimedia-Funktionen (eingehende Anrufe, SMS, Musik). Zudem verfügt die Multistrada 1260 Enduro über eine Geschwindigkeitsregelung und eine Freisprecheinrichtung. Zudem ist die Multistrada 1260 Enduro mit der neuen Ducati Link App kompatibel: So kann der Fahrer den Reisemodus (eine Kombination aus Motor- und Fahrwerksmodus) einstellen und zum Beispiel die Parameter des ABS oder der Traktionskontrolle über sein Smartphone individuell einstellen.

Außerdem bietet die App umfassende Informationen zu den Wartungsintervallen, ein Benutzerhandbuch und einen Ducati Store Locator. Darüber hinaus ermöglicht die Ducati Link App dem Fahrer, Fahrleistung und Strecken aufzuzeichnen, damit er diese mit anderen Ducatisti teilen kann. Die Ducati Multistrada 1260 Enduro wird in den Farben Sand und Rot angeboten. Ein Reifendruck-Überwachungssystem, bisher nicht lieferbar, ist optional erhältlich. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge soll im Dezember erfolgen. Der Preis wurde noch nicht bekanntgegeben, bisher kostete die Ducati ab 20.190 Euro.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

Mehr zum Thema