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Bereits im Vorfeld der EICMA stellt Ducati seine Neuheiten für 2019 vor.
Bereits im Vorfeld der EICMA stellt Ducati seine Neuheiten für 2019 vor.(Foto: Ducati)
Freitag, 09. November 2018

Von Panigale bis Monster: EICMA-Neuheiten von Ducati

Im kommenden Jahr bringt Ducati eine von Motorsportfans sehnsüchtig erwartete neue Version der Panigale V4 R. Zudem erhalten Diavel, Hypermotard, Multistrada und Monster gründliche Updates für die Saison 2019.

Die Panigale V4 wurde für das Modelljahr umfassend überarbeitet.
Die Panigale V4 wurde für das Modelljahr umfassend überarbeitet.(Foto: Ducati)

Zusammen mit BMW sorgt die italienische Motorradmarke Ducati für den größten Aufschlag auf der Mailänder EICMA, die vom 8. bis 11. November ihre Pforten öffnet. Bei der Vorabpremiere zeigte Ducati bereits die zweite Generation des Cruisers Diavel, eine stark modellgepflegte Version der Fun-Baureihe Hypermotard, drei überarbeitete Modelle der Multistrada-Baureihe sowie die Homologationsversion der Panigale V4 für die Superbike-WM.

Panigale V4 R

Und genau die Panigale V4 R wurde von Motorsport-Fans sehnsüchtig erwartet. Das Drehzahlniveau des neuen, 998 Kubik großen V4-Aggregats ist beachtlich: Erst bei 15.250 Touren sollen die 221 PS anliegen, der Drehzahlbegrenzer schlägt dann unbarmherzig bei sagenhaften 16.500 Kurbelwellenumdrehungen zu. Damit dreht der V4 bei Nennleistungsabgabe 2250 Umdrehungen höher als das normale 1103 Kubikcentimeter große Triebwerk. Geschmiedete Kurbelwelle, Titanventile – die Teile des Homologationsmodells für die Renneinsätze in der WSBK sind vom Feinsten.

Auch die Diavel hat Ducati für 2019 mit neuen Features versehen.
Auch die Diavel hat Ducati für 2019 mit neuen Features versehen.(Foto: Ducati)

Eine weitere Besonderheit der R stellt das von Ducati Corse beigesteuerte Aero-Paket dar, das die Aerodynamik auf der Piste verbessert und die Kühlung verschiedener Bauteile optimiert. Gegenüber der S zeigt sich auch die Radaufhängung noch hochklassiger. Vorn führt eine USD-Gabel des Typs NPX 25/30 von Öhlins das geschmiedete Marchesini-Rad, hinten arbeitet ein Federbein des Typs TTX36. Die Einarmschwinge ist vierfach justierbar. Dazu kommen zahlreiche Karbonteile, ein 5-Zoll-TFT-Display im Cockpit und jegliche Elektronik, die mit einer Sechs-Achsen-Sensorbox derzeit möglich ist.

Das Gewicht sinkt mit Einbau des Renn-Kits auf 164 Kilogramm trocken. Was allerdings die Straßenversion wiegt, bleibt Ducati bislang schuldig. Es dürfte bei 170 Kilogramm plus Betriebsstoffe liegen. Die Auslieferung beginnt im Februar, der Preis des Superrenners ist durch das Superbike-Reglement mit 35.999 Euro gedeckelt. Ob sich Ducati auf den Bau von 500 Exemplaren beschränkt, wie für die Homologation nötig, ist derzeit nicht bekannt.

Diavel 2.0 und Hypermotorrad

Rundum geschärft präsentiert Ducati die neue Hypermotard nun als 950er.
Rundum geschärft präsentiert Ducati die neue Hypermotard nun als 950er.(Foto: Ducati)

Optisch kaum weniger auffällig als die Panigale ist die zweite Generation des Italo-Cruisers Diavel. Erstmals präsentiert wurde dieses auch heute noch als ungewöhnlich empfundene Motorrad bei der EICMA 2010. Die Total-Technisierung hält auch in diesem Modell Einzug, es gibt also alle elektronischen Features, die der Sicherheit und dem Fahrspaß dienen. Der Antrieb der Diavel 2.0 erfolgt nunmehr durch den aus der Multistrada und XDiavel bereits bekannten 1260-Kubikzentimeter-V2-Motor mit variabler Ventilsteuerung und 159 PS Leistung. Zusätzlich zur Basisversion gibt es, wie bei Ducati üblich, eine technisch aufwändigere S-Variante.

Rundum geschärft präsentiert Ducati das neue Hypermotard nun als 950er: Der V2 leistet mit 114 PS etwas mehr als im bisherigen 939-Modell mit 110 PS, die technische Ausstattung ist – insbesondere bei der SP-Variante – auf höchstem Niveau. Sie verfügt über eine flachere Sitzbank, Öhlins-Fahrwerk mit längeren Federwegen, das eine höhere, maximale Schräglage ermöglicht, Marchesini-Schmiederäder und Ducati Quick Shift (DQS) Up/Down EVO.

Multistrada und Monster

Auch die bislang wenig gefragte Multistrada 950 erhält ein Update.
Auch die bislang wenig gefragte Multistrada 950 erhält ein Update.(Foto: Ducati)

Seiner Multistrada-Baureihe will Ducati mittels zweier Überarbeitungen Rückenwind verschaffen: So erhält die bislang nur wenig gefragte Multistrada 950 ein Update (leichtere Schwinge, überarbeitete Ergonomie, etc.). In Zukunft wird sie dann auch als höherwertiges S-Modell mit verfeinerter Ausstattung angeboten. So verfügt die neue S-Version über elektronische, semi-aktive Federelemente, einen Quick Shift (DQS) Up/Down, Voll-LED-Scheinwerfer, ein 5-Zoll-TFT-Display, Freisprecheinrichtung, Tempomat und beleuchtete Lenkerarmaturen.

Zudem erhält die Multistrada 1200 Enduro ab sofort den bereits bekannten, hubraumvergrößerten 1260er V2-Motor. Das Hubraumplus sorgt für geringfügig höhere Spitzenwerte bei Leistung und Drehmoment, hebt aber vor allem die Drehmomentkurve im mittleren Bereich um bis zu 17 Prozent und befreit sie zudem von einer bis dato vorhandenen Delle.

Das Besondere an der Monster 821 Stealth ist ihre Optik.
Das Besondere an der Monster 821 Stealth ist ihre Optik.

Im Vorfeld der EICMA wurden auch die neuen Modell-Versionen gezeigt, die für 2019 in bestehende Baureihe aufgenommen wurden. Dazu gehörten die Monster 1200 Anniversary, die erstmals auf der WDW2018 zu sehen war und die neue Monster 821 Stealth, die mit mattschwarzer Lackierung und roten Grafiken, Schaltautomat, einer einstellbaren Vorderradgabel und einer kleinen Lenkerverkleidung ausgestattet ist.

Quelle: n-tv.de