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Bei Sotheby's unterm Hammer Ein Jeep Wrangler von anderem Kaliber

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Martialischer kann ein Jeep Wrangler kaum aussehen. Bei Sotheby's ist der Jeep Wrangler Custom jetzt unterm Hammer.

(Foto: RM Sotheby's)

Wenn ein Jeep Wrangler bei RM Sotheby's zur Auktion steht, kann es sich nicht um ein Serienmodell handeln. Da muss etwas Besonderes dran sein. Und tatsächlich bietet der Jeep Wrangler Custom einiges zu einem erstaunlichen Preis.

Wenn man an Auto-Auktionen bei RM Sotheby's denkt, fallen einem in erster Linie sündhaft teure Preziosen ein, die hier unter den Hammer kommen. Aber es geht auch anders: Mit dem 2017 Jeep Wrangler Custom steht ein ganz anderes Kaliber zum Kauf. Und wenn man sich die Fotos anschaut, dann scheint der momentan aufgerufene Wert von 46.000 US-Dollar mehr als angemessen.

Breitbau bietet Einblicke

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Mit ausgestellten Kotflügeln und 22-Zoll-Felgen steht der Jeep Wrangler Custom echt breitbeinig da.

(Foto: RM Sotheby's)

Denn natürlich hat das aufgemotzte Ami-Urgestein mehr zu bieten als ein schnöder Wrangler vom Band. Vorn soll eine Seilwinde von Smittybilt den Karren bei Bedarf aus dem Dreck ziehen. Die Stoßfänger wurden vorn mit zwei roten Schlepphaken verziert und die vom Sondermodell 10th Anniversary stammende Motorhaube hat eine neue Lackierung bekommen. Die Kotflügelverbreiterungen sollen im Übrigen nicht nur den Charakter des Kraxlers verstärken, sondern auch das entsprechende Dach für die mächtigen 22-Zoll-Felgen bieten, die mit Offroad-Reifen von Repulsor im Format 37 x 13,50 R 22 LT bespannt sind.

Durch die Kotflügelverbreiterungen und die um 12,7 Zentimeter angehobene Karosserie hat der Betrachter dann auch freie Sicht auf die Fox-Racing-Stoßdämpfer. Über Stock und Stein treibt die Sonderausführung standesgemäß ein 3,6 Liter großer V6-Benziner. Dass der mit den schwächlichen 284 PS unterwegs ist, die Jeep ihm seit 2012 mit auf dem Weg gibt, dürfte angesichts des Magnuson TSV 1320-Kompressors ausgeschlossen sein. Am Automatik- und Verteilergetriebe wurde nicht geschraubt, das ist Wrangler-Standard. Natürlich musste die Achsübersetzung am Heck an die größeren Räder angepasst werden und beträgt beim Umbau 4,88:1.

Echt martialisch

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Nicht ganz stilecht aber einzigartig im Jeep Wrangler: Sitze im Ferrari Daytona-Stil.

(Foto: RM Sotheby's)

Aber noch wichtiger als die technischen Details sind die kleinen optischen Aufwertungen, die der namentlich nicht genannte Tuner im und am Jeep Wrangler macht. Da gibt es die Sitze im Ferrari-Daytona-Stil, Wild-Boar-Haltegriffe sorgen dafür, dass die Insassen nicht zu sehr ins Wanken geraten und Alpin-Lautsprecher bringen im Zusammenspiel mit einem Rockford-Fosgate-Verstärker den richtigen Klang in die Hütte. Apropos Klang: Die Außenantenne für den Radioempfang ist beim Sotheby's-Modell als Patrone getarnt. Martialisch wie der ganze Auftritt.

Damit sind der Zugaben aber noch nicht genug: Für ordentlich Licht am Fahrzeug sorgt eine massive LED-Zusatzbeleuchtung. Die besteht aus vier Eckleuchten und einem 50 Zoll breiten Lichtbalken am oberen Ende der Frontscheibe. Auch die Heckleuchten wurden modifiziert. Damit man den Wrangler besser besteigen kann, wurde ihm auch noch eine elektrisch ein- und ausfahrende Trittleiste an den Schweller gebastelt. Wen das jetzt alles richtig heiß gemacht hat, der muss sich beeilen, denn die Möglichkeit, sein Gebot abzugeben, endet am 19. Dezember gegen 19 Uhr unserer Zeit.

Quelle: ntv.de, hpr