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Hätten Sie es gewusst? Fünf ungewöhnliche Verkehrsregeln im Ausland

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Eine dänische Polizeistreife sperrt eine Straße.

(Foto: picture alliance / dpa)

So ähnlich der Verkehr in anderen Ländern ist, so unterschiedlich können doch einzelne Verkehrsregeln sein. Deshalb sollte, wer ins Ausland fährt, sich auf für deutsche Verhältnisse ungewöhnliche Vorschriften einstellen.

In anderen Ländern gelten Null-Promille-Grenze, andere Tempolimits oder Mautpflicht – das wissen in der Regel auch deutsche Autofahrer. Doch es gibt Verkehrsregeln, die wohl die wenigsten kennen, fünf Beispiele.

Blaulichtsteuer und zweite Sehhilfe

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In Österreich kann die Polizei eine "Blaulichtsteuer" verhängen.

(Foto: picture alliance / Hans Punz/APA)

Wer in Österreich bei einem Verkehrsunfall mit Sachschaden die Polizei ruft, obwohl die Beteiligten auch einfach ihre Daten hätten austauschen können, zahlt eine "Blaulichtsteuer", also eine Unfallmeldegebühr, in Höhe von 36 Euro. Nicht fällig wird die Taxe beispielsweise bei einer Fahrerflucht oder wenn sich der andere Beteiligte weigert, seine Daten herauszugeben.

Ohne Sehhilfe sind Brillen- oder Kontaktlinsenträger im Auto erheblich beeinträchtigt. Sicherheitshalber müssen sie in Spanien deshalb während der Fahrt immer eine Ersatzbrille oder zusätzliche Kontaktlinsen dabei haben. In Deutschland gibt es lediglich die Pflicht, die im Führerschein eingetragene Sehhilfe während der Fahrt zu tragen.

Kein Bier, aber auf der Ladefläche fahren

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Mit offenen Alkoholflaschen im Auto sollte man sich in den USA besser nicht erwischen lassen.

(Foto: picture alliance / Christian Cha)

Geöffnete Alkoholflaschen sind in den USA nicht nur an bestimmten öffentlichen Plätzen verboten, sondern auch im Auto – selbst dann, wenn nur der Beifahrer die Dose Bier trinkt. In den meisten amerikanischen Bundesstaaten gibt es Regelungen zur sogenannten "open-container law", darüber hinaus können auch lokale Vorschriften offene Flaschen und Dosen im Auto untersagen. Lediglich in Mississippi darf sogar der Fahrer während der Fahrt Alkohol trinken – solange seine Blutalkoholkonzentration unter der gesetzlichen Promillegrenze bleibt.

In Deutschland strikt verboten, ist es in Hawaii und einigen anderen US-Bundesstaaten aber durchaus üblich und legal, Personen auf der Ladefläche eines Pick-ups zu transportieren. In dem Inselstaat gilt nach Angaben des US-Verkehrssicherheitsinstituts IIHS beispielsweise: Wenn alle verfügbaren Plätze im Innenraum belegt, die Seiten der Ladefläche sicher geschlossen sind und die Passagiere (älter als 12 Jahre) auf dem Boden sitzen, ist der Transport erlaubt.

Wer trinkt, verliert sein Auto

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Die italienische Polizei kann Fahrzeuge beschlagnahmen und versteigern.

(Foto: picture alliance / Alessandro Di)

In Italien und Dänemark kann man bei einer Trunkenheitsfahrt nicht nur den Führerschein, sondern gleich das Auto verlieren. Wird man mit 2,0 Promille in Dänemark hinterm Steuer erwischt, kann das Auto beschlagnahmt und zwangsversteigert werden. In Italien muss man damit bereits ab 1,5 Promille rechnen. In der Schweiz sind die Ordnungshüter befugt, dem Fahrer bei erheblichen Geschwindigkeitsverstößen das Auto wegzunehmen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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