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Alpaca machts möglich Natur pur beim legalen Wildcampen

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Von der schnöden Wiese bis zum idyllischen Dorfteich ist bei Alpaca Camping alles dabei.

(Foto: Alpaca)

Das junge Unternehmen Alpaca Camping will nicht nur das Wildcampen legalisieren, sondern auch ein Stück der eigentlichen Romantik dieser Art Urlaub zurückbringen. Als eine Art Airbnb für Naturfreunde vermittelt die Onlineplattform klassische Zelt-Romantik.

Nicht nur die Freude am Camping, sondern auch die wiedergewonnenen Freiheiten nach Corona werden den anhaltenden Run auf die Camping-Plätze in den kommenden Monaten so befeuern, dass es schier unmöglich werden könnte, einen Stellplatz zu bekommen. Selbst entlegene Plätze sind mittlerweile häufig ausgebucht und überlaufen. Hinzu kommt ein zu erwartender Anstieg der Preise.

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Die Suchmaske mit der direkten Ortseingabe funktionierte noch nicht so richtig.

(Foto: Alpaca Homepage/ Screenshot)

Das bremst nicht nur die Spontanität aus, sondern trübt auch das Ideal der Camper-Romantik, die von der Vorstellung einsamer Plätze in freier Natur geprägt ist. Mit dem in Franken gegründeten Start-up Alpaca-Camping soll eben dieses Erlebnis wieder aufleben. Die Online-Plattform hat sich darauf spezialisiert, einsame und romantische Plätze mit einem vereinfachtem Buchungssystem und oft ohne persönliche Begegnungen zu vermitteln.

500 Stellplätze im Angebot

Im Zentrum steht ein seit Frühjahr verfügbares Online-Buchungssystem, das Camping-Plätze vornehmlich von privaten Anbietern im Angebot hat. Das Ganze funktioniert also ähnlich wie die Ferienwohnung-Vermittlung Airbnb. Auf der Plattform Alpaca gibt es derzeit laut Mitgründer Dominik Quambusch rund 500 Stellplatzanbieter, bei denen es sich vornehmlich um Landwirte und Winzer, aber zum Teil auch um kleine Campingplätze handelt.

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Über die Kartenansicht findet man alle in Deutschland von Alpaca Camping angebotenen Stellplätze.

(Foto: Alpaca Homepage/Screenshot)

Derzeit ist man bei Alpaca aktiv dabei, weitere Anbieter zu akquirieren, um das Angebot bundesweit deutlich auszubauen. Ende 2021 soll die Zahl der Angebote auf 1500 steigen, für 2022 ist die Expansion nach Österreich geplant. Derzeit ist das Start-up zudem auf der Suche nach Investoren, um später auch sein Angebot vor allem nach Frankreich und Italien auszubauen.

Preiswert und unkompliziert

Für den Nutzer ist Alpaca-Camping denkbar einfach. Es gibt eine Suchmaske, in der Zielort und Reisedaten eingegeben werden. Leider hakt es beim ntv.de-Test noch bei der direkten Suchanfrage mit Ortsangabe. Ist aber die Karte im rechten Teil des Bildes erschienen, kann man sich ganz hervorragend zu den einzelnen Stellplätzen zoomen. Die sind mehr oder weniger gut mit Fotos dokumentiert und reichen wirklich von der grünen Wiese bis zum idyllischen Stellplatz an einem Weiher. Allein für das Pfingstwochenende vom 21. bis 24. Mai finden sich dann für Deutschland zum Beispiel gut 350 Angebote. Diese richten sich sowohl an Wohnmobilnutzer als auch an Camper mit Zelt.

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Die einzelnen Stellplätze werden mal mehr und mal weniger gut mit Bildern des Anbieters unterfüttert.

(Foto: Alpaca Homepage/Screenshot)

Alpaca verspricht seinen Kunden übrigens ein risikofreies Buchen "mit 100-prozentiger Geld-zurück-Garantie bei Corona-bedingten Stornierungen". Im Fall eines Pferdehofs werden 51,75 Euro für drei Nächte fällig. 45 Euro gehen an den Stellplatzanbieter, 15 Prozent und damit 6,75 Euro erhebt Alpaca als Service-Gebühr. Gezahlt wird direkt an die Vermittlungsplattform mit den im Internet üblichen Bezahlmethoden. Ob man mit einer oder zwei Personen übernachtet, hat im Übrigen keine Auswirkungen auf den Preis. Eine Kontaktmöglichkeit mit dem Anbieter ist nicht vorgesehen.

Für den Anbieter ist die Nutzung der Vermittlungsplattform kostenlos. Diese müssen also keine Gebühren zahlen oder ein Abo abschließen. Will ein Landwirt eine Wiese seines Anwesens Campern zur Verfügung stellen, geht er keine langfristigen Verpflichtungen ein. Laut Quambusch kann er "heute dabei sein und morgen sein Angebot wieder zurückziehen."

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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