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Ganze Baureihe unter Strom Rabeneick bringt neue E-Bikes

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Felix Hildebrand, Produktmanager bei Rabeneick ist vom kommenden Erfolg der Retro-E-Bikes überzeugt.,

Wolfgang Schäfer

Seinerzeit fuhr man mit einem Rabeneick die Tour de France. Im Jahr 2018 steht die Marke unter Strom und präsentiert für das Modelljahr 2019 gleich drei neue E-Bikes. Das Schöne ist, man sieht den Pedelecs ihre Elektrifizierung auf den ersten Blick nicht an.

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Das TX-E ist der puristische Vertreter der neuen E-Bike-Familie von Rabeneick.

(Foto: Wolfgang Schäfer)

Schnell und leicht sollten Sporträder sein. Schon zu Zeiten, als die damals in Bielefeld gebauten Rabeneick-Räder bei der Tour de France mitfuhren, hatte der Gründer der 1930 entstandenen Fabrik, August Rabeneick, diese Philosophie ausgegeben. Im Radsport spielt die Marke längst keine Rolle mehr. Doch die Cycle Union in Oldenburg hat Rabeneick nicht nur neues Leben eingehaucht, sondern setzt sie jetzt auch noch mit der ersten e-series unter Strom.

Heckmotor mit 250 Watt

Drei Modelle, alle mit 28 Zoll großen Rädern und Alurahmen, stehen zur Wahl. Geachtet haben die Entwickler darauf, dass auch die E-Bikes möglichst schmal geschnitten sind. Während sowohl das eher sportlich ausgelegte TS-E als auch das mehr auf Komfort ausgerichtete TC-E als Trekking-Rad für 1900 Euro mit einer Shimano Deore XT Zehngang-Schaltung ausgestattet sind, ist die 100 Euro teurere Singlespeed-Version TX-E das urbane Bike, das vor allem auf schickes Design setzt. So ist das TX-E auch ausschließlich mit Diamant-Rahmen zu haben, die beiden anderen E-Modelle werden auch als Trapez-Version angeboten.

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Bei seinen E-Modellen setzt Rabeneick auf einen recht unscheinbaren Nabenmotor von Bafang.

(Foto: Wolfgang Schäfer)

Allen drei Modellen gemeinsam ist der Bafong-Heckmotor mit einer Nennleistung von 250 Watt und einem Drehmoment von 45 Newtonmetern. Der im Unterrohr vollintegrierte Akku hat einen Energiegehalt von 252 Wattstunden. Geladen wird am Rad, die Entnahme der Batterie ist lediglich nach dem Aufschrauben des Verschlusses vorm Tretlager möglich. Ein- und ausgeschaltet wird der E-Antrieb bei allen Varianten mit einem Knopf am Oberrohr. Wenn die gespeicherte Energie im Akku bis auf 30 Prozent abgebaut ist, blinkt ein kleines Signallicht auf. Wenn es endgültig Zeit zum Laden wird, leuchtet die Lampe rot. Ein Display ist in keinem der drei Versionen vorgesehen. Stattdessen lässt sich das Smartphone über Bluetooth mit dem Rad verbinden, wenn die entsprechende App vorhanden ist. Dann kann nicht nur konkreter der Ladezustand des Akkus abgelesen werden. Auch die elektrische Unterstützung lässt sich dann in fünf Stufen regeln.

Kraftvoller Antritt bei wenig Druck

Bei voller Entfaltung seiner Leistung schiebt der Bafong-Heckmotor mächtig an. Schon wenig Druck aufs Pedal reicht aus, um kraftvoll anzutreten oder auch während der Fahrt zu beschleunigen. Vor allem die Singlespeed-Version überzeugt dabei mit einem eindrucksvollen Handling. Zackig geht es um die Ecken. Rahmengeometrie und Radstand sind harmonisch aufeinander abstimmt. Die beiden anderen Modelle hinterlassen dagegen einen komfortableren Eindruck. Alle drei Versionen rollen allerdings auch ohne elektrische Unterstützung so leicht dahin, dass es bei erschöpfter Batterie nicht allzu problematisch sein sollte, vorwärts zu kommen.

Trotz der betonten Schlichtheit ist die e-series mehr als ordentlich ausgestattet, verfügt generell über Shimano-Scheibenbremsen (BR-MT200). TS-E und TC-E unterscheiden sich in Details wie beispielsweise Lenker, Vorbau, Sattel und Bereifung voneinander. Beide Modelle bringen deshalb auch mit etwas mehr als 19 Kilogramm fast das gleiche Gewicht auf die Waage.

Quelle: n-tv.de, Wolfgang Schäfer, sp-x

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