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Motorrad-Mythos modernisiertRoyal Enfield Bullet 650 - Comeback in nostalgischem Design

22.01.2026, 17:50 Uhr
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Die legendäre Bullet von Royal Enfield feiert nun als 650 ein Comeback. (Foto: Royal Enfield)

Die Royal Enfield Bullet 500 wurde fast 90 Jahre lang gebaut. 2020 kam das Ende. Jetzt feiert sie ein Comeback mit klassischem Design, deutlich mehr Leistung und moderner Technik.

Über Jahrzehnte war die Bullet das Rückgrat der Traditionsmarke Royal Enfield. 1932 in Großbritannien vorgestellt, wurde das Modell ab 1955 in Indien gefertigt - und hielt sich dort bis 2020 im Programm. Damit gilt die Bullet als das am längsten produzierte Motorradmodell der Welt.

Technisch war der legendäre 500er-Einzylinder jedoch zuletzt aus der Zeit gefallen: Trotz elektronischer Einspritzung ab 2009 entsprach der Single nicht mehr den modernen Anforderungen. Nun soll der Name Bullet in zeitgemäßer Form zurückkehren - mit einem 650-Kubik-Zweizylinder.

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Optisch weist die Bullet 650 deutliche Ähnlichkeiten mit der Ur-Bullet auf. (Foto: Royal Enfield)

Das Aggregat ist bekannt: Der luft-öl-gekühlte Parallel-Twin feierte 2018 sein Debüt in der Interceptor 650 und bildet seither das Herz mehrerer Modelle. Mit Kühlrippen, klassischem Layout und sichtbar mechanischer Anmutung zielt der Motor klar auf Liebhaber traditioneller Technik.

Nostalgisches Design

Bei der neuen Bullet trifft er auf ein konsequent nostalgisches Design: gekapselte und lackierte Gabelholme, Speichenräder, einen Rundscheinwerfer mit Chromring, ein metallisch glänzendes Getriebegehäuse sowie langgestreckte, verchromte Auspuffendrohre.

Hinzu kommen der schwarz lackierte Zwei-Schleifen-Stahlrohrrahmen und zwei Feder-Dämpfer-Elemente am Hinterrad. Stilelemente aus den 30er-, 50er- und 70er-Jahren verschmelzen so zu einem bewusst zeitlosen Klassik-Auftritt.

Technisch bleibt es bei den bekannten Eckdaten der 650er-Baureihe: Der Twin leistet 35 kW/48 PS und stellt 52 Newtonmeter Drehmoment bereit. Geschaltet wird über ein Sechsganggetriebe, die Kraft gelangt per Kette ans Hinterrad.

Keine sportlichen Fahrleistungen

Angesichts eines Leergewichts von mehr als 240 Kilogramm sind keine sportlichen Fahrleistungen zu erwarten. Wie die Interceptor dürfte auch die Bullet 650 rund 160 km/h erreichen. Der Normverbrauch liegt bei knapp unter fünf Litern.

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Das Cockpit setzt auf analoge und digitale Anzeigen. (Foto: Royal Enfield)

Zur Ausstattung zählen Einzelscheibenbremsen vorn und hinten, ABS sowie eine Slipper-Kupplung. Blickfang ist das Cockpit: Ein großer klassischer Rundtacho übernimmt die Geschwindigkeitsanzeige, darunter informiert ein kleines Monochrom-Display über Zusatzdaten. Ergänzt wird das Ensemble durch ein zweites Display für einfache Pfeilnavigation, gespeist aus einer Smartphone-App.

Die Bullet 650 soll voraussichtlich im ersten Quartal 2026 nach Deutschland kommen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 7300 Euro.

Quelle: ntv.de, Mario Hommen, sp-x

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