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Rechte, Pflichten und Verbote Schilderkunde für Radfahrer

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Radfahrer haben in Deutschland viele Rechte, aber auch Pflichten.

picture alliance/dpa

Das wachsende Schilderdickicht auf unseren Straßen stellt auch Radfahrer und E-Biker zunehmend vor Rätsel. Hier sind zehn Verkehrszeichen, die Radfahrer neben den normalen Verkehrsschildern auf jeden Fall kennen sollten.

In der jüngeren Vergangenheit wurde so manch starre Verkehrsregel für Radfahrer flexibilisiert und dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel sogar einige Privilegien zuteil. Für neue Regeln wurden teilweise auch neue Schilder kreiert. Nicht alle davon erklären sich von selbst. Hier zehn spezifische Radfahrerkennzeichen und was es mit ihnen auf sich hat.

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Diese Fahrradstraße dürfen auch Autos befahren, allerdings haben Radfahrer Vorrang.

(Foto: www.pd-f.de / Thomas Geisler)

1) Fahrradstraße (Verkehrszeichen 244)
Eine Fahrradstraße ist allein dem Radverkehr vorbehalten. Dadurch sollen Behinderungen und Gefährdungen für Radler vermieden werden. Biker dürfen hier sogar nebeneinander fahren. Mittlerweile gibt es in vielen Städten in Deutschland Fahrradstraßen, die auch Autos und Motorräder befahren dürfen. Ein Zusatzschild zeigt dies an. Allerdings: Motorisierte Verkehrsteilnehmer sind hier nur geduldet. Vorrang hat der Radverkehr, weshalb sich Autofahrer auch an die maximal erlaubten 30 km/h anpassen müssen.

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In diese Einbahnstraße darf man als Radfahrer auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung fahren.

(Foto: Foto: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

2) Radfahrer frei (Zusatzzeichen 1022-10)
Das Verkehrszeichen "Radfahrer frei" erlaubt es Bikern unter anderem, Fußgängerwege und Busspuren zu nutzen sowie Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung zu befahren. Letzteres ist auf Tempo‐30‐Straßen möglich, die eine übersichtliche Verkehrsführung sowie ausreichend Platz und Schutzraum bieten. Sofern Radfahrer Gehwege nutzen, die sie mit Fußgängern teilen, gilt es, die Geschwindigkeit anzupassen und diese nicht zu behindern oder zu gefährden.

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Hier dürfen E-Bikes fahren, die per Handgas betrieben werden.

3) E-Bike frei (Zusatzzeichen 1010-65)
Ein vergleichsweise junges Schild zeigt ein Fahrrad mit Stecker, welches allerdings für Verwirrung sorgt. Denn anders als viele glauben, spricht dieses Schild weder Pedelecs noch die schnelleren und als Kleinkrafträder deklarierten S-Pedelecs an. Vielmehr ist hier allein die kleine Gruppe von E-Bikes gemeint, die mit Handgas statt mit Pedalkraftunterstützung gefahren werden.

 

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Dieses Schild fordert Radfahrer auf, abzusteigen. Doch nicht in allen Fällen ist das nötig.

4) Radfahrer absteigen (Zusatzschild 1012-32)
Anders als viele vielleicht vermuten, muss man bei diesem Schild nicht unbedingt vom Rad steigen. Es handelt sich dabei um ein Gebotszeichen. Ist etwa der Radweg durch eine Baustelle versperrt, darf man als Radfahrer alternativ auch auf die parallele Fahrbahn ausweichen. Ist allerdings nur das Ausweichen auf den Gehweg möglich, muss man das Rad schieben, denn Radeln auf dem Gehwegen ist, von Ausnahmen abgesehen, nicht gestattet.

 

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Während Pedelecs bis 25 km/h wie Fahrräder den Radweg benutzen müssen, gehören die schnellen S-Pedelecs innerorts auf die Straße.

(Foto: Foto: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

5) Benutzungspflichtige Radwege (Verkehrszeichen 237, 240, 241)
Die blauen Schilder mit weißem Fahrrad weisen darauf hin, dass man den Radweg benutzen muss. Die Fahrbahn ist dann tabu. Es gibt aber auch Ausnahmen, etwa für geschlossene Radfahrverbände mit mehr als 15 Teilnehmern oder bei versperrten oder nicht geräumten Radwegen.

 

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Hier gilt Einfahrverbot für Fahrräder und Pedelecs.

6) Verbot für Radverkehr (Verkehrszeichen 254)
Der rote Rand besagt unmissverständlich: Hier hat man als Rad- und Pedelec-Fahrer nichts verloren. Diese Schilder finden sich vor Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen, Bundesstraßen oder gefährlichen Brücken. Ein Verstoß kann 10 bis 25 Euro kosten. Das Verkehrszeichen adressiert nicht S-Pedelecs.

 

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In verkehrsberuhigten Zonen muss man in besonderer Weise auf Fußgänger Rücksicht nehmen.

(Foto: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

7) Verkehrsberuhigter Bereich (Verkehrszeichen 325.1)
Das blaue Schild mit spielenden Personen mahnt Radfahrer zu besonders defensiver Fahrweise. Hier muss auf Fußgänger besonders geachtet werden, weshalb das Fahren nur in Schrittgeschwindigkeit gestattet ist.

 

 

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In Tempo-30-Zonen können Radfahrer auch auf den Fahrweg wechseln.

(Foto: www.pd-f.de / David Koßmann)

8) Tempo-30-Zone (Verkehrszeichen 274.1)
Bei diesem Verkehrszeichen gilt das Tempolimit selbstredend auch für Radfahrer, doch im Gegenzug ist für diese Bereiche die Radwegbenutzungspflicht außer Kraft gesetzt. Selbst wenn ein Radweg vorhanden ist, darf man auf die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge ausweichen.

 

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(Foto: www.pd-f.de / Thomas Geisler)

9) Durchlässige Sackgasse (Verkehrszeichen 357-50)
Erst seit 2009 wird dieses Verkehrszeichen eingesetzt, das Radfahrern signalisiert, dass, anders als für Kraftfahrzeuge, der Weg hier nicht endet. Mit Hängern oder Liegerädern kann es allerdings eng werden, denn gelegentlich können weiterführende Wege sehr schmal ausfallen.

 

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Die grünen Pfeile sollen Radfahrern Orientierung geben.

(Foto: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

10) Wegweiser für Radfahrer
Die besonders in touristischen Regionen häufig anzutreffenden grünen Richtungspfeile sollen Radfahrern eine bessere Orientierung ermöglichen. Diese Wegweiser deuten allerdings auf keinerlei Vorfahrtsrechte hin.

 

 

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x