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Auf zu neuen Siegen? Singer Porsche 911 ACS - einer fürs Grobe

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Der All-terrain Competition Study (ACS) soll an alte Rallye-Tugenden von Porsche anknüpfen.

(Foto: Singer)

Porsche steht nicht nur für Erfolge auf dem Rundkurs. Vor über 30 Jahren waren die Zuffenhausener mit dem 911 auch bei internationalen Rallyes erfolgreich. Jetzt will ein Karossier aus Kalifornien diese glorreiche Offroad-Zeit erneut zum Leben erwecken und hat dafür den Singer 911 ACS auf die Räder gestellt.

Es gab Zeiten, da gewann Porsche mit dem 911 die Rallye Paris - Dakar. Seinerzeit hieß die modifizierte Form des Straßensportlers Porsche 953. Neben einem für die Stock-und-Stein-Strapazen angepassten Fahrwerk sorgte ein Sechszylinder mit 330 PS für den Vortrieb des lediglich 1,2 Tonnen schweren Offroad-911er. Unterdessen ist diese Episode abseits befestigter Straßen fast 37 Jahre her.

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Als Antrieb des Singer 911 ACS dient ein 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer mit Bi-Turboaufladung der 450 PS leistet.

(Foto: Singer)

Doch der Wunsch nach einem höher gelegten Porsche für die Serie verebbte nie wirklich. Zuletzt gab es da einen 911 Syberia RS, an dem H&R beteiligt war, 2019 legte eine eher unbekannte Restomod-Firma einen Baja-Porsche auf und selbst der Tuner Delta 4x4 nahm einen aktuellen 4S her, um mit ihm die Dakar zu fahren. Jetzt hat sich auch Karossier Singer Vehicle Design einen Elfer Typ 964 Carrera 4 vorgenommen und ihn zum Hightech-Wüstenrenner umgebaut.

Der Spirit der 80er fährt mit

Das All-terrain Competition Study (ACS) getaufte Fahrzeug greift wie seine Vorgänger den Spirit der 1980er-Jahre auf. Doch der ACS ist nicht nur ein optisches Statement, sondern dank der Expertise des auf Rallye-Umbauten spezialisierten Briten Richard Tuthill zugleich ein topmodernes und hochgerüstetes Wettbewerbsfahrzeug, welches sich künftig unter anderem bei der Baja 1000 und erneut bei der Rallye Dakar bewähren soll.

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Der Innenraum des Porsche 911 ACS wurde mit Blick auf des Basisfahrzeug massiv versteift.

(Foto: Singer)

Um bei den härtesten Offroad-Touren der Welt bestehen zu können, mussten am 911 drastische Änderungen vorgenommen werden. Die Karosserie des bereits über 30 Jahre alten Basisfahrzeugs wurde massiv versteift und der Innenraum mit einem Überrollkäfig ausgestattet. Zudem wurde der ACS auf grobstollige Riesenreifen von BF Goodrich gestellt und mit kräftigeren Bremsen sowie insgesamt acht langhubigen Dämpfern versehen.

Als Antrieb dient ein 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer mit Bi-Turboaufladung, der seine 450 PS und sein maximales Drehmoment von 570 Newtonmeter über ein sequentielles Fünfgang-Getriebe an den mit drei Sperrdifferenzialen ausgerüsteten Allradantrieb leitet. Der ACS fährt also definitiv schnell und erlaubt zudem auch extreme Drifts.

Nicht der Letzte seiner Art

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Was so ein Singer Porsche 911 ACS am Ende kostet, müssen Interessenten beim Hersteller erfragen.

(Foto: Singer)

Sein für den Rennsporteinsatz optimierter Innenraum zeichnet sich unter anderem durch zwei stark konturierte Schalensitze mit Fünfpunkt-Gurten sowie ein große Display im Cockpit aus. Außerdem wurde das Fahrzeug mit einem Top-GPS-System, zwei Reserverädern und einem Riesentank für ausschweifende Touren weit abseits jeder Zivilisation bestückt.

Den ACS hat übrigens ein namentlich nicht genannter Kunde bei Singer in Auftrag gegeben, der künftig mit seinem Offroad-Elfer an Rallyes teilnehmen will. Über die Kosten für den Umbau wird natürlich Stillschweigen bewahrt. Wer also ebenfalls einen ACS sein Eigen nennen möchte, der muss persönlich bei Singer oder Tuthill nach dem Preis fragen. Denn der vorgestellte ACS soll nach dem Wunsch der Erfinder auf gar keinen Fall ein Einzelstück bleiben.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x