Auto

Wird das zum Trend? Stromer im Klassik-Kleid

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Mit Fahrzeugen im Retro-Design soll der Wunsch nach einem E-Auto bei den Käufern entfacht werden.

(Foto: Collage)

Die Zukunft des Automobils scheint nicht nur in der E-Mobilität zu liegen, sondern auch im Retro-Design. Immer mehr Hersteller erinnern sich bei der Optik ihrer Stromer an Fahrzeuge, die einst Kult waren und das Profil der Marke nachhaltig bestimmt haben.

Mit der E-Mobilität soll das Autofahren in Zukunft nicht nur sauberer werden, sondern auch emotionaler. Ob der tonlose und im ersten Moment druckvolle E-Antriebe dafür ausreicht, darf allerdings bezweifelt werden. Deshalb sollen sehenswerte Blechkleider helfen, beim Kunden den Funken überspringen zu lassen.

In einigen Fällen wird dabei die alte Zeit der Mobilität bemüht, die noch nicht durch Klimaschutz und Abgasnormen in die Pflicht genommen wurde. Und so sollen diverse Stromer mit rückwärtsgewandter Optik die Verkehrswende befeuern.

Die elektrische Knutschkugel

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Mit einem Anschaffungspreis von 12.000 Euro ist der Microlino nicht wirklich preiswert.

(Foto: Micro)

Seit mehreren Jahren sorgt der Retro-Stromer Microlino für Aufmerksamkeit. Er greift den Look des 50er-Jahre Mini-Mobils BMW Isetta verblüffend authentisch auf. Wie beim historischen Vorbild handelt es sich bei der Neuauflage um eine Knutschkugel für zwei Personen mit einer nach vorne öffnenden Einstiegstür, die zugleich den vorderen Abschluss des Fahrzeugs bildet. Der ursprünglich als PR-Gag 2017 präsentierte Charmeur hat nicht nur seinerzeit viel Anklang gefunden, was die für ihre Tretroller bekannte Schweizer Firma Micro dazu veranlasste, eine Serienversion des Microlino anzukündigen, die zusammen mit dem italienischen Produktionspartner Tazzari gebaut werden sollte.

Bereits 2018 hätte es so weit sein sollen. Nach einigen skurrilen Rückschlägen folgte 2020 ein Neustart des Projekts in Form des Microlino 2.0. Zuletzt hat Micro im Februar 2021 bekräftigt, erste Fahrzeuge im September auszuliefern. Auch die Eckdaten der Serienversion wurden bereits verraten: Der 2,43 Meter kurze Zweisitzer der Leichtbauklasse L7e-Klasse wird einen 15 PS starken E-Motor bekommen, der den knapp über 500 Kilogramm wiegenden Retro-Stromer auf maximal 90 km/h beschleunigt. Die wahlweise 8 oder 14,4 kWh große Batterie soll Reichweiten von 125 beziehungsweise 200 Kilometer erlauben. Der Basispreis beträgt 12.000 Euro.

Elektro-Van I.D. Buzz

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Der I.D. Buzz wird, wenn er denn in Serie geht, der Studie wie aus dem Gesicht geschnitten sein.

(Foto: Volkswagen)

Ebenfalls 2017 erstmals vorgestellt und ebenfalls eine 50er-Jahre-Ikone als Vorbild hat der Elektro-Van I.D. Buzz von VW. Neben modernen gestylten Elektroautos wie I.D. 3 oder I.D. 4 wollen die Wolfsburger außerdem mit Retro-Flair Kunden für die E-Mobilität begeistern. Ursprünglich war sogar ein Comeback des VW Buggy angedacht, welches allerdings verworfen wurde. Beim Buzz, der den legendären VW-Bus T1 zitiert, soll es hingegen nicht nur bei einem Konzept bleiben. VW hat ebenfalls kürzlich die Absicht bekräftigt, den Bully bereits 2022 als Elektroauto zu reaktivieren.

Das entsprechende Serienmodell, von dem es noch keine Bilder gibt, wird der Studie sehr nahe kommen und ähnlich groß wie ein Familien-Van ausfallen, dank kompakt bauendem E-Antrieb aber innen so viel Platz wie ein Kleintransporter bieten. Die Antriebstechnik kommt aus dem Elektrobaukasten von VW und wird damit in verschiedenen Leistungsstufen und Akkugrößen verfügbar sein. Bis die finalen Details zu Antrieb und Kosten bekannt werden, dürfte noch ein wenig Zeit verstreichen.

Renault5 kehrt als Stromer zurück

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Der R5 war Kult, der R5 Vision soll es wieder werden, wenn es nach Renault geht.

(Foto: Renault)

Gleiches trifft auch auf das Comeback des Renault 5 zu. Anfang 2021 hat Renault eine entsprechende Studie enthüllt, die mehrere Charaktermerkmale des zwischen 1972 und 1996 gebauten Kleinwagens in die Neuzeit transportiert. Zugleich handelt es sich um einen sehr modern wirkenden Entwurf, der aktuelle Technik bieten wird.

Basis wird die neue CMF-EV-Plattform sein, auf der unter anderem der Ariya von Kooperationspartner Nissan aufsetzt. Entsprechend darf man mit üppiger Leistung und großen Reichweiten rechnen. Vielleicht könnte die Neuauflage des R5 schon 2023 als Nachfolger des Elektro-Kleinwagens Zoe antreten. Der R5 soll nicht der einzige Wiedergänger bei Renault sein. Es mehren sich Gerüchte, dass die Franzosen für spätestens 2025 außerdem das Comeback des R4 als Elektroauto planen.

Hummer als E-Pick-up

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Mit knapp 95.000 Euro muss der Hummer EV richtig teuer bezahlt werden.

(Foto: GMC)

Schon deutlich konkreter ist der US-Konzern General Motors bei seiner elektrischen Neuauflage des Hummer. Doch statt wie die 2010 eingestellten mächtigen Allradler der vergangenen Hummer-Epoche reichlich CO2 in die Atmosphäre zu blasen, bleibt der neue Hummer EV lokal betrachtet sauber. Der ab Herbst als Pick-up erhältliche Geländewagen wird extrem stark sein: 1000 PS und 15.000 Newtonmeter sind angesagt.

Damit soll der Sprint auf 100 km/h in drei Sekunden möglich sein, was für einen Pick-up natürlich unabdingbar ist. Als Reichweite geben die Amis mit 560 Kilometer an. Dank 800-Volt-Technik ist Laden mit bis zu 350 kW und somit ein Nachtanken von Fahrstrom für 160 Kilometer in zehn Minuten möglich. Einen Preis für die First Edition gibt es auch schon: 94.500 Euro.

Mit 95.000 Euro nur unwesentlich mehr soll die Launch Edition des WEVC Coupé aus Großbritannien kosten. In diesem Fall hat ein Startup aus dem englischen Newquay eine neue, flexibel einsetzbare Plattform für Elektroautos namens PACES entwickelt. Anbieten will das junge Unternehmen diese vor allem Kleinserienherstellern, die in Zukunft auf Elektro umsteigen wollen. Damit die potenziellen Abnehmer einen Eindruck bekommen, welche Möglichkeiten die Plattform bietet, hat sich WEVC dazu entschlossen, zunächst ein eigenes Auto in einer auf 21 Exemplare limitierten Kleinserie zu bauen. Und nicht ganz zufällig weist dieses Coupé deutliche Ähnlichkeiten mit dem legendären 50er-Jahre-Sportwagen Porsche 356 auf.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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