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Etwas sportlicher unter Strom VW ID.4 GTX feiert Weltpremiere

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Mit einer großen Online-Show präsentierte VW den neuen ID.4 GTX.

(Foto: VW)

Wie beim GTI soll jetzt ein GTX-Kürzel bei den Elektroautos von VW darauf hinweisen, dass hier ein Leistungsträger unterwegs ist. Starten werden die Wolfsburger mit dem ID.4 GTX, der als Bruder des ID.4 mit 299 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h an den Start geht.

Auch virtuell kann VW noch richtig Tamtam machen. Wenigstens so lange, wie es um die Präsentation eines neuen Elektroautos geht. Genau genommen handelt es sich um ein Derivat des ID.4, den ID.4 GTX. Der hat jedenfalls seine Weltpremiere in einem Hangar des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof gefeiert. Der zentrale Bestandteil der Inszenierung war eine Rampe mit einer Größe von 525 Quadratmetern, auf der das sportliche Elektro-SUV unter Beweis stellte, dass es, angetrieben von zwei Dualmotoren, mühelos eine Steigung von 37,5 Prozent bewältigen kann.

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Mindestens 50.415 Euro soll der ID.4 GTX kosten.

(Foto: VW)

Doch zurück zur Realität. VW plant den ID.4 GTX im Sommer für mindestens 50.415 Euro in den Handel zu bringen. Natürlich kann für den ID.4 GTX die Innovationsprämie von 7975 Euro beantragt werden. Rein rechnerisch würde das Kompakt-SUV dann auf dem Preis- und Leistungsniveau eines Golf GTI Clubsport liegen, den es ab 41.960 Euro gibt. Analog zu GTI-, GTD- und GTE-Modellen - die für ihre jeweilige Antriebsart (Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid) das Top-Angebot für die leistungshungrige Kundschaft markieren -, erweitert VW nun die ID-Familie mit dem GTX um eine solche Offerte auf batterieelektrischer Basis.

ID.4 GTX mit 299 PS

Den Anfang macht das Kompakt-SUV ID.4 GTX. Hier kommen zwei E-Motoren zum Einsatz. An der Hinterachse arbeitet ein 204 PS starker Elektromotor, an der Vorderachse ein 95 PS-E-Motor, was eine Nennleistung von 299 PS ergibt. Wie schon bei anderen E-Fahrzeugen aus dem Konzern ermöglicht dieses Antriebslayout bei Bedarf auch einen Allradantrieb. Im Normalfall ist der ID.4 GTX allerdings mit Hinterradantrieb unterwegs. Der Standardsprint gelingt in 6,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist allerdings - und das ist mit Blick auf andere elektrisch angetriebene Performance Autos eher wenig - auf 180 km/h begrenzt, liegt damit aber immer noch 20 km/h über der des normalen ID.4.

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Die Reichweite des ID.4 GTX gibt VW im Idealfall mit 480 Kilometern an.

(Foto: VW)

Den Durchschnittsverbrauch gibt VW mit 18,1 bis 19,1 kWh (NEFZ) an. Die Akku-Kapazität des ID-Topmodels beträgt 77 kWh, so dass der elektrische Sportler im Datenblatt auf eine Reichweite von bis zu 480 Kilometer (WLTP) verweist. Geladen werden kann an einer Wallbox mit bis zu 11 kW Leistung, an einer Schnellladestation sind bis zu 125 kW-Ladeleistung möglich. Für die erstgenannte Lademöglichkeit bräuchte es dann etwa sieben Stunden bis der Akku voll ist, an der Schnellladestation sind es noch 40 Minuten.

Mit typischen GT-Insignien

Optisch fällt der ID.4 GTX im Vergleich zum ID.4 durch eine leicht modifizierte Front mit schwarz lackierten Lüftungsgittern, schwarzen Dach- und Heckspoilern sowie einer geänderten Lichtsignatur auf. LED-Matrix-Scheinwerfer und LED-Heckleuchten im 3D-Design sind ebenfalls Bestandteil der GTX-Varianten. Im Innenraum gibt es typischen GT-Insignien wie etwa rote Kontrastnähte. Das GTX-Logo prangt auf Lenkrad, Sitzen und Einstiegsleisten.

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Im Innenraum des VW ID.4 GTX finden sich die bekannten GT-Insignien.

(Foto: VW)

Zur Serienausstattung des ID.4 GTX zählen unter anderem eine Fahrprofilauswahl mit fünf Modi, beheizbares Lenkrad und Sitzbezüge aus nicht tierischen Materialien. Optional stehen ein Sportpaket mit Progressivlenkung und adaptiver Fahrwerksregelung, von der "Aktion Gesunder Rücken"(AGR) zertifizierte Sitze sowie verschieden Komfort-Pakete unter anderem mit Panoramaglasdach, beheizbaren Vordersitzen und Klimaautomatik zur Wahl. Auch eine Anhängerkupplung kann geordert werden. Die Anhängelast beträgt bis zu 1,2 Tonnen.

Nach dem ID.4 GTX werden weitere ID-Modelle mit dem neuen Kürzel wie etwa der ID.3 GTX folgen. Auch die Konzernschwestern Audi und Skoda werden die sportlichen Antriebsvarianten für ihre E-Fahrzeuge nutzen. So stehen bereits der Audi Q4 50 e-tron Quattro und der Skoda Enyaq iV RS in den Startlöchern. Auch der Cupra El-Born dürfte auf dieses Antriebskonzept zurückgreifen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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