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Schwedischer Großstadtstromer Volta Zero - elektrisch auf der letzten Meile

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Auf den ersten Blick sieht der Volta Truck aus wie ein ganz normaler Lkw. Wenn auch ein recht moderner.

(Foto: Volta Trucks)

Nachdem vom Truck Zero bis dato nur Computergrafiken existierten, hat das schwedische Unternehmen Volta nun seinen 16 Tonnen schweren Großstadtstromer in die Realität gebracht. Anfang kommenden Jahres sollen die ersten E-Lkw in London unterwegs sein.

Das schwedische Unternehmen Volta Trucks hat den ersten Prototypen seines batterieelektrischen Lkw "Volta Zero" vorgestellt. Der E-Lkw ist für den Verteilerverkehr auf der letzten Meile sowie für städtische Auslieferungsfahrten gedacht.

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Der Arbeitsplatz des Fahrers ist zentral im Führerhaus angeordnet.

(Foto: Volta Trucks)

Er verfügt über ein modular aufgebautes Lithium-Eisen-Phosphat-Akkupack, das zwischen 160 und 200 kWh Batterieleistung bietet und ohne den Einsatz von Edelmetallen auskommt. Die Reichweite soll zwischen 150 und 200 Kilometer betragen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 90 km/h begrenzt. Die aus Motor und Getriebe kombinierte Antriebseinheit ist platzsparend an der Hinterachse untergebracht. Angaben zur Leistung des E-Motors oder Ladezeiten macht Volta Trucks noch nicht.

Nutzlast von bis zu 8,6 Tonnen

Der 16 Tonnen schwere, 9,46 Meter lange und für verschiedene Aufbauten erhältliche Lkw bietet eine Nutzlast von 8,6 Tonnen und ein Volumen von 37,7 Kubikmetern. Bis zu 16 Europaletten können verstaut werden. Der Fahrer nimmt auf einem Drehsitz zentral in der Kabine Platz. Allerdings ist sein Arbeitsplatz mit einer Höhe von etwa 1,80 Metern deutlich tiefer als in herkömmlichen Lkw. Damit der Fahrer aber ungefähr auf Blickhöhe mit Fußgängern und Radfahrern. Zur besseren Rundumsicht trägt auch die mit einem großen Glasanteil versehene Fahrerkabine bei. Assistenzsysteme wie Spurwechselhelfer, Tot-Winkel-Warner oder Rückfahrkamera samt 360 Grad-Ansicht unterstützen den Fahrer zusätzlich.

Im Frühjahr 2021 sollen die ersten 12 Versuchsfahrzeuge unter anderem in London an den Start gehen. Die Serienproduktion ist für 2022 geplant.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x