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Drehfreude trifft Komfort Yamaha Tracer 900 - auf dem Weg zur Spitze

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Mit neuen Features, verbessertem Fahrwerk und verfeinerter Optik ist die Yamaha Tracer 900 jetzt angetreten ihren Siegeszug fortzusetzen.

Sofort mit dem Marktstart im Jahr 2015 hat sich die Yamaha MT-09 Tracer auf Anhieb blendend in Szene gesetzt. Für 2018 haben die Japaner der Tracer 900 ein umfassendes Update verpasst und darüber eine GT-Version platziert.

Fast 4000 Stück seiner dreizylindrigen MT-09 Tracer konnte Yamaha seit deren Markteinführung 2015 in Deutschland verkaufen; damit ist für dieses Modell Deutschland der viertwichtigste Markt in Europa. Hinter der BMW S 1000 XR bedeutet das für die Yamaha hierzulande den zweiten Platz im Sporttourer-Segment, den ersten gar in der Mittelklasse. Für die aktuelle Saison hat die agile, leichtgewichtige Japanerin ein umfassendes Update erhalten, das ihre Breitbandigkeit, den Fahrkomfort für Fahrer und Passagier sowie das Design auf ein neues Niveau bringt. Zusätzlich gibt es mit der Version Tracer 900 GT ein opulent ausgestattetes Spitzenmodell.

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Dynamisch und Komfortabel lässt sich die neue Yamaha Tracer 900 bewegen.

Andalusiens Straßen rund um Granada sind wie geschaffen für die Tracer: Bester Asphalt und Kurven aller Radien animieren dazu, die Drehfreudigkeit des Dreizylinder-Reihenmotors immer wieder auszukosten. Das 115 PS aus 847 Kubikzentimetern Hubraum schöpfende Triebwerk ist auch in seinem sechsten Jahr ein Quell der Freude: Drehwillig und vibrationsarm geht der Drilling zu Werke, wobei er mit einem Verbrauch von 5,5 Litern auf 100 Kilometer auch nicht zu durstig erscheint. An die 300 Kilometer ohne Tankstopp sind damit möglich. Kupplung, Schaltung und Bremsen arbeiten einwandfrei und es ist klar, dass Yamaha hier nicht neu justieren musste.

Neues Fahrwerk

Um die Fahrstabilität und auch die Traktion zu erhöhen, wurde für die neue Tracer 900 die hintere Schwinge um volle 6 Zentimeter verlängert, was den Radstand von 1,44 auf 1,50 Meter anwachsen ließ. Dank des neu konstruierten Heckrahmens lassen sich nun auch größere Gepäckkoffer als die bislang sehr kleinen Textilbehälter an der Tracer montieren. Um negative Auswirkungen des verlängerten Radstands zu vermeiden haben die Japaner die Abstimmung und die Anlenkung der Federelemente verändert. Ein Umstand der dazu führt, dass die Tracer 900 weiterhin als agiles, sportliches Tourenmotorrad gelten darf, dass jetzt aber deutlich mehr Fahrkomfort bietet.

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Mit Seitenkoffern, Quickshifter, Tempomat, TFT-Display und Heizgriffe ist die Yamaha Tracer 900 GT bereits sehr gut ausgestattet.

Dazu tragen aber noch weitere Veränderungen bei. So wurden die Polsterung und die Größe der Sitzfläche deutlich verbessert. Außerdem wurden die Fußrasten und der Haltegriff für die Sozia und auch das Windschild überarbeitet; letzteres ist nicht nur größer als zuvor, sondern auch einhändig verstellbar. Der Lenker wurde geringfügig schmaler und im Lenkerbereich hat die Tracer volle zehn Zentimeter abgespeckt. Um die Sicht nach hinten zu verbessern wurden die Spiegelausleger um drei Zentimeter verlängert. Nach wie vor Standard sind LED-Scheinwerfer und ein gut bedienbarer Hauptständer. Knapp ausgefallen ist die Zuladung mit knapp 180 Kilogramm. Die sind im Zweipersoneneinsatz und zwei Koffern schnell aufgebraucht.

GT setzt noch einen drauf

Spürbar höher als bei der Tracer 900 liegt der Fahrkomfort beim neuen Spitzenmodell Tracer 900 GT. Die voll einstellbare Gabel wie auch das höherwertige, leichter verstellbare Federbein sprechen besser an, zudem gibt es einen sehr gut funktionierenden Quickshifter fürs kupplungslose und zugkraftunterbrechungsfreie Hinaufschalten.

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Der Lenker der neuen Yamaha Tracer 900 wurde leicht verändert.

Weitaus angenehmer als beim Basismodell ist bei der 12.195 Euro teuren GT auch der Blick ins Cockpit: Bei ihr gibt es nämlich statt des monochromen LC-Displays ein farbiges TFT-Display mit Nachteinstellung, das, bestens ablesbar, eine Fülle an Informationen bietet. Serienmäßig an der GT sind 22 Liter fassende, leicht einzuhängende Seitenkoffer aus Kunststoff mit in Fahrzeugfarbe lackierten Deckeln. Ihr Volumen ist zwar deutlich größer als das der nach wie vor als Zubehör lieferbaren 15-Liter-Textilbehälter, doch ist man mit ihnen dennoch sehr "sportlich" unterwegs. Dafür ist die Linie der Tracer 900 weiterhin recht schlank. Positiv zu erwähnen ist zudem das Einschlüsselsystem. Apropos Schlüssel: Steht der Lenker gerade, lässt sich der Schlüssel nur schwer ins asymmetrisch platzierte Zündschloss stecken und drehen; bei nach links eingeschlagenem Lenker funktioniert das weitaus besser.

Wer will, kann selbst die sehr gut ausgestattete GT-Version noch aufpeppen: Yamaha bietet beispielsweise einen heizbaren Komfortsitz sowie ein besonders komfortables Sitzmöbel für die Herzdame an. Auch eine Lenkererhöhung, Zusatzscheinwerfer, ein breiteres Windschild und Touring-Fußrasten sind im Angebot. Besonders sinnvoll dürfte aber der Erwerb des Schutzgitters für den Wasserkühler sein: Beim Fahrtest wurden gleich an zwei Kühlern Steinschläge festgestellt. Solches Ungemach wird durch das dezente Gitter zuverlässig vermieden.

Mit 10.595 Euro darf die agile, leistungsstarke und komfortabel zu fahrende Yamaha Tracer 900 als preiswertes Angebot auf dem Markt der sportlichen Tourer gelten; im Verhältnis noch preiswerter erscheint dank des verbesserten Fahrwerks und der zusätzlichen Ausstattung (Seitenkoffer, Quickshifter, Tempomat, TFT-Display, Heizgriffe) die lediglich 1600 Euro mehr kostende GT-Variante. Es spricht also nichts dagegen, dass die Yamaha Tracer auch 2018 und in den darauffolgenden Jahren einen Spitzenplatz im Sporttourer-Segment belegen wird; in der Mittelklasse wird sie ihre Führungsposition dank der vielen Verbesserungen zweifellos verteidigen können.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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