Der TagDas war Montag, der 13. Juli 2026
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. "Wir werden der Wächter der Meerenge", verkündet Trump. Aus Teheran folgt prompt eine Ablehnung: Dass die Vereinigten Staaten bei der Straße von Hormus eingreifen, werde man "unter keinen Umständen zulassen". Unterdessen werden iranische Häfen wieder blockiert. Nach den Worten Trumps wollen die USA die Straße von Hormus "übernehmen" und für die militärische Absicherung bezahlt werden. Der Präsident hatte bereits im Juni mit einer Art Maut für die Straße von Hormus gedroht, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Auf Truth Social präzisierte Trump, dass die USA für alle notwendigen Kosten zur Gewährleistung der Sicherheit "in diesem sehr unruhigen Teil der Welt" mit einem Satz von 20 Prozent auf alle verschifften Ladungen entschädigt werden wollten.
Das iranische Regime hat kein Interesse an einem stabilen Frieden mit den USA, sagt derweil Regionalexperte Philipp Dienstbier im Interview mit ntv.de. Das gilt vor allem für die Hardliner: "Die ökonomische Maschinerie der Revolutionsgarden ist für diese Gruppe ein großer Faktor", so Dienstbier. "Teilweise verdienen sie am illegalen Handel mit Öl und Gas. Das heißt, sie profitieren sogar von der prekären Lage ihres Landes." In Teheran glaube man, als Gewinner aus diesem Krieg hervorgegangen zu sein.
Außerdem möchte ich Ihnen noch diese Texte empfehlen:
"Die Russen stehen unter Zeitdruck" Ein Interview von Frauke Niemeyer
Schließt sich bald wieder der Eiserne Vorhang? Von Artur Weigand
Russische Geheimdienste hatten lange Wunschliste für ihre italienischen Agenten Von Andrea Affaticati
"Eine solch existenzielle Angst vor einem Wahlausgang habe ich noch nicht erlebt" Ein Interview von Hubertus Volmer
Auch Trump und Infantino werden den Fußball nicht zerstören Von Ben Redelings
Jürgen Klopp und die heikle Red-Bull-Frage Von Sebastian Schneider
Und damit wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend.