Der Börsen-Tag
25. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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15:12 Uhr

Bericht: VW vor größter Rückrufaktion seit Dieselskandal

Volkswagen steht offenbar vor dem größten Rückruf seit dem Dieselskandal vor mehr als einem Jahrzehnt. Betroffen von möglichen Problemen mit der Lenkung seien auch Fahrzeuge der Marken Skoda und Seat, berichtete das "Handelsblatt" ohne Angabe von Quellen. Allein bei Skoda gehe es um weltweit mehr als eine Million Autos, bei Seat seien es rund 200.000. Damit umfasst der vom Kraftfahrt-Bundesamt gemeldete Rückruf insgesamt mehr als vier Millionen Autos des VW-Konzerns mit seinen verschiedenen Marken.

Nach Angaben der Behörde müssen weltweit fast 2,16 Millionen VW-Fahrzeuge des Typs Tiguan, Touran, Golf, Golf Variant und Caddy in die Werkstätten gerufen werden. Dazu kommen fast 700.000 Audi Q3. Bei den Autos könne eine Schraube abreißen, was zum Ausfall der Lenkung führen könne. Ein VW-Sprecher erklärte dazu, bei bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Betrieb unter Streusalz-Einfluss könne es zu Korrosion an einer Befestigungsverschraubung der Lenkung kommen. In Einzelfällen könne die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigt werden.

Bericht: VW vor größter Rückrufaktion seit Dieselskandal
15:04 Uhr

Schweizer Franken fällt wegen divergierender SNB-Politik zum Dollar

Der Schweizer Franken ist heute auf den tiefsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Mai 2025 gefallen. Grund dafür ist die Aussicht, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) davon absehen wird, dem Beispiel ihrer Wettbewerber bei Zinserhöhungen zu folgen. Die SNB hatte am Donnerstag ihren Leitzins unverändert bei 0,00 Prozent belassen und schien die Inflationsrisiken herunterzuspielen, während sie es vermied, starke Signale für mögliche künftige Zinserhöhungen zu senden. Die Zentralbank entfernte auch ihren Hinweis auf eine "erhöhte Bereitschaft" zu Währungsinterventionen und erklärte stattdessen, sie sei "bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu werden".

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(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Der Dollar stieg auf ein 16-Monats-Hoch von 0,8298 Schweizer Franken, während der Euro laut Daten von LSEG ein Ein-Wochen-Hoch von 0,9455 Franken erreichte.

Schweizer Franken fällt wegen divergierender SNB-Politik zum Dollar
14:48 Uhr

Morgan Stanley erwarten deutlich höhere Euroraum-Inflation

Volkswirte von Morgan Stanley erwarten, dass der Inflationsdruck im Euroraum im September deutlich zugenommen hat - auf 3,7 von 3,2 Prozent im August. Auslöser waren nach ihrer Ansicht neben den Energiepreisen auch die Nahrungsmittel- und Kernverbraucherpreise - "hauptsächlich aufgrund idiosynkratischer Faktoren. Hinweise auf breit angelegte indirekte Effekte und Zweitrundeneffekte dürften rar bleiben", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Veröffentlichung der Daten am nächsten Freitag.

Die Kerninflation sehen sie bei 2,6 (August: 2,4) Prozent. "Wir betonen jedoch, dass dieser Anstieg nicht primär auf die Weitergabe höherer Energiekosten zurückzuführen ist. Bei Dienstleistungen spiegelt er die Volatilität tourismusbezogener Komponenten wider", schreiben sie weiter. Nach einem schwachen Wert im August (insbesondere bei Flugpreisen und Unterkünften) sei für September mit Wiederanstieg zu rechnen.

Morgan Stanley erwarten deutlich höhere Euroraum-Inflation
14:21 Uhr

Evonik-Aktie schießt nach oben - BASF-Papier rot

Übernahmespekulationen haben die Aktien des Spezialchemiekonzerns Evonik um bis zu elf Prozent nach oben getrieben. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf Insider, der BASF-Konzern habe kürzlich Evonik und dessen größtem Anteilseigner, der RAG-Stiftung, einen Fusionsvorschlag unterbreitet. Aktien von BASF gaben mehr als zwei Prozent nach. Mehrere Medien hatten bereits in den Tagen zuvor über mögliche Gespräche der beiden Unternehmen berichtet.

Der "Financial Times" zufolge würde die mit einer Marktkapitalisierung von 8,4 Milliarden Euro bewertete Evonik auf eine erhebliche Übernahmeprämie dringen. Der Unternehmenswert einschließlich Nettoverschuldung belaufe sich auf rund zwölf Milliarden Euro, hieß es. BASF führe seit Anfang des Jahres Gespräche mit Banken über eine mögliche Übernahme und arbeite weiterhin an einer potenziellen Transaktion, berichtete das Blatt.

Evonik-Aktie schießt nach oben - BASF-Papier rot
14:03 Uhr

Bericht: BASF arbeitet an der Übernahme von Evonik

Der Chemieriese BASF hat nach einem Bericht der "Financial Times" Interesse an einer Übernahme des Konkurrenten Evonik. Der Dax-Konzern habe den Essenern und ihrem größten Anteilseigner, der Kohle-Stiftung RAG, jüngst einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider. BASF stehe mit Banken in Kontakt mit Blick auf eine mögliche Transaktion und arbeite weiter daran. Ein Evonik-Sprecher kommentierte den Bericht nicht. Ein Insider sagte Reuters, Evonik liege kein Übernahmeangebot des BASF-Konzerns vor. Von BASF lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die RAG-Stiftung war nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Ankeraktionär von Evonik ist die Essener RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Anteile hält. Sie will aber ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie verringern und hatte erklärt, den Anteil perspektivisch auf 25,1 Prozent abschmelzen zu wollen.

Bericht: BASF arbeitet an der Übernahme von Evonik
13:51 Uhr

EZB: Kreditvergabe an Unternehmen wächst im August langsamer

Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im August etwas verlangsamt. Nach einer Mitteilung der EZB stieg die Buchkreditvergabe an nicht-finanzielle Unternehmen mit einer Jahresrate von 4,2 (Juli: 4,4) Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kreditvergabe um elf Milliarden Euro, nachdem sie im Vormonat um 22 Milliarden Euro zugelegt hatte.

EZB: Kreditvergabe an Unternehmen wächst im August langsamer
13:25 Uhr

Gaspreise gehen deutlich runter

Die europäischen Gaspreise steuern auf einen Wochenverlust von mehr als fünf Prozent zu. Belastet werden sie von Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten und von milden saisonalen Temperaturen, die die Heiznachfrage weiter verzögern. Obwohl EU-Vertreter sagen, die Gasversorgung der Region bleibe stabil, sind die Speicherstände nur zu etwa 70 Prozent gefüllt, weshalb der Markt sehr empfindlich auf mögliche Störungen reagiert.

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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

"Im Gegensatz zu Öl sind die LNG-Ströme stärker eingeschränkt, da sie von Spezialtankern abhängen und einem größeren Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind", meinen die Analysten von ANZ. "Der Markt hat sich weiter verengt, da die norwegischen Pipeline-Lieferungen auf den Kontinent inmitten von Wartungsarbeiten an Gasanlagen zurückgegangen sind." Am Nachmittag fällt der niederländische Terminkontrakt TTF als Referenzwert um 4,1 Prozent auf 71,80 Euro je Megawattstunde.

Gaspreise gehen deutlich runter
13:00 Uhr

Geldmarktsätze kommen zurück

Nach dem Sprung am Donnerstag sind die Sätze am europäischen Geldmarkt wieder leicht gefallen. Die Zinserhöhungserwartungen m Markt sind etwas gefallen. So wird nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 69 Prozent nach zuvor 75 Prozent eingepreist, dass die US-Notenbank Fed auf ihrer nächsten Sitzung im Oktober die Leitzinsen erhöhen wird. Auch für den Euroraum wird im Oktober mehrheitlich erwartet, dass die Zinsen angehoben werden.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,40 - 2,60 (2,35 - 2,55), Wochengeld: 2,38 - 2,62 (2,38 - 2,62), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,57 (2,41 - 2,65), 3-Monats-Geld: 2,48 - 2,82 (2,71 - 3,01), 6-Monats-Geld: 2,96 - 3,11 (2,98 - 3,11), 12-Monats-Geld: 3,12 - 3,29 (3,33 - 3,50), Euribors: 24.09. 23.09. 3 Monate: 2,614 (2,622), 6 Monate: 3,013 (3,013), 12 Monate: 3,308 (3,331)

Geldmarktsätze kommen zurück
12:35 Uhr

Fed vor weiteren Zinserhöhungen

Die US-Notenbank wird die Zinsen im Kampf gegen die hohe Inflation nach Einschätzung von zwei hochrangigen Fed-Mitgliedern wohl weiter anheben müssen. Die Rückführung der Teuerungsrate auf das Ziel von zwei Prozent habe oberste Priorität, sagte die Chefin des Fed-Bezirks Philadelphia, Anna Paulson. Sie werde einen geldpolitischen Kurs unterstützen, der dieses Ziel erreiche, und dabei die Risiken für den Arbeitsmarkt sorgfältig abwägen. Paulson, die im Offenmarktausschuss (FOMC) stimmberechtigt ist, bezeichnete die Inflation als hartnäckig hoch. Sollte sich die Lage wie erwartet entwickeln, sei eine moderate weitere Straffung gerechtfertigt, erklärte sie.

Der New Yorker Fed-Präsident John Williams stellte in London eine restriktivere Geldpolitik in Aussicht. Eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende sei wahrscheinlich angemessen.

Fed vor weiteren Zinserhöhungen
12:12 Uhr

Akamai-Aktienkurs geht durch die Decke

Die US-Börsen dürften heute einen kleinen Teil ihrer jüngsten Verluste wettmachen. Der S&P-Future notiert vorbörslich 0,3 Prozent höher, der Nasdaq-Future gewinnt 0,6 Prozent. Etwas Unterstützung kommt vom Ölpreis, der nach dem kräftigen Anstieg vom Donnerstag nachgibt. Allerdings wurden immer noch keine Fortschritte bei den Gesprächen zwischen USA und Iran zur Beendigung ihres Krieges vermeldet. Das Barrel Brentöl ermäßigt sich um 1,3 Prozent auf 105,20 Dollar. Am Anleihemarkt ziehen die Renditen jedoch erneut leicht an, was die Kauflaune dämpfen dürfte. Die Zehnjahresrendite steigt um einen Basispunkt auf 5,17 Prozent.

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(Foto: AP Photo/Seth Wenig)

An Konjunkturdaten werden der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter aus dem August und der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan veröffentlicht. Unter den Einzelwerten an der Börse machen Akamai einen Satz von fast 24 Prozent. Anthropic wird Akamai über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg 11,6 Milliarden Dollar für Cloud-Services zahlen.

Akamai-Aktienkurs geht durch die Decke
12:02 Uhr

Dax versucht den Aufstieg

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat deutlich in der Gewinnzone agiert. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,8 Prozent auf 25.470 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,8 Prozent höher bei 6324 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1384 US-Dollar.

Dax versucht den Aufstieg
11:42 Uhr

ArcelorMittal schreibt nach Angriffen auf Werk in Ukraine eine Milliarde Dollar ab

Der Stahlriese ArcelorMittal verbucht wegen der Zerstörungen durch russische Raketenangriffe auf sein Werk in der Ukraine eine Abschreibung von rund einer Milliarde Dollar. Die Wertberichtigung spiegele vor allem Schäden an Grundstücken, Anlagen und Ausrüstung wider, erklärte das Unternehmen. Der Betrieb des Werkes in Krywyj Rih im Zentrum der Ukraine könne nicht sicher wieder aufgenommen werden, teilte der Konzern der Regierung in Kiew mit. Bei vier Angriffen in den vergangenen fünf Wochen seien fünf Menschen getötet und 17 verletzt worden. Man wolle sich nun auf den Erhalt der Infrastruktur konzentrieren, um eine Wiederaufnahme der Produktion nach einem Friedensschluss zu ermöglichen, erklärte der lokale ArcelorMittal-Chef, Mauro Longobardo. Seit Beginn des Krieges hat der Konzern das Werk nach eigenen Angaben mit mehr als 700 Millionen Dollar unterstützt.

ArcelorMittal schreibt nach Angriffen auf Werk in Ukraine eine Milliarde Dollar ab
11:20 Uhr

Bitcoin wieder im Aufwind

Für den Bitcoin ging es zuletzt wieder ein gutes Stück nach oben. Grund sind die geplanten Regulierungen für den Kryptomarkt. Was das für Anleger heißt und wie Investments am Kryptomarkt grundsätzlich funktionieren, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Andreas Lipkow von CMC Markets.

Bitcoin wieder im Aufwind
10:55 Uhr

Fallender Ölpreis stützt Luftfahrt-Aktien

Fallende Energiepreise wegen neuer Friedenshoffnungen im Iran-Krieg schieben die Aktien aus dem Reise- und Touristiksektor an. Der Branchenindex gewinnt 1,4 Prozent. Im MDax legen TUI und die Titel der Lufthansa jeweils rund zwei Prozent zu. Die Papiere der British-Airways-Mutter IAG und Air France-KLM rücken um 1,6 beziehungsweise 2,4 Prozent vor. Die Aktien von Ryanair notieren 1,3 Prozent fester.

Fallender Ölpreis stützt Luftfahrt-Aktien
10:41 Uhr

Anthropic will sich an Palantir orientieren

Anthropic bittet seine Aktionäre offenbar um Zustimmung für eine neue Unternehmensstruktur, die den Gründern vor dem geplanten Börsengang die Kontrolle sichern soll. Firmenchef Dario Amodei und seine sechs Mitgründer sollen gemeinsam 50,1 Prozent der Stimmrechte erhalten, berichtete das Technologieportal "The Information" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Die neue Regelung sei einer Struktur bei der Softwarefirma Palantir nachempfunden.

Die Gründer sollen dafür eine spezielle Aktiengattung bekommen, die ihnen bei den meisten Entscheidungen die Kontrolle sichert. Voraussetzung sei, dass mindestens drei der sieben Gründer eine Mindestanzahl an Anteilen halten. Die Wahl des Verwaltungsrats sei davon jedoch ausgenommen. Das Gremium verfüge über sieben Sitze, von denen derzeit einer unbesetzt sei. Zudem sei geplant, den Mitarbeitern eine besondere Aktiengattung zuzuteilen, die bei bestimmten Fragen als ausschlaggebende Stimme dienen solle. Anthropic reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Anthropic will sich an Palantir orientieren
10:13 Uhr

KBA: Einer Million VW-Autos in Deutschland droht Lenkungsausfall

Knapp eine Million Fahrzeuge von Volkswagen und seiner Tochter Audi in Deutschland könnten nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) ein Problem haben. Wegen eines Schraubenabrisses könne es hier zu einem Lenkungsausfall kommen, wie aus Daten der Behörde hervorgeht. Um das Problem zu lösen, müsse die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube ersetzt werden, hieß es vom KBA weiter.

Betroffen sind laut KBA die VW-Modelle Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf, die zwischen dem 24. September 2013 und dem 1. Juli 2024 produziert wurden. Weltweit handele es sich potenziell um fast 2,16 Millionen Fahrzeuge, davon knapp 900.000 in Deutschland. Dasselbe Problem tauche beim Audi Q3 mit einem Produktionszeitraum zwischen 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 auf. Hier seien weltweit fast 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen, davon 58.555 in Deutschland.

KBA: Einer Million VW-Autos in Deutschland droht Lenkungsausfall
10:01 Uhr

"Anlagemetalle einem Stresstest ausgesetzt": Gold-Futures vor Wochenverlust

Die Goldpreise steuern auf einen Wochenverlust zu. Ein stärkerer Dollar und die zunehmenden Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen im nächsten Monat erneut anheben wird, belasten das Edelmetall. Im frühen europäischen Handel steigen die New Yorker Futures um 0,3 Prozent auf 4311 US-Dollar je Feinunze, liegen aber auf Wochensicht zwei Prozent im Minus. Der Dollar-Index steuert stattdessen auf einen Wochengewinn zu, was in Dollar denominierte Rohstoffe für Käufer aus Übersee verteuert.

"Anlagemetalle sahen sich einem Stresstest am Anleihemarkt ausgesetzt, wobei stark steigende Renditen von Staatsanleihen einen stärkeren Dollar stützten und die Opportunitätskosten für das Halten zinsloser Anlagen erhöhten", sagen die Analysten der Saxo Bank. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von 73 Prozent für eine Zinserhöhung im Oktober ein.

"Anlagemetalle einem Stresstest ausgesetzt": Gold-Futures vor Wochenverlust
09:51 Uhr

Brent hält die 105er-Marke

Am Rohstoffmarkt geben die Preise nach einer volatilen Woche leicht nach, da die Anleger die Möglichkeit eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran abwägen. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,7 Prozent auf 105,81 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,6 Prozent schwächer bei 93,07 Dollar. Zuvor hatten Raketenangriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien Sorgen vor Lieferengpässen geschürt. "Die ungewöhnlich große Spanne zwischen WTI und Brent spiegelt die unterschiedlichen regionalen Risikoprofile wider", erklärt Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade.

Brent hält die 105er-Marke
09:29 Uhr

Deutsche Exporteure optimistisch - Autoindustrie nicht

Wegen der kriselnden Autoindustrie hat sich die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft im September eingetrübt. Das Barometer für die Exporterwartungen sank auf 8,0 Punkte, von 9,8 Punkten im August, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Damit bleiben die Unternehmen jedoch mehrheitlich zuversichtlich. "Der Rückschlag ist vor allem auf die Automobilindustrie zurückzuführen", sagt IFO-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "In vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen weiterhin auf Exportwachstum."

Demnach musste die Automobilindustrie einen deutlichen Dämpfer hinnehmen: Nach den optimistischen Erwartungen im August rechnen die Hersteller nun wieder mit sinkenden Exporten. Der Branche machen vor allem die wachsende Konkurrenz aus China und der Trend zu Elektroautos zu schaffen. Der Branchenverband VDA lehnt in Europa Importzölle auf chinesische Autos mittlerweile nicht mehr generell ab. Die chinesischen Autobauer drängen mit Macht nach Europa, weil der eigene Markt schwächelt und es eine enorme Überproduktion gibt.

Deutsche Exporteure optimistisch - Autoindustrie nicht
09:15 Uhr

Wochengewinn ist drin

Der Dax startet mit einem Aufschlag in das Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.425 Punkten, nachdem er gestern 0,6 Prozent auf 25.267 Zähler eingebüßt hatte. Noch ist damit ein – wenn auch geringes – Wochenplus drin. Die ölpreise geben zwar leicht nach, Brent notiert aber weiter im Bereich von 105 Dollar je Barrel.

Wochengewinn ist drin
08:56 Uhr

Airbus meldet Qualitätsmangel bei A321neo

Airbus hat nach eigenen Angaben einen Qualitätsmangel bei seinen A321neo-Flugzeugen festgestellt, der die Korrosionsbeständigkeit in der Rumpfstruktur verringern könnte. Es handele sich dabei jedoch nicht um ein Sicherheitsproblem, weshalb die Maschinen weiter betrieben werden könnten, teilte der Flugzeugbauer mit. Insidern zufolge sind etwa 500 Flugzeuge betroffen, von denen sich rund die Hälfte bereits im Einsatz befindet und die übrigen noch produziert werden.

Konkret gehe es um Abweichungen bei der Beschichtung von Längsträgern. Die Ursache sei identifiziert und eine Lösung stehe bereit, erklärte Airbus. Kunden nähmen die Maschinen weiterhin ab, allerdings könnten europäische Aufsichtsbehörden künftig eine Reparaturvorgabe erlassen, hieß es aus Kreisen weiter. Für Airbus ist es bereits das zweite Problem im Flugzeugrumpf bei seinem Bestseller innerhalb von neun Monaten. Der Konzern plant derzeit, die monatliche Produktion von Schmalrumpfflugzeugen von etwa 60 auf 75 Maschinen auszuweiten.

Airbus meldet Qualitätsmangel bei A321neo
08:46 Uhr

Tokio freundlich - Hongkong schwach

An den Aktienmärkten in Ostasien geht es uneinheitlich zu. In Tokio legt der Topix zu um 1,4 Prozent. Er wird laut Marktteilnehmern gestützt von Nachholgewinnen im Technologiesektor, nachdem in Tokio an den ersten drei Tagen der Woche wegen Feiertagen nicht gehandelt wurde. Deutlich abwärts geht es in Hongkong und zwar um 1,7 Prozent. Hier dürfte etwas stärker bremsen, dass es vom US-chinesischen Gipfel in Washington bislang kaum greifbare Ergebnisse gibt, nachdem bereits im Vorfeld eine Verlängerung des gegenseitigen Zollfriedens um zwei Monate verkündet worden war.

Daneben belastet übergeordnet der fortgesetzte jüngste Anstieg der Anleiherenditen, ausgehend von den USA. Dort ist die Zehnjahresrendite inzwischen bei 5,18 Prozent, einem 19-Jahreshoch. Zum Vergleich: Zum Ende der Vorwoche lag sie bei 5,00 Prozent. Jüngster Auslöser waren sehr stark ausgefallene US-Konjunkturdaten gepaart mit falkenhaften Kommentaren aus Kreisen der US-Notenbank. Die japanische Zehnjahresrendite liegt bei 3,11 Prozent, das ist sogar das höchste Niveau seit 1996.

Im australischen Sydney gibt das Börsenbarometer um 0,5 Prozent nach. In Seoul wird wegen des Erntedankfests erneut nicht gehandelt, auch auf dem chinesischen Festland sowie in Taiwan pausiert das Geschäft.

Tokio freundlich - Hongkong schwach
08:31 Uhr

Deutsche Industrie will unabhängiger werden

Die deutsche Industrie mahnt sich selbst in einem Grundsatzpapier zu einer stärkeren Unabhängigkeit von China. Risiken besser zu verteilen, das sogenannte De-Risking, müsse konsequenter verfolgt werden, heißt es in den Überlegungen des Branchenverbands BDI. Was genau daraus folgt, blieb aber offen.

Stark abhängig ist beispielsweise die Automobilbranche von China als riesigem Absatzmarkt. Die Volksrepublik hat zudem bei zahlreichen Vorprodukten und Rohstoffen eine dominante Position, die deutsche Unternehmen anfällig macht. De-Risiking brauche aber Zeit, Lieferketten könnten nicht von heute auf morgen breiter aufgestellt werden, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. Ein Ansatz seien weitere Kooperationen zum Import von Rohstoffen. Deutschland sollte insgesamt Partnerschaften mit anderen Weltregionen ausbauen. Diese sollten klarer nach wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen ausgerichtet werden.

Auch gegenüber den USA, die unter Präsident Donald Trump der EU ein für Europa unvorteilhaftes Handelsabkommen aufgedrängt haben, braucht es laut BDI ein selbstbewusstes Auftreten. "Bei protektionistischen US-Maßnahmen müssen europäische Gegenmaßnahmen geprüft werden, ohne das strategische Verhältnis unnötig zu belasten."

Deutsche Industrie will unabhängiger werden
08:21 Uhr

Hoher Ölpreis löst Angst vor Kaufkraftverlust aus

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist so schlecht wie seit Mai nicht mehr. Das Konsumklima verliert nach den Erwartungen der Verbraucher für Oktober 3,8 Punkte und sinkt damit auf minus 30,6 Punkte, wie aus den Daten der GFK-Marktforscher und des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervorgeht. Insgesamt sei der aktuelle Wert der zweitschlechteste in diesem Jahr, erläuterte NIM-Experte Rolf Bürkl: "Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern." Folglich seien sie skeptischer, was die Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betreffe.

Dies zeigt sich auch in einem markanten Rückgang des darauf ausgerichteten Barometers: Der Einkommensindikator büßte im September 16,7 Zähler ein und rutschte auf minus 15,0 Punkte ab. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2026, kurz vor Einführung des Tankrabatts. Das Konsumklima wird auch durch eine spürbar gestiegene Sparneigung gedrückt: Hier gab es ein Plus auf 21,5 Punkte von 15,5 Zählern. "Man muss in der Historie bis in die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert für die Sparstimmung zu messen", erläuterte Bürkl.

Hoher Ölpreis löst Angst vor Kaufkraftverlust aus
08:03 Uhr

Erholung steht auf tönernen Füßen

Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Etwas Unterstützung erhält der Markt durch Medien-Berichte über neue diplomatische Bemühungen für eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten. Danach soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt haben, dass sein Land dem Weißen Haus einen neuen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus innerhalb einer Woche vorgelegt habe. Der Vorschlag orientiere sich an dem Memorandum of Understanding, dass der Iran und die USA im Juni beschlossen hatten.

Die Erholung an den Börsen steht mithin auf tönernen Füßen. Das Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping hat aus Marktsicht keine neuen Erkenntnisse gebracht. Bereits im Vorfeld hatte US-Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden.

Erholung steht auf tönernen Füßen
07:45 Uhr

HelloFresh senkt Jahresziele - Kurssturz

Wegen einer überraschend geringen Nachfrage schraubt HelloFresh seine Jahresziele herunter. Der Umsatz werde voraussichtlich um neun bis elf statt um drei bis sechs Prozent schrumpfen, teilte der Essenslieferant mit. Die Prognose für den operativen Gewinn sinke auf 350 bis 370 von 375 bis 425 Millionen Euro.

Die Neukundengewinnung sei in den vergangenen Wochen wegen gekürzter Marketingausgaben hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hieß es weiter. Dadurch dürften die Markterwartungen für das laufende Quartal verfehlt werden. HelloFresh rechnet für diesen Zeitraum mit einem Rückgang der Erlöse um elf bis zwölf Prozent und einem Betriebsergebnis zwischen 45 und 55 Millionen Euro. Nachbörslich stürzte die Aktie rund sieben Prozent ab.

HelloFresh senkt Jahresziele - Kurssturz
07:27 Uhr

Was für ein Comeback von Silber spricht

Der Goldpreis bleibt auf einem hohen Niveau, deutlich günstiger ist hingegen Silber. Das Edelmetall ist im Preis spürbar zurückgegangen. Ob sich nun ein Einstieg lohnt, darüber spricht Raimund Brichta mit der Vermögensverwalterin Beate Klasen.

Was für ein Comeback von Silber spricht
07:10 Uhr

Weltgrößte Kupfermine liefert wieder

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall fährt der Bergbaukonzern BHP den Betrieb in der weltgrößten Kupfermine im chilenischen Escondida schrittweise wieder hoch. "Das Unternehmen prüft weiterhin die Voraussetzungen für eine schrittweise Wiederaufnahme des Bergbaubetriebs unter Berücksichtigung des Wohlergehens der Belegschaft, der Betriebsbereitschaft, der Risikokontrollen und der geltenden behördlichen Auflagen", teilte der Konzern (Ortszeit) mit. Der Betrieb war am Mittwoch komplett heruntergefahren worden, nachdem ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen war.

In Chile dürfen Bergwerke nach einem tödlichen Unfall in der Regel erst dann den Betrieb wieder aufnehmen, wenn Inspektoren überprüft haben, dass die Bedingungen für eine Wiederaufnahme sicher genug sind. Die Escondida-Mine befindet sich in der chilenischen Atacama-Wüste. BHP betreibt die Anlage, während Rio Tinto einen Anteil von 30 Prozent hält. Weitere 12,5 Prozent gehören dem japanischen Unternehmen Jeco.

Weltgrößte Kupfermine liefert wieder
06:52 Uhr

"Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf" 

Die asiatischen Börsen zeigen sich trotz eines weltweiten Ausverkaufs am Anleihemarkt robust. Zu den Gewinnern zählt die japanische Börse in Tokio, die fester tendiert. Der Nikkei-Index legt um 1,2 Prozent auf 66.318,14 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notiert 1,2 Prozent höher bei 4123,73 Zählern. Das Handelsvolumen in der Region bleibt jedoch dünn, da viele Handelsplätze feiertagsbedingt geschlossen bleiben. So findet an der Börse Shanghai kein Handel statt, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wird ebenfalls nicht gehandelt.

Die Stimmung der Anleger wird von stark steigenden Renditen bei Staatsanleihen dominiert, die Befürchtungen über höhere weltweite Kreditkosten schüren. In Japan klettert die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996. "Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf, und das zu ignorieren, könnte sehr teuer werden", warnt Nigel Green, Chef des Finanzberaters deVere Group. Sobald die risikofreien Zinsen in den USA über fünf Prozent lägen, müsse jeder Vermögenswert seinen Preis rechtfertigen.

"Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf" 
06:33 Uhr

Google schickt testweise KI-Chips ins All

Die Alphabet-Tochter Google macht einen ersten Schritt, um herauszufinden, ob Rechenzentren im All machbar sind. Der Internet-Konzern schickt vier seiner KI-Chips in die Umlaufbahn, um zu testen, wie gut sie das vertragen können. Probleme könnten dabei schon in der Startphase drohen, weil die Prozessoren Erschütterungen und einem vielfachen der Erdanziehungskraft ausgesetzt sein werden, wie Google mitteilte. In Vibrationstests auf der Erde hätten die Chips den Belastungen standgehalten, hieß es.

Eine weitere Herausforderung sei die starke Strahlung außerhalb der Erdatmosphäre, die Elektronik beschädigen könne. Um ihre Effekte zu simulieren, seien die TPU-Chips (Tensor Processing Unit) im Labor mit einem Protonen-Strahl beschossen worden. Nach diesen Versuchen sei man zwar überzeugt, dass die Technik den geplanten fünfjährigen Einsatz in Weltraum-Rechenzentren überstehen könne: "Aber einige Dinge können nur im All getestet werden."

Der Satellit mit den Google-Chips soll kommende Woche starten - als einer von vielen auf einer Rakete der Weltraumfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk.

Google schickt testweise KI-Chips ins All
06:17 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,3 Prozent auf 158,38 Yen und legte leicht auf 6,7128 Yuan zu. Zur Schweizer Währung büßt er etwas auf 0,8283 Franken ein. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1377 Dollar und zieht leicht auf 0,9423 Franken an. Auf Wochensicht profitiert die US-Währung jedoch von der Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Rabatte, Deckel, fallende Kurse

Das Marktumfeld hat sich im Wochenverlauf eingetrübt: Konnte der Dax zum Wochenstart noch ein Plus von 1,1 Prozent verbuchen, waren es am Dienstag schon nur noch vier Punkte. Zur Wochenmitte ging es dann 0,7 Prozent abwärts, gestern folgten weitere 0,6 Prozent auf einen Stand von 25.267 Zählern. Ein Wochengewinn, der erste im September, ist damit fraglich, denn der Preis für ein Barrel Brent-Öl aus der Nordsee notiert im Bereich von 105 Dollar. Das heizt die Inflationssorgen an und schürt Zinsängste.

Das Thema hohe Energiepreise beschäftigt den Markt hierzulande auch zum Wochenschluss, denn der Tankrabatt soll heute zuerst im Bundestag und gleich danach im Bundesrat beschlossen werden. Er würde dann von Anfang Oktober bis Ende Dezember gelten und die Spritpreise um 17 Cent je Liter Diesel und Benzin drücken. Es ist die erste von mehreren Entlastungen der Bundesregierung. Geplant ist zudem noch ein Preisdeckel, der spätestens zum Jahreswechsel eingeführt werden soll. Experten haben aber Zweifel angemeldet, ob dies nicht nach hinten losgehen könnte. Den Tankrabatt kritisieren Ökonomen als wenig zielgenau und sehr teuer.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Rabatte, Deckel, fallende Kurse