Das war Dienstag, der 23. April 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
gerade gibt es einen äußerst verstörenden Trend auf TikTok aus der Kategorie "Trends, die niemand braucht": Auf der Videoplattform, die besonders bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist, kursieren Inhalte, die auf einen angeblichen "National Rape Day" (Nationaler Vergewaltigungstag) hinweisen. Ein Tag, an dem Mädchen und Frauen angeblich begrapscht und belästigt werden dürfen (oder vermutlich auch Schlimmeres), ohne dass das Folgen haben soll. Das ist natürlich absoluter Quatsch! Das sind und bleiben auch am 24. April Straftaten. Der Berliner Senat warnt die Schulen in der Hauptstadt in einem Brief vor diesen Fake-News und ruft die Lehrkräfte zur Wachsamkeit auf.
Darüber hinaus hätte ich noch ein paar Leseempfehlungen für Sie:
Durchbruch bei Awdijiwka? Russen dringen nach Otscheretyne vor - von Martin Morcinek
Von wegen De-Risking: Deutschland hängt weiter an Chinas Tropf - von Christina Lohner
Negative Berichte beseitigt: Zeuge belastet Trump in Prozess schwer
Arbeitsmarktexperte im Interview: Ist die Viertagewoche erst der Anfang?
"Die Crew hatte Angst vor ihm": Regisseurin packt über Johnny Depp aus
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und weise an dieser Stelle noch auf unseren Ukraine-Ticker hin, in dem wir Sie auch während der Nacht über die Geschehnisse auf dem Laufenden halten.
Ihre Johanna Ohlau
Wahlausschuss ignoriert Warnungen: Rechtsextremist darf für Landratsamt kandidieren
Tommy Frenck sagt Ihnen vielleicht nichts, aber dem Thüringer Verfassungsschutz durchaus. Der Geheimdienst stuft den 37-Jährigen als Rechtsextremisten ein. In mehreren Verfassungsschutzberichten wurde Frenck sogar namentlich aufgeführt. Und was macht der Mann, der eine zentrale Figur in der rechtsextremen Szene Thüringens ist, noch so? Für ein politisches Amt kandidieren, Frenck will Landrat im Landkreis Hildburghausen werden. Wie ist das möglich, da doch Extremisten laut Thüringer Kommunalwahlgesetz eigentlich von der Teilnahme an Bürgermeister- und Landratswahlen ausgeschlossen sind? Nach der geltenden Rechtslage "kann nicht gewählt werden, wer nicht die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Landesverfassung eintritt". Ich sage es Ihnen: Indem der Wahlausschuss die geistige Gesinnung und damit auch das Gefahrenpotenzial, das von so jemandem in einem politischen Amt ausgehen könnte, wohl geflissentlich ignoriert. Da drei von fünf Ausschussmitgliedern für den Rechtsextremisten votiert haben, darf Frenck am 26. Mai antreten. Das teilte der Wahlleiter des Landkreises, Mario Geitt, der Deutschen Presse-Agentur mit. An der Haltung der Ausschussmitglieder konnte wohl auch ein siebenseitiges Dossier des Thüringer Verfassungsschutzes über die verfassungsfeindlichen Aktivitäten des Mannes nichts ändern. Und auch an der Entscheidung wird wohl nichts mehr zu ändern sein: Das Votum des Wahlausschusses ist nach Angaben Geitts unanfechtbar.
Es ist auch nicht der erste Versuch des Rechtsextremisten, in das Landratsamt zu kommen: Auch bei der Wahl 2018 war Frenck trotz dieser Rechtslage bereits als Kandidat zugelassen worden. Damals hatten sich fast 17 Prozent der etwa 54.500 Wahlberechtigen für ihn ausgesprochen. Ich weiß nicht, was erschreckender ist: Das unbedachte Handeln des Wahlausschusses oder dass schon vor sechs Jahren knapp jeder sechste Wahlberechtigte für einen Rechtsextremisten gestimmt hat. Wehret den Anfängen. Wer noch Zweifel hat, wohin dieses politische Schiff in Thüringen gerade steuer, dem empfehle ich einen Blick in die Folge der ARD-Doku "Past Forward: Radikaler Rechtsruck - kommt alles wie 33?"
Hat sie sechs Zehen am Fuß? Kim Kardashian packt über Internet-Gerüchte aus
Die Boulevardpresse ist jeden Tag aufs Neue voll bis oben hin damit: mit wilden und teils auch verrückt klingenden Gerüchten über Prominente. Über kaum jemanden kursieren wohl so viele Behauptungen wie über US-Realitystar Kim Kardashian. Sie soll sich jeden Abend vor dem Schlafengehen die Füße waschen, ihren Schmuck fönen und mit halboffenen Augen schlafen - um nur eine kleine Auswahl davon vorzustellen. Und was ist nun wahr? Das wollte Talkmaster Jimmy Kimmel in seiner Show von Kim Kardashian wissen. Überraschung: Neben den drei Gerüchten oben sind noch so einige weitere richtig, wie die 43-Jährige in einem Frage-Antwort-Spiel zugab. Doch ein Gerücht ist sowas von falsch: dass Kim Kardashian mehr als fünf Zehen an einem Fuß haben soll. "Nein, aber das war ein großes Thema. Alle dachten, ich hätte sechs Zehen!"
Welche Wahrheiten in der Gerüchteküche es rund um den Star noch alles gibt, können Sie sich hier den Auftritt ansehen:
"Wie ein Picasso" - Verschollene Gitarre von John Lennon auf Dachboden entdeckt
Jahrzehnte galt sie als verschollen, aber jetzt ist überraschend eine Gitarre, die einst von John Lennon gespielt wurde, in Großbritannien auf einem Dachboden gefunden worden. Das zwölfsaitige Instrument vom Typ Hootenanny des deutschen Herstellers Framus ist auf etlichen Bildern von Studio-Sessions für das Album "Help!" und auch in dem gleichnamigen Beatles-Film aus dem Jahr 1965 zu sehen. Sie wird schon bald käuflich zu erwerben sein: Die historische Gitarre soll beim Auktionshaus Julien's Auctions in New York Ende Mai unter den Hammer kommen. Der Schätzpreis liegt zwischen 600.000 und 800.000 US-Dollar (rund etwa 560.000 bis 750.000 Euro), wie das Auktionshaus mitteilte. "Dieses außergewöhnliche Instrument zu finden, ist wie einen Rembrandt oder Picasso zu finden", schwärmt Julien's-Auctions-Geschäftsführer Darren Julien der Mitteilung zufolge.
John Lennon hatte das Instrument 1965 dem Musiker Gordon Waller geschenkt, der die Gitarre an seinen Manager weiterreichte. Dessen Erben fanden sie nun auf dem Dachboden eines Hauses, heißt es in der Mitteilung.
Mann soll in Uni-Bibliothek randaliert haben - Polizei schießt
Die Polizei muss nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip handeln. Also bei mehreren Möglichkeiten sollen die Polizistinnen und Polizisten die auswählen, die für die Situation angemessen ist. Ein Fall in Baden-Württemberg wirft da zum jetzigen Zeitpunkt mindestens Fragen auf, wie angemessen der Einsatz einer Schusswaffe war: Die Polizei hat am frühen Abend in einer Bibliothek der Mannheimer Universität auf einen mutmaßlichen Randalierer geschossen. Der Mann sei verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ein größerer Polizeieinsatz gewesen. Für die Öffentlichkeit habe keine Gefahr bestanden, heißt es weiter. Warum musste der Mann also mit einer Schusswaffe gestoppt werden? Leider sind zu dem Vorfall bislang noch keine weiteren Hintergründe bekannt. Der Sprecher konnte auch keine Angaben darüber machen, wie schwer der Mann verletzt worden ist. Der Einsatz laufe noch. Wegen des Schusswaffengebrauchs ermittle auch das Landeskriminalamt.
Bundesregierung schlägt Michael Theurer für Bundesbank-Vorstand vor
Vom Verkehrsministerium in den Vorstand der Bundesbank: Die Bundesregierung schlägt den FDP-Politiker Michael Theurer für einen Posten der Bundesbank vor. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen bestätigt. Dem Vorschlag werde eine Anhörung folgen, danach gegebenenfalls die offizielle Berufung. Zunächst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Theurer ist aktuell Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und Beauftragter für den Schienenbau. Der Diplom-Volkswirt aus Baden-Württemberg hatte bereits diverse Ämter im Finanzsektor. Bei der Bundesbank sind zuletzt gleich mehrere Vorstandsposten frei geworden. Im März wurde der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister Lutz Lienenkämper von der CDU nominiert.
22 Leichen mutmaßlicher Migranten vor der Küste Tunesiens angespült
Grausiger Fund vor der Küste Tunesiens: Nach Behördenangaben sind dort seit Samstag 22 Leichen mutmaßlich aus Subsahara-Afrika stammender Migranten gefunden worden. Wie ein Gerichtssprecher in der tunesischen Hafenstadt Sfax erklärte, wurden die Leichen im Hafen Sidi Youssef auf einer Insel vor der Stadt gefunden und in ein Leichenschauhaus gebracht. Demnach ist noch unklar, ob die gestorbenen Migranten auf einem oder mehreren Booten gestartet waren. Sfax liegt nur 130 Kilometer von der süditalienischen Insel Lampedusa entfernt.
Rabiate Kosmetikerin verteilt Backpfeifen - und ist ausgebucht
Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal linst eine Zwei-Meter-Python durchs Küchenfenster und erfreut sich eine rabiate Kosmetikerin großer Beliebtheit.
US-Megastar Taylor Swift knackt gleich zwei Streaming-Rekorde in Deutschland
Nächster Rekord für US-Megastar Taylor Swift: Die Musikerin hat nach der Veröffentlichung ihres neuen Albums "The Tortured Poets Department" auch auf dem deutschen Musikmarkt gleich zwei neue Rekorde aufgestellt. Mit 11,5 Millionen Abrufen habe das Album den erfolgreichsten Streaming-Start aller Zeiten in Deutschland aufgestellt, teilte GfK Entertainment in Baden-Baden mit. Außerdem sei die Musik von Taylor Swift am vergangenen Freitag insgesamt 14,4 Millionen mal abgerufen worden, was auch noch kein Künstler geschafft habe.
Kinderpornos von Tochter und Sohn verschickt: Vater zu Haftstrafe verurteilt
Dieser Eintrag ist aus der Kategorie "Kaum vorstellbar, aber wahr": Ein Mann aus Marl im Kreis Recklinghausen hat im Internet kinderpornografische Fotos und Videos seiner eigenen Kinder verbreitet. Dafür wurde der 35-Jährige jetzt vom Essener Landgericht zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte die Bilder seines dreijährigen Sohnes und seiner sechsjährigen Tochter an andere Männer verschickt. Im Gegenzug erhielt er laut Urteil massenhaft kinderpornografische Dateien, die zum Teil schwerste Missbrauchstaten zeigen. Im Prozess am Essener Landgericht hatte der deutsche Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. US-Ermittler hatten die Bilder des Angeklagten im Internet entdeckt und die deutschen Behörden eingeschaltet. "Er hat das Urvertrauen seiner Kinder ausgenutzt", sagte Richter Lukas Hempel zum Urteil. Das werde nicht spurlos an ihnen vorübergehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Hersteller ruft bei Aldi verkaufte Bio-Sonnenblumenkerne zurück
Gibt es heute Salat mit Sonnenblumenkernen oder ein selbstgebackenes Brot, in dem sich auch welche der Kerne befinden? Dann vielleicht nochmal auf die Verpackung schauen: Wegen Salmonellengefahr werden die bei Aldi verkauften "Gut Bio Sonnenblumenkerne" in der 650-Gramm-Packung zurückgerufen. Im Rahmen von Eigenuntersuchungen seien im Produkt Salmonellen positiv nachgewiesen worden, teilte der Hersteller Estyria Naturprodukte über das Portal lebensmittelwarnung.de mit. Der Rückruf beziehe sich ausschließlich auf Produkte mit der Chargennummer 23007616/1 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum März 2025. Diese seien bei Aldi Nord in den Gesellschaften Rinteln, Lingen, Hann. Münden und Großbeeren sowie bei Aldi Süd in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen verkauft worden.
Ernte in Gefahr: So macht der April-Frost den Landwirten zu schaffen
Das Aprilwetter macht Obstbauern ordentlich zu schaffen. Erst setzt die Blütephase durch die Sommertemperaturen früher ein, dann drohen durch den plötzlichen Wintereinbruch ganze Ernten zu erfrieren. Um ihre Ernten zu schützen, greifen Landwirte nun auf drastische Maßnahmen zurück.
Ungewöhnliches "Toilettenverhalten"? Nilpferd-Männchen entpuppt sich nach zwölf Jahren als Weibchen
Wussten Sie, dass Nilpferd-Männchen ihren Kot mit einer propellerartigen Bewegung ihres Schwanzes durch die Gegend spritzen, um ihr Revier zu markieren? Ich bis vor wenigen Minuten auch nicht, aber die Mitarbeiter eines Zoos im japanischen Osaka wussten das und es brachte sie auf die Spur einer Verwechslung unter ihren Schützlingen. Nilpferd "Gen-chan" ist gar kein Männchen! Nach Jahren hat der Zoo nun Gewissheit, von einem Tierpark in Mexiko im Jahr 2017 keinen Nilpferd-Mann, sondern eine -Frau übernommen zu haben. Das berichtet eine Zoo-Sprecherin. Anders als bei Babykätzchen ist der "Blick unter den Rock" bei Nilpferden eine sehr gefährliche Angelegenheit und fiel als Testmethode daher aus. Da das vermeintliche Männchen auch nicht um die anderen Weibchen lautstark warb, veranlasste der Zoo in Osaka schließlich einen DNA-Test und der machte der Ungewissheit um das "merkwürdige Männchen" mit den ungewöhnlichen "Toilettenangewohnheiten" ein Ende.
Spektakuläre Rettung: Zehnjähriger wird mit Kran aus brennendem Haus geangelt
Im dritten Stock eines Wohngebäudes in China bricht ein Feuer aus. Anwohner bemerken einen zehnjährigen Jungen, der in einer der Wohnungen gefangen ist. Ein Baukran, der zufällig vorbeifährt, eilt zur Rettung per Luftraum und holt das Kind sicher zurück auf den Boden.
Eurojackpot: Knackt heute jemand den 120-Millionen-Gewinn?
Ich will hier wahrlich nicht fürs Glücksspiel Werbung machen, aber die Summe, die heute den Besitzer wechseln könnte, ist schon ziemlich der Wahnsinn: 120 Millionen Euro. Was man mit so viel Geld alles machen könnte? Ich würde auf jeden Fall versuchen, nicht abzuheben oder durchzudrehen - weiter habe ich mir um Millionengewinne noch keine Gedanken gemacht. Irgendwie ist das doch zu frustrierend und sollte es wirklich mal der Fall sein, fallen mir bestimmt ein paar Dinge dazu ein. Ich wäre ehrlich gesagt auch mit einem Tausendstel dieser Summe, also 120.000 Euro ziemlich glücklich. Allein diese kleine Rechnung führt mir persönlich deutlich vor Augen, was das für ein gigantischer Haufen Geld ist.
Zurück zu der Ziehung des Lotto Eurojackpots heute: Jeden Dienstag und Freitag wird gezogen. Annahmeschluss ist um 18.35 Uhr, falls Sie noch einen Tipp abgeben wollen. Das geht übrigens hier. Doch mein Gewissen lässt mich auch das hier in die Tastatur tippen: Glücksspiel kann süchtig machen, also mahne ich auch etwas zur Vorsicht, auch wenn die Summe mehr als verlockend ist ...
Mehrere Beben in Taiwan versetzen Häuser in gefährliche Schieflage
Bereits Anfang des Monats kommt es in der taiwanischen Region Hualien zu schweren Erdbeben, mindestens 17 Menschen verlieren ihr Leben. Seither erschüttern zahlreiche Nachbeben die Insel, viele Gebäude stürzen oder kippen schräg zur Seite weg.
Gegen die Wegwerf-Mentalität: EU-Parlament stimmt für das "Recht auf Reparatur"
Die Waschmaschine will nicht mehr, der Kühlschrank hat das Kühlen aufgegeben oder der Staubsauger geht plötzlich nicht mehr an - E-Geräte haben schnell mal einen Defekt, und was passiert dann häufig? Obwohl das Problem durchaus leicht zu beheben sein könnte, landen die kaputten Geräte auf dem Schrott. Die Reparatur ist meistens zu teuer im Vergleich zu einer Neuanschaffung oder es gibt niemanden, der oder die das macht. Dies sorgt für unnötig viel Müll, und dem will die EU einen Riegel vorschieben. Eine große Mehrheit der Europaabgeordneten hat gerade in Straßburg für das sogenannte Recht auf Reparatur gestimmt. Die Liste an Produkten, die vom "Recht auf Reparatur" erfasst sind, kann von der EU-Kommission erweitert werden. Künftig sollen sich Verbraucherinnen und Verbraucher für die Beseitigung von Mängeln direkt an die Hersteller wenden können. Auch nach Ablauf der gesetzlichen Garantie haben Verbraucherinnen und Verbraucher den Regeln zufolge das Recht, gängige Haushaltsprodukte reparieren zu lassen, solange sie nach EU-Recht als technisch reparierbar gelten.
Und nun lasse ich den Staubsauger reparieren und dann ist er gleich wieder kaputt? Auch da hat sich die EU etwas einfallen lassen: Nach einer Reparatur müssen die Hersteller eine neue Gewährleistung von einem Jahr auf das Produkt geben. Die EU will zudem unabhängige Werkstätten stärken: Die Hoffnung ist, dass diese bessere Angebote für die Reparatur machen können, sobald sie mehr Informationen zu den Produkten und sinnvolle Preise für Ersatzteile erhalten. Nun müssen die EU-Staaten noch zustimmen, aber das soll Berichten zufolge eher eine Formsache sein.
Schichtwechsel
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser!
Meine liebe Kollegin Friederike Zörner hat mir den Staffelstab in "Der Tag" übergeben. Ich begleite Sie weiter durch den Tag mit Aktuellem, Wissenswertem und auch etwas Unterhaltung durch diesen Dienstag. Für Hinweise, Fragen und Kritik gibt es meine Mailadresse: johanna.ohlau@ntv.de
Los geht's!
Höcke: "Ich bin tatsächlich völlig unschuldig"
Er selbst sieht sich als "rechtstreuen Bürger": AfD-Politiker Björn Höcke hat im Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Halle seine Unschuld beteuert. "Ich bin tatsächlich völlig unschuldig", sagte Thüringens AfD-Chef während des zweiten Hauptverhandlungstages. Die Staatsanwaltschaft wirft Höcke vor, in einer Rede wissentlich eine verbotene Parole der Sturmabteilung (SA) der NSDAP verwendet zu haben. Der Prozess gegen den 52-Jährigen war am vergangenen Donnerstag eröffnet worden.
Der 52-Jährige hat in der Vergangenheit auch als Geschichtslehrer gearbeitet. In den Gerichtssaal hatte er heute Bücher mitgebracht, mit denen er eigenen Angaben zufolge unterrichtet wurde und unterrichtet hat. Dass er Geschichte studiert habe, bedeute nicht, dass er von dem verbotenen SA-Slogan gewusst haben muss, so seine Auffassung.
Triebwerk fällt aus - Pilot meistert Landung auf Straße
In São Paulo ist der Pilot eines Kleinflugzeugs gezwungen, eine Notlandung im Straßenverkehr hinzulegen. Eine Dashcam filmt den brenzligen Moment, als der Flieger auf der zweispurigen Straße aufsetzt und lediglich ein Straßenschild streift.
Geständnis im Prozess um getöteten sechsjährigen Joel
Im Prozess um den getöteten sechsjährigen Joel aus Pragsdorf bei Neubrandenburg hat der 15 Jahre alte Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Angeklagte sagte heute - anders als bisher erklärt - aus, dabei alleine gehandelt zu haben. Der Angeklagte soll im vergangenen September Joel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geschlagen und erstochen haben.
Der gewaltsame Tod des sechsjährigen Kindes hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft wirft dem zum Tatzeitpunkt 14-Jährigen vor, Joel mehrfach ins Gesicht geschlagen und mit einem Messer mit einer Klingenlänge von circa 15 Zentimetern siebenmal auf ihn eingestochen zu haben. Der Junge starb, was der Angeklagte zumindest billigend in Kauf genommen habe, so die Staatsanwaltschaft. Der Teenager hatte sich früheren Angaben zufolge in Widersprüche verstrickt, zudem wurde demnach seine DNA-Spur am Tatmesser gefunden. An einem früheren Verhandlungstag hatte der Angeklagte bei einem Teilgeständnis eine weitere Person beschuldigt. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Ermittler nehmen Whatsapp-Betrügerbande hoch
Haben Sie schon einmal eine Whatsapp-Nachricht bekommen, in der ihr vermeintliches Kind oder ein anderer Angehöriger um Geld bittet? Oftmals stecken dahinter dreiste Betrugsmaschen. Einer entsprechenden Bande legten die Behörden inzwischen das Handwerk. Die Nürnberger Kriminalpolizei teilte mit, dass sie zahlreiche Taten einer bundesweit agierenden Betrügerbande aufklären konnte, die ihre Opfer um mehr als 370.000 Euro gebracht haben soll. Der Kopf der Bande, ein 21-jähriger Nürnberger, sitze in Untersuchungshaft, teilten die Ermittler mit. Die Ermittlungen gegen weitere Mitglieder der mindestens sechsköpfigen Bande liefen weiter. Demnach nutzten die Täter zwei Betrugsmaschen, um an Geld zu kommen.
Sie kontaktierten die Geschädigten per Whatsapp oder SMS und gaben sich als deren Kind aus. Im Laufe des Chats baten sie dann darum, Rechnungen per Überweisung zu begleichen. Dafür unterhielt die Bande laut Polizei ein Netzwerk von mindestens 50 Finanzagenten, die ihre Bankkonten gegen eine Bezahlung dafür zur Verfügung stellten.
Bei der zweiten Betrugsmasche gaben sich die Täter am Telefon als Bankmitarbeitende aus. Zu diesem Zeitpunkt sollen diese bereits Zugriff auf das Online-Banking der Geschädigten gehabt haben. Im Gespräch überredeten die Täter ihre Opfer, Zahlungen im TAN-Verfahren freizugeben.
Europarat geht mit Großbritannien hart ins Gericht
Der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O'Flaherty, hat den vom britischen Parlament gebilligten Plan zur Abschiebung von Migranten nach Ruanda scharf kritisiert. Das Gesetz werfe "wichtige Fragen zu den Menschenrechten von Asylbewerbern und der Rechtsstaatlichkeit im Allgemeinen auf", erklärte O'Flaherty. Er sei besorgt, dass das Gesetz die Umsetzung einer Politik der Abschiebung von Menschen nach Ruanda ermögliche, "ohne dass die Behörden in den meisten Fällen ihre Asylanträge vorher geprüft" hätten. Die Regierung in London solle daher "davon absehen, Menschen im Rahmen der Ruanda-Politik abzuschieben", forderte O'Flaherty. Sie solle zudem die "Verletzung der richterlichen Unabhängigkeit durch das Gesetz rückgängig machen".
Großbritannien ist eines von 46 Mitgliedern des Europarats und Unterzeichner der Europäischen Menschenrechtskonvention. Als solches ist das Land an die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) gebunden, der Teil des Europarats und an die Konvention gebunden ist.
Mücken-Hasser müssen jetzt ganz stark sein
Wenn Sie so wie ich ab und an versuchen, in negativen Umständen auch etwas Positives zu sehen, dann haben Sie sich zuletzt vielleicht auch gedacht: Die momentan sehr niedrigen Temperaturen in Deutschland und der teilweise Bodenfrost vernichten bestimmt die ganzen lästigen Mückenlarven. Pustekuchen. Der Wintereinbruch der vergangenen Tage hat keine größeren Auswirkungen auf die Stechmückenpopulation. "Die Stechmücken verkriechen sich, wenn es kalt wird, und kommen wieder raus, wenn es wärmer wird", sagte Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg. "Das gilt für alle Insekten."
Die Stechmückensaison war in diesem Jahr besonders früh losgegangen. Der Beginn ist witterungsbedingt oft Anfang Mai. In diesem Jahr legten Hausmücken jedoch schon Anfang April ihre Eier ab, und Wald- und Wiesenmücken schlüpften schon zu diesem Zeitpunkt, wie Werner vor rund zwei Wochen gesagt hatte. Die Kälteschelle kommt also leider zu spät.
Forscher registrieren Stimmungstief und Rechtsruck bei jungen Deutschen
Wenn die junge Generation aus Unzufriedenheit und Zukunftsangst Zuflucht bei einfachen, rechten Erklärmustern sucht, läuft etwas schief in der Gesellschaft. So viel von meinem Senf vorab. Jetzt zu der eigentlichen Meldung: Jugendliche und junge Erwachsene sind einer Studie zufolge immer unzufriedener und wenden sich stärker der AfD zu. 22 Prozent der 14- bis 29-Jährigen würden demnach AfD wählen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren, wie aus einer repräsentativen Befragung für die Studie "Jugend in Deutschland 2024" hervorgeht. 2022 hatten sich noch 9 Prozent für die AfD ausgesprochen, im vergangenen Jahr waren es 12 Prozent.
Für die Studie der Jugendforscher Simon Schnetzer, Klaus Hurrelmann sowie des Politikwissenschaftlers Kilian Hampel wurden im Januar und Februar gut 2000 junge Leute von 14 bis 29 Jahren repräsentativ befragt: nach ihrer Parteipräferenz, ihren größten Sorgen, der Zufriedenheit mit ihrer persönlichen Lage (Finanzen, Gesundheit, berufliche Chancen) und der gesellschaftlichen Lage (Wirtschaft, Zusammenhalt, politische Verhältnisse, Lebensqualität in Deutschland). Das Ergebnis: Die junge Generation wird im Vergleich zu den Befragungen der Vorjahre immer unzufriedener, besonders mit der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Lage.
Anne Hathaway musste beim Casting zehn Männer küssen
Der gesellschaftliche Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte ist unbestritten. Auch in der Filmbranche hat sich spätestens seit der #metoo-Debatte einiges getan. Was dagegen noch in den 2000ern los war, berichtet Anne Hathaway in einem aktuellen Interview. So musste die Schauspielerin bei einem Casting für ein Projekt gleich mehrere Männer küssen. So sollte getestet werden, mit welchem Darsteller die Chemie am besten passt. "Mir wurde gesagt: 'Heute kommen zehn Männer und du bist dabei. Bist du nicht aufgeregt, mit allen von ihnen rumzumachen?' Und ich dachte: 'Stimmt etwas nicht mit mir?', weil ich nicht aufgeregt war", berichtete die Oscarpreisträgerin dem Modemagazin "V Magazine".
"Ich fand, es klang eklig", führte die 41-Jährige aus. Um jedoch nicht negativ auf sich aufmerksam zu machen, habe sie die Aufgabe angenommen. "Ich war so jung und mir war sehr bewusst, wie leicht man alles verlieren kann, wenn man als 'schwierig' abgestempelt wird, also tat ich einfach so, als wäre ich aufgeregt und machte weiter", erklärte sie. Für welches Filmprojekt das Vorsprechen war, verriet der "Interstellar"-Star nicht.
Hunderte Einsatzkräfte suchen in Niedersachsen nach vermisstem Jungen
"Die ganze Geschichte ist dramatisch": Mehr als dreihundert Einsatzkräfte suchen seit Montagabend nach einem vermissten sechs Jahre alten Kind im niedersächsischen Bremervörde. Wie die Polizei mitteilte, ist der Junge Autist und reagiert nicht auf Ansprache. Bei Temperaturen teils unter 0 Grad Celsius in der Nacht ist Eile geboten. Der Junge sei am Montagabend aus seinem Zuhause verschwunden - auf Socken und eher leicht bekleidet.
"Der Junge hat erst vor kurzem gelernt, wie man verschlossene Türen öffnet", berichtete der Polizeisprecher. "Das mag der Hintergrund sein." Der Vater habe den Ernst der Lage sofort erkannt und die Polizei informiert. Diese leitete direkt Suchmaßnahmen ein. Dem Sprecher zufolge war allein die Feuerwehr in der Nacht mit mehr als 300 Einsatzkräften unterwegs, zudem suchten das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei.
Weitere Informationen zu dem vermissten Kind (mit Foto) und Kontaktmöglichkeiten zur Polizei finden Sie hier.
Nordkorea probt "schnellen nuklearen Gegenangriff"
Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Neuestes Kapitel: Nordkoreas Militär unternahm nach Angaben von Staatsmedien am Montag unter Anleitung von Machthaber Kim Jong Un eine taktische Übung mit Mehrfach-Raketenwerfern (wir berichteten), um einen "schnellen nuklearen Gegenangriff" zu simulieren. Die Übung sollte demnach ein "klares Warnsignal" an die Feinde - in den Augen Pjöngjangs also Südkorea und die USA - sein.
Kim habe sich mit dem Test zufrieden geäußert, hieß es. Die abgeschossenen Raketen hätten ihr Ziel im Meer innerhalb eines Radius von 352 Kilometern getroffen. "Durch die gemeinsame taktische Übung hat sich die Macht und Wirkung unserer Nuklearstreitmacht, die selbst supergroße Mehrfachraketen einschließt, bedeutsam erhöht", wurde Kim zitiert.
Haus in Delhi kippt vor Fertigstellung einfach um
Ein Krach, gefolgt von einer großen Staubwolke: Aufnahmen aus Delhi halten fest, wie ein noch im Bau befindliches Haus einfach kerzengerade auf die darunterliegende Straße kippt. Durch vorherige Anzeichen auf Instabilität konnten Betroffene rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Hofreiter fordert Machtwort des Kanzlers
Mit einer Art Machtwort soll Bundeskanzler Scholz den Streit über das Zwölf-Punkte-Programm der FDP zur Wirtschaftswende mit Abstrichen in der Sozialpolitik verhindern und die Ampelregierung zusammenhalten. Das forderte der Grünen-Politiker Anton Hofreiter in der ntv Sendung #beisenherz. Er sagte: "Am Ende bin ich der Meinung, dass es in vielen Punkten viel stärker auf den Kanzler ankommt, dass der Kanzler ein vertrauensvolles Wort mit Herrn Lindner spricht und sagt: 'Schau' mal, so funktioniert das halt nicht'."
Hofreiter bewertet den Vorstoß der FDP als Versuch der Liberalen, aus dem Umfragetief herauszukommen: "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass wenn man bei den Umfragen bei vier Prozent oder knapp fünf Prozent steht, dass Leute dann auch mal stärker um sich schlagen, weil sie Sorge um den Bestand ihrer Partei haben. Ob das sinnvoll ist und ob ihnen das hilft, müssen sie selber wissen. Politische Beobachter geben ihnen den Ratschlag, dass das eher nicht hilft."
Polizeibeamte finden fünf Leichen in Haus in Oklahoma
In einem Haus im US-Bundesstaat Oklahoma haben Beamte fünf Leichen entdeckt. Unter den Toten seien ein Mann, eine Frau und mindestens zwei Kinder, sagte Gary Knight von der Polizei der Hauptstadt Oklahoma City. Alle fünf Opfer wiesen demnach Verletzungen auf, die auf ein Verbrechen hindeuten. "Es handelte sich nicht um eine Kohlenmonoxid-Situation oder etwas Ähnliches", so Knight. "Dies sind fünf Menschen, die getötet wurden." Weitere Angaben machte die Polizei bislang nicht. Die Ermittlungen dauern an.
Zwei Militärhubschrauber kollidieren - zehn Tote in Malaysia
In Malaysia sind zwei Militärhubschrauber bei Trainingsflügen für eine Militärparade über einem Stadion zusammengeprallt und abgestürzt. Zehn Crew-Mitglieder seien dabei ums Leben gekommen, berichtete die malaysische Zeitung "The Star" unter Berufung auf die Royal Malaysian Navy (RMN). Die Kollision ereignete sich über einem Stadion der Marine in der Stadt Lumut an der Westküste.
Nach Angaben der Marine stürzte einer der Hubschrauber auf eine Treppe in dem Stadion, der andere in ein Schwimmbad in einem angrenzenden Sportzentrum. Auf Fotos waren die völlig zerstörten Überreste der Helikopter zu sehen. Die Unglücksursache ist bislang unklar. Eine Untersuchungskommission soll zur Klärung beitragen. Die Flüge waren laut dem Sender "Channel News Asia" (CNA) Teil der Proben für die Parade zum 90. Navy Day des südostasiatischen Landes, die in wenigen Tagen stattfinden soll. Bei den Hubschraubern handelte es sich um einen Eurocopter Fennec und um eine Agusta-Westland AW139.
Mitarbeiter von AfD-Politiker Krah wegen Spionage für China festgenommen
Die Meldungen zu mutmaßlichen Agenten, sei es im Dienste Chinas oder Russlands, nehmen kein Ende. Jetzt soll die Polizei einem Medienbericht zufolge einen Mann in Dresden wegen Spionageverdachts für China festgenommen haben. Es handele sich um einen Mitarbeiter des umstrittenen AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, berichteten das ARD-Hauptstadtstudio und die Sender RBB und SWR. Er soll demnach die chinesische Oppositionsbewegung ausspioniert und außerdem Informationen aus dem Europaparlament an China weitergegeben haben.
Einigung erzielt: Trump hinterlegt astronomisch hohe Kaution
Bekanntlich hat der frühere US-Präsident Donald Trump nicht nur in einem Fall juristischen Ärger. Im Zusammenhang mit dem anstehenden Berufungsverfahren wegen jahrzehntelanger Bücherfälschung einigten sich seine Anwälte am Montag (Ortszeit) mit der Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaats New York. Die Einigung betraf die Hinterlegung einer geforderten Kaution in Höhe von 175 Millionen Dollar. Die Versicherungsgesellschaft Knight Specialty Insurance Company, die die Kaution für Trump übernommen hat, wird den Betrag demnach auf einem Barkonto hinterlegen, das zwar Zinsen abwirft, aber kein Verlustrisiko birgt.
In dem Betrugsfall waren Trump und seine Söhne Donald Junior und Eric für schuldig befunden worden, über Jahre hinweg die Vermögenswerte ihres Immobilienimperiums künstlich aufgebläht zu haben, um so von Banken und Versicherungen günstige Konditionen zu bekommen. Trump hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Zug fängt Feuer und rollt brennend durch die Stadt
Im kanadischen London bietet sich Passanten am Abend ein kurioses Bild: Ein Zug, aus dessen Waggons Flammen schlagen, bahnt sich seinen Weg durch die Stadt. Mehrere Menschen halten die Szenerie auf Videos fest - verletzt wurde niemand.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
hat der frühere Geschichtslehrer Björn Höcke gewusst, dass es sich bei der Formulierung "Alles für Deutschland" um eine verbotene Parole der Sturmabteilung (SA) der NSDAP handelt, und sie trotzdem in einer Rede verwendet?
Das ist die Schlüsselfrage im Prozess gegen Thüringens AfD-Chef. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Höcke wusste, was er tut. Nun soll er im Laufe des Tages die Möglichkeit bekommen, sich vorm Landgericht in Halle zu den Vorwürfen gegen ihn zu äußern. Sein Mandant werde sich äußern und auch Fragen der Staatsanwaltschaft beantworten, hatte einer von Höckes Verteidigern am ersten Hauptverhandlungstag am vergangenen Donnerstag angekündigt.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt ab 10 Uhr - und morgen - über mehrere Klagen gegen die Wahlrechtsreform.
Das Europaparlament stimmt ab 12 Uhr über neue Regeln für Haushaltsdefizite und Staatsschulden in der EU ab.
Mit einem Besuch im Gebiet des verheerenden Erdbebens vom Februar vergangenen Jahres setzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute seinen Besuch in der Türkei fort.
Das EU-Parlament stimmt in Straßburg ab 12 Uhr über "Recht auf Reparatur" ab. Mit der Regelung soll gewährleistet werden, dass Produkte länger genutzt werden und weniger Müll produziert wird.
Tesla legt ab 22 Uhr (MESZ) Geschäftszahlen für das vergangene Quartal vor. Bereits bekannt ist, dass die Auslieferungen der Elektroautos um mehr als acht Prozent zurückgingen.
Vor dem Landgericht München II beginnt um 10 Uhr der Prozess gegen einen Mann, der sich als Hellseher ausgegeben und eine Frau so um eine Millionensumme geprellt haben soll.
Um 21 Uhr steht die Ziehung der Zahlen im mit 120 Millionen Euro gefüllten Eurojackpot an.
Kommen Sie gut in den Dienstag. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum Nachmittag durch die Nachrichtenwelt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Touristin posiert für Foto und stürzt in aktiven Vulkan
Eine 31-jährige Chinesin, die mit ihrem Mann auf Indonesien im Urlaub war, ist auf tragische Art und Weise ums Leben gekommen. Wie internationale Medien übereinstimmend berichten, posierte sie am Wochenende für ein Foto während des Sonnenaufgangs am Kraterrand des aktiven Vulkans Ijen. Dabei soll sie sich mit ihrem Rock verheddert und ins Stolpern geraten sein. Ihr Mann und ihr Tourguide mussten mit ansehen, wie sie daraufhin rund 70 Meter in die Tiefe fiel, berichtet unter anderem die "Daily Mail". Sie konnte später nur noch tot geborgen werden.
So kann man einen Alligator-Angriff überleben
Zugegeben, es gehört einiges Glück und vermutlich auch viel Kraft dazu. Aber die Art und Weise, wie sich Will Georgitis bei einem Alligator-Angriff das Leben rettete, lässt aufhorchen. Der Reihe nach. Der Taucher schilderte US-Medien seinen dramatischen Überlebenskampf ("Ich wusste, dass ich sterben würde") im US-Bundesstaat South Carolina. Georgitis war attackiert worden, als er im Cooper River nach fossilen Haifischzähnen suchte. Plötzlich habe sich ein Alligator in seinem Arm verbissen. Er habe dann mit einem Schraubenzieher, mit dessen Hilfe er die versteinerten Zähne aus dem Flussbett kratzen wollte, auf das Raubtier eingestochen, sagte Georgitis der Zeitung "The Post and Courier" aus Charleston. Doch statt von ihm abzulassen, habe der Alligator sich geschüttelt und ihn 15 Meter in die Tiefe gezogen.
Als er von dem Reptil auf den Grund gedrückt wurde und ihm die Luft ausging, habe er schließlich realisiert, dass er nur eine Chance haben würde, sein Leben zu retten - indem er seinen im Maul des Alligators feststeckenden Arm riskierte. "Ich stemmte mich mit den Füßen gegen ihn und drückte mich so fest ich konnte weg", berichtete der Taucher in der ABC-Sendung "Good Morning America". "Irgendwie riss ich den Arm heraus und nicht ab." Georgitis gelangte an die Wasseroberfläche und schwamm verzweifelt zum Boot eines wartenden Freundes. Der brachte ihn an Land und danach ins Krankenhaus. Georgitis' Arm war gebrochen, es brauchte "eine Menge" Klammern, um die von den Reißzähnen verursachten Wunden zu schließen. Aber kam mit dem Leben davon.
Céline Dion erzählt, wie es um ihre Gesundheit steht
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie eines Tages wieder auf die Bühne zurückkehrt: Die Sängerin Céline Dion, die an dem sogenannten Stiff-Person-Syndrom leidet, hat sich für das Mai-Cover der französischen "Vogue" ablichten lassen. In einem Interview mit der Zeitschrift spricht sie über ihr Leben mit der seltenen Autoimmunerkrankung. Es sei "eine Menge Arbeit", dagegen anzukämpfen, aber sie nehme jeden Tag, wie er komme. Sie habe die Krankheit nicht besiegt, führte die 56-Jährige weiter aus. "Ich hoffe, dass wir ein Wundermittel finden, einen Weg, mit wissenschaftlicher Forschung zu heilen, aber vorerst muss ich lernen, damit zu leben."
Fünf Tage pro Woche würde sie Physiotherapie und Gesangstraining machen. Statt aufzugeben, habe sie beschlossen, mit ihrem gesamten Körper und Geist - "von Kopf bis Fuß" - mit einem medizinischen Team zu arbeiten. Nichts würde sie aufhalten, versicherte die dreifache Mutter. Die Liebe und Unterstützung ihrer Familie, ihrer Fans und ihres Teams würden ihr dabei helfen.
Einbruch ins Haus der Bürgermeisterin von Los Angeles
Die Polizei in Los Angeles hat einen Mann festgenommen, der ins Haus der Bürgermeisterin der US-Westküstenmetropole eingebrochen sein soll. Dem LAPD zufolge handelt es sich um einen 29-jährigen Einwohner der Stadt. Der Mann war im Jahr 2015 im Bundesstaat Massachusetts wegen Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe verurteilt worden und saß deswegen sieben Jahre im Gefängnis. Er habe am frühen Sonntag ein Fenster des Getty House, der offiziellen Residenz des Stadtoberhaupts am Irving Boulevard westlich von Downtown, eingeschlagen und versucht, hineinzugelangen. Es seien zu dem Zeitpunkt Menschen im Haus gewesen. Bürgermeisterin Karen Bass sagte am Montag (Ortszeit) zu Reportern: "Mir geht es gut. Meiner Familie geht es gut." Ihr Büro teilte mit, sie und ihre Angehörigen "wurden nicht verletzt und sind in Sicherheit".