Freitag, 10. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 10. Januar 2020

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Ein Hoch aus Saarland!

(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist ein besonderer Tag: Denn vor genau 100 Jahren wurde das Saarland "geboren"! An diesem Tag wurde der Versailler Vertrag unterschreiben, der die Grenzen des Saargebiets als eigenständiges Territorium festlegte. Ohne Saarland hätte es Maggi, Lyoner und Annegret Kramp-Karrenbauer nie gegeben. Es gibt also einen Grund zum Feiern!

Was war heute außerhalb von Saarland wichtig:

Ach, und last but not least: Es geht wieder los da rein!

So, jetzt verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

21:54 Uhr

Kleinlaster prallt in Reisebus - Tote und Verletzte

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Für beide Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Frontalzusammenstoß eines Kleinlasters mit einem Reisebus auf der Bundesstraße 19 bei Heidenheim sind beide Fahrer tödlich verunglückt.

  • Im Bus wurden zwei weitere Menschen schwer verletzt. Sie gehörten zu einer Gruppe 30 Erwachsener, die eine Tagestour innerhalb von Baden-Württemberg unternommen hatten.
  • Bei dem Kleinlaster handelte es sich um ein Firmenfahrzeug aus Nordrhein-Westfalen.
  • Ersten Erkenntnissen zufolge sei der 60 Jahre alte Fahrer des Kleinlasters nach links geraten und in den ihm entgegenkommenden Reisebus geprallt. Der Unfallverursacher und der 56 Jahre alte Fahrer des Reisebusses starben noch an der Unfallstelle.
  • 25 Bus-Reisende wurden mit leichten Verletzungen an der Unfallstelle versorgt. Notfallseelsorger betreuten sie.
21:14 Uhr

Fernseher für 31 Euro sorgen für Ansturm auf Supermarkt

Vermeintliche Schnäppchenfreude in Frankreich: In einer Filiale der Supermarktkette Casino im südfranzösischen Montpellier haben Fernseher statt 439,99 Euro plötzlich nur noch 30,99 Euro gekostet. Doch leider war das nur ein Fehler.

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  • Die vermeintliche drastische Reduzierung hatte sich schnell in sozialen Netzwerken herumgesprochen. Auf Fotos, die der lokale Fernsehsender Occitanie TV bei Twitter zeigte, sind Kunden mit Einkaufswagen zu sehen, in denen sich verpackte Fernseher stapelten.
  • Die Mitarbeiter des Supermarktes weigerten sich jedoch, die Geräte zu dem verbilligten Preis abzukassieren. Da rund 60 Kunden darauf bestanden, musste die Polizei schlichten. Keiner der Kunden konnte von dem vermeintlichen Schnäppchenpreis profitieren.
  • Ursprung des Preis-Missverständnisses war ein menschlicher Fehler - bei der Bearbeitung des Angebots war das Komma der Dezimalstelle verrutscht - die 30,99 Euro hätten korrekt 309,90 Euro sein sollen.
20:43 Uhr

Iran will morgen Absturzursache bekanntgeben

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Der Iran will morgen die Absturzursache des ukrainischen Boeing bekanntgeben, berichtet Sky News unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars.

Kanada, Großbritannien und USA gehen von einem versehentlichen Abschuss durch eine iranische Boden-Luft-Rakete aus. Teheran weist die Darstellung zurück.

Die Ermittlung der Ursache des Absturzes hat erst heute begonnen. Iranische und ukrainische Experten hätten ihre Arbeit in einem Labor am Flughafen Mehrabad in Teheran aufgenommen, gab der Leiter der iranischen Luftfahrtbehörde, Ali Abedsadeh, zuvor bekannt.

20:27 Uhr

Boeing nicht mehr größter Flugzeugbauer

Der europäische Airbus-Konzern hat seinem US-Rivalen Boeing 2019 wie erwartet den Titel als weltgrößter Flugzeugbauer abgejagt.

Airbus
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  • Insgesamt lieferte Airbus 863 Verkehrsflugzeuge aus und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Unternehmen in Toulouse mit.
  • Boeing hat seine Jahreszahlen zwar noch nicht vorgelegt, kam bis Ende November aber lediglich auf 345 ausgelieferte Maschinen. Mehr als 400 bereits fertige Exemplare des Mittelstreckenjets 737 Max kann Boeing bisher nicht an die Kunden übergeben, da für den Typ nach zwei tödlichen Abstürzen ein weltweites Flugverbot gilt.
  • Bei den Neubestellungen dürfte Airbus ebenfalls weit vorn liegen. Der Konzern sammelte im abgelaufenen Jahr nach Abzug von Stornierungen Aufträge über 768 Jets ein, 21 mehr als im Vorjahr. Boeing kam bis Ende November sogar auf mehr Stornierungen als Neuaufträge, das Minus im Auftragsbestand belief sich auf 84 Flugzeuge.  
20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:47 Uhr

Russisches Kriegsschiff gefährlich nah an US-Zerstörer

Wir bleiben auf dem Meer. Russische Schiffe scheinen in diesen Tagen besonders aktiv zu sein. Und sorgen wieder für negative Schlagzeilen.

  • Die USA haben Russland nach einer Beinahe-Kollision zweier Kriegsschiffe im Arabischen Meer ein "aggressives" Vorgehen vorgeworfen. Ein russisches Kriegsschiff habe sich dem US-Zerstörer "USS Farragut" gefährlich genähert, erklärte die US-Marine und veröffentlichte Videoaufnahmen von dem Vorfall.
  • Das russische Kriegsschiff ignorierte demnach Warnsignale der "USS Farragut", näherte sich in voller Fahrt auf einige Dutzend Meter und drehte erst dann ab.
  • Die "aggressive Annäherung" habe zum "Risiko einer Kollision" geführt, kritisierte die US-Marine. "Die US-Navy bleibt wachsam und ist darauf vorbereitet, professionell zu reagieren." Die Marine forderte, alle Schiffe müssten sich an die internationalen Regeln halten.
  • Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Donnerstag im nördlichen Arabischen Meer.
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19:12 Uhr

"Zu linksradikal": Kapitän Reisch verlässt Mission Lifeline

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Reisch will nicht mehr als Kapitän für Mission Lifeline starten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seenotretter Claus-Peter Reisch fährt nicht mehr für Mission Lifeline aufs Meer. Das hat der 58-Jährige in einem "Zeit"-Interview bekannt gegeben.

  • "Es gibt Differenzen zwischen uns", erklärte Reisch, "vor allem gefällt mir deren politische Agitation nicht".
  • Der Kapitän könne sich nicht "mit Aussagen gemeinmachen, wie etwa, der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sei ein Baby-Hitler". Vieles sei ihm "zu linksradikal", so Reisch.
  • Dennoch möchte Reisch wieder eine Seenotrettungsmission fahren, möchte aber zunächst eine Pause machen, um "juristische Baustellen" abzuschließen.

Vor wenigen Tagen wurde Reisch in Malta in einem Berufungsverfahren freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, sein Rettungsboot "Lifeline" sei nicht richtig registriert gewesen. Er wurde in erster Instanz letztes Jahr zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt, dagegen ging er in Berufung.

18:35 Uhr

Tanker kracht mit Fischerboot zusammen - drei Tote

Vor der Küste Istanbuls ist ein türkisches Fischerboot mit einem russischen Tanker kollidiert. Dabei sind Medienberichten zufolge drei Menschen ums Leben gekommen.

  • Das Fischerboot sei daraufhin gesunken, teilte die türkische Küstenwache mit. Drei Menschen konnten gerettet werden, drei weitere wurden zunächst vermisst.
  • Wenig später fanden Taucher die Leichen der drei Vermissten in etwa 80 Meter Tiefe.
  • Der unter russischer Flagge fahrende Tanker "GLARD-2" war laut Küstenwache auf dem Weg von Russland nach Izmir in der Ägäis. Die Unglücksursache war zunächst unklar.
18:01 Uhr

Elfjähriger erschießt Grundschullehrerin in Mexiko

Ein Sechstklässler hat in einer Grundschule in Mexiko das Feuer eröffnet und eine Lehrerin getötet. Auch ein Schüler kam bei den Schüssen in einer Privatschule in der nordmexikanischen Stadt Torreón ums Leben, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Coahuila mitteilte. Es war zunächst unklar, ob es sich bei dem toten Schüler um den Schützen handelte. Es gab den Angaben zufolge außerdem sechs Verletzte - fünf Schüler und eine Lehrerin.

Der Schütze war Medienberichten zufolge elf Jahre alt. Er war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein guter Schüler und lebte bei seiner Großmutter. Seine Beweggründe waren zunächst unbekannt.

17:29 Uhr

Schäuble: Üppige Sozialleistungen machen unglücklich

Zu üppige Sozialleistungen machen Menschen nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unglücklich. "Wir müssen die Balance zwischen Fordern und Fördern richtig einhalten", mahnte der CDU-Politiker beim Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hamburg. "Denn wenn wir überfördern, zerstören wir die Motivation der Menschen (...) und machen sie unglücklicher."

Schäuble sprach sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Müssten die Leute nicht mehr arbeiten, nehme ihnen der Staat den Anreiz, ihre persönliche Lebenserfüllung zu finden.

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17:22 Uhr

Pompeo: USA gehen von Boeing-Abschuss durch Iran aus

Nach Kanada und Großbritannien gehen auch die USA von einem Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine durch den Iran aus. "Wir glauben, dass es wahrscheinlich ist, dass dieses Flugzeug durch eine iranische Rakete abgeschossen wurde", sagte US-Außenminister Mike Pompeo im Weißen Haus. Pompeo betonte aber, man müsse die Untersuchung abwarten.

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17:01 Uhr

Verurteilter Salafist kommt wegen Formfehlers frei

Ein verurteilter Salafist ist in Hessen aus der Untersuchungshaft entlassen worden - wegen eines Formfehlers!

Die Begründung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, das die Entscheidung getroffen hat: Das Landgericht Frankfurt am Main habe das Protokoll der Hauptverhandlung nicht rechtzeitig fertiggestellt und das Verfahren dadurch um mehrere Monate verzögert.

Das Protokoll sei erst fünf Monate nach der Urteilsverkündung fertiggestellt worden.

Der 31-jährige Bilal G. war im Dezember 2018 wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

G. soll 2013 die Ausreise eines 16-Jährigen zur Beteiligung als islamistischer Kämpfer am syrischen Bürgerkrieg organisiert haben. Der Schüler starb wenige Monate später in Syrien.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:55 Uhr
Breaking News

USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran

Nach den iranischen Angriffen auf US-Truppen im Irak verhängen die USA weitere Wirtschaftssanktionen gegen Teheran. Das teilen US-Außenminister Pompeo und Finanzminister Mnuchin in Washington mit.

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16:18 Uhr

Kind stirbt kopfüber im Sandkastenloch

Schreckliches Unglück in Niedersachsen. Ein neun Jahre alter Junge aus Hambergen im Landkreis Osterholz ist in einem selbst gegrabenen Sandkastenloch ums Leben gekommen.

Das Kind spielte alleine im elterlichen Garten. Im Sandkasten buddelte es ein tiefes Loch und beugte sich kopfüber hinein. Der Neunjährige fiel nach unten und konnte sich nicht selbst befreien. Als das Kind entdeckt wurde, war jede Hilfe zu spät. Der Neunjährige starb am Unfallort.

15:42 Uhr

Reality-Star stirbt mit 23 Jahren

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US-Reality-Star Alexis Eddy ist im Alter von nur 23 Jahren gestorben. Wie das Promiportal TMZ unter Berufung auf Behörden berichtet, wurde die MTV-Darstellerin tot in ihrer Wohnung im Bundesstaat West Virginia aufgefunden. Demnach erhielt die Polizei zuvor einen Notruf, in dem es hieß, eine Frau habe einen Herzstillstand erlitten.

  • Die Behörden warten nun auf das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung, um die genaue Todesursache feststellen zu können.
  • Die Polizei geht nicht von einem Verbrechen aus.  
  • Alexis Eddy ist bekannt aus der MTV-Dating-Show "Are you the one?". Sie sprach offen über ihre Drogensucht, schrieb aber Ende September auf Twitter, sie und ihr Vater seien zusammen endlich clean geworden. 
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15:01 Uhr

Busfahrer fährt nach zehn Messerstichen einfach weiter

Als ein Busfahrer im belgischen Kontich bei offener Tür hinter dem Steuer sitzt und eine Zigarettenpause macht, stürmt plötzlich ein Mann herein und greift den 58-Jährigen mit einem Messer an. Der Busfahrer wird zehn Mal getroffen, vor allem im Halsbereich und am Oberkörper.

  • Nachdem der Angreifer geflohen sei, habe der Busfahrer die Türen geschlossen und sei - "wahrscheinlich im Schockzustand" - weitergefahren bis zu der rund 15 Kilometer entfernten Endhaltestelle in Lierre, erklärte die Staatsanwaltschaft.
  • Sich seiner Stichverletzungen bewusst wurde der Mann demnach erst, nachdem er den Bus ins Depot in Willebroek zurückgebracht hatte. Seine Kollegen riefen dann einen Krankenwagen.
  • Medien zufolge verging zwischen der Attacke auf den Busfahrer und seiner Rückkehr ins Busdepot eine Stunde.
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14:32 Uhr

Ziemiak fordert Sanktionen gegen Iran

Aus Sicht des CDU- Generalsekretärs Paul Ziemiak deutet alles darauf hin, dass die ukrainische Boeing bei Teheran abgeschossen wurde. Deswegen fordert der Politiker nun Sanktionen gegen den Iran: "Diejenigen, die verantwortlich sind für eine solche Tat, müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Ziemiak der "Bild"-Zeitung. Sollte sich bewahrheiten, dass der Iran das Flugzeug abgeschossen habe, dann dürfe das Verhalten nicht folgenlos bleiben.

Auch nach dem Abschuss von MH17 in der Ukraine habe man die Sanktionen gegen Russland erhöht, argumentierte Ziemiak.

"Dieses Terror-Regime, das Terror auch unterstützt in der ganzen Region und der Welt, muss die Konsequenzen seines Handelns spüren."

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Schön, das Wochenende ist schon da. Zumindest für meine Kollegin Juliane Kipper. Sie hat sich gerade in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich bin noch bis 23 Uhr für Sie da. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

14:01 Uhr

200 Autobahntunnel in Italien sind mangelhaft

Kaum Licht, Wasser tropft von der Decke, Wände bröckeln: Rund 200 Autobahntunnel in Italien entsprechen laut Medienberichten nicht den Sicherheitsvorschriften. Die Mängel seien häufig so schlimm, dass die Tunnel zur Gefahr für die Autofahrer würden, schreiben Zeitungen. Sie berufen sich auf ein Dokument des Verkehrsministeriums in Rom. Das Papier sei im vergangenen November an Feuerwehren und andere zuständige Stellen verschickt worden. 

Danach besteht in den über 500 Meter langen Tunneln erhöhte Unfallgefahr, die Sicherheitssysteme sowie Fluchtwege seien mangelhaft. Die Bauten entsprächen nicht den Mindestanforderungen der Europäischen Union. Der Alarmbrief kam durch Ermittlungen der Behörden zu einem Zwischenfall bei Genua ans Licht, wie es hieß.

13:39 Uhr

Leonardo DiCaprio spendet drei Millionen Dollar für Australien

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Für den Kampf gegen die Buschbrände in Australien will die Umweltstiftung von Leonardo DiCaprio "Earth Alliance" nach eigenen Angaben drei Millionen Dollar spenden. Das teilte die Organisation des 45-jährigen Hollywood-Stars auf Twitter mit. Das Geld solle zur Unterstützung der Feuerwehrleute und der Kommunen beitragen. Zudem solle es die Tierrettung und langfristige Aufbauhilfe ermöglichen.

"Earth Alliance" hatte DiCaprio Juli 2019 zusammen mit Laurene Powell Jobs, Witwe des Apple-Gründers Steve Jobs, und dem Unternehmer Brian Sheth als Reaktion auf den Klimawandel gegründet. Die Brände im australischen Busch haben sich indes wieder verschlimmert. Mehr als zehn Millionen Hektar Land sollen mittlerweile verbrannt, 27 Menschen ums Leben gekommen und rund eine Milliarde Tiere getötet oder verletzt worden sein.

12:57 Uhr

Überwachungsvideo im Fall Epstein verschwunden

Bei den Ermittlungen im Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein ist nach Behördenangaben ein Beweisstück verschwunden. Ein Überwachungsvideo, das im Juli während eines mutmaßlichen Selbstmordversuchs des damals 66-Jährigen vor seiner Gefängniszelle in New York aufgenommen wurde, sei versehentlich gelöscht worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Die Haftanstalt in Manhattan habe stattdessen ein anderes Video aufbewahrt, heißt es weiter. Auch im Back-up-System seien die Aufnahmen wegen eines technischen Fehlers bereits seit August nicht mehr verfügbar. Der wegen Missbrauchs minderjähriger Mädchen angeklagte Epstein war im Juli 2019 verletzt in seiner Gefängniszelle gefunden worden. Berichten zufolge hatte er bewusstlos mit Spuren an seinem Hals auf dem Boden gelegen. Der Geschäftsmann nahm sich schließlich im August 2019 in seiner Zelle das Leben.

12:30 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

12:11 Uhr

Marine versorgt abgeschottete Australier mit Bier

Aus der Küstenkleinstadt Mallacoota in dem australischen Bundesstaat Victoria sind seit den Bränden mehr als tausend Menschen in Sicherheit gebracht worden. Andere Bewohner sitzen dort seit dem Jahreswechsel fest und werden von der Marine versorgt. Die hat jetzt beschlossen: Ohne Bier in der Höllenhitze ist es irgendwann nicht mehr auszuhalten - und versorgt die Bewohner mit dem Gerstensaft.

Der Gerstensaft wird mit dem 16.000-Tonner "HMAS Choules" vom Marine-Stützpunkt Cerberus in die Stadt gebracht, wie ein Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums erläutert. Dafür seien selbstverständlich "keine wesentlichen Versorgungsgüter" aus der bereits bestehenden Ladung des Marine-Schiffs wieder abgeladen worden, versichert der Sprecher.

Das Brauereiunternehmen Carlton and United Breweries teilt mit, es habe die Bierladung am Marinestützpunkt ausgeliefert, nachdem es von einem Versorgungsengpass im "Mallacoota Hotel" erfahren habe. Die erste Notversorgung besteht aus 20 Fässern und vier Palletten Bier. Selbst in besseren Zeiten sei eine Kneipe ohne Bier schon eine "schlimme Sache", sagte der Chef des Brauereiunternehmens, Peter Filipovic. Nach alledem, was die Bewohner von Mallacoota in den wochenlangen Wald- und Buschbränden durchgemacht hätten, sei es für das Unternehmen das Mindeste sicherzustellen, dass sich die Menschen an einem Bier erfreuen können.

11:38 Uhr

Kolumbien vernichtet Rekordmenge an Koka-Pflanzen

Kolumbien hat sich zum Ziel gesetzt, seine illegalen Koka-Pflanzen bis 2022/2023 zu halbieren. Der Kampf gegen den Drogenhandel zählte vor Duques Wahl zum Präsidenten im August 2018 zu seinen wichtigsten Versprechen an die Bürger.

Im vergangenen Jahr hat das Land eine Rekordmenge von 94.000 Hektar illegal angebauter Koka-Pflanzen per Hand mit Werkzeugen wie Macheten zerstört. Überdies seien vergangenes Jahr 434 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, sagt Staatschef Duque.

Kolumbien ist der größte Kokain-Produzent der Welt, ein Großteil der Droge wird in die USA geschmuggelt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in Kolumbien 2018 auf 169.000 Hektar Land Koka-Pflanzen angebaut. Diese Menge reicht aus, um 1120 Tonnen Kokain zu produzieren.

10:52 Uhr

Vom Wetter überrascht: 17-Jähriger übersteht 30 Stunden im Schnee

Er wollte nur ein bisschen Wandern gehen und wurde im Gebirge vom Wetter überrascht: Ein 17-Jähriger soll im US-Bundesstaat Utah Anfang Januar rund 30 Stunden allein in Schnee und Kälte überlebt haben. Nicolas Stacy-Alcantara sagte dem US-Sender CNN über sein Erlebnis im Mill Creek Canyon nahe Salt Lake City, die Schneeschicht sei im Laufe des Tages immer dicker geworden. Da sei ihm klar geworden, dass er nicht mehr weiterkommen würde und die Nacht im Freien verbringen müsse.

Zum Schutz habe er eine Höhle unter einem Baum gegraben und sich mit einem Handy-Alarm im 30-Minuten-Takt wachgehalten, um nicht im Schlaf zu erfrieren, sagte der Teenager dem Sender. Am Morgen sei er weiter gewandert und schließlich von Skifahrern gefunden worden, die ein Satellitentelefon dabei gehabt hätten. Der 17-Jährige wurde dem Bericht zufolge mit Unterkühlung und Erfrierungen an den Füßen ins Krankenhaus gebracht. Am Donnerstag wurde der Kalifornier entlassen. "Ich bin nur froh, am Leben zu sein", sagte Stacy-Alcantara. Und: seine Zehen habe er noch.

10:07 Uhr

Juwelen-Raub in Dresden: Sicherheitsfirma bekommt Diebesgut angeboten

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Der Bruststern wurde zwischen 1746 und 1749 von Goldschmied Pallard aus Brillanten, Rubine, Gold, Silber geschaffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am frühen Morgen des 25. November dringen zwei Unbekannte in Dresden in das Grüne Gewölbe ein. Sie hatten ein Gitter durchtrennt, das Fenster herausgestemmt, im Juwelenzimmer mit einer Axt Löcher in die Vitrine mit den prächtigsten Stücken gehackt und zugegriffen. Der Coup, der weltweit Schlagzeilen machte, dauerte nur wenige Minuten. Als die Polizei eintraf, waren Diebe und Beute verschwunden.

Eine israelische Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben jetzt von Unbekannten Schmuckstücke aus dem Einbruch angeboten bekommen. Diese verlangten in E-Mails neun Millionen Euro für den Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens und den "Sächsischen Weißen". Dies bestätigte der Geschäftsführer der israelischen Sicherheitsfirma CGI, Zvika Nave.

Die Firma ist nach eigenen Angaben mit der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen im Grünen Gewölbe beauftragt sowie mit der Untersuchung des Einbruchs. Die Zahlung sollte demnach in der Internetwährung Bitcoin erfolgen. "Alle Informationen wurden in Echtzeit an die Dresdner Staatsanwaltschaft übergeben", sagte Nave. Die E-Mail-Absender schrieben, ihre Nachricht sei nicht nachzuverfolgen, sie verwendeten verschiedene Verschlüsselungstechniken.

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09:29 Uhr

Deutsche Extremsportlerin erreicht auf Skiern Südpol

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Von der Küste der Antarktis alleine und ohne fremde Hilfe mit Skiern und einem Schlitten zum Südpol: Die deutsche Extremsportlerin Anja Blacha hat nach 14.000 Kilometern den Südpol erreicht.

"Made it. At the South Pole now (Habe es geschafft. Nun am Südpol)", verkündete die 29-Jährige auf Instagram. Sie war am 12. November auf der Berkner-Insel zu ihrem Roadtrip über Schnee und Eis zum Südpol gestartet.

Im Logbuch des Unterfangens heißt es mit Datum 9. Januar: "Tag 58: Anja erreicht nach einem Endspurt den Südpol. Etwa 20 km vor ihrem Ziel ist zum ersten Mal die Südpolstation am Horizont zu erkennen. Offizielle Ankunftszeit: 19:36 Uhr MEZ bzw. 15:36 Uhr Ortszeit". Über Instagram und in einem Videoblog hatte die Bielefelderin, die in der Schweiz lebt, von ihrem Abenteuer berichtet.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Pitt dankt Cooper für Hilfe in Lebenskrise

Nach der Scheidung von seiner Frau Angelina Jolie ist Brad Pitt in eine tiefe Krise geraten. Der 56-Jährige besuchte eigenen Worten zufolge anderthalb Jahre die Anonymen Alkoholiker. Es sei sehr befreiend gewesen, die eigenen hässlichen Seiten bloßzulegen, sagte er im September letzten Jahres der "New York Times".

Jetzt bedankt sich Pitt auch bei einem seiner Schauspielkollegen für die Hilfe in seiner Lebenskrise. Bradley Cooper habe ihm geholfen, die eigene Alkoholsucht zu überwinden: "Seinetwegen bin ich clean, und seitdem ist jeder Tag glücklicher als der andere. Ich liebe dich und danke nochmal", sagte Pitt auf der "National Board of Review"-Gala, auf der ihm Cooper den Award für seine Rolle im Film "Once Upon A Time in Hollywood" überreichte.

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07:50 Uhr

Spotify will Playlisten löschen, die Adolf Hitler verherrlichen

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Der Streamingdienst-Anbieter Spotify will einem Bericht zufolge Playlists entfernen, die Adolf Hitler verherrlichen, Holocaust-Opfer lächerlich machen und Hass-Symbole wie Hakenkreuze enthalten. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens der Onlineausgabe der "Times of Israel".

"Der fragliche von Nutzern generierte Inhalt verstößt gegen unsere Richtlinien und wird gerade entfernt. Spotify verbietet alle Nutzerinhalte, die beleidigend, schmähend, verleumderisch, pornografisch, bedrohlich oder obszön sind", wurde er von der Zeitung zitiert.

Am Mittwoch hatte die Zeitung von Playlists mit Musiktiteln berichtet, die zur Tötung von Juden aufriefen, das Holocaust-Opfer Anne Frank und das Vernichtungslager Auschwitz verspotteten oder Hitler lobten. Dem Bericht zufolge war ein Großteil dieser Inhalte bis Donnerstagabend entfernt worden. Allerdings seien die mehr als 110 einsehbaren Profile, die unter "Adolf Hitler" registriert seien, noch online. Es sei unklar, ob diese Profile auch gesperrt würden, hieß es in dem Bericht.

07:21 Uhr

Alles für die Likes: In Dubai öffnet Selfie-Museum

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Familie mit Einhorn im Selfie-Museum in Dubai.

(Foto: picture alliance/dpa)

 Ein Paradies für die "Generation Selfie": Im Golfemirat Dubai können sich Hobby-Instagrammer im Museum "Selfie Kingdom" in 15 Räumen vor "lebendigen und einzigartigen Hintergründen" sowie mit Gegenständen und passendem Licht Selfies machen. Die Räume sollen alle paar Monate umgestaltet werden. Für einen Eintrittspreis von umgerechnet etwa 16 Euro können Besucher eine Stunde lang in den Räumen fotografieren.

Wegen der großen Beliebtheit von Instagram setzen Museumsmacher auch auf bunte Räume und ungewöhnliche Installationen, um Besuchern Vorlagen für außergewöhnliche Fotos zu bieten. In den USA öffneten seit 2016 eine Reihe von Häusern, die sich thematisch etwa um Eiscreme, Pizza, Süßigkeiten oder Träume drehen, etwa das "Museum of Ice Cream" in New York. Museen im engeren Sinne sind diese Häuser nicht, stattdessen geht es vor allem um den Spaßfaktor - und gute Selfies.

06:54 Uhr

Algen-Parasiten töten knapp 300 bedrohte Meeresschildkröten

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Die Parasiten lähmten den Angaben zufolge die Schildkröten, so dass diese nicht mehr atmen konnten. Insgesamt verendeten demnach 292 Exemplare der Arten Schwarze Meeresschildkröte und Oliv-Bastardschildkröte.

(Foto: imago/imagebroker)

Durch einen Befall mit in Algen vorkommenden Parasiten sind in Mexiko knapp 300 bedrohte Meeresschildkröten verendet. Das ergaben Obduktionen von Schildkröten, die in den vergangenen Wochen an verschiedenen Stränden des südlichen Bundesstaates Oaxaca tot aufgefunden worden waren. An Weihnachten war es demnach an der dortigen Pazifikküste zu einem erhöhten Vorkommen von Mikroalgen gekommen - einer sogenannten Roten Flut, bei der sich das Wasser rot verfärbt.

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06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

fast geschafft. Die Woche ist so gut wie rum. Doch bevor es ins wohlverdiente Wochenende geht: Hier ein kurzer Blick über Themen, die heute wichtig werden:

  • Die EU-Außenminister kommen heute in Brüssel zu einem Sondertreffen zur Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zusammen. Dabei geht es um die Auswirkungen auf das Nachbarland Irak und Möglichkeiten, zur Entspannung der Lage in der Region beizutragen.
  • Außerdem klärt sich, ob Studenten und andere junge Leute wegen der Kosten für ihre erste Ausbildung künftig mehr Steuern sparen können. Das Bundesverfassungsgericht hat die gesetzliche Regelung geprüft und veröffentlicht in Karlsruhe seine Entscheidung.
  • Die Grünen feiern ihr 40-jähriges Bestehen als Bundespartei. Gastredner bei dem Fest in Berlin ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Außerdem werden viele prägende Politiker der Grünen-Geschichte erwartet. Gefeiert wird auch die Gründung des ostdeutschen Bündnis' 90, mit dem die westdeutschen Grünen sich 1993 vereinigten.
  • Trotz verheerender Buschbrände in Australien startet am Abend erneut eine Staffel des Formats "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!". Die Reality-Show wird bereits zum 14. Mal aus dem australischen Dschungel übertragen.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten. Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: juliane.kipper@nama.de.

06:17 Uhr

Schwere Zeiten für Freunde von Eis und Schnee

Heute überquert uns noch die Kaltfront von Tief "Clara", bevor Hoch "Christian" zum Start ins Wochenende für ruhigeres Wetter mit mehr Sonne sorgt. Am Sonntag bleibt es dann in der Mitte und im Süden noch länger schön, während sich im Norden und Nordwesten schon wieder die nächsten Wolken ausbreiten. Dazu erwarten uns am Wochenende häufig 3 bis 9 Grad.

Der Wettertag heute beginnt von den Alpen bis herüber zum Bayrischen Wald teils mit leichtem Frost oder Bodenfrost und örtlicher Reifglätte. Ansonsten ist es unter kompakteren Wolken mit Regen und einem zum Teil kräftigen Wind deutlich milder bei meist 5 bis 11 Grad. Und auch tagsüber bleibt diese Wetterteilung bestehen. Der Süden und der Südosten bekommen freundliche bis sonnige und trockene Aussichten. Im großen Rest bleibt es hingegen wechselhaft mit Regengüssen und einzelnen Gewittern sowie Sturmböen auf den Bergen.

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Die Temperaturen sind zwar nicht mehr so hoch wie gestern als es vor allem im Baden-Württemberg gerne mal für Spitzenwerte knapp über 15 Grad gereicht hat. Allerdings haben auch die 7 bis 12 Grad von heute natürlich nichts mit dem Winter zu tun.

Schwere Zeiten also für alle Freunde von Eis und Schnee. Zumal uns - nach der Mini-Abkühlung am Wochenende - die neue Woche erst einmal den nächsten Schwall milder Luft mit zweistelligen Temperaturen bringt. Frühestens für das letzte Monatsdrittel sehen manche Wettermodelle einen Trend zu etwas winterlicheren Temperaturen. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start

06:03 Uhr