Mittwoch, 02. Oktober 2019Der Tag

mit Kai Stoppel
22:43 Uhr

Das war Mittwoch, der 2. Oktober 2019

Eine traurige Nachricht dominiert heute die Nachrichtenlage: Schlagerstar Karel Gott ist gestorben. Die "goldene Stimme aus Prag" wurde 80 Jahre alt.

Politisch ist es wieder der Tag der beiden mächtigen Angelsachsen: Boris Johnson und Donald Trump - wobei Letzterer ja deutsche Vorfahren hat, womit das also eher in sprachlicher Hinsicht zutrifft. Während der britische Premier mit neuen Vorschlägen aufwartet, wie es doch noch zu einem Deal zwischen der EU und Großbritannien kommen könnte, hält der US-Präsident die Welt wieder mit seinen Einlassungen zur esaklierenden Ukraine-Affäre auf Trapp.

Apropos USA: Für Aufsehen sorgt auch die Entscheidung der Welthandelsorganisation zu illegalen Hilfen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus - denn sie veranlasst die USA prompt dazu, neue Strafzölle gegen die EU zu verhängen.

Das interessierte unsere Leser außerdem:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche Ihnen noch einen schönen Ausklang des Tages. Mein Name ist Kai Stoppel - gute Nacht!

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

 

22:07 Uhr

Johnson sieht Briten bei Fusionsenergie "vor Durchbruch"

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Meint er es ernst mit der Fusionsenergie? Bei Boris Johnson weiß man nie.

(Foto: imago images/PA Images)

Bei seiner Rede auf dem Parteitag der konservativen Tories in Manchester bemühte sich Tory-Chef und Permierminister Boris Johnson darin, eine blühende Zukunft für Großbritannien zu zeichnen - trotz des EU-Austritts. Dabei sagte er auch, dass britische Forscher "kurz vor dem Durchbruch" stünden bei der Entwicklung von Mini-Fusionsreaktoren. Sie stünden kurz davor, "kommerziell realisierbare Mini-Fusionsreaktoren für den Export in die ganze Welt" zu bauen, so Johnson. Diese könnten praktisch unbegrenzt CO2-freie Energie zur Verfügung stellen.

Allerdings ergänzte Johnson, dass die Forscher bereits seit Längerem "kurz vor dem Durchbruch" stünden. Diese Bezeichnung sei sehr dehnbar, sagte er - damit spielt er - bewusst oder unbewusst - darauf an, dass der Fusionsenergie bereits seit Jahrzehnten nachgesagt wird, sie sei kurz vor dem Durchbruch. Dies könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass Johnson die ganze Sache mit den Mini-Fusionsreaktoren nicht so ernst gemeint hat. Bei ihm weiß man ja nie.

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Der britische Prinz William (2. v. li.) beim Besuch eines Fusions-Forschungsreaktors im Culham Science Centre nahe Oxford.

(Foto: imago/i Images)

 

22:02 Uhr

USA kündigen wegen Airbus-Subventionen Strafzölle an

Die US-Regierung wird wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle in Milliardenhöhe auf Importe aus der Europäischen Union verhängen. Ab 18. Oktober wird bei der Einfuhr von Flugzeugen eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent erhoben werden, bei zahlreichen anderen Produkten wird es ein Strafzoll von 25 Prozent sein, wie ein ranghoher Beamter des US-Handelsbeauftragten erklärte.

21:42 Uhr

Politiker in Ägypten wegen Hitler-Vergleich unter Druck

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Eines von Adolf Hitlers Infrastrukturprojekten: die Autobahn, hier bei Darmstadt.

(Foto: imago/Arkivi)

Ein höchst fragwürdiger Hitler-Vergleich hat den ägyptischen Parlamentsvorsitzenden Ali Abdul Aal in Bedrängnis gebracht. Abdul Aal hatte den Nazi-Diktator mit dem Argument verteidigt, dieser habe wie Ägyptens Präsident Al-Sisi große Infrastrukturprojekte angestoßen.

"Kein Land kann ohne Infrastruktur Fortschritte machen", hatte Abdul Aal gesagt. "Hitler hatte seine Fehler. Nach Osten und Westen ausdehnen konnte er sich (aber) wegen der vorhandenen Infrastruktur, die weiterhin das Zugpferd ist, das Deutschland in einen Spitzen-Staat verwandelt hat", sagte Abdul Aal im Parlament laut einem Bericht der privaten Zeitung Al-Schuruk.

Heute erklärte Abdul Aal schließlich, missverstanden worden zu sein. Nicht einmal jemand mit "Halbwissen" würde Hitler loben, der "Verbrechen und Sünden" begangen habe. "Das Lob galt dem deutschen Volk und der deutschen Infrastruktur", sagte Abdul Aal der Nachrichtenseite Al-Ahram zufolge.

21:03 Uhr

Neun Tote bei Protesten gegen Korruption im Irak

Im Irak gehen die Menschen derzeit gegen Korruption und hohe Arbeitslosigkeit auf die Straße - doch viele bezahlen das mit dem Leben. Bei Protesten sind binnen 24 Stunden mindestens neun Menschen getötet worden - hunderte weitere wurden verletzt.

In Nassirija 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad wurden heute fünf Demonstranten und ein Polizist erschossen. Am Dienstag war dort ein Demonstrant getötet worden, in Bagdad waren zwei weitere gestorben. In der Hauptstadt wurde die sogenannte Grüne Zone abgeriegelt. Weitere Demonstrationen fanden im zentralirakischen Nadschaf und in Basra im Süden des Landes statt.

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Die irakische Regierung ist seit Jahren immer wieder mit Protesten gegen die verbreitete Korruption und die chronischen Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung konfrontiert.

(Foto: dpa)

 

20:34 Uhr

Putin nimmt Trump in Ukraine-Affäre in Schutz

Und nochmal Wladimir Putin: Diesmal mischt sich der russische Präsident - möglicherweise nicht zum ersten Mal - in die US-Politik ein. Um genauer zu sein, in die vor sich hin köchelnde Ukraine-Affäre. Und Putin gibt dem US-Präsidenten Donald Trump Rückendeckung.

In Bezug auf das umstrittene Telefonat, in dem Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert hatte, ihm vor der US-Präsidentenwahl im kommenden Jahr belastendes Material gegen einen Rivalen zu beschaffen, sagte Putin: Ich kann überhaupt nichts Kompromittierendes erkennen", sagte Putin. "Präsident Trump hat seinen Kollegen gebeten, mögliche korrupte Geschäfte von früheren Regierungsmitarbeitern zu untersuchen. Jedes Staatsoberhaupt wäre dazu verpflichtet." In den USA würden alle möglichen Vorwände genutzt, um Trump anzugreifen, sagte Putin.

19:54 Uhr

Großeinsatz in Abensberg - Ein Toter nach Schüssen

Großeinsatz der Polizei im niederbayerischen Abensberg: Zuvor war bei der Polizei ein Notruf eingangen, nach dem auf der Straubinger Straße Schüsse gefallen sind. Laut Polizei wurde ein Mensch getötet, ein weiteres Opfer wurde ebenfalls getroffen und schwer verletzt. Der oder die mutmaßlichen Täter seien mit einem Fahrzeug geflüchtet, wohin ist nicht bekannt. Die Fahndung nach ihnen läuft.

Update 20.15 Uhr: Die Polizei hat nach den tödlichen Schüssen zwei Menschen festgenommen. Details nannte die Polizei zunächst nicht.

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19:28 Uhr

Modi rühmt sich: "Mehr als 110 Millionen Klos gebaut"

In Indien muss kein Mensch mehr auf der Straße seine Notdurft verrichten - behauptet der indische Regierungschef Narendra Modi. Nach eigenen Angaben hat er sein im Jahr 2014 angekündigtes Ziel erreicht, allen 1,3 Milliarden Bewohner des Landes einen Zugang zu einer Toilette zu verschaffen. "In 60 Monaten wurden mehr als 110 Millionen Klos gebaut", sagte Modi. So könnten zusätzlich 600 Millionen Menschen eine Toilette benutzen.

Doch nicht alle stimmen überein: Der Anteil der Bevölkerung, der Zugang zu Toiletten habe, sei lediglich von 35 auf 70 Prozent gestiegen, sagte Sangita Vyas vom Forschungsinstitut RICE. Im Dezember 2018 seien Schätzungen zufolge in den Bundesstaaten Bihar, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Rajasthan noch etwa die Hälfte aller Menschen für den Stuhlgang nach draußen gegangen. Alleine in diesen Bundesstaaten leben mehr als 450 Millionen Inder.

19:00 Uhr

R. Kelly muss weiter im Gefängnis bleiben

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Kelly muss sich derzeit gleich in mehreren US-Bundesstaaten wegen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs verantworten, neben New York auch noch in Illinois und Minnesota.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat eine Bitte des US-Sängers R. Kelly auf Haftentlassung auf Kaution erneut abgelehnt. Es bestehe weiter ein Fluchtrisiko bei dem 52-Jährigen, teilten die Staatsanwälte mit. Am Nachmittag wurde in dem Fall noch eine kurzfristig um einige Stunden nach hinten verschobenen Anhörung vor einem Gericht in Brooklyn erwartet, bei der eine endgültige Entscheidung fallen könnte.

Kelly, der seit Juli in einem Gefängnis in Chicago einsitzt, hatte Anfang der Woche über seine Anwälte um Haftentlassung auf Kaution gebeten. Seine Anwälte argumentierten, es bestehe kein Fluchtrisiko und der Sänger stelle keine Gefahr dar. Kelly beschwerte sich über seine Anwälte zudem, dass ihn nur jeweils eine seiner beiden Freundinnen und niemand anders besuchen dürften.

18:26 Uhr

US-Demokratin Pelosi: "Müssen fair zum Präsidenten sein"

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Nancy Pelosi sichert Trump ein faires Verfahren zu.

(Foto: REUTERS)

Während die Ukraine-Affäre um US-Präsident Donald Trump gefühlt stündlich eskaliert, schlägt die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, nun mildere Töne an. "Wir müssen fair zum Präsidenten sein", sagte Pelosi vor Journalisten im Kapitol in Washington. "Deshalb ist es eine Untersuchung und kein sofortiges Amtsenthebungsverfahren. Und wir müssen dem Präsidenten die Chance geben, sich zu entlasten."

Trumps Sprecherin Stephanie Grisham schrieb noch während Pelosis Pressekonferenz auf Twitter, die Zusage einer fairen Behandlung sei "lächerlich". Die Demokraten griffen Trump seit dessen Wahlsieg an.

 

17:58 Uhr

Bomber aus Zweitem Weltkrieg stürzt in USA ab

Ein Militärflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg ist im US-Bundesstaat Connecticut beim Landeanflug abgestürzt. Der Rettungseinsatz dauere derzeit noch an, erklärte der Flughafen Bradley. Zunächst gab es keine Informationen zu möglichen Verletzten oder Todesopfern. Erste Bilder zeigten aufsteigenden Rauch, die Feuerwehr war mit Löschgerät im Einsatz.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, der Flughafen sei wegen des Absturzes des Boeing B-17 Bombers vorübergehend für An- und Abflüge geschlossen. Gouverneur Ned Lamont erklärte über Twitter, der Rettungseinsatz dauere an. Er werde für alle beten, die an Bord der Maschine gewesen seien.

Update 20.10 Uhr: Bei dem Absturz sind mindestens 14 Menschen teils schwer verletzt worden.

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Archivbild eines B-17 Bombers - auch "Fliegende Festung" genannt, wegen seiner Widerstandsfähigkeit und starken Bewaffnung.

(Foto: imago/United Archives International)

 

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17:34 Uhr

Trump erwog Krokodil-Gräben an Mexikos Grenze

Wenn man denkt, es geht nicht mehr skurriler in der US-Politik, dann kommt eine Meldung wie diese über den großen Teich: US-Präsident Donald Trump, berichtet die "New York Times", hat in privaten Kreisen des öfteren über radikale Maßnahmen gesprochen, wie die Grenze der USA zu Mexiko verstärkt werden könnte, um Migranten von der Einreise in die USA abzuhalten.

Demnach erwog Trump unter anderem mit Wasser gefüllte Gräben, in denen Schlangen und Alligatoren ausgesetzt werden sollten - laut dem Bericht forderte er Mitarbeiter auch auf, Kostenschätzungen dazu einzuholen. Weitere Ideen des Präsidenten: ein elektrisch geladener Grenzzaun mit scharfen Spitzen, die menschliches Fleisch durchbohren können sollen.

17:01 Uhr

Video: Frau klettert in Löwengehege in New Yorker Zoo

Mit einer lebensmüden Aktion sorgt eine Frau im New Yorker Bronx-Zoo für Aufsehen und Kopfschütteln. Sie klettert über einen kleinen Zaun in ein Löwengehege und steht einem Raubtier direkt gegenüber. Ein Sprecher des Zoos sagte, die Aktion hätte mit "schweren Verletzungen oder dem Tod" enden können. In dem Video erscheint die Frau weder ängstlich oder besorgt zu sein - sogar als der Löwe sich auf sie zubewegt.

 

16:50 Uhr

US-Präsidentschaftsbewerber Sanders setzt Kampagne aus

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat seine Wahlkampagne wegen eines Gesundheitsproblems vorübergehend ausgesetzt. Bei Sanders sei eine blockierte Arterie diagnostiziert worden, teilte der Sanders-Berater Jeff Weaver mit. Dem Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten seien deshalb bereits erfolgreich zwei Stents eingesetzt worden.

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16:28 Uhr

Putin lobt Greta Thunberg - und warnt zugleich

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Sein Land profitiert in hohem Maße vom Verkauf klimaschädlicher fossiler Energieträger - der russische Präsident Wladimir Putin.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg vor etwa einer Woche als "glückliches junges Mädchen" - nach allgemeiner Ansicht meinte der Klimawandel-Kritiker dies jedoch ironisch. Sein Amtskollege aus Russland, Wladimir Putin, hat nun ebenfalls seine Einschätzung zu der 16-jährigen Weltverbesserin zum Besten gegeben:

"Ich bin sicher, dass Greta ein gutmütiges und sehr ehrliches Mädchen ist", sagte der Kremlchef bei der Energiewoche in Moskau. Es sei sehr gut, wenn Jugendliche auf akute Probleme aufmerksam machten. "Sie müssen auf jeden Fall unterstützt werden."

Allerdings deutete Putin an, dass Thunberg möglicherweise instrumentalisiert werde: "Aber wenn jemand Kinder und Jugendliche zu seinem Interesse missbraucht, kann das nur verurteilt werden", meinte der Kremlchef, ohne jemandem beim Namen zu nennen. Niemand habe der 16-Jährigen erklärt, dass die moderne Welt komplex und vielfältig sei.

16:06 Uhr

Hotelschiff kollidiert mit Tanker auf dem Rhein

Bei Wesel hat es auf dem Rhein gekracht: Ein Tanker und ein Hotelschiff mit 160 Passagieren an Bord sind auf dem Strom in Nordrhein-Westfalen kollidiert. Allerdings geht der Unfall laut Polizei glimpflich aus: Das mit 1400 Tonnen Benzin beladene Tankschiff schrammte bei dem Unfall mit seinem Bug an dem Hotelschiff entlang. Es gab keine schweren Beschädigungen - und keine Schwerverletzten.

Sechs Urlauber an Bord des Fahrgastkabinenschiffs und ein Crewmitglied zogen sich den Angaben zufolge bei dem Aufprall leichte Verletzungen wie Prellungen zu. "Die meisten haben sich nur erschrocken", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Wesel.

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Beschädigter Tanker: Die Ursache für die Havarie war zunächst unklar.

(Foto: Polizei Duisburg)

 

16:02 Uhr

USA dürfen Strafzölle auf EU-Importe erheben

Wegen jahrelanger rechtswidriger EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus dürfen die USA Strafzölle auf EU-Importe im Umfang von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr erheben. Das gab die Welthandelsorganisation (WTO) bekannt.

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15:49 Uhr

Thüringer Polizisten sollen Gefangene vergewaltigt haben

Es ist ein schwerwiegender Verdacht gegen zwei Polizeibeamte aus Thüringen: Sie sollen am Samstag im Dienst eine Gefangene vergewaltigt haben, berichtet die Staatsanwaltschaft Erfurt. Gegen die zwei Verdächtigen sind Haftbefehle wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs erlassen worden.

Beide Verdächtige äußerten sich laut Staatsanwaltschaft zunächst nicht zu den Vorwürfen. Weitere Einzelheiten wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Beteiligten nicht nennen.

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15:31 Uhr

Frankreichs Polizisten demonstrieren nach Suizidserie

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Drastischer Protest von Polizisten in Paris.

(Foto: imago images/Le Pictorium)

Seit Jahresbeginn haben sich 50 französische Polizisten das Leben genommen, mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Mit einem "Wutmarsch" haben Frankreichs Polizisten für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. An der Pariser Kundgebung beteiligten sich tausende Sicherheitskräfte. Aufgerufen hatten erstmals seit 2001 alle großen Polizeigewerkschaften.

"Stoppt die Suizide" war auf Plakaten zu lesen oder "Die Polizei wird angegriffen". Die Organisatoren sprachen von rund 22.000 Teilnehmern. Die französische Polizei gilt als chronisch überlastet. Seit 2015 machte ihr die Serie islamistischer Anschläge mit mehr als 240 Toten zu schaffen.

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

15:07 Uhr

USA testen Interkontinentalrakete im Pazifik

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Start einer Minuteman III im Februar dieses Jahres.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Nachdem Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs vor seiner Ostküste eine Rakete getestet hat, verkünden auch die USA einen erfolgreichen Raketentest in dieser Hemisphäre: Wie die Luftwaffe mitteilte, habe man eine Rakete vom Typ Minuteman III, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann, von der Vandenberg-Luftwaffenbasis in Kalifornien gestartet. Das Geschoss sei rund 6750 Kilometer bis zum Kwajalein-Atoll im südlichen Pazifik geflogen.

Allerdings betonten die USA, bei dem Test handele es sich demnach nicht um eine "Antwort oder Reaktion auf globale Ereignisse oder regionale Spannungen". Der Test habe aber gezeigt, "dass das nukleare Abschreckungsarsenal der USA robust, flexibel und einsatzbereit" sei. Es sei geeignet, um die "Bedrohungen des 21. Jahrhunderts abzuwehren und unseren Verbündeten Sicherheit zu geben", teilte die Luftwaffe mit.

14:45 Uhr

53-Jähriger erschießt Hunde vor Augen der Besitzerin

Eine grausame Vorstellung für alle Hundebesitzer: Das geliebte Tier muss vor den eigenen Augen sterben und man kann nichts dagegen tun. So erging es einer Besitzerin von zwei Hunden in Bayern. Ein Jäger hatte ihre beiden Mischlingshündinnen "Leni" und "Maja" zuvor angeschossen, nachdem diese einen Hasen gewildert hatten. Den durch die Schüsse verletzten Hunden gab der Mann schließlich den Gnadenschuss in den Kopf.

Vor Gericht ist der 53-Jährige nun zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt worden. Der Richter betonte bei seiner Urteilsverkündung, dass Hunde nach dem Jagdrecht nur in dem Moment getötet werden dürften, wenn sie gerade dem Wild nachstellen. Die zwei Hunde waren zum Zeitpunkt der Tat aber nach Überzeugung des Augsburger Amtsgerichts bereits auf dem Weg nach Hause. Das Gericht sprach den Jäger wegen Sachbeschädigung, strafbarer Tiertötung und fahrlässiger Körperverletzung der Hundehalterin schuldig.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

mein Kollege Michael Bauer verabschiedet sich in seinen wohlverdienten Feierabend. Ab jetzt werde ich Sie durch den "Tag" auf n-tv.de führen. Mein Name ist Kai Stoppel. Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

14:18 Uhr

Russische Küstenwache beschießt Boot aus Nordkorea

Erneut gibt es einen Vorfall im Japanischen Meer: Die russische Küstenwache hat auf ein Fischerboot aus Nordkorea geschossen. Dabei wurden nach Angaben des für die Grenzsicherung zuständigen Inlandsgeheimdienstes FSB fünf Fischer verletzt. Der nordkoreanische Kutter sei vor der russischen Ostküste in russische Gewässer eingedrungen und habe dort illegal Fisch gefangen, hieß es zur Begründung.

Die Bootsinsassen reagierten den Angaben zufolge nicht auf Anweisungen der Grenzschützer. Daraufhin hätten die Grenzschützer auf das Boot geschossen, um dieses zu stoppen. Der Fischkutter sei beschlagnahmt worden.

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In den vergangenen Wochen hatten die russischen Behörden bereits hunderte nordkoreanische Fischer im Japanischen Meer festgenommen.

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

 

13:47 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Lindenberg und Astro-Alex

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Udooooooooo ...

(Foto: dpa)

Besondere Ehre für Rocklegende Udo Lindenberg: Der Panikrocker ist heute vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Lindenberg habe auf einzigartige Weise gegen die Deutsche Teilung angesungen.

Neben weiteren 23 engagierten Bürgern wurde auch der Astronaut Alexander Gerst mit der Auszeichnung geehrt. Gerst sei durch seine wissenschaftliche Exzellenz, Energie und Eloquenz zu einem großen Vorbild geworden. Das Bundesverdienstkreuz wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet vergeben.

13:27 Uhr

Teure Disney-Kunstsammlung kommt unter den Hammer

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Premiere feierte Mickey Mouse 1928 im Tonfilm "Steamboat Willie" im Colony Theatre am New Yorker Broadway.

(Foto: dpa)

Disney-Fans aufgepasst: Im November bietet das Autkionshaus Christie's Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen der weltberühmten Kartoonfiguren an. Sie stammen aus der Sammlung von Ron und Diane Disney Miller. Ganz billig sind die Exemplare allerdings nicht. Raritäten wie Thiebauds Mickey Mouse aus dem Jahr 1988 werden geschätzt für mindestens 400.000 $ (365.740 Euro) angeboten werden.

"Dianes enge Beziehung zu ihrem berühmten Vater Walt Disney zeigt sich in ihrem scharfen Auge als Sammlerin und ihrem Engagement für philanthropische Zwecke", sagte Barrett White, Leiter von Christie's Nachkriegs- und zeitgenössischer Kunst.

Versteigert werden auch Werke von Künstlern wie Richard Diebenkorn, Milton Avery und Wayne Thiebaud. Letzterer zeichnete unter anderem Charaktere wie Goofy oder Pinnochio. Christie's gab nicht bekannt, wie viele Werke von Ron und Diane Disney Miller insgesamt angeboten werden und welchen Gesamtwert die Sammlung hat.

13:05 Uhr

Johnsons Brexit-Vorschlag ohne Kontrollen an irischer Grenze

Bislang gibt es keine Kontrollen an der irisch-nordirischen Grenze. Die EU und Irland bestehen darauf, dass das auch nach dem Brexit so bleibt. Sonst wird ein Wiederaufflammen des Nordirland-Konflikts befürchtet.

Die Pläne Johnsons sahen bislang jedoch die Einführung von Zollkontrollen vor, wenn auch nicht direkt an der Grenze. Nun der plötzliche Sinneswandel: In seiner Rede zum Abschluss des Parteitags betonte der britische Premier, es werde keine Kontrollen an der irischen Grenze geben. Die EU werde Großbritannien aber am 31. Oktober verlassen, "komme was wolle", betonte Johnson.

12:21 Uhr

Dieb klaut Fahrrad samt angebundenen Hund

Es musste alles ganz schnell gehen: Ein Dieb hat im westfälischen Hamm ein Fahrrad samt Hund gestohlen. Der Hundebesitzer hatte das Rad an einer Hauswand abgestellt und die Leine mit seinem Mischlingshund daran angebunden, wie die Polizei mitteilte. Als er nur wenige Minuten später aus dem Wohnhaus zurückkehrte, seien sowohl das Fahrrad als auch das Tier weg gewesen.

Kurz darauf meldete ein Zeuge der Polizei eine Straße weiter einen Hund, der an einem Geländer angebunden war. Wie sich herausstellte, hatte der Dieb auf seiner Flucht das Tier dort zurückgelassen.

11:47 Uhr

Herumgeisterndes Zebra sorgt für Unfall auf Autobahn

Ein Zirkus-Zebra hat auf der Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern einen Unfall verursacht. "Das Tier war als 'Geisterzebra' auf der falschen Autobahnseite der A20 bei Tessin nahe Rostock unterwegs", sagte ein Polizeisprecher. Um einen Zusammenstoß mit dem Tier am Morgen zu vermeiden, bremste ein Autofahrer, ein anderer Wagen fuhr auf. Das Zebra flüchtete. Verletzt wurde niemand.

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Eines der beiden Zebras konnte bereits eingefangen werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei sperrte sicherheitshalber beide Autobahnrichtungen für eine halbe Stunde. Danach hatte das Zebra die A20 wieder verlassen. Es entwischte in ein größeres Wald- und Feldgebiet bei Tessin und wird seitdem gesucht. Das Zebra war mit einem Artgenossen in der Nacht aus dem Zirkus in Tessin ausgebüxt. Eines der beiden Tiere konnte problemlos wieder eingefangen und zum Zirkus zurückgebracht werden.

Update 12.16 Uhr: Das andere Zebra wurde nach Angaben der Polizei in der Nähe des kleinen Ortes Liepen erschossen.

11:29 Uhr

Pippi Langstrumpf kommt noch mal ins Kino

Neuauflagen im Kino sind ja keine Überraschung mehr, aber diese hier hat es in sich: "Pippi Langstrumpf" wird noch einmal verfilmt. StudioCanal und Heyday Films, die zusammen die äußerst erfolgreichen Spielfilme "Paddington" und "Paddington 2" produziert haben, wollen die ikonische Kinderfigur von Astrid Lindgren zu neuem Leben erwecken. Das teilten beide Firmen mit.

Nils Nyman, Lindgrens Enkel und CEO bei Astrid Lindgren Film, sagte: "Mit Heyday und StudioCanal sind wir zuversichtlich, ein Team gefunden zu haben, das verstehen und schätzen kann, wie wertvoll Pippi Langstrumpf ist. Der Film soll sowohl die Verspieltheit als auch die Kraft in den Werken meiner Großmutter einfangen." Es gab bereits mehrere TV- und Filmadaptionen. Wann der neue Streifen ins Kino kommen soll, ist noch offen.

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10:53 Uhr

Känguru-Killer drohen fünf Jahre Gefängnis

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In Australien sind geschätzt 45 Millionen Kängurus zu Hause - fast doppelt so viele wie Menschen.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Eine geschlagene Stunde lang soll ein Teenager in der 3000-Einwohner-Gemeinde Tura Beach in Australien regelrecht Jagd auf Kängurus gemacht haben. Nach den Ermittlungen soll der 19-Jährige die Tiere in der Dunkelheit mit seinen Scheinwerfern geblendet haben, damit sie stehen bleiben. Anschließend habe er sie mit seinem Auto überfahren.

Die Vorgärten waren am nächsten Morgen mit toten Tieren übersät. Insgesamt soll er 20 der Zweibeiner auf dem Gewissen haben. Wegen Tierquälerei drohen ihm nun bis zu 15.000 Euro Geldstrafe oder sogar eine fünfjährige Haftstrafe.

10:31 Uhr
Breaking News

Schlagersänger Karel Gott ist tot

Der tschechische Schlagersänger Karel Gott ist tot. Er starb am Dienstagabend kurz vor Mitternacht im Alter von 80 Jahren, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf seine Sprecherin berichtete.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:58 Uhr

Restaurant in Trump-Hotel bekommt Michelin-Stern

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Gönn dir, Donald!

(Foto: imago stock&people)

Das dürfte Donald Trump schmecken: Das Sushi-Restaurant im Trump International Hotel in Washington hat von der Gastronomie-Bibel Guide Michelin einen Stern verliehen bekommen. Das Sushi-Restaurant bietet nach eigenen Angaben etwa ein 20-Gänge-Menü an. Wer davon kosten möchte, muss einen Monat im Voraus Plätze reservieren.

Der US-Präsident ist ein Fan von schnellem Essen. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 twitterte Trump regelmäßig seine Essgewohnheiten. Frittierte Hühnchenteile von KFC zählten ebenso dazu, wie regelmäßige Mahlzeiten bei McDonald's. Seine Menüzusammenstellung hat es in sich: zwei Big Macs, zwei Fischburger und ein Schokoladenmilchshake.

09:37 Uhr

Umfrage: Gehen Fußball-Deutschland die echten Typen aus?

Endlich nochmal ein Profi im deutschen Fußball, der auch mal auf den Tisch haut. Mario Basler, Lothar Matthäus und Stefan Effenberg wären stolz auf Joshua Kimmich. Nach dem verbalen Scharmützel mit Vorstandsboss Rummenigge liefert der Mittelfeldmann gegen Tottenham sportlich ab - und legt verbal noch einmal nach. "Ich lasse mich nicht verbiegen", sagte er nach der Partie. Und das von einem, der für den FC Bayern und den DFB tätig ist, die wohl medientechnisch durchgetaktesten Mannschaften überhaupt.

Wir wollen Ihre Meinung dazu wissen. Braucht Fußball-Deutschland mehr Typen wie Kimmich?

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09:10 Uhr

Banksy eröffnet eigenen Laden über Nacht - ohne Türen

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Das Geschäft erschien über Nacht in einer stillgelegten Verkaufsstelle im Londoner Stadtteil Croydon.

(Foto: REUTERS)

Der anonyme Street-Art-Künstler Banksy hat im Süden Londons einen eigenen Laden aufgemacht - der seine Türen allerdings nie öffnen wird. Geshoppt werden kann ausschließlich online. Hintergrund der kuriosen Idee ist ein Rechtsstreit mit einem Grußkartenunternehmen. Das soll offenbar in seinem Namen Banksy-Produkte verkaufen.

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Der Kelloggs-Tiger Tony als Bettvorleger: Diese und andere Artikel können Interessierte nur online shoppen.

(Foto: REUTERS)

Die Motivation hinter dem Projekt sei "möglicherweise der am wenigsten poetische Grund, jemals Kunst zu machen", sagte Banksy. "Sie setzen wohl darauf, dass ich nicht vor Gericht erscheine, um mich zu verteidigen."

In dem Shop mit dem Namen "Gross Domestic Product" ("Bruttoinlandsprodukt") werden laut dem Graffiti-Künstler hauptsächlich "unpraktische und provokante" Waren verkauft - darunter zum Beispiel Sofakissen, bestickt mit "Das Leben ist zu kurz, um sich einen Rat von einem Kissen zu holen" oder ein Grabstein mit der Aufschrift "Du hast dein Ziel jetzt erreicht".

08:28 Uhr

So viel teurer macht das Klimapaket Flugreisen

Im Klimapaket sind massive Investitionen in den Klimaschutz vorgesehen, die Einführung eines nationalen Emissionshandels für die Bereiche Verkehr und Gebäude und die Einberufung eines Expertenrats, der jährlich die Umsetzung der Klimaziele überprüfen soll. Flugreisende müssen bereits im nächsten Jahr draufzahlen. Wie viel das ist, hat das Institut der deutschen Wirtschaft für die "Bild"-Zeitung errechnet. Für Hin- und Rückflug werden dann insgesamt 10,46 Euro mehr fällig.

Teurer wird es dann erst ab 2021: Dem vereinbarten Klimapaket der Großen Koalition zufolge soll dann die CO2-Bepreisung über einen Emissionshandel auf sehr niedrigem Niveau starten. Bei zehn Euro pro Tonne CO2. Der Preis soll dann bis 2025 schrittweise auf 35 Euro ansteigen.

08:15 Uhr

Als ein Niederländer Galilei den Weg ebnete

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Wussten Sie, dass … ein Brillenmacher heute vor 411 Jahren den ideellen Wettlauf um den Ruf als Erfinder des Fernrohrs gewonnen hat? Am 2. Oktober 1608 präsentierte Hans Lipperhey (auch bekannt als Lippersheim oder Lippershey) dem Rat der Grafschaft Zeeland in den heutigen Niederlanden seine Version des Teleskops.

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Angeblich haben zwei spielende Kinder Lipperhey auf die Erfidung des Fernrohres gebracht.

(Foto: imago/United Archives International)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 2. Oktober:

  • Vor 1 Jahr wird im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul der regierungskritische saudische Journalist Jamal Khashoggi ermordet.
  • Vor 89 Jahren legt Henry Ford den Grundstein für das Ford-Werk in Köln.

Wir gratulieren …

  • Mousse T., international erfolgreicher Musikproduzent ("Horny", "Sex Bomb") aus Hagen, zum 53. Geburtstag.
  • ... Ralf Stegner, einer von drei SPD-Bundesvizes und schleswig-holsteinischer Musikliebhaber, zum 60. Geburtstag.
  • Sting, ehemaliger "Police"-Sänger auf Solopfaden, zum 68. Geburtstag.
  • Romina Power, kongeniale Duettpartnerin von Al Bano ("Felicità"), zum 68. Geburtstag.

Wir erinnern uns an … Mohandas Karamchand "Mahatma" Gandhi, "große Seele" und revolutionärer Inder, der heute vor 150 Jahren Geburtstag hatte. Mit seiner gewaltfreien Freiheitsbewegung Satyagraha brachte er mal eben das British Empire zu Fall. Apropos Gandhi und Lipperhey: Wie sagte Mahatma einst? "Auge um Auge und die Welt wird blind sein."

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07:52 Uhr

Reichste zehn Prozent besitzen Hälfte des Gesamtvermögens

Eröffnen wir die folgende Nachricht doch musikalisch:

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Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens (56 Prozent). Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

  • Die ärmere Hälfte hat dagegen nur einen Anteil von 1,3 Prozent. "Die Vermögensungleichheit ist zwar in Deutschland - auch im internationalen Vergleich - sehr hoch, sie verharrt aber in den letzten zehn Jahren auf diesem Niveau", erläuterte Studienautor Markus Grabka.
  • Dank niedriger Arbeitslosigkeit und gestiegener Löhne haben viele Menschen in den vergangenen Jahren mehr auf die hohe Kante legen können. Der Studie zufolge legte das Nettovermögen pro Kopf von 2012 bis 2017 durchschnittlich um 22 Prozent auf knapp 103.000 Euro zu.
  • Menschen, die in den eigenen vier Wänden wohnen, profitierten vom Immobilienboom - ihr Vermögen wuchs besonders kräftig. Demnach verfügten Besitzer einer selbst genutzten Immobilie im Schnitt über ein Vermögen von rund 225.000 Euro, Mieter kamen lediglich auf 24.000 Euro.
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07:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Das Wetter lässt uns vor und wohl auch am Feiertag leider im Stich. Regen satt statt goldener Oktober. Und das ist dann nach einer alten Bauernregel ein schlechtes Vorzeichen für die Ernte. "Fällt das Laub zu Leodegar, ist das nächste ein fruchtbar Jahr." Leodegar ist übrigens das Schutzengelfest, das heute gefeiert wird. Und ein Schutzengel kann ja in vielen Formen auftreten. Beispielsweise als Kollege, der Ihnen einen Kaffee bringt.

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Das Boot - ein Klassiker. Der Kameramann des Films will vor Gericht eine Nachvergütung erreichen.

(Foto: imago/United Archives)

Diese Themen werden uns den Tag über begleiten:

  • Der britische Premierminister und Tory-Chef Boris Johnson hält seine Rede zum Abschluss des Parteitags der Konservativen in Manchester. Mit Spannung wird erwartet, ob sich Johnson dabei zu dem angekündigten Lösungsvorschlag für die Irland-Frage im Brexit-Streit äußern wird.
  • Weltweite Handelskonflikte und der drohende Brexit bremsen die Wirtschaft in Deutschland weiter aus. Zu diesem Schluss kommen führende Forschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten, das in Berlin vorgestellt wird.
  • Die Menschen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren reicher geworden. Die Ungleichheit bleibt aber weiter hoch.
  • Vor dem saudischen Konsulat in Istanbul gibt es am Mittag eine Gedenkveranstaltung zum ersten Jahrestag der Ermordung des Journalisten Khashoggi.
  • Der Chefkameramann des Filmklassikers "Das Boot" will vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eine Nachvergütung für seine Arbeit durchsetzen.
  • Die beiden Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und RB Leipzig können in der Champions League einen weiteren Schritt Richtung K.-o.-Runde machen. Der BVB spielt nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen in der Bundesliga um 18.55 Uhr bei Slavia Prag. Leipzig tritt um 21 Uhr zu Hause gegen Olympique Lyon an.

Wissenswerte, wichtige und witzige Nachrichten aus aller Welt werden Sie im Tag natürlich ebenfalls finden. Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir doch einfach ein E-Mail. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen trockenen Start in den Tag.

 

07:21 Uhr

Vier Tote nach Brückeneinsturz in Taiwan geborgen

Nach dem Brückeneinsturz in Taiwan sind die Leichen von vier Opfern geborgen worden. Nach zwei Vermissten werde weiterhin gesucht, sagte Verkehrsminister Lin Chia-lung. "Der Such- und Rettungseinsatz geht weiter."

Die Brücke im Küstenort Nanfangao war am Dienstag eingestürzt. Die 140 Meter lange Brücke, die den Fischereihafen überspannte, stürzte auf drei Fischerboote und einen Öltanker, der daraufhin in Brand geriet. Zwölf Menschen wurden verletzt: zwei Mitarbeiter der Küstenwache, sechs Fischerei-Beschäftigte aus den Philippinen und drei weitere aus Indonesien sowie der taiwanische Kapitän des Öltankers.

 

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06:57 Uhr

Justin Timberlake entgeht Klammergriff von Hollywood-Schelm

Vitalii Sediuk hat wieder zugeschlagen. Sein neuestes Opfer ist Justin Timberlake. Der US-Sänger wurde bei einem Besuch bei der Pariser Fashion Week von ihm "angegriffen". Der Sänger und seine Ehefrau Jessica Biel waren auf dem Weg zur Louis-Vuitton-Show zur Kollektion Frühling/Sommer 2020, als der Mann hinter die Absperrungen des Ankunftsbereichs gelang und sich an Timberlakes rechtes Bein klammert. Sicherheitskräfte konnten die Situation dann aber schnell regeln.

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Unvergessen: Sediuk krabbelt unter das Kleid von America Ferrera.

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

Timberlake steht nun auf der langen Liste von Sediuks Opfern. Der Ukrainer griff im Juni 2014 Brad Pitt bei einer Kinopremiere ins Gesicht. Auch Bradley Cooper und Leonardo DiCaprio gehörten schon zu seinen Opfern. Bei den Filmfestspielen in Cannes krabbelte er sogar unter das Kleid von America Ferrera.

 

06:31 Uhr

Kräftiger Regen begleitet uns in den Feiertag

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Gestern stürmisch, heute regnerisch

(Foto: imago images / blickwinkel)

Heute geht es im Norden recht frisch mit einstelligen Frühwerten zwischen 5 und 9 Grad los. Ansonsten ist es milder bei 10 bis 15 Grad. Und das liegt an den kompakten Wolken, die heute mit teils kräftigem Regen von der Mitte südwärts den Start in den Tag bestimmen. Lediglich der Norden und der Nordwesten beginnen freundlicher mit nur gelegentlichen Schauern.

Im Tagesverlauf bleibt es dann im Süden grau und zum Teil sehr nass, während sich die Auflockerungen bis in die Landesmitte ausbreiten. Allerdings müssen Sie nach wie vor von Nordwesten her mit Regengüssen rechnen, die ganz vereinzelt von Blitz und Donner begleitet sein können. Die Temperaturen zeigen sich hierbei herbstlich eingefärbt bei teilweise windigen 10 bis 17 Grad. Und auch anschließend dominiert der Herbst.

Morgen, am Tag der Einheit, mit dichteren Wolken und zeitweiligem Regen von der Nordsee und dem Ems- und Münsterland bis herunter nach Sachsen und den Bayrischen Wald. Im übrigen Land können Sie den Feiertag dagegen mit mehr Sonne begehen. Dazu bringen es die Temperaturen nach kühler Nacht tagsüber auf 9 Grad am Erzgebirge und bis auf 15 Grad am Rhein.

Die weiteren Aussichten: Am Freitag und Samstag schickt uns der ehemalige Hurrikan "Lorenzo" bereits die nächsten Regenwolken. Und auch der Sonntag verläuft überwiegend wolkig oder wechselhaft mit zum Teil kräftigem Regen. An der Temperaturspanne von 9 bis um die 15 Grad ändert sich dabei nur wenig. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und einen ganz entspannten Feiertag oder direkt ein ebenso entspanntes langes Wochenende.

Ihr Björn Alexander

06:08 Uhr

Trump: Bin das Opfer eines "Putsches"

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Immer wenn US-Präsident Donald Trump in Bedrängnis gerät, schlüpft er gerne in die Opferrolle. Das gegen ihn angestrebte Amtsenthebungsverfahren hat er nun als "Putsch" bezeichnet. Es handle sich um Wahlbetrug und den Versuch, den Bürgern der Vereinigten Staaten ihre Macht wegzunehmen, schrieb Trump auf Twitter. "Mit jedem Tag, den ich mehr erfahre, komme ich zu dem Schluss, dass das, was gerade passiert, kein Amtsenthebungsverfahren ist, sondern ein PUTSCH", schrieb Trump - und setzte das Schlüsselwort in Großbuchstaben.

Von einem Putsch spricht man normalerweise bei einem nicht verfassungskonformen oder gar gewaltsamen Regierungswechsel, oft unter Beteiligung des Militärs. Mit dem Wort "Putsch" verbinden viele Menschen daher auch Blutvergießen - und eine harsche Reaktion der bedrohten Staatsmacht.