Mittwoch, 16. Oktober 2019Der Tag

mit Juliane Kipper
22:29 Uhr

Das war Mittwoch, der 16. Oktober 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

nach tagelangen intensiven Verhandlungen überwiegt in Brüssel vorsichtiger Optimismus. Im Ringen um ein Brexit-Abkommen stehen nach Angaben von EU-Ratspräsident Donald Tusk die Grundzüge, so dass die Verhandlungen "theoretisch" innerhalb einiger Stunden abgeschlossen werden könnten. "Die Grundlagen einer Vereinbarung sind fertig und theoretisch könnten wir morgen diesen Deal mit Großbritannien annehmen", sagte Tusk mit Blick auf den am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel in einem Interview mit dem polnischen Nachrichtensender TVN24.

"In der Theorie könnte in den kommenden sieben bis acht Stunden alles klar sein", sagte Tusk in dem in Brüssel geführten Interview. Allerdings berichtet die BBC inzwischen, dass es in dieser Nacht nicht zum Abschluss eines neuen Brexit-Vertrages kommen werde. Das verlaute aus Kreisen der britischen Regierung. Und dann wartet noch der eigentliche Showdown in London.

Diese Themen waren heute außerdem wichtig:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

21:49 Uhr

Fliegerbombe sorgt für Störung am Hamburger Flughafen

*Datenschutz

Wegen der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg waren am Abend keine Starts und Landungen am Flughafen Hamburg möglich. Das sagte ein Polizeisprecher. Der Luftraum über dem Airport wurde gesperrt, wie der Flughafen auf Twitter mitteilte.

  • Wie viele Passagiere betroffen sind, war zunächst unklar.
  • Offen war zunächst auch, wie lange die Sperrung andauert.
  • Für die Entschärfung der 1000-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sollten in Hamburg-Schnelsen im Umkreis von 300 Metern die Häuser evakuiert werden.
  • Wie die Polizei mitteilte, müssen etwa 400 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Die Bombe sei aufgrund ihres besonderen Zünders nicht leicht zu entschärfen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Misslinge die Entschärfung, müsse gesprengt werden. Für die Zeit der Entschärfung sind nicht nur die Straßen und der öffentliche Verkehr im Umkreis, sondern auch die A7 komplett gesperrt.

20:56 Uhr

Natascha Kampusch überrascht Bauernhof-Rätsel nicht

Ungläubig und schockiert, so reagieren viele Niederländer auf die Entdeckung einer Familie in einem Dorf in der Provinz Drenthe. Neun Jahre lang sollen ein Vater und seine sechs mittlerweile erwachsenen Kinder völlig isoliert in einem kleinen Kämmerchen auf einem abgelegenen Bauernhof in Ruinerwold im Osten des Landes gehaust haben. Viele denken an ähnliche Fälle aus anderen Ländern, Fälle von Gewalt oder Missbrauch oder auch an eine Sekte. Das glaubt auch Natascha Kamapusch, die in einer TV- Sendung eigentlich über ihr neues Buch "Cyberneid" spricht und als zehnjähriges Mädchen 1998 entführt worden war: "Es ist schrecklich. Mich überrascht es nicht, weil es gibt ja auch auf anderen Kontinenten viele Fälle, von denen wir nichts wissen, wo das auch üblich ist. Es ist schrecklich", zitiert "Krone.at" Kampusch. Die Moderatorin hakt nach. "Und reißt wahrscheinlich auch alte Wunden auf?" Kampusch antwortet mit einem knappen "Ja".

20:33 Uhr

Männer machen in sächsischer Kleinstadt Jagd auf Flüchtlinge

In der sächsischen Kleinstadt Döbeln stoppt die Polizei drei rechtsextreme Männer, die Jagd auf Ausländer gemacht haben. Sie sollen am gestern Abend patroulliert sein und dabei orangefarbene Westen mit der Aufschrift "Schutzzone" geteilt haben, zitiert die "Bild"-Zeitung die Polizei. Zwei Zeuginnen hätten die Polizei demnach verständigt. Als die Polizei das Trio stellte sollen die Männer gesagt haben, sie hätten "nach Cannabis riechende Ausländer" verjagt. Gegen das Trio wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz im Zusammenhang mit dem Uniformierungsverbot sowie wegen Nötigung und Amtsanmaßung ermittelt.

In Döbeln ist das nicht der erste Fall dieser Art. Schon zu Beginn der Woche hat die Polizei vier Männer mit ähnlichen Westen aufgegriffen. Auf der Facebook-Seite der Bürgerwehr können weitere Streifzüge nachverfolgt werden.

20:00 Uhr

Kommt es heute Nacht zum Brexit-Durchbruch?

Zwei Wochen vor dem geplanten Austrittstermin laufen die Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU auf Hochtouren. Auf dem turnusgemäßen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel könnte einem Grundsatzpapier zum Scheidungsvertrages zugestimmt werden, bevor am Samstag das britische Parlament darüber abstimmen könnte. Allerdings ist auch ein EU-Sondergipfel noch im Oktober im Gespräch. Großbritannien will zum 31. Oktober die EU verlassen.

Die BBC berichtet inzwischen, dass es in dieser Nacht nicht zum Abschluss eines neuen Brexit-Vertrages kommen werde. Das verlaute aus Kreisen der britischen Regierung.

Kanzlerin Angela Merkel zeigt sich derweil optimistisch, dass es zu einem Brexit-Abkommen der EU mit Großbritannien kommt. "Die Nachrichten, die wir aus Brüssel hören, könnten schlechter sein", sagt sie. Sie glaube an ein Abkommen - und nun noch ein wenig mehr.

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18:49 Uhr

Paketzentrum in Haldensleben: Polizei gibt Entwarnung

Nach dem Tod von zwei Paketdienstmitarbeitern in Haldensleben in Sachsen-Anhalt gibt die Polizei am Abend endgültig Entwarnung. "Die Tatortarbeit ist sehr umfangreich und akribisch gelaufen. Es gab keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe", sagte Polizeisprecher Frank Küssner in Magdeburg.

Experten für chemische und toxische Stoffe aus Berlin hatten gemeinsam mit der Tatortgruppe des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt nach Hinweisen gesucht, wie die beiden Mitarbeiter am Dienstag binnen 24 Stunden ums Leben kamen. Sie sollten auch Gefahren für medizinisches Personal und weitere Mitarbeiter ausschließen.

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18:16 Uhr

Ryanair löst Basis am Flughafen Hamburg im Winter auf

Ryanair
Ryanair 13,79

Der Billigflieger Ryanair gibt im Winter seine Basis am Hamburger Flughafen auf. Der Standort mit zwei dort stationierten Maschinen werde zum 8. Januar geschlossen, wie der Flughafen Hamburg mitteilt.

  • Ryanair begründete den Schritt allgemein mit unterdurchschnittlichen Erlösen. Die Gesellschaft hat ihren Flugplan laut eigenen Angaben nach ertragsschwächeren Verbindungen durchgesehen. Ob weitere Flughäfen in Deutschland betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit.
  • Zu den Einschränkungen im Flugplan trägt bei, dass die Airline nicht wie geplant neue Flugzeuge erhält. Die neueste Ausgabe des Ryanair-Standard-Jets Boeing 737 Max wartet nach zwei Abstürzen immer noch auf die Wiederzulassung durch die Flugaufsichtsbehörden in den USA und Europa.
  • Die Auflösung der Basis bedeutet nicht, dass Hamburg nicht mehr angeflogen würde.

Laut Flughafenbetreiber werden zum Sommerflugplan 2020 sieben Routen gestrichen, von denen aber nur zwei bislang von Ryanair alleine angeboten wurden. 14 weitere Ziele werde Ryanair im Sommer weiterhin von Hamburg bedienen - mit Maschinen, die an anderen Flughäfen stationiert sind. Für den Ende Oktober beginnenden Winterflugplan hatte die Airline ihre Hamburger Ziele schon um 3 auf 17 reduziert.

17:21 Uhr

Kinderpornografie im Darknet: Ermittler nehmen weltweit 337 Personen fest

Ermittler aus den USA, Südkorea, Deutschland und anderen Staaten stoppen nach eigenen Angaben die bisher größte Webseite für Kinderpornografie im Darknet. Rund um die Welt seien 337 Personen festgenommen und angeklagt worden, erklärte das US-Justizministerium.

Zudem seien 23 Kinder aus anhaltenden Missbrauchssituationen gerettet worden. Die bereits im März 2018 ausgehobene Plattform "Welcome to Video" funktionierte demnach mit Hilfe anonymer Bitcoin-Zahlungen. Ermittler hätten rund acht Terabyte Daten sichergestellt, darunter rund 250.000 kinderpornografische Videos, hieß es weiter.

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16:54 Uhr

Unbekannter schießt auf Shisha-Bar in Bergisch Gladbach

Unbekannte haben in der Nacht mehrere Schüsse auf eine Shisha-Bar in Bergisch Gladbach bei Köln abgegeben. Ein Mann in der Bar trug bei dem Zwischenfall eine leichte Fußverletzung davon, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Köln mitteilten. Aufschluss über die zunächst unklaren Hintergründe der Tat sollen nun die Ermittlungen einer Mordkommission geben.

Den Behörden zufolge hielt sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe gegen 0.30 Uhr noch eine größere Zahl Menschen in der Gaststätte auf. Eine Ringalarmfahndung nach den flüchtigen Angreifern verlief ergebnislos. Die Kölner Kripo bat mögliche Zeugen dringend um Hinweise.

16:22 Uhr

Yücel wirft Erdogan "Mafia-Mentalität" vor

Der Journalist Deniz Yücel hat die Frankfurter Buchmesse zu einer verbalen Abrechnung mit Recep Tayyip Erdogan genutzt. Der 44-Jährige warf dem türkischen Präsidenten unter anderem "Gangster-Denken" vor.

  • "Die Mentalität dieses Regimes ist eine Mischung aus Teppichhändler und Mafia - so ticken die", sagte er. Die Regierung in Ankara habe während seiner Haft versucht, mit den erwartbaren Reaktionen Deutschlands eine Kampagne zu machen.
  • "Als Erdogan merkte: Wenn die Deutschen den so wichtig finden, dann kriegen sie den nicht umsonst", erinnerte sich der deutsch-türkische Journalist.

Yücel saß zwischen Februar 2017 und Februar 2018 ohne Anklageschrift im Hochsicherheitsgefängnis Silivri westlich von Istanbul. Der Fall belastete die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland schwer. Erst nach langem politischen Tauziehen kam Yücel frei und durfte ausreisen.

15:55 Uhr
Breaking News

Von der Leyen kann nicht zum 1. November starten

Der für 1. November geplante Start der neuen EU-Kommission unter Ursula von der Leyen wird verschoben. Die Spitze des EU-Parlaments kippt offiziell den bisherigen Zeitplan. Hintergrund ist das Scheitern von drei designierten Kommissaren im Nominierungsverfahren. Frankreich, Rumänien und Ungarn müssen nun neue Kandidaten präsentieren.

Parlamentspräsident David Sassoli hatte bereits am Wochenende gesagt, möglicher Starttermin der neuen EU-Kommission könnte der 1. Dezember sein. Von der Leyen selbst war bereits im Juli vom EU-Parlament bestätigt worden, damals mit sehr knapper Mehrheit. Die von den EU-Staaten benannten und von ihr designierten Kommissare müssen jedoch Anhörungen der zuständigen Parlamentsausschüsse bestehen. Der letzte Schritt der Nominierung ist dann die Billigung durch das Plenum des Parlaments. Diese war ursprünglich für den 23. Oktober vorgesehen.

15:36 Uhr

Protest an Uni: Studenten verhindern Vorlesung von Lucke

*Datenschutz

Seine Rückkehr an die Uni Hamburg hat sich AfD-Gründer Bernd Lucke sicher anders vorgestellt. Statt über Makroökonomik zu sprechen, muss er nach Protesten und Beschimpfungen die Uni verlassen, weil mehrere Hundert Demonstranten an der Universität Hamburg immer wieder in einem Hörsaal des Uni-Hauptgebäudes "Hau ab" riefen, einige bewarfen den Wirtschaftswissenschaftler mit Papierkugeln.

Ein junger Mann rempelte ihn an, eine Frau versuchte mehrmals seinen Laptop zuzuklappen. Lucke konnte daher nicht wie geplant über das Thema Makroökonomik sprechen. Nach fast zwei Stunden verließ Lucke die Universität, ohne dass er sich Gehör verschaffen konnte. Er wurde von Polizeibeamten an einem Seiteneingang abgeholt und zur Straße gebracht.

Die Studierendenvertretung Asta hatte vor der geplanten Vorlesung zu einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Uni aufgerufen, um unter anderem auf die Tragweite der politischen Handlungen Luckes hinzuweisen.

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15:05 Uhr

Isoliert auf Bauernhof: Ältester Sohn war seit Juni auf Facebook aktiv

Der Fall einer seit Jahren völlig isoliert lebenden Familie in den Niederlanden wird immer mysteriöser: Niederländische Medien berichten, der älteste Sohn der Familie, die neun Jahre lang im Kellerversteck eines abgelegenen Bauernhofs gehaust haben soll, sei seit Juni auf Facebook aktiv.

Der 25-jährige Sohn besaß nach Informationen der Zeitung "De Telegraaf" ein eigenes Facebook-Konto, das er im Juni erstmals seit neun Jahren wieder nutzte. "Habe einen neuen Job bei Creconat begonnen", schrieb er demnach. Zudem postete er Fotos von sich "umgeben von Bäumen", in Ruinerwold und seiner Umgebung und veröffentlichte Links zu Kundgebungen wie etwa den jüngsten Klima-Märschen.

Creconat gehört demnach zu einem anderen Unternehmen aus der nahegelegenen Kleinstadt Meppel. Sein Besitzer sei der 58-jährige Österreicher, berichtete "De Telegraaf". Das Unternehmen sei am Montag von den Polizei durchsucht worden.

"Jan" besaß Medienberichten zufolge auch ein Nutzerkonto beim Karriere-Netzwerk LinkedIn. Dort schrieb er, dass seine Eltern bis zum Tod seiner Mutter im Jahr 2004 ein erfolgreiches Unternehmen geführt hätten.

Offenbar wusste aus dem Dorf niemand von der Familie. Sie habe seit neun Jahren völlig von der Außenwelt abgeschirmt gelebt, einige der Kinder stünden nicht einmal im Geburtenregister, berichtete Polizeivertreter Roger de Groot auf einer Pressekonferenz. "Mir ist so etwas noch nie zuvor begegnet", fügte er hinzu. Die Familie wurde zunächst in einer nahe gelegenen Ferienanlage untergebracht.

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14:36 Uhr

Junge bestellt aus Versehen giftigen Skorpion

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"Androctonus australis" verursacht jährlich mehrere Todesfälle.

(Foto: imago/blickwinkel)

Eigentlich wollte er einen eingegossenen toten Skorpion kaufen. Doch aus Versehen hat sich ein Junge aus dem Großraum München im Internet ein hochgiftiges und lebendes Exemplar bestellt.

  • Das Tier, dessen Haltung in Bayern verboten ist, "verfügt über eines der stärksten Gifte überhaupt", wie die Auffangstation für Reptilien in München mitteilte.
  • Der etwa Zehnjährige hatte seine Sammlung von in Acryl gegossenen Skorpionen vergrößern wollen. Auf der Suche habe seine Mutter das Tier für ihn im Internet bestellt. Noch bevor das Paket ganz ausgepackt war, bemerkten beide, dass der Skorpion im Karton noch lebte. Zum Glück, denn das Tier gehört zur Art "Androctonus australis", die sehr aggressiv und alles andere als zurückhaltend ist.
  • Sie kontaktierten die Auffangstation, in der das Tier nun seit vergangener Woche lebt.
14:16 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Kollege hat sich in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Juliane Kipper und ich übernehme an dieser Stelle seinen Platz in der Redaktion und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben: Sie erreichen mich unter juliane.kipper@nama.de

13:52 Uhr

Erdogan lehnt Treffen mit Pompeo und Pence ab

US-Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo fliegen heute nach Ankara. Dort wollten sie eigentlich den türkischen Präsidenten treffen, um mit ihm über die Offensive in Nordsyrien zu sprechen. Doch Erdogan hat andere Pläne: "Ich werde sie nicht treffen. Sie werden ihren jeweiligen Gegenpart treffen. Ich werde nur sprechen, wenn Trump kommt", das sagte der türkische Präsident dem Fernsehsender Sky News nach einer Rede im Parlament.

13:38 Uhr

Stephan B. bewarb sich 2018 bei der Bundeswehr

Der Attentäter von Halle hat sich im September 2018 bei der Bundeswehr beworben. Das verlautete aus einer nicht-öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Bundestages, an der auch der Generalbundesanwalt Peter Frank teilnahm.

Den Angaben zufolge zog er seine Bewerbung allerdings später wieder zurück. Weshalb er sich anders entschied, ist noch nicht bekannt. Er hatte Ende 2010 bis 2011 einige Monate Wehrdienst geleistet. Der Mann habe sich auf eine Mannschaftslaufbahn beworben, erfuhr die dpa aus der Bundeswehr. Im Jahr 2019 habe er einen Tag vor dem Auswahlverfahren dann eine E-Mail geschrieben und erklärt, er verzichte auf die Bewerbung.

Die TVNOW-Doku "Terror in Halle - die Chronologie" beleuchtet die Ereignisse des rechtsextremen Terroranschlags mit zwei Toten.

13:02 Uhr

Mann will Maulwurfshügel beseitigen und verletzt sich schwer

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Ob die Maulwürfe jetzt weg sind?

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Mitarbeiter der Gemeinde Sulza in Thüringen hat sich beim Versuch, Maulwurfshügel mit Böllern zu entfernen, schwer verletzt. Der 47-Jährige wurde mit Verletzungen am Fuß und am Auge in ein Krankenhaus gebracht.

Offenbar hatte der Mann die Böller in die Maulwurfshügel gesteckt und angezündet. Dabei stellte er sich mit dem Fuß auf einen der Hügel. Bei der Explosion verletzte er sich.

12:38 Uhr

Mann in Bremen getötet und zerstückelt

Am vergangenen Mittwoch wurde in Bremen ein 50-Jähriger in seiner Wohnung tot aufgefunden. Seine Tochter hatte Alarm geschlagen, weil sie ihren Vater länger nicht erreicht hatte. In der Wohnung stieß die Polizei auch auf den mutmaßlichen Täter, der zu flüchten versuchte.

Nun gibt die Staatsanwaltschaft bekannt, dass die Leiche zerstückelt worden war. Sowohl in der Wohnung des Opfers wie in der Wohnung des mutmaßlichen Täters seien Teile der Leiche gefunden worden, sagte Behördensprecher Frank Passade. Das Opfer weise auch eine Schusswunde im Kopf auf.

Der 65-jährige mutmaßliche Täter sei in Untersuchungshaft und sage aus, er habe aber die Tat nicht gestanden, sagte Passade.

12:27 Uhr
Breaking News

FDP macht offenbar Weg für Grundsteuer-Reform frei

Im Streit um die Reform der Grundsteuer haben die Koalitionsfraktionen und die FDP einen Durchbruch erzielt. Die FDP werde der geplanten Grundgesetzänderung am Freitag im Bundestag nun doch zustimmen, erfuhr die dpa aus Parlamentskreisen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:58 Uhr

Stephan B. kaufte 2015 Waffe im Netz

Stephan B., der Attentäter von Halle, soll sich bereits 2015 im "Darknet" eine Schusswaffe besorgt haben. Das berichten mehrere Teilnehmer einer nicht-öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Bundestages unter Berufung auf Generalbundesanwalt Peter Frank.

Bauteile für die Waffen, die er selbst gebaut hat, soll der Täter ebenso im versteckten Teil des Internets bestellt haben.

11:22 Uhr

Kim reitet auf weißem Pferd durch den ersten Schnee

Nächstes Jahr könnte Wladimir Putin doch seinen Freund Kim Jong Un zum Geburtstag einladen und mit ihm zusammen eine schöne Zeit in der Natur verbringen.

An seinem 67. Geburtstag sammelte Putin Pilze und Beeren in der sibirischen Wildnis und posierte propagandawirksam für Fotografen.

Nordkoreas Machthaber Kim will seinem russischen Kollegen offenbar in nichts nachstehen. "Auf einem weißen Pferd durch den ersten Schnee reitend" erklimmt Kim Paektu, den höchsten Berg der koreanischen Halbinsel. So kommentieren nordkoreanische Staatsmedien diese romantischen Bilder, die ich Ihnen nicht vorenthalten kann.

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(Foto: picture alliance/dpa)

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(Foto: picture alliance/dpa)

Noch mehr Bilder von Kims Ausflug gibt's in Kürze auf n-tv.de

10:46 Uhr

Anschlag in Halle - Polizei durchsucht Wohnung in NRW

Nach dem Anschlag in Halle hat die Polizei heute morgen eine Wohnung im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach durchsucht. Das berichten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung".

Der Mann, dessen Wohnung durchsucht wurde, steht demnach im Verdacht, das sogenannte Manifest des mutmaßlichen Täters zeitnah zum Anschlag im Internet verbreitet zu haben. Die Ermittler prüfen, ob er über die geplante Tat informiert war.

Der Verdächtige soll erklärt haben, Stephan B. nicht persönlich zu kennen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:12 Uhr

Erdogan greift Maas persönlich an

Der türkische Präsident Erdogan hat Bundesaußenminister Maas nach der Einschränkung deutscher Rüstungsexporte in die Türkei scharf kritisiert.

"Da kommt der deutsche Außenminister - ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt - und sagt: Wir werden der Türkei keine Waffen verkaufen. Wir sind am Ende", spottete Erdogan. Nicht er, sondern Maas, Deutschland, werde verlieren.

Maas habe außerdem keine Ahnung von Politik; er sei ein Dilettant. "Wenn Du etwas von Politik verstehen würdest, würdest du nicht so sprechen", sagte Erdogan an Maas gewandt.

09:45 Uhr

Regierung beschließt Mobilitätsprämie für Kleinverdiener

Im Rahmen des Klimaschutzpakets hat die Bundesregierung die Absenkung der Mehrwertsteuer für Bahn-Ferntickets und eine Erhöhung der Flugticketabgabe auf den Weg gebracht. Das Kabinett habe zudem eine Mobilitätsprämie beschlossen, hieß es in Regierungskreisen.

Damit sollen auch Kleinverdiener, die keine Steuern zahlen, von einer befristeten Erhöhung der Entfernungspauschale auf 35 Cent ab dem 21. Kilometer profitieren. Sie sollen faktisch 4,9 Cent pro Kilometer und Arbeitstag ab dem 21. Kilometer ausgezahlt bekommen.

Das Kabinett billigte auch die Eckpunkte zur Einführung der CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Gebäudebereich.

09:20 Uhr

Pistorius fordert Rücknahme deutscher IS-Kämpfer

Niedersachsens SPD-Innenminister Boris Pistorius sieht Deutschland in der Pflicht, deutsche IS-Anhänger wieder aufzunehmen. "Es gehört aus meiner Sicht zur Glaubwürdigkeit des deutschen Rechtsstaates, dass wir Straftäter in einem ordentlichen Gerichtsverfahren hier in Deutschland verurteilen", sagte Pistorius im Interview mit "Spiegel Online".

Politisch wolle niemand IS-Anhänger zurücknehmen, rechtlich bestehe bei deutschen Staatsangehörigen aber die Verpflichtung, sagte der SPD-Politiker. "Immerhin verlangen wir ja auch von anderen Staaten die Rücknahme, wenn wir ihre Staatsangehörigen abschieben."

08:47 Uhr

Aus "CSU" wird "SUV"

Am frühen Morgen haben Greenpeace-Aktivisten das Parteilogo an der CSU-Zentrale in München geändert: Aus "CSU" wurde "SUV".

"Die CSU verrät ihre Werte und hat ihr C nicht mehr verdient", sagte Marion Tiemann, Verkehrsexpertin von Greenpeace. "Sie verkommt zu einer SUV-Partei, die statt unserer Lebensgrundlagen einseitig die Interessen der Autoindustrie schützt."

*Datenschutz

08:16 Uhr

Neil Patrick Harris muss sich OP unterziehen

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So sieht Barney aus "How I Met Your Mother" heute aus.

(Foto: AP)

US-Schauspieler Neil Patrick Harris hat sich nach einer Begegnung mit einem Seeigel einer Operation unterziehen müssen. "Ich bin gestolpert und meine Hand landete auf einem Seeigel, als ich vor knapp zwei Monaten in Kroatien an felsigen Klippen geklettert bin", schrieb Harris bei Instagram. Die meisten Stacheln habe er selbst entfernen können, aber zwei hätten sich nicht rausziehen lassen. Einer davon habe eine Sehne durchdrungen und sich entzündet.

Der "How I Met Your Mother"-Star postete ein Ultraschall-Video und ein Foto, auf dem er eine Art Schaumstoff-Apparat um seinen Arm trägt. Diesen müsse er noch einige Zeit tragen.

*Datenschutz

 

07:49 Uhr

Cuba Gooding Jr. weist Belästigungsvorwürfe zurück

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Mehrere Frauen werfen Cuba Gooding Jr. sexuelle Belästigung vor.

(Foto: picture alliance/dpa)

Oscar-Preisträger Cuba Gooding Jr. hat vor Gericht in New York die Belästigungsvorwürfe zweier Frauen zurückgewiesen. Sein Mandant habe auf "nicht schuldig" plädiert, sagte Goodings Anwalt Mark Heller nach der Anhörung vor dem Gerichtsgebäude. Der Schauspieler sei "vollkommen unschuldig", die Vorwürfe bezeichnete Heller als unglaubwürdig.

Bereits im Juni hatte eine Frau Gooding vorgeworfen, er habe sie bei einer Feier in einer Bar in Manhattan unsittlich berührt. Der Schauspieler wies dies damals schon vor Gericht zurück. Hinzu kommen jetzt Vorwürfe einer weiteren Frau, die eine angebliche Belästigung in einem New Yorker Restaurant im vorigen Oktober vorbrachte. Die Anklage will in einem Verfahren die Aussagen weiterer Frauen einbringen, die ähnliche Belästigungen durch Gooding seit 2001 an verschiedenen Orten, auch in Kalifornien und Texas, geltend machen.

07:27 Uhr

Scholz gibt AfD Mitschuld für Anschlag in Halle

Vizekanzler Olaf Scholz hat der AfD eine politische Mitverantwortung für den antisemitisch motivierten Anschlag in Halle gegeben. Der Finanzminister sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage, ob die geistigen Brandstifter von Halle auch bei der AfD zu suchen seien, die rechtspopulistische Partei könne ihre Verantwortung "nicht verleugnen".

Die rassistisch motivierte Tat sei in einem Milieu entstanden, "das nicht nur im Netz, sondern auch in Landtagen und im Bundestag Parolen von rechts ruft", sagte Scholz. "Die AfD sollte nicht so tun, als hätte sie mit alldem nichts zu tun."

07:04 Uhr

Nasa stellt neue Raumanzüge für Mondspaziergänge vor

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So sollen Raumfahrer künftig bei ihren Mondspaziergängen aussehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat in Washington die Prototypen neuer Raumanzüge vorgestellt, die unter anderem bei der neuen Mondmission Artemis zum Einsatz kommen sollen. Der Druckanzug für Außeneinsätze, der in seinen rot-weiß-blauen Farben ein wenig an die US-Flagge erinnert, sei eine verbesserte Version der bisher bei Außeneinsätzen im All getragenen Anzüge und sei auch erheblich besser als die von den Apollo-Mondbesuchern genutzten Modelle.

Mussten sich Neil Armstrong und seine Kollegen der Apollo-Generation noch hopsend und schwerfällig über die Mondoberfläche bewegen, erlaube das Modell der Artemis-Generation ein erheblich geschmeidigeres Vorankommen und grundsätzlich mehr Beweglichkeit.

Der zweite Anzug, ein orangefarbener Orion-Überlebensanzug, sei mit einer Reihe von Sicherheits- und Mobilitätsfunktionen ausgestattet, die dem Schutz der Astronauten bei Starts oder Notsituationen dienen sollen.

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07:00 Uhr

Als Messner zu seinem sagenhaften Gipfelrekord kletterte

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Wussten Sie, dass … einem Südtiroler heute vor 33 Jahren ein alpinsportlicher Meilenstein gelungen ist? Am 16. Oktober 1986 erklomm Reinhold Messner den Gipfel des 8516 Meter hohen Berges Lhotse und war damit der erste, der alle 14 Achttausender der Welt bestiegen hat.

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Abenteuerlustige Buam: Hans Kammerlander and Reinhold Messner.

(Foto: AP)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 16. Oktober:

  • Vor 41 Jahren wird Karol Wojtyła aus Polen zum Papst gewählt und trägt fortan den Namen Johannes Paul II.
  • Vor 56 Jahren wählt der Bundestag Ludwig Erhard zum zweiten deutschen Bundeskanzler.
  • Vor 96 Jahren beantragt der Brite John Harwood in der Schweiz das Patent für die erste automatische Armbanduhr.
  • Vor 225 Jahren stirbt die französische Ex-Königin Marie-Antoinette durch die Guillotine.

Wir gratulieren …

  • Loreen, eurovisionäre Sangeskünstlerin ("Euphoria") aus Schweden, zum 36. Geburtstag.
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  • Charles Leclerc, monegassischer Ferrari-Ehrgeizling in der Formel 1, zum 22. Geburtstag.
  • Mehmet Scholl, einstiger Fußball-Europameister und Champions-League-Sieger, zum 49. Geburtstag.
  • Corinna Harfouch, schauspielernde Suhlerin ("Der Untergang"), zum 65. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

06:49 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, ich begrüße Sie ganz herzlich im "Tag". Hier sind einige der Themen, die uns heute beschäftigen werden:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und Minister beider Länder treffen sich heute zu Beratungen in Toulouse. Beim Deutsch-Französischen Ministerrat sollen unter anderem die gemeinsame Klima- und Industriepolitik sowie wichtige Verteidigungsprojekte debattiert werden.
  • US-Vizepräsident Mike Pence soll heute gemeinsam mit US-Außenminister Mike Pompeo zur Vermittlung im militärischen Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden nach Ankara aufbrechen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump in Washington an. Ziel sei es, einen Waffenstillstand in dem Konflikt zu erreichen.
  • Eine Woche nach dem Terroranschlag in Halle beschäftigt sich der Innenausschuss des Bundestages heute mit dem Attentat.
  • Das Bundeskabinett befasst sich mit steuerlichen Regelungen zur Umsetzung des Klimaschutzpakets der Bundesregierung.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie heute in der ersten Tageshälfte mit den neusten Nachrichten aus der ganzen Welt. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail an uladzimir.zhyhachou@nama.de

06:26 Uhr

Im Süden scheint die Sonne, im Norden regnet es

Der Tag startet mild mit Frühwerten zwischen 7 und 15 Grad. Dabei ist es im Nordosten anfangs noch neblig mit Sichtweiten teils unter 100 Metern, bevor es sich dort ziemlich einregnet. Denn hier nisten sich heute die Reste der Kaltfront von Tief "Sebastien" ein und sorgen für zum Teil kräftigen Regen, der zu Beginn auch von Gewittern begleitet sein kann.

Björn Alexander

Björn Alexander

Der Westen hat in Sachen Regen hingegen das Meiste hinter sich. Hier geht es freundlich in den Tag, bevor nachmittags neue Schauer aufziehen.

Insgesamt am sonnigsten zeigt sich heute der Süden. Hier sind gerne mal 7 bis 10 Sonnenstunden drin. Trocken bleibt es außerdem. Die Temperaturen erreichen mit viel Sonne oft 18 bis 20 Grad. Ansonsten werden es zwischen 12 und 17 Grad. Hierbei weht besonders im Nordosten sowie im Bereich der Mittelgebirge ein lebhafter Südwestwind.

Die weiteren Aussichten: morgen im Süden und Südosten häufiger schön. Ansonsten bleibt es wechselhaft bei 14 bis 21 Grad. Und auch anschließend ist die Südosthälfte öfter freundlich und trocken, während es im übrigen Land durchwachsener mit Schauern weitergeht. Die Temperaturen gehen nochmals etwas zurück. Am Freitag auf 14 bis 20, am Wochenende auf 13 bis 18 Grad. Ihr Björn Alexander