mit Lukas Märkle"Vorsicht": Kanada-Premier macht sich über Trump-Regierung lustig
Der kanadische Premierminister Mark Carney hat für etliche Lacher auf einer Wahlkampfveranstaltung in Calgary gesorgt. Die Menge jubelte noch verhalten, als Carney verkündete, er werde die "Pacific Link"-Pipeline bauen.
Doch bei einer weiteren Bemerkung explodierte die Menge: Sie brach in tosenden Jubel aus, als der Ministerpräsident erklärte, die Pipeline werde die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten verringern.
Carney stichelte angesichts des Jubels in Richtung der Trump-Regierung. "Vorsicht. Die könnten das als Einmischung in die Wahlen auffassen", so der Regierungschef mit Blick auf die jubelnde Menge. "Die sind da unten ein bisschen empfindlich. Wir nicht. Wir machen einfach weiter."
Mit Schülern besetzter Linienbus geht in Flammen auf
Ein mit Schülern besetzter Linienbus ist im oberfränkischen Hirschaid bei Bamberg in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich um einen "Vollbrand". Auf Fotos ist ein völlig ausgebrannter Bus zu sehen.
35 Schüler verließen den Bus laut Feuerwehr, nachdem im hinteren Bereich Brandgeruch festgestellt worden war. Weder die Schüler noch der Busfahrer wurden verletzt, die Brandursache war zunächst unklar.
Die Rettungskräfte seien um kurz nach 7.30 Uhr zu dem Brand gerufen worden, sagte Kreisbrandmeister Tobias Dütsch. Der Busfahrer habe die Kinder aber aus dem Fahrzeug gebracht, bevor die Feuerwehr mit dem Löschen beginnen konnte.
Bundestag beschließt Frühstartrente
Der Bundestag hat am Freitag die Frühstartrente beschlossen. Für den Gesetzentwurf stimmten die Fraktionen von CDU/CSU und SPD. Grüne und Linke stimmten dagegen, die AfD-Fraktion enthielt sich. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen schon Kinder an die private Altersvorsorge herangeführt werden. Heranwachsende von 6 bis 18 Jahren bekommen dabei eine staatliche Förderung zum Aufbau eines Vorsorgedepots.
Geplant ist, dass der Staat monatlich zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Depot einzahlt. Dieser Betrag kann von Eltern oder Großeltern durch freiwillige Einzahlungen von bis zu 6840 Euro pro Jahr aus eigenen Mitteln ergänzt werden. Das Depot können die Eltern bei einem privaten Anbieter ihrer Wahl eröffnen.
Umstrittene Linken-Politikerin legt im Antisemitismus-Streit wortreich nach
Nach der Wiederaufnahme der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin hat die Linken-Politikerin Vanessa Emde eine ihrer umstrittenen Aussagen in einem Instagram-Video wiederholt. In dem Beitrag sagte die Neuköllner Abgeordnete im Abgeordnetenhaus, sie habe vor einigen Monaten in einem Video davon gesprochen, dass es kein Existenzrecht für Staaten gebe, sondern nur für Menschen. "Ich stehe zu meinen Aussagen und ich nehme keine einzige dieser Aussagen zurück", sagte Emde in dem neuen Video.
Der Satz sei ein völkerrechtlicher "No-Brainer". Die Berliner Linksfraktion hatte die Abgeordnete am Dienstag in ihre Reihen aufgenommen. Die Fraktion bekannte sich in ihrer konstituierenden Sitzung zum Kampf gegen Antisemitismus, zum Schutz jüdischen Lebens und zum Existenzrecht Israels. Alle Abgeordneten unterzeichneten eine entsprechende Erklärung.
Emde kritisierte, diese nenne nur selektiv Details aus Partei-Beschlüssen. Nicht erwähnt werde darin etwa ein Beschluss der Linken, die das israelische Vorgehen im Gazakrieg seit einem Parteitag im Juni erstmals offiziell als "Völkermord" bezeichnet. Dass sie in die Fraktion aufgenommen wurde, sei "ein kleiner Geländegewinn gegen die Staatsräson", sagte Emde.
Neues Dokument zerrt geheime Trump-Spender ans Licht
Ein bisher unbekanntes Dokument listet alle Spender für den von US-Präsident Donald Trump angestrebten Ballsaal am Weißen Haus auf. Nvidia und Apple haben jeweils 25 Millionen Dollar zugesagt, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf die Liste. Dabei handelt es sich um die höchste Einzelsumme.
Die Familie Adelson, eine der größten Spenderdynastien der Republikanischen Partei, hat ebenfalls diesen Betrag zugesagt, ebenso wie der Milliardär Charles Ergen, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des Telekommunikationsunternehmens Dish Network. Insgesamt werden in dem Dokument 67 Spenden mit 10.000 Dollar oder mehr aufgeführt. Insgesamt sammelte der US-Präsident so 333 Millionen Dollar ein.
Einer fehlt auf der Liste, obwohl er zusagte, sich finanziell zu beteiligen: Trump selbst.
"Sherlock"-Star überrascht mit heimlicher Hochzeit
Martin Freeman hat nach sechs Jahren Beziehung heimlich seine Partnerin Rachel Benaissa geheiratet. Das berichtet das britische Boulevardblatt "The Sun". Ein Sprecher des Schauspielstars bestätigte die Hochzeit gegenüber der Zeitung.
Das Paar hat sich laut "The Sun" angeblich vor einiger Zeit das Jawort gegeben. Der Star aus "Sherlock" und "Der Hobbit" ist seit 2020 mit Rachel Benaissa zusammen. Sie arbeitet ebenfalls als Schauspielerin und war unter anderem in "Normal People", "This Way Up" und "Irish Wish" zu sehen.
Drohungen an jüdische Studenten nach Aktion bei Synagoge
Vertreter der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) erhalten nach eigenen Angaben Drohungen, nachdem sie den AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider daran gehindert hatten, an einer Gedenkveranstaltung in der Haller Synagoge teilzunehmen. "Wir bekommen seit der Aktion vor der Synagoge in Halle deutlich mehr Anfeindungen und deutlich mehr Hass - bis hin zu Morddrohungen", sagte der JSUD-Vorsitzende Ron Dekel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Dekel verteidigte die Aktion vor knapp einer Woche am Tag des Gedenkens an den antisemitisch motivierten Anschlag auf die Synagoge vor sieben Jahren. "Rechtsextremisten haben in einer Synagoge nichts zu suchen. Denn es sind Menschen, die so einen Anschlag erst möglich gemacht haben mit ihrer Rhetorik. Sie gehören vor allem nicht vor die Augen von Überlebenden und Angehörigen von Opfern, wenn diese trauern wollen."
US-Armee entwickelt fahrende Riesen-Kanone "XM1776"
Das US-Militär will sein Artillerie-Arsenal modernisieren. Die häufig eingesetzten Haubitzen M777 sollen abgelöst werden. Dazu startet jetzt unter anderem ein gemeinsames Projekt auf Basis der südkoreanische K9. Neun Prototypen sind bestellt. Die Riesen-Kanonen sollen vor allem beweglicher sein.
FBI-Agenten wehren sich gegen Trumps "persönliche Rache"
Neun im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump entlassene Mitarbeiter der Bundespolizei FBI verlangen ihre Wiedereinstellung. In ihrer am Donnerstag bei einem Gericht in Washington eingereichten Klage bezeichnen sie ihren Rauswurf als "politische Vergeltung".
Die neun Agenten und Analysten waren im Februar von FBI-Direktor Kash Patel entlassen worden. Sie waren an den Ermittlungen gegen Trump wegen der Lagerung geheimer Dokumente in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida beteiligt. Die Ermittlungen zu der Dokumentenaffäre sowie ein weiteres Strafverfahren gegen Trump wegen mutmaßlicher Wahlmanipulation im Jahr 2020 wurden nach Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024 eingestellt.
Sie seien "unrechtmäßig entlassen" worden, hieß es in der Klage der FBI-Mitarbeiter. Es habe "keinen legitimen Grund" dafür gegeben, sondern es sei nur darum gegangen, "die persönliche Rache des Präsidenten zu befriedigen". Die Regierung sieht sich auch mit weiteren Klagen von entlassenen FBI-Agenten gegen ihre Kündigung konfrontiert.
Wilde Aktion: Auto voller Jugendlicher rast vor der Polizei davon
Ein Jugendlicher ist in einem Auto in der Nacht vor der Polizei geflüchtet - quer durch die Innenstadt von Altenkirchen. Die Beamten hatten den Wagen für eine Kontrolle anhalten wollen, wie die Polizei mitteilte. Doch da soll der 16 Jahre alte Fahrer Gas gegeben haben: Mit drei weiteren Jugendlichen an Bord fuhr er mutmaßlich erst verkehrt herum eine Einbahnstraße entlang, soll später viel zu schnell durch die Fußgängerzone gefahren sein und an einer Stelle fast die Kontrolle über das Auto verloren haben.
Auf einer Kreuzung hielt der Wagen schließlich an, wie es in der Mitteilung hieß. Die Polizisten fanden heraus, dass der junge Fahrer keinen Führerschein hatte und sich für die Spritztour das abgemeldete Auto seines Vaters geschnappt hatte. Gegen den 16-Jährigen seien Strafverfahren eingeleitet worden. Seine drei Mitfahrer waren demnach 16 bis 17 Jahre alt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser.
Der Parteinachwuchs von CDU und CSU trifft sich in Bonn. Beim sogenannten Deutschlandtag wurde es im vergangenen Jahr sehr ungemütlich für den Kanzler. Die Junge Union machte Friedrich Merz Druck beim Rentenpaket. Das ist bis heute nicht in Gesetzesform gegossen - es könnte also wieder ein anstrengender Besuch für den CDU-Chef werden.
Darüber hinaus gibt sich auch weitere Parteiprominenz die Ehre: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und der CSU-Chef Markus Söder sind beide ebenfalls vor Ort.
Das wird sonst noch wichtig:
Bundestag entscheidet über die neue Frühstartrente.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder beraten am Vormittag mit dem ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland.
In Leipzig beginnt der 60. Bundeskongress der Grünen Jugend.
Der Bundesrat wählt ein neues Präsidium. Bundesratspräsident soll der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst werden, der auf Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte folgen würde.
Außenminister Johann Wadephul empfängt seinen portugiesischen Amtskollegen Paulo Rangel.
Zum Auftakt des sechsten Bundesliga-Spieltags treffen Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln um 20.30 Uhr (Sky und bei ntv.de im Liveticker) aufeinander.
In der 2. Bundesliga treffen zum Auftakt des Spieltags Energie Cottbus und der 1. FC Nürnberg sowie Holstein Kiel und Hertha BSC aufeinander.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in diesen Donnerstag!
Warum Lungenkrebs nicht nur Raucher betrifft
Lungenkrebs trifft auch Menschen, die nie rauchen. Neben genetischen Veränderungen können auch Schadstoffe das Risiko erhöhen. Warum die Krankheit oft lange unbemerkt bleibt, für wen eine Früherkennung sinnvoll ist und welche Warnzeichen Betroffene ernst nehmen sollten, erklärt Christoph Specht.
Interview wird für Trump-Sprecherin zum kompletten Desaster
In der Debatte um ihre beruflichen Qualifikationen hat die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, zugegeben, bei einer Anwaltsprüfung durchgefallen zu sein. In einem außergewöhnlich kritischen Interview verneinte sie die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob sie die Prüfung bestanden habe. Auf Nachfragen gab sie zudem zu, die Prüfung nicht wiederholt zu haben.
Dass Hannity Zacharia so kritische Fragen stellte, ist bemerkenswert. Er gilt als einer der engsten und einflussreichsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. Im TV-Sender Fox News stellt er regelmäßig Trumps Politik und Wirken ungewöhnlich positiv dar. Anders verlief dagegen das Gespräch mit Zacharia. Unter anderem konfrontierte er sie damit, dass sie Medienberichten zufolge selbst in rund 15 Social-Media-Posts eine Anwaltsbezeichnung genutzt habe, obwohl sie die entsprechende Zulassung dafür nicht nachgewiesen habe. Auch fragte er sie, warum sie nicht einfach zugegeben habe, die Prüfung nicht bestanden zu haben.
Zacharia versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen. Da sie gewusst habe, dass sie in China leben würde, hätte das Ergebnis der Prüfung keine Rolle mehr gespielt. Sie habe die Prüfung abgelegt, um keinen Rückzieher zu machen.
Viele Verletzte: Kleinbus rammt Zug
Beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Güterzug am Kanaltunnel im französischen Calais sind 19 Menschen verletzt worden. Der Kleinbus habe Lkw-Fahrer transportiert, deren Lastzüge per Bahn nach Großbritannien gebracht werden, teilte die Präfektur mit. Es habe keine Toten gegeben und niemand schwebe in Lebensgefahr. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.
Der Sender TF1 berichtete unter Verweis auf die Präfektur, dass der Bus am Tunneleingang auf der Höhe des Bahnsteigs einen stehenden Güterzug gerammt habe. Die Insassen des Busses seien an den Beinen und am Kopf verletzt worden, es gebe fünf Schwerverletzte, berichtete die Zeitung "La Voix du Nord". Ein Foto zeigte, wie der im vorderen Bereich schwerbeschädigte Bus neben dem Güterzug stand. Zahlreiche Helfer und Polizisten waren am Unfallort zu sehen.



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