Das war Montag, der 5. Mai 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
das war's. Der Montag geht so langsam zu Ende - und damit sind die letzten Stunden der bisherigen Bundesregierung eingeleitet. Ende März bereits haben die Minister ihre Entlassungsurkunden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhalten. Nun ist Olaf Scholz mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. Es wird erwartet, dass Friedrich Merz morgen zum neuen Kanzler gewählt wird - er selbst denkt, das klappt im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit. Wir werden sehen.
Was heute sonst noch wichtig war:
Wie Estland an der russischen Grenze aufrüstet. Von Kevin Schulte
Verpassen Sie auch nicht die ganze Recherche "Stern Investigativ - Braune Kinderzimmer". Teilweise undercover mit verdeckter Kamera drehte ein Team von RTL, ntv und "Stern" über längere Zeit in der gefährlichen rechtsextremen Szene. RTL zeigt die 60-minütige Doku jetzt gleich um 22.35 Uhr, ntv wenig später um 23.30 Uhr. Im Anschluss ist der Film von Angelique Geray, Markus Frenzel und Tim Kickbusch auf RTL+ abrufbar.
Damit verabschiede ich mich in die Nacht. Bleiben Sie gesund und schauen Sie auch morgen wieder im "Tag" auf ntv.de vorbei. Beste Grüße,
Ihr Max Patzig
Datenleck bei Facebook - Betroffene können sich Sammelklage anschließen
Betroffene eines 2021 bekannt gewordenen Datenlecks bei Facebook können sich seit heute einer Sammelklage anschließen und Schadenersatz fordern. Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) mitteilt, soll die sogenannte Musterfeststellungsklage gegen den Meta-Konzern rund sechs Millionen Facebook-Nutzende in Deutschland helfen.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im November geurteilt, schon der kurze Kontrollverlust über eigene Daten könne ein Schaden und rund 100 Euro als Schadenersatz angemessen sein. Der Vzbv will bis zu 600 Euro pro Nutzer einklagen.
Betroffene des Datendiebstahls können bei der Sammelklage mitmachen, indem sie sich beim Bundesamt für Justiz ins Klageregister eintragen. Über die Webseite können Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren, wie das geht und ob ihre Daten Teil des Lecks waren. Nach der Eintragung können die Ansprüche laut Vzbv dann nicht mehr verjähren, egal wie lange das Verfahren dauert. Kosten entstehen demnach nicht.
Klingbeil legt sich nicht fest, ob Esken weiter an Parteispitze bleiben darf
SPD-Parteichef Lars Klingbeil hält sich in der Frage der künftigen Führung der Sozialdemokraten bedeckt. Jetzt gehe es um die Ministerien und am Mittwoch um die Fraktionsführung, sagt er vor einer Sitzung seiner Fraktion. Auf dem Weg zum Parteitag, der Ende Juni stattfindet, werde dann geklärt, wie die SPD sich an der Spitze aufstelle.
Klingbeil selbst an der Parteispitze gilt als gesetzt. Die Zukunft von Klingbeils Co-Chefin Saskia Esken ist offen. Sie wurde bei der Besetzung der Ministerien nicht berücksichtigt. Generalsekretär Matthias Miersch soll am Mittwoch zum Fraktionschef gewählt werden. Damit muss auch der Generalsekretärsposten nachbesetzt werden.
Per Krypto-Versteigerung: Donald Trump lädt superreiche Fans zum Essen ein
Der US-Präsident gibt sich nahbar: Donald Trump lädt gleich 220 Fans zum gemeinsamen Essen ein. 25 von ihnen dürfen sogar vorher an einer speziellen Führung durch Trumps Privatclub in Washington teilnehmen. Glück braucht man dafür nicht - nur das nötige Kleingeld.
Interessierte sollen nämlich die Kryptowährung Trump Meme, auch $TRUMP-Coin genannt, kaufen, und zwar möglichst viel davon. Denn nicht zufällige Personen, sondern diejenigen 220 Leute, die die meisten davon am 22. Mai vorweisen können, werden eingeladen. Wer sich in den Top 25 wiederfindet, darf sich zusätzlich über die Führung freuen. Knallhartes Marketing also. Das Geld, das Interessierte für die Kryptowährung ohne weiteren Nutzen ausgeben, wandert in Trumps Geldbeutel.
Und der Präsident ruft seine Anhänger sogar dazu auf, immer wieder auf ein extra eingerichtetes "Leaderboard" zu schauen. Dort wird ein Live-Ranking angezeigt, wer die meisten Trump Memes hält.
Die Aktion läuft schon seit 23. April. Der $TRUMP-Coin-Kurs machte sofort einen ordentlichen Sprung nach oben. Heute Abend (MESZ) hat Trump die Aktion nochmals auf Truth Social befeuert, was sicher für einen neuen Ansturm unter seinen Fans sorgen könnte. Alle Fragen zur digitalen Spaßwährung und dem Event beantwortet das Team um das US-Staatsoberhaupt auf einer speziellen Webseite.
Nach vermeidbarem Todesfall: Stadt streicht 453 Parkplätze
Falschparker bereiten vielerorts Einsatzkräften Sorge. Kommt es zum Notfall, kommen Retter nicht immer so schnell wie möglich an den Ort des Geschehens. In Köln erlag kürzlich ein Mann seinen Verbrennungen, weil die Feuerwehr mit ihrem Drehleiterfahrzeug nicht zum Einsatzort kam - Grund dafür: ein Falschparker.
"Hier verzögerte sich die Rettung eines Brandopfers aufgrund eines falsch geparkten Autos um mehrere Minuten, die entscheidend waren", teilt die Kölner Stadtverwaltung heute mit. "Aufgrund von konkreten Hinweisen der Feuerwehr und aus der Bürgerschaft hat die Verwaltung die Mindestfahrbahnbreite von 3,05 Meter in einigen Bewohnerparkgebieten der Innenstadt überprüft." In der Folge werden 453 Bewohnerparkplätze gestrichen, damit die Einsatzwagen jederzeit an die Orte vorrücken können, an denen sie gebraucht werden.
Auf dem Weg zu einem Wohnungsbrand im Stadtteil Humboldt/Gremberg konnte ein Drehleiterwagen am 25. März wegen eines im Halteverbot geparkten Autos nicht in eine Straße einbiegen. Deswegen konnte die Feuerwehr einen Mann nicht mit der Drehleiter aus dem zweiten Stock retten. Mit schwersten Verbrennungen sprang er schließlich in ein Sprungtuch, starb aber zwei Wochen später. "Die Feuerwehr hätte ihn auf jeden Fall schneller retten können, wenn sie nicht behindert worden wäre", sagte ein Feuerwehrsprecher nach dem Unglück. Gegen den Falschparker ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung.
Live bei ntv: Olaf Scholz wird mit großem Zapfenstreich verabschiedet
Zum Ende seiner knapp dreieinhalbjährigen Amtszeit als Bundeskanzler wird Olaf Scholz jetzt von der Bundeswehr mit dem Großen Zapfenstreich vor dem Berliner Amtssitz des Verteidigungsministeriums verabschiedet.
Die rund einstündige Zeremonie ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung deutscher Soldatinnen und Soldaten. Der Große Zapfenstreich soll den Zusammenhalt der Truppe festigen und die Verbundenheit von Bundeswehr und Bevölkerung stärken. ntv überträgt das Prozedere hier live im Stream.
"Der Sonne entgegen": RBB-Moderator Andreas Hahn ist gestorben
Andreas Hahn ist tot. Wie der RBB mitteilt, starb Hahn im Alter von 59 Jahren in Berlin. Zur Ursache machte der Sender keine Angaben.
Seine Karriere im ORB-Fernsehen (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) begann Hahn 1992 als Sportreporter. 1997 übernahm der Brandenburger dann ab Folge 8 die beliebte Spielshow "Der Sonne entgegen". Bis zum Ende des Formats im Jahr 2007 war Hahn der Star der Gameshow. Für Sonderauflagen kehrte er anschließend vor die Kamera zurück.
"Mit seiner Schlagfertigkeit und seinem bübischen Humor machte Andreas Hahn 'Die Sonne' zum Dauerbrenner", würdigt der RBB jetzt. "Auf seiner Kandidatensuche durchs Land umarmte er halb Brandenburg und fand manchmal sogar jemanden, der die Prignitz mit Mallorca tauschen wollte."
Aus Anlass des Todes von Andreas Hahn ändert der RBB sein TV-Programm und zeigt am Freitag ab 22 Uhr noch einmal satte elf Folgen von "Der Sonne entgegen". Am Samstag wird um 16.20 Uhr das Spezial "Der Sonne entgegen XXL - Traumreisen" von 2018 wiederholt.
Ex-AfD-Chefin Frauke Petry gründet neue Partei - das will sie diesmal anders machen
Die frühere AfD-Chefin Frauke Petry hat die Gründung einer neuen Partei angekündigt. "Vorbereitend" für die geplante Neugründung "haben Mitstreiter und ich vor einigen Monaten den Verein 'Team Freiheit' gegründet", sagt Petry der "Welt".
"Es gibt keine Partei, die das dringend Notwendige fordert: eine drastische Senkung der Staatsquote auf 25 Prozent in fünf Jahren, also minus fünf Prozent pro Jahr, und Meinungsfreiheit durchsetzen", so Petry. Wie ihre neue Partei heißen soll, gibt sie noch nicht preis. "Das Programm für mehr Freiheit wird eine Erneuerung der kulturellen Westbindung und ein anti-etatistisches Angebot als positiver Gegenentwurf zur bisherigen Parteienlandschaft sein", kündigt Petry lediglich an.
Unter der Staatsquote versteht man das Verhältnis zwischen dem Geld, das der Staat zur Erfüllung seiner Aufgaben ausgibt, etwa für den Straßenbau, die Bundeswehr sowie Beamtenlöhne, und dem Bruttoinlandsprodukt. Diese Quote lag im vergangenen Jahr in Deutschland bei 49,5 Prozent. Petry war von 2013 an AfD-Parteichefin, 2017 trat sie aus der Partei aus, nachdem sie damit gescheitert war, die AfD auf einen gemäßigteren Kurs festzulegen.
Drogendealer fliegt wegen eigener Planlosigkeit auf
Eigentlich sind Drogendealer um Diskretion bemüht und vermeiden es, ihr Tun öffentlich zur Schau zu stellen. Anders ein 22 Jahre alter Mann: er hat vergessen, an der Rezeption Bescheid zu sagen, dass er länger im Hotel bleiben will. Als er eigentlich auschecken sollte, kamen die Reinigungsleute in sein Zimmer und entdeckten allerhand Drogen. Der Mann, ein Deutscher, befand sich auf dem Balkon im 13. Stock. Das Hotel alarmierte die Polizei.
"Auf dem Balkon zeigte sich ein skurriles Bild", berichten die Ermittler im Nachgang: "Der Düsseldorfer lag dort in einer Badewanne mit zwei Mobiltelefonen in den Händen." Als die Beamten plötzlich erschienen, hat der junge Mann diese über die Brüstung geworfen. Die Telefone konnten dennoch im Anschluss sichergestellt werden.
Im Hotelzimmer wurden anschließend knapp über 1 Kilo Haschisch, etwa 600 Gramm Marihuana, 930 Tilidin-Tabletten und fast 14 Gramm Kokain gefunden. Bei der Durchsuchung stellten Beamte zudem eine Pfefferspray-Pistole und rund 11.000 Euro in bar sicher. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft gegen den 22-Jährigen an.
Trump-Regierung zahlt Flüchtlingen Geld, wenn sie sich "selbst abschieben"
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will illegal eingewanderten Migranten 1000 US-Dollar (umgerechnet rund 882 Euro) zahlen, wenn sie freiwillig das Land verlassen. Das Geld erhalte jeder, der über eine entsprechende App die Funktion zur "Selbstabschiebung" nutze, teilt das Heimatschutzministerium mit.
Sobald die App die Ankunft im Heimatland bestätigt, werde das Geld ausgezahlt. Die US-Regierung übernehme auch Kosten zur Finanzierung der Ausreise.
Über die App CBP One konnten Migranten unter der Regierung von Joe Biden etwa von Mexiko aus Termine für ihre Asylanträge an US-Grenzübergängen vereinbaren. Unter Trump wurde die App komplett für Abschiebungen umfunktioniert und in CBP Home umbenannt. Illegal Eingewanderte können die App jetzt nutzen, um mitzuteilen, dass sie ausreisen wollen.
Mutter überfahren: Entenküken irren über Autobahn
Sieben kleine Entenküken hat die Polizei in Südhessen von der A5 gerettet. Die Tiere watschelten alleine auf dem Seitenstreifen, vermutlich war ihre Mutter einige Hundert Meter entfernt auf der stark befahrenen Autobahn auf Höhe Mörfelden-Walldorf überfahren worden, wie die Beamten mitteilen.
Die Küken wurden am Freitag an den Tierschutzverein Rüsselsheim übergeben. "Den Entchen geht es gut. Sie sind alle munter und fressen gut", sagt eine Mitarbeiterin. Weil sie noch so jung seien, würden sie unter einer Rotlichtlampe gewärmt und mit speziellem Aufzuchtfutter ernährt. Wenn die Küken groß seien, würden sie wieder ausgewildert, sagt die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins.
Wassermassen fluten Wüstenstadt mit Hunderten Touristen - zwei Tote
In der jordanischen Felsenstadt Petra, der weltberühmten Touristenattraktion des Landes, müssen nach Starkregen 1800 Menschen evakuiert werden. Wasserfälle bilden sich und stürzen die Steinwände hinab, Rettungskräfte sind im Einsatz.
Promifotografin Sayn-Wittgenstein-Sayn ist tot
Die Promifotografin "Mamarazza" alias Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ist am Sonntag im Alter von 105 Jahren in München gestorben. Dies bestätigte die Familie.
Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hat in vielen Jahrzehnten zahlreiche Prominente fotografiert. Darunter war als damaliger Thronfolger der jetzige britische König Charles III., die Starsopranistin Maria Callas, der surrealistische Künstler Salvador Dalí und James-Bond-Darsteller Sean Connery.
Bis ins hohe Alter hat die Fürstin am gesellschaftlichen Leben teilgenommen. Vor wenigen Jahren hatte sie zur Freude der Familie Pläne, ihren Wohnsitz von München zurück nach Sayn in Rheinland-Pfalz zu verlegen. Daneben hatte die Adlige noch einen Wohnsitz im österreichischen Fuschl. Dort hielt sie auch gern Hof, lud viele Stars am Rande der Salzburger Festspiele in ihr Anwesen ein.
Ihren Spitznamen verdankte die Fotografin einer Idee von Caroline von Monaco. Die hatte einst gescherzt: "Du bist kein Paparazzo, du bist eine Mamarazza."
Völlig überfüllte 4,5-Millionen-Dollar-Jacht sinkt - Influencer feiern einfach weiter
Vor der Küste Miamis kentert eine Jacht im Wert von 4,5 Millionen US-Dollar. An Bord sind 32 Frauen - obwohl das Boot nur für 7 Personen zugelassen ist. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie sie trotz des Untergangs weiterfeiern. Der Vorfall wird untersucht.
Charterflug für Flüchtlinge in dieser Woche abgesagt
Ein ursprünglich für diese Woche vorgesehener Charterflug für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge von Kenia nach Deutschland ist abgesagt worden.
Insider berichten, dass die Entscheidung nach einem Gespräch zwischen der geschäftsführenden Bundesinnenministerin Nancy Faeser und ihrem designierten Nachfolger Alexander Dobrindt getroffen wurde. Mit dem Flieger sollten rund 190 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Sudan geholt werden.
Facebook kürzt weiter bei Faktenchecks - Über 2000 Stellen in Europa gestrichen
Das mit der Moderation von Facebook- und Instagram-Inhalten beauftragte Unternehmen Telus International baut an seinem Sitz in Spanien nach Gewerkschaftsangaben massiv Stellen ab. Die Verträge aller Beschäftigten in Barcelona, die mit der Moderation von Inhalten der beiden Online-Netzwerke des Meta-Konzerns betraut seien, würden beendet, erklärt die Gewerkschaft CCOO. Das Unternehmen habe bei einem Treffen am Morgen einen Sozialplan für die insgesamt 2059 betroffenen Angestellten vorgelegt.
Den Beschäftigten wird wohl die "höchstmögliche gesetzliche Abfindung" gewährt. Die Einigung auf den Sozialplan sei erfolgt, nachdem Meta den Vertrag mit Telus gekündigt habe. Das Unternehmen moderierte seit 2018 Inhalte für Meta.
Der US-Techkonzern hatte nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump erklärt, sein Faktencheck-Programm einzustellen. Meta werde seine Richtlinien zur Moderation von Inhalten deutlich überarbeiten und sein Programm zur Überprüfung von Fakten durch Dritte beenden, erklärte Meta-Chef Mark Zuckerberg damals.
Vierfachmutter im IS aktiv - Festnahme nach Landung am Flughafen
Eine vierfache Mutter ist als mutmaßliche Anhängerin der Terrororganisation Islamischer Staat unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Syrien an einem deutschen Flughafen festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft der 37-Jährigen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie eine Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht vor. Die Festnahme erfolgte demnach bereits am 1. Mai. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft. Die Kinder sind bei anderen Familienmitgliedern untergebracht.
Die Behörde begründet den Verdacht unter anderem mit der Lebensgefahr, der die Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren im syrischen Bürgerkriegsgebiet ausgesetzt waren, aber auch mit deren Erziehung im Sinne der IS-Ideologie. Es bestehe die Gefahr, dass die Kinder die Ziele und Vorgehensweisen der Organisation verinnerlichten und deshalb einen kriminellen Lebenswandel führen könnten, heißt es in der Mitteilung.
Ende September 2014 sei die Frau mit damals noch drei minderjährigen Kindern über die Türkei nach Syrien gereist. Dort habe sie ihren Ehemann getroffen, einen IS-Anhänger. Auch sie selbst habe sich der Befehlsgewalt der Vereinigung unterworfen und sich aktiv betätigt. Nach dem Tod ihres Mannes bei einem Selbstmordattentat im Jahr 2015 habe sie erneut einen IS-Kämpfer geheiratet. Die Familie erhielt monatlich Geld vom IS.
Union wählt Jens Spahn zum neuen Fraktionsvorsitzenden
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat den früheren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 44-Jährige erhielt bei der Abstimmung in Berlin 91,3 Prozent der Stimmen, wie aus Fraktionskreisen verlautete. Spahn tritt die Nachfolge des bisherigen Fraktionschefs Friedrich Merz an, der sich morgen zum Bundeskanzler wählen lassen will.
Papamobil des toten Papstes soll im Gazastreifen Sinn stiften
Eins der berühmten Papamobile des verstorbenen Papstes soll laut Angaben der Hilfsorganisation Caritas als mobile Kinderklinik im Gazastreifen eingesetzt werden. "Mit dem Fahrzeug wird es möglich sein, Kinder zu erreichen, die heute keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, die verletzt und unterernährt sind", erklärt der Geschäftsführer von Caritas Schweden, Peter Brune.
Papst Franziskus hatte das Fahrzeug mit offenen Seiten, aus dem heraus das Kirchenoberhaupt Menschenmengen begrüßen konnte, 2014 bei einem Besuch in Bethlehem genutzt. Seitdem wurde das Auto ausgestellt, staubte ein und rostete.
Nun wurde das Papamobil repariert, umgebaut und an die Caritas in Jerusalem übergeben. Sobald der Zugang humanitärer Hilfe in den Gazastreifen wieder geöffnet wird, soll das Fahrzeug nach Gaza gebracht werden. "Dieses Fahrzeug steht für die Liebe, Fürsorge und Nähe, die seine Heiligkeit während der gesamten Krise für die Verletzlichsten gezeigt hat", erklärt der Geschäftsführer von Caritas Jerusalem, Anton Asfar.
Vierjähriger steigt allein in abfahrenden Zug, Mutter rennt verzweifelt hinterher
So ein Weltenbummler! Ein Vierjähriger ist am Bahnhof von Westerland unbemerkt in einen Zug gestiegen und damit auf das Festland gefahren. Die Mutter wollte mit ihrem Sohn von Sylt zu einem Termin nach Flensburg reisen und stand auf dem Bahnsteig, als der Zug losrollte, wie die Bundespolizei in Flensburg mitteilt. Wie der Junge von ihr ungesehen in den Zug schlüpfen konnte, ist unklar.
Die 33-jährige Sylterin habe demnach noch vergeblich versucht, die Türen zu öffnen, als sie bemerkte, dass ihr Kind im Zug ist. Anschließend sei die Frau laut Polizeisprecher neben dem Zug hergerannt. Sie informierte das Bahnpersonal auf der Nordseeinsel. Die Bundespolizei nahm den jungen Reisenden nach rund 40 Minuten Fahrzeit am Bahnhof in Niebüll auf dem Festland von der Zugbegleiterin entgegen.
"Die Bundespolizisten kümmerten sich um den Jungen und zeigten ihm ihr Dienstfahrzeug mit Blaulicht und Polizeikelle", heißt es weiter. Mit dem nächsten Zug erreichte demnach auch die Mutter den Bahnhof auf dem Festland und nahm ihren Sohn glücklich in den Arm.
Weltpremiere in Deutschland - Paypal startet neuen Dienst
Wovon andere Länder träumen, soll bald in Deutschland möglich sein: Paypal ermöglicht hierzulande das Bezahlen an der Ladenkasse. Ähnlich wie bei Apple Pay oder Google Pay wird man künftig mit einer Paypal-App auf dem Smartphone an einem Kassenterminal im Supermarkt, an der Tankstelle oder anderen Kassen kontaktlos bezahlen können.
Paypal werde in den kommenden Wochen seine erste kontaktlose mobile Wallet starten - mit Deutschland als weltweit erstem Markt, teilt das Unternehmen mit. Um die Wallet (virtuelle Geldbörse) des US-Finanzdienstes nutzen zu können, müssen die Nutzer die neuste Version der Paypal-App auf dem iPhone oder einem Android-Smartphone installiert haben.
Per "Tap-to-Pay" kann man künftig überall dort bezahlen, wo kontaktlose Mastercard-Zahlungen akzeptiert werden. Dabei wird das entsperrte Smartphone an das Terminal gehalten, um den Bezahlvorgang auszulösen. Die App enthält zudem eine Gesamtübersicht der Online- und Offline-Einkäufe.
Auszug steht bevor - Kanzler Scholz hat Kisten gepackt
Noch-Kanzler Olaf Scholz will im Bundestag für seinen designierten Nachfolger Friedrich Merz stimmen und danach sein Büro im Kanzleramt übergeben. Derzeit stehen dort schon viele Kisten, sagt der scheidende Regierungssprecher Steffen Hebestreit. "Ich gehe sicher davon aus, dass, wenn das morgen so sich vollzieht, wie wir uns alle das vorstellen, dass der künftige, der neue Bundeskanzler dann in ein sehr aufgeräumtes Büro einziehen kann."
Scholz sei mit sich im Reinen, bekräftigt Hebestreit. Der geschäftsführende Kanzler freut sich auf den Abschied mit dem großen Zapfenstreich am Abend. "Auf morgen blickt er sicherlich mit einer gewissen Entspanntheit", fügt Hebestreit hinzu.
"Schwerer Sabotageakt" lässt mehr als 10.000 Reisende in Zügen stranden
In Spanien herrscht schon wieder Chaos. Tausende Fahrgäste verbrachten die ganze Nacht über in Zügen. Grund dafür sind Kabeldiebe. Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnet den Vorfall als "schweren Sabotageakt". "Ich war 15 Stunden im Zug von Barcelona nach Sevilla", erzählte RTVE-Reporter Jesús Navarro. Im Normalfall ist man auf dieser Strecke nur sechs Stunden unterwegs.
Betroffen waren nach amtlichen Angaben 30 Fernverkehrszüge mit insgesamt 10.700 Passagieren vor allem auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Andalusien sowie zum Teil auch zwischen Barcelona und der Region im Süden des Landes.
An verschiedenen Stellen der Provinz Toledo südlich von Madrid sei Kabeldiebstahl verübt worden. Hinzu sei ein Schaden an einer Oberleitung gekommen, der aber von einem Zug verursacht worden sei.
"Ich habe mit Hunderten anderen Menschen die ganze Nacht im dunklen Zug verbracht, mit nur wenig Wasser und ohne Essen, bevor die Fahrt am frühen Morgen endlich weiterging", erzählte ein junger Mann einem RTVE-Reporter. "Für mich war das schon ein bisschen Abenteuer, aber es gab viele Eltern mit Babys und ältere Menschen, für die das wirklich schlimm war."
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Lukas Märkle hat es für heute geschafft. Er geht in den wohlverdienten Feierabend und ich behalte das Tagesgeschehen für Sie weiter im Blick. Mein Name ist Max Patzig. Wenn Sie Fragen, Wünsche, Anregungen haben, schreiben Sie mir gern: max.patzig@ntv.de.
In diesem Sinne: Auf einen unterhaltsamen und nachrichtenreichen Montagnachmittag!
Olaf Scholz äußert sich zu seiner Zukunft
Der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz will sich künftig nicht über Gebühr als Ex-Kanzler einmischen. "Ich werde nicht reich werden. Ich werde keinen Lobbyismus machen. Ich werde nicht ständig morgens im Radio sagen, was die Regierung falsch macht", sagte Scholz bei einer Podiumsdiskussion mit Schülerinnen und Schülern einer Schule im brandenburgischen Eichwalde.
Er wolle einen Beitrag dazu leisten, dass es mit dem Land "gut weitergeht". Dazu habe er die Mittel und die Möglichkeiten und das wolle er - wenn er lange lebe - die nächsten 30 Jahre tun.
"Anerkennung empirischer Evidenz": Experte widerspricht Linnemann deutlich bei Protest-Aussage
Der Politikberater Johannes Hillje hat der Aussage des CDU-Generalsekretärs Carsten Linnemann zu den Gründen der Wähler, für die AfD zu votieren, deutlich widersprochen. "Die AfD wird (mehrheitlich) nicht aus Protest gewählt. Die Anerkennung empirischer Evidenz ist das Mindeste, was man in dieser Debatte verlangen darf", schreibt Hillje auf Bluesky unter Verweis auf die Aussage Linnemanns.
"Ich halte da nichts von", hatte der CDU-Politiker zuvor der "Bild"-Zeitung mit Blick auf ein Verbotsverfahren gesagt. "Die meisten Wähler wählen die AfD aus Protest. Und Protest kann man nicht verbieten."
Befragungen nach der Bundestagswahl 2025 widersprechen der Aussage Linnemanns jedoch. 54 Prozent der AfD-Wählenden erklärten laut Infratest dimap, dass ihre Wahlentscheidung aus Überzeugung für die Partei gefallen wäre. Nur 39 Prozent führten Enttäuschung über andere Parteien an.
Union und SPD unterzeichnen Koalitionsvertrag
Zehn Wochen nach der Bundestagswahl ist die fünfte schwarz-rote Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik besiegelt. Die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD unterzeichneten in Berlin ihren 144 Seiten starken Koalitionsvertrag mit dem Titel "Verantwortung für Deutschland". Die erste Bewährungsprobe für das Bündnis folgt am Dienstag. Dann wollen Union und SPD den CDU-Chef Friedrich Merz zum zehnten Bundeskanzler wählen.
Klingbeil schnappt sich zwei Experten für das eigene Haus
Der künftige Bundesfinanzminister Lars Klingbeil holt sich aus der Bundestagsfraktion die Experten für Haushalts- und Steuerpolitik als Parlamentarische Staatssekretäre in sein Ministerium. Der bisherige Chefhaushälter Dennis Rohde und der steuerpolitische Sprecher Michael Schrodi der SPD-Fraktion seien für diese Posten vorgesehen, teilte die SPD mit.
Die Parlamentarischen Staatssekretäre spielen als Bindeglied zu den Ausschüssen des Bundestages und zur eigenen Fraktion eine wichtige Rolle. Pressesprecher des Finanzministeriums soll nach Angaben aus der SPD der bisherige Sprecher der aus dem Amt scheidenden Innenministerin Nancy Faeser werden, Maximilian Kall.
Von Abfahrt überrascht: Eltern lassen acht Monate alte Tochter auf Bahnsteig zurück
Ein Elternpaar hat in Mecklenburg-Vorpommern unfreiwillig seine acht Monate alte Tochter auf einem Bahnsteig zurückgelassen. Nach eigenen Angaben wurden der Mann und die Frau im Bahnhof von Neubrandenburg von der Abfahrt ihres Regionalzugs überrascht, wie die Bundespolizei in Stralsund am Montag mitteilte. Ein Reisender, der das Geschehen beobachtete, wählte anschließend den Notruf.
Bundespolizisten kümmerten sich um das in seinem Kinderwagen liegende Kind, bis die Eltern rund 45 Minuten später wieder am Bahnhof Neubrandenburg eintrafen. Sie waren an der nächsten Station ausgestiegen und mit einem anderen Zug zurückgefahren. Danach habe die Familie "glücklich vereint" ihre Reise in Richtung Stralsund fortgesetzt, berichtete die Bundespolizei.
Lauterbach will nur noch "kommentieren"
Der scheidende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird nicht in den Gesundheitsausschuss des Bundestags gehen - zur Gesundheitspolitik will er sich aber weiterhin äußern. Er werde nicht Mitglied des Gesundheitsausschusses sein, sagte Lauterbach "Politico". Er werde aber "weiter gesundheitliche Themen verfolgen und mich generell natürlich zu gesundheitspolitischen Fragen äußern".
Die Bandbreite der Themen in der Gesundheitspolitik sei groß. "Es gibt immer etwas zu kommentieren, es gibt immer etwas zu kommunizieren", sagte Lauterbach. Er habe sich aber vorgenommen, "die neue Ministerin" nicht zu kritisieren - "das gehört sich nicht für einen Amtsvorgänger".
AfD klagt gegen Verfassungsschutz-Einstufung
Die AfD hat nach eigenen Angaben Klage gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eingereicht. Ein entsprechendes Schreiben sei an das zuständige Verwaltungsgericht Köln verschickt worden, bestätigte der Sprecher von Parteichefin Alice Weidel, Daniel Tapp. In Köln hat das BfV seinen Sitz.
Das Bundesamt hatte am Freitag mitgeteilt, die Partei fortan als gesichert rechtsextremistisch einzustufen. Mit der Klage versucht die Partei der Behörde nun gerichtlich zu untersagen, die AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einzuordnen, zu beobachten, zu behandeln, zu prüfen und/oder zu führen. In einem Abmahnungsschreiben hieß es, man halte sowohl diese Einstufung als auch die Bekanntgabe dieses Umstands für offensichtlich rechtswidrig.
Microsoft dreht einst populärem Produkt endgültig den Saft ab
Lange Zeit ist es bereits angekündigt, jetzt ist es soweit: Microsoft stellt den Betrieb seines Kommunikationsdienstes Skype im Laufe des Tages ein, wie aus einem Eintrag auf der Support-Seite des Softwarekonzerns hervorgeht. Microsoft hatte den Web-Anruf-Pionier 2011 für 8,5 Milliarden Dollar (rund 8,2 Milliarden Euro) gekauft. Jetzt sollen die Nutzer stattdessen auf den Dienst Teams umsteigen.
Skype galt Anfang der 2000er Jahre als Synonym für Videotelefonie über das Internet, bevor die Technologie sich allgemein verbreitete, Smartphones sich weiter verbreiteten und andere Dienste wie etwa Zoom auf den Markt kamen.
"Wer da nur einen falschen Satz sagt ...": Arbeitgeberpräsident mahnt heikles Thema an
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat von der neuen Bundesregierung mehr Eingriffe in den Sozialstaat als bisher im Koalitionsvertrag festgelegt gefordert. "Reformen bei den Sozialversicherungen tun Not, da hätte ich mir mehr gewünscht als die Kommissionen, die jetzt vorgesehen sind", sagte Dulger der "Süddeutschen Zeitung". Dies sei einer der wenigen Punkte, an denen er mit der Union nicht einig sei.
"Das Rentenniveau zu halten, ist nicht generationengerecht - hier dürfen die Ausgaben nicht weiter in diesem Maße steigen", sagte Dulger. Die Sozialabgaben sollten bei 40 Prozent gedeckelt werden, erklärte er weiter: "Das sollte man ins Grundgesetz schreiben. Aber kein Politiker will dieses Thema anfassen. Wer da nur einen falschen Satz sagt, gilt als unwählbar. Das darf doch nicht sein."
"Leben und Karriere aufs Spiel gesetzt": Ex-Trump-Vize wird ausgezeichnet
Der ehemalige Vizepräsident Mike Pence hat die Wichtigkeit der US-Verfassung betont, nachdem er den "John F. Kennedy Profile in Courage Award" erhalten hat. "Um eine gemeinsame Zukunft zu schmieden, müssen wir eine gemeinsame Basis finden", sagte Pence. "Ich hoffe, dass meine Anwesenheit hier heute Abend eine kleine Erinnerung daran ist, dass die Verfassung die gemeinsame Basis ist, auf der wir stehen, egal welche Differenzen wir als Amerikaner haben mögen. Sie ist es, die uns über Zeit und Generationen hinweg zusammenhält", so der Republikaner. "Das ist es, was uns zu einem Volk macht."
Pence erhielt die Auszeichnung für seine Weigerung, sich den Bemühungen von Präsident Donald Trump anzuschließen, nach der Niederlage bei der Wahl 2020 im Amt zu bleiben. Mit der Auszeichnung wird Pence dafür gewürdigt, "dass er sein Leben und seine Karriere aufs Spiel gesetzt hat, um die verfassungsmäßige Übertragung der Macht des Präsidenten am 6. Januar 2021 sicherzustellen", so die JFK Library Foundation.
SPD veröffentlicht Ministerliste
Die Sozialdemokraten haben ihr Team für die neue schwarz-rote Bundesregierung bekannt gegeben. Die ehemalige Bundestagspräsidentin Bärbel Bas soll das Ministerium für Arbeit und Soziales übernehmen. Die 37-jährige Verena Hubertz wird Ministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Stefanie Hubig Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz und Carsten Schneider wird Umweltminister.
Darüber hinaus behält Boris Pistorius sein Amt als Verteidigungsminister. Bereits bekannt war, dass Lars Klingbeil als Vizekanzler und Finanzminister Teil des Merz-Kabinetts wird.
Vermisste Frau nach mehr als 62 Jahren aufgespürt
Über 60 Jahre wird Audrey Backeberg in den USA vermisst. Jetzt kann die Polizei in Sauk County im US-Bundesstaat Wisconsin den Cold Case schließen. Die Vermisste sei in einem anderen Bundesstaat lokalisiert worden, teilte das Sheriff-Büro mit. Sie sei am Leben und ihr gehe es gut.
Als Backeberg im Juli 1962 verschwand, war sie 20 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Kleinstadt Reedsburg. "Weitere Ermittlungen haben ergeben, dass Frau Backebergs Verschwinden auf ihren eigenen Wunsch hin geschah und nicht das Ergebnis einer kriminellen Handlung oder eines Verbrechens war." Laut einem BBC-Bericht erstattete Backeberg kurz vor ihrem Verschwinden Anzeige gegen ihren Ehemann, den sie im Alter von 15 Jahren geheiratet hatte. Er habe sie geschlagen und damit gedroht, sie umzubringen, heißt es in dem Dokument.
Grüner will AfD-Mitgliedern womöglich Waffen wegnehmen
Der Grünen-Landtagsabgeordnete Michael Lühmann fordert eine Prüfung, ob AfD-Mitgliedern ihre Waffen entzogen werden können. Eine Debatte über eine verschärfte Anwendung des Waffenrechts sei notwendig, sagte der niedersächsische Innenpolitiker. Die Entscheidung darüber liege bei den Behörden, der Gesetzgeber könne das Waffenrecht aber auch verschärfen.
Eine Anfrage in Thüringen habe bereits gezeigt, dass die AfD hoch bewaffnet sei, sagte Lühmann weiter. Auch in Niedersachsen werde man das anfragen müssen, um Klarheit zu bekommen. "Und dann werden wir eine politische Debatte darüber führen müssen, ob Menschen, die gesichert rechtsextremistisch politisch gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung opponieren, noch zuverlässige Waffenträger sein können."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
die Kanzlerschaft des Olaf Scholz endet in dieser Woche endgültig. Der nur noch geschäftsführende Regierungschef wird am Abend mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet.
Der SPD-Politiker darf sich hierfür auch drei Lieder aussuchen. Scholz wählt den Beatles-Hit "In My Life", passend zu seinem Wohnort in Potsdam einen Auszug aus dem "2. Brandenburgischen Konzert" von Johann Sebastian Bach und "Respect" von Aretha Franklin. Letzteres dürfte als Anspielung auf den für ihn erfolgreichen Bundestagswahlkampf 2021 zu verstehen sein. "Respekt" war eines der großen Schlagworte der Sozialdemokraten. Ab 21 Uhr startet die Verabschiedung im Bendlerblock in Berlin.
Das wird heute sonst noch wichtig:
Die SPD will bekannt geben, wer in der neuen schwarz-roten Regierung die ihnen zugesprochenen Ressorts übernimmt.
Die Unionsfraktion wählt einen neuen Fraktionsvorsitzenden und Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer. Dafür stellen sich Jens Spahn und Steffen Bilger zur Wahl.
Präsident Emmanuel Macron trifft EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Der Dieselprozess gegen vier zum Teil ehemalige Volkswagen-Mitarbeiter wird fortgesetzt und womöglich gibt es im Laufe des Tags auch das Plädoyer der Verteidigung.
Audi veröffentlicht Quartalszahlen. Darüber hinaus folgen am Abend unter anderem auch noch Ford und das US-Spielzeugunternehmen Mattell.
Beginn Prozess gegen fünf Frauen und Männer aus der "Reichsbürger"-Szene unter anderem wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Ein aus dem Ruder gelaufener Parteitag der AfD im vergangenen Jahr in Rottweil landet vor Gericht.
Die Organisation SOS Humanity veröffentlicht den Bericht "Grenzen der (Un-)Menschlichkeit" zu zehn Jahren Seenotrettung im Mittelmeer.
Großbritannien beginnt Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs.
Über alle Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine informieren wir Sie im entsprechenden Liveticker.
Soweit ein kurzer Überblick. Über alles Wichtige, was heute geschieht, halten meine Kolleginnen und Kollegen Sie auf dem Laufenden bei ntv.de. Mein Name ist Lukas Märkle und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten auf diesem Kanal.
Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Starten Sie gut in den Tag!
Touristenboot kentert nach plötzlichem Sturm: Neun Tote
Mindestens neun Menschen sind bei einem Bootsunglück in einem Fluss im Südwesten Chinas ums Leben gekommen. 70 weitere Menschen seien nach dem Unfall in der Provinz Guizhou im Krankenhaus behandelt worden, berichtet das chinesische Staatsfernsehen. Von ihnen sei niemand in Lebensgefahr.
Plötzlicher Sturm und Starkregen brachten nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag an dem beliebten Ausflugsziel um den Wujiang Fluss vier Boote zum Kentern. Zwei von ihnen beförderten Passagiere. Insgesamt 84 Menschen fielen Staatsmedien zufolge ins Wasser. Vier Touristen blieben laut Behördenangaben unverletzt, ein Mensch galt am Tag danach noch als vermisst. Laut chinesischem Staatsfernsehen ergab eine erste Untersuchung, dass die Boote nicht überladen gewesen sein sollen.
Trump könnte radikalen Hardliner auf wichtigen Posten hieven
US-Präsident Donald Trump erwägt die Ernennung seines stellvertretenden Stabschefs, Stephen Miller, zum Nationalen Sicherheitsberater. "Ich werde jemanden ernennen", sagte er Journalisten an Bord der Air Force One. Er wolle innerhalb von sechs Monaten einen Nachfolger für Mike Waltz finden und es könnte Miller sein: "Ich denke, er hat diesen Job indirekt schon. Denn er hat zu vielen Dingen ein gewichtiges Wort mitzureden. Er ist eine sehr geschätzte Person in der Verwaltung, Stephen."
Der 39-Jährige war bereits während Trumps erster Amtszeit als Berater im Weißen Haus tätig und hatte hinter den Kulissen dessen harte Gangart gegenüber Migranten mitgeprägt. Miller werden auch detaillierte Pläne für die von Trump angekündigten Massenabschiebungen in der neuen Amtszeit zugeschrieben. Mehrere US-Medien berichteten über Millers Verbindungen zum ultrakonservativen "Project 2025", welches auch vorsieht, Abtreibungsrechte weiter massiv einzuschränken und das Bildungsministerium abzuschaffen.
"Radikal sein": Reichinnek will "Kapitalismus stürzen"
Die Linken-Politikerin Heidi Reichinnek hat zum Widerstand gegen den Kapitalismus aufgerufen. "Ich sage es ganz klar: In den heutigen Zeiten muss man radikal sein", sagte Reichinnek der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Sozialstaat werde "immer weiter ausgehöhlt, der Reichtum von wenigen explodiert". Auch dadurch sei die Demokratie "ernsthaft bedroht". "Wer das verhindern will, der darf den Kapitalismus nicht stützen, er muss ihn stürzen. Er muss sich dagegenstemmen und die Systemfrage stellen, ganz klar."
Sie habe kein Problem damit, das Wort "Sozialismus" zu verwenden, fügte die Fraktionschefin der Linken im Bundestag hinzu. Ein "demokratischer Sozialismus" sei das Ziel der Linken. Dieser unterscheide sich vom System der DDR. "Damit es keinen Zweifel gibt: in der DDR gab es keinen demokratischen Sozialismus", sagte Reichinnek. Eine historische Kommission habe die Fehler der SED benannt und aufgearbeitet.