Das war Donnerstag, der 7. Mai 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
wir steuern wieder auf das Wochenende zu. Und diesmal ist Muttertag (nicht vergessen!). Damit Sie nicht recherchieren müssen: am Sonntag.
Sollten Sie Ihre Mutter dann gar in ein politisches Gespräch verwickeln wollen, finden Sie hier zur Anregung noch drei Textempfehlungen aus den vergangenen Stunden - zur Themenfindung:
Thema Deutschland:
Umfrage in Sachsen-Anhalt: Warum die Verwandten-Affäre der AfD nicht schadet (Von Volker Petersen)
Thema Europa und USA:
Thema USA:
Mitten auf der "Siegerstraße": Demokraten zoffen sich wegen Geheimpapier (Von Lukas Märkle)
Lesen Sie uns morgen wieder - einen schönen Abend!
Lisa Müller besteht Pilotenprüfung
Lisa Müller hat einen neuen Meilenstein erreicht: Die Ehefrau von Fußball-Star Thomas Müller hat ihre Privatpilotenlizenz bestanden. Das teilte die Dressurreiterin auf Instagram mit - inklusive Foto direkt nach der Prüfung, gemeinsam mit Fluglehrer Jörg Baustetter und einem kleinen Flugzeug im Hintergrund. Wie die 34-Jährige selbst angab, habe ihr "das Wetter heute fast einen Strich durch die Rechnung gemacht". Am Ende konnte sie die Prüfung dennoch fliegen - und erfolgreich abschließen.
Mit dem bestandenen Flugschein schließt die Münchnerin ein Projekt ab, das sie bereits vor gut zwei Jahren öffentlich angekündigt hatte. Schon 2024 meldete sie sich mit einem Foto aus dem Cockpit auf ihrem offiziellen Instagram-Kanal bei ihren Fans - und bezeichnete das Fliegen damals als "neue Herausforderung". Die Reaktionen ihrer Community ließen nicht lange auf sich warten: Nach wenigen Stunden sammelten sich unter dem Beitrag zahlreiche Likes und Glückwünsche. Fans gratulierten mit Kommentaren wie "Herzlichen Glückwunsch", "Gratuliere" oder "Hurra, viel Freude in der Luft".
"Er hat mir alle Zähne gezogen": Horror-Zahnarzt verurteilt
Zähne ziehen und abzocken: Weil ein Zahnarzt in Frankreich seinen Patienten reihenweise gesunde Zähne aus rein finanziellem Interesse gezogen hat, hat ein Gericht den Mann nun zu sechs Jahren Haft verurteilt. "Er hat seine Patienten verstümmelt, um Geld zu machen", hatte Staatsanwältin Valéry Morron in ihrem Plädoyer im südfranzösischen Mende gesagt. Das Gericht verhängte zudem ein lebenslanges Berufsverbot und ein Aufenthaltsverbot für den 61 Jahre alten Portugiesen. "Ich bin wegen eines Abszesses zu ihm gegangen, er hat mir alle Zähne gezogen", berichtete eine 47-jährige Frau namens Anabela. "Sie haben meine Familie zerstört. Meine Mutter kann nur noch Püriertes essen, sie wollte nicht mehr weiterleben", bestätigte ihre 28-jährige Tochter Raquel. Der ehemalige Zahnarzt zeigte sich von den Schilderungen seiner früheren Patienten ungerührt. Er hatte zu Prozessbeginn alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er sei Opfer seiner Assistentin gewesen, erklärte er.
Trump: EU muss Zollabkommen bis zum 4. Juli absegnen
Im Zollstreit mit der Europäischen Union setzt US-Präsident Donald Trump eine Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung. Sollte die EU nicht bis zum Geburtstag der USA - dem 4. Juli - ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle "leider sofort auf ein viel höheres Niveau steigen", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Bundestag stimmt für digitale Grundstücksgeschäfte
Der Bundestag hat grünes Licht für die vollständige Digitalisierung von Immobiliengeschäften gegeben. Das Parlament verabschiedete am Abend ein Gesetz, mit dem Verträge für den Kauf und Verkauf von Grundstücken ab dem kommenden Jahr komplett digital abgewickelt werden müssen. Wenn der Bundesrat der Neuregelung ebenfalls zustimmt, sind nach der Beurkundung eines Immobilienvertrags sämtliche Dokumente und Informationen zwischen Notaren, Gerichten und Behörden elektronisch auszutauschen. In Deutschland werden nach Regierungsangaben pro Jahr mehr als eine Million Immobilienkaufverträge beurkundet.
Kämpfende Alligatoren brechen in Haus in Florida ein
Eine Anwohnerin in Florida wird Zeugin eines brutalen Alligatorenkampfes - in ihrem Wohnzimmer. Zwei Reptilien brechen in ihr Haus ein und bekämpfen sich aggressiv. Die Bewohnerin filmt die brutale Szene. Experten berichten, dass solche Revierkämpfe insbesondere in der Paarungszeit häufiger vorkommen.
Nur wenige Stunden nach Leichenfund - Verdächtiger in Süddeutschland gefasst
Schneller Fahndungserfolg: Nur Stunden nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Auto auf einem Feldweg in Bad Rappenau in Baden-Württemberg ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Der 41 Jahre alte Mann wurde in Regensburg durch Kräfte der Bundespolizei festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der Iraker stehe im dringenden Tatverdacht, die 39-Jährige getötet zu haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen bestand zwischen dem Opfer und dem Tatverdächtigen eine Vorbeziehung. Weitere Hintergründe, insbesondere zur Motivlage, könnten momentan nicht veröffentlicht werden, hieß es. Aufgrund der Auffindesituation der Leiche bestand früh der Verdacht eines Tötungsdeliktes. Die Kriminalpolizeidirektion Heilbronn richtete daher umgehend die 50-köpfige Soko "Stern" ein. Ein Spaziergänger hatte die Leiche am Morgen auf einem Feldweg in einem landwirtschaftlichen Gebiet zwischen den Ortsteilen Fürfeld und Bonfeld entdeckt.
Polizei schlitzt Migrantenboot mit Messer auf
An der französischen Küste eskaliert der Konflikt um die Überfahrten nach Großbritannien. Sicherheitskräfte zerstören ein Boot, in dem bereits rund 25 Migranten sitzen. Finanziert werden die schärferen Kontrollen durch eine millionenschwere Vereinbarung.
Europäischer Rekord: Spanien bringt Schiff mit 30 Tonnen Kokain auf
Die spanische Polizei hat vor den Kanarischen Inseln 30 Tonnen Kokain auf einem Schiff beschlagnahmt und damit den bislang größten Fund dieser Droge in Europa gemacht. Die 23-köpfige Besatzung des unter der Flagge der Komoren fahrenden Schiffes "Arconian" sei in Untersuchungshaft genommen worden, teilte der Nationale Gerichtshof in Madrid mit. Die Guardia Civil habe den Frachter bereits am 1. Mai abgefangen. Den Wert der Ladung bezifferte das Gericht auf mehr als 812 Millionen Euro. Mit der Menge von 30 Tonnen übertrifft der Fund den bisherigen europäischen Rekord von 25 Tonnen, die die deutsche Polizei im Juni 2024 im Hamburger Hafen sichergestellt hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kokain auf offener See auf Schnellboote umgeladen und auf das spanische Festland geschmuggelt werden sollte. Bei der Durchsuchung seien zudem Schusswaffen und Munition gefunden worden, hieß es weiter. Sechs der 23 Besatzungsmitglieder hätten sich beim Eintreffen der Beamten versteckt. Sie stammten aus den Niederlanden und Suriname, während die übrigen 17 Seeleute von den Philippinen kämen. An den Ermittlungen waren auch niederländische und amerikanische Behörden beteiligt.
Bewaffneter soll sich dem Ex-Prinzen Andrew genähert haben - Festnahme
Nahe dem Wohnsitz von Ex-Prinz Andrew ist einem Bericht zufolge ein Mann wegen Tragens einer Waffe festgenommen worden. Das teilte die Polizei in der ostenglischen Grafschaft Norfolk laut der britischen Nachrichtenagentur PA mit. Zuvor hatte die Zeitung "The Daily Telegraph" berichtet, der 66 Jahre alte Bruder von König Charles III. habe am Mittwochabend vor einem maskierten Mann mit Waffe die Flucht ergreifen müssen, als er seine Hunde spazieren führte. Demnach soll der Maskierte etwa 50 Meter von Andrew entfernt aus einem Auto ausgestiegen sein und sich schreiend auf den Ex-Prinzen zubewegt haben. Dieser sei in Begleitung eines Personenschützers in sein Auto gestiegen und davongerast. Der Maskierte wurde demnach von der Polizei festgenommen und befragt.
Bericht: Königsfamilie der Emirate erhielt EU-Agrargelder in Millionenhöhe
Die Königsfamilie der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Al Nahyan hat einem Medienbericht zufolge mehr als 71 Millionen Euro EU-Agrargelder erhalten. Die Mittel seien zwischen 2019 und 2024 für Ländereien der Familie in Rumänien, Italien und Spanien geflossen, berichteten die Zeitungen "Guardian", "El Diario" und "G4Media". Die EU-Kommission nahm den Bericht "zur Kenntnis".
Die Agrarförderung gehört zu den größten Posten im EU-Haushalt. Jährlich fließen rund 55 Milliarden Euro an landwirtschaftliche Betriebe und Landeigentümer. Die Höhe der Zahlungen hängt zum großen Teil von der bewirtschafteten Fläche ab: Je größer der Acker, desto mehr Geld gibt es. Vor dem Brexit gehörte die britische Königsfamilie zu den größten Empfängern.
Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, Brüssel werde Kontakt mit den Behörden in den betroffenen EU-Ländern aufnehmen. Die Kommission selbst greife nicht in die Auszahlung der Gelder ein, sagte sie weiter: "Diese Aufgabe und Verantwortung liegt bei den Mitgliedstaaten." Brüssel führe deshalb keine Listen über die Empfänger oder deren Eigentümer. Die Kommission hat für eine Neuauflage der Agrarförderung ab 2028 vorgeschlagen, die Fördermittel auf maximal 100.000 Euro im Jahr pro Betrieb zu begrenzen. Solche Vorschläge hat Brüssel in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach eingebracht, sich damit aber nie durchgesetzt. Bauernverbände in mehren Staaten, darunter der Deutsche Bauernverband, setzen sich gegen eine Obergrenze ein.
Hantavirus: Kreuzfahrtschiff soll vor Teneriffa ankern, aber nicht anlegen
Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord soll das niederländische Kreuzfahrtschiff "Hondius" nicht an der Kanareninsel Teneriffa anlegen, sondern lediglich dort ankern. Der Regionalpräsident der Kanaren, Fernando Clavijo, sagte nach einem Treffen mit der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García Gómez in Madrid, das Schiff werde "vor der Küste" Teneriffas vor Anker gehen. Das Kreuzfahrtschiff, das tagelang mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor Anker gelegen hatte, hatte am Mittwoch Kurs auf Teneriffa genommen und wird nach Angaben der spanischen Regierung voraussichtlich am Sonntag den Hafen von Granadilla erreichen. Wie Regionalpräsident Clavijo sagte, wird die Evakuierung der Passagiere dann mit "einem Boot oder einem kleinen Schiff erfolgen". Es soll die Passagiere seinen Angaben zufolge von dem Kreuzfahrtschiff abholen und sie direkt zum nahegelegenen Flughafen Teneriffa Süd bringen. "Auf keinen Fall werden die Passagiere das Schiff verlassen, bevor die Flugzeuge am Flughafen sind", fügte Clavijo hinzu.
Steuerschätzung: Grüne werfen Regierung verfehlte Steuerpolitik vor
Angesichts des voraussichtlichen Einbruchs bei den Steuereinnahmen haben die Grünen der Bundesregierung eine verfehlte Steuerpolitik vorgeworfen. Die am Donnerstag vorgelegte Steuerschätzung zeige, dass der Staat "auf allen Ebenen finanziell unter Druck" stehe, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen- Bundestagsfraktion, Sebastian Schäfer, der Nachrichtenagentur AFP. Steuersenkungen, "die als Stillhalteprämie für Markus Söder" genutzt worden seien, würden ebensowenig zu mehr Wachstum führen wie "der falsche Umgang mit dem Sondervermögen". CSU-Chef Söder hatte sich unter anderem für die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie starkgemacht. Es brauche eine Steuerreform, "die Lasten fair verteilt", sagte Schäfer weiter. Starke Schultern müssten mehr tragen. Es gehe darum, "einen Weg aus der Rekordverschuldung zu finden und gleichzeitig das Wachstum voranzubringen".
Steuereinnahmen brechen bei Bund, Ländern und Gemeinden ein
Der deutsche Staat kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten wegen des Iran-Kriegs in den kommenden Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen. Für 2027 ergibt die aktuelle Steuerschätzung nach Angaben des Finanzministeriums allein für den Bund 10,1 Milliarden Euro weniger als bisher erwartet.
AfD verliert Verfahren um Millionenspende gegen Bundestag
In einem Verfahren um die Rückforderung einer vom Bundestag eingezogenen Spende im Wert von rund 2,3 Millionen Euro ist die AfD vor dem Verwaltungsgericht Berlin gescheitert. Die zuständige Kammer wies den von der Partei eingebrachten Antrag auf Rückzahlung ab. Die Partei hätte die Spende nicht annehmen dürfen, weil der tatsächliche Spender nicht bekannt gewesen sei, hieß es zur Begründung.
Zwei Ex-Verteidigungsminister in China zur Todesstrafe auf Bewährung verurteilt
Ein Militärgericht in China hat gegen zwei frühere Verteidigungsminister wegen Korruption die Todesstrafe auf Bewährung verhängt. Die Strafen von Wei Fenghe und Li Shangfu würden nach einer zweijährigen Bewährungszeit in lebenslange Haft umgewandelt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Es handelt sich um die härtesten Strafen, die die Führung in Peking im Rahmen einer umfassenden Anti-Korruptions-Kampagne von Präsident Xi Jinping gegen hochrangige Militärvertreter verhängt hat. Wei und Li waren zwischen 2018 und 2023 im Amt. Sie waren zudem ehemalige Mitglieder der mächtigen Zentralen Militärkommission Chinas, die das Militär beaufsichtigt, und traten häufig im Fernsehen auf. Wei wurde wegen der Annahme von Bestechungsgeldern verurteilt, Li wegen der Annahme und des Anbietens von Bestechungsgeldern, meldete Xinhua weiter. Beiden wurden demnach außerdem lebenslang ihre politischen Rechte entzogen, außerdem wurde ihr persönliches Vermögen beschlagnahmt.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, ich durfte an dieser Stelle eben meine geschätzte Kollegin Friederike Zörner ablösen und begleite Sie heute durch die zweite Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Carolin Kebekus zum Fall Ulmen: "Wenn ich das höre, kotze ich auf den Tisch"
Carolin Kebekus hat sich in einem Interview mit dem Magazin "Stern" zu den Vorwürfen geäußert, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt (für ihn gilt selbstverständlich nach wie vor die Unschuldsvermutung) - und sich darin auch kritisch zur Showbranche geäußert: "Ich arbeite seit 1999 beim Fernsehen, mich wundert gar nichts mehr." Sie habe "unendlich viele Geschichten" mitbekommen. Doch Männer wie Ulmen hätten Macht. "Genau deshalb müssen wir alle Kraft daransetzen, diese patriarchalen Machtstrukturen aufzulösen, deshalb ist es so wichtig, dass mehr Frauen, mehr Mütter mitentscheiden und verschiedene Lebensrealitäten mitgedacht werden." Frauen, die nicht mit solchen Fällen an die Öffentlichkeit gehen, könne sie gut verstehen - nicht zuletzt mit Blick auf das, was Fernandes derzeit erlebe. "Dass eine Frau mit einer schusssicheren Weste auftreten muss. Dass sie auseinandergenommen wird."
Besonders empört zeigt sich die Kabarettistin über jene Stimmen, die Fernandes vorwerfen, mit dem Fall überhaupt an die Öffentlichkeit gegangen zu sein. "Am schlimmsten finde ich die Leute, die sagen: Krass, dass sie es jetzt öffentlich macht. Die hat doch ein Kind. Wenn ich das höre, kotze ich auf den Tisch." Auch wenn sie während ihrer Karriere viele Fälle erlebt habe, handele es sich um ein "generelles Problem". "Aus der Showbranche dringt es vielleicht schneller an die Öffentlichkeit. Viele fragen sich später: Hä, warum hat die Frau so lange nichts gesagt? Aber niemand will als Opfer dargestellt werden." Sie glaube jedoch fest daran, dass irgendwann alles herauskomme. "Zum Glück gibt es mittlerweile viele Frauen, die so mutig sind wie Gisèle Pelicot und Collien Fernandes, und jeder der Schritte, den sie gehen, ermutigt andere Frauen. Ich habe das Gefühl: Jetzt geht es los."
Zwei Tote und zwei Verletzte bei Unfall mit zwei Porsches
Bei einem Unfall mit zwei Porsches auf einer Bundesstraße südlich von Freiburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Freiburg mit. Die zwei Sportwagen sind am Mittwochabend auf der Bundesstraße 3 zwischen Schallstadt und Freiburg mutmaßlich miteinander kollidiert, wie die Polizei mitteilte. Sie sind demnach Teil einer Gruppe von insgesamt zehn Sportwagen gewesen, die Richtung Freiburg unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen.
Wie genau es zu dem Unfall kam, müsse nun ermittelt werden. Der 27 Jahre alte Fahrer eines der Wagen und sein 30 Jahre alter Beifahrer starben demnach noch an der Unfallstelle. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab und prallte mit einem Baum zusammen. Es wurde dabei völlig zerstört. Der 30 Jahre alte Fahrer des anderen Autos sowie sein 22 Jahre alter Beifahrer wurden bei dem Unfall den Angaben nach leicht verletzt. Der Sachschaden belaufe sich auf mehrere hunderttausend Euro.
Ehepaar muss nach Millionendiebstahl von Parkmünzen mehrere Jahre in Haft
Ein Luxusleben dank Kleingeld. Ein Paar füllte jahrelang unbemerkt ihre Konten und Kleiderschränke. Jetzt kommt die Quittung. Nach dem dreisten Diebstahl von Parkmünzen im Wert von etwa 1,9 Millionen Euro ist das Ehepaar vom Landgericht Kempten zu jeweils fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht ordnete zudem an, dass der der Stadt Kempten entstandene Schaden in voller Höhe von den Angeklagten wieder ersetzt werden muss. Der Vorsitzende Richter Christoph Schwiebacher wies darauf hin, dass die beiden Angeklagten nun in den nächsten 30 Jahren mit Pfändungen rechnen müssten. "Das Ganze hat sich nicht gelohnt und soll sich auch nicht lohnen."
Angeklagt war ein 40 Jahre alter ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Kempten sowie seine 39 Jahre alte Ehefrau. Der Beschäftigte des Bauhofs war mit der Leerung der Parkscheinautomaten der Kommune beauftragt und hatte sich mehr als zehn Jahre lang immer wieder an den Einnahmen vergriffen. Seine Partnerin half ihm dabei, das Geld abzuholen und auf Konten einzuzahlen. Das Gericht bezeichnete sie als "die Logistikerin" hinter den Taten.
Passagier berichtet von Virus-Schiff: "In die Irre geführt"
Dichtes Gedränge am Buffet, Unbeschwertheit an Bord: Nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord des niederländischen Kreuzfahrtschiffs "Hondius", der bislang drei Todesopfer gefordert hat, ist von verstärkten Sicherheitsmaßnahmen zunächst nichts zu spüren gewesen - sehr zum Erstaunen einiger Passagiere. Der türkische Videoblogger Ruhi Cenet kann es noch immer nicht fassen, dass der Alltag auf dem Schiff selbst nach dem Tod des ersten Passagiers sorglos weiterging, als wäre nicht geschehen.
Der Reisevideoblogger war am 1. April im argentinischen Ushuaia an Bord des Schiffes gegangen, das am selben Tag auslief. Am Morgen des 12. April gab der Kapitän des Schiffes über das Bordmikrofon dann den Tod des ersten Passagiers bekannt. "Der Schiffsarzt hat mir versichert, dass keine Ansteckungsgefahr besteht", sagte der Kapitän - ohne zu ahnen, dass der britische Arzt später selbst schwer erkranken würde. Der Kapitän habe zudem von einem "natürlichen Tod" des Mannes gesprochen, sagt der mittlerweile nach Istanbul zurückgekehrte Videoblogger. Cenet hatte das Schiff zusammen mit 28 weiteren Passagieren am 24. April im britischen Überseegebiet St. Helena verlassen. Rund zehn Tage später lag eine Bestätigung des ersten Hantavirus-Falles vor.
AfD-Politiker und 85-jährige Mitarbeiterin lösen Vertrag auf
Nach Vetternwirtschaft-Vorwürfen gegen die AfD in mehreren Bundesländern endet ein besonderer Fall in NRW: Der Landtagsabgeordnete Klaus Esser löst nach eigenen Angaben das Beschäftigungsverhältnis mit einer 85-Jährigen in beiderseitigem Einvernehmen auf. Esser betont, dass es sich um keine Vetternwirtschaft gehandelt habe. Der Landtag konnte die ältere Dame allerdings nicht wie geplant selbst befragen. Der AfD-Politiker sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", seine Mitarbeiterin habe sich auf seine "Rückfrage hin dazu entschieden, dass wir das Anstellungsverhältnis auflösen - was in Kürze geschehen wird." Eigentlich wäre der Vertrag auf Minijob-Basis demnach bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Mai gelaufen.
Der Landtag hatte nach einem "Spiegel"-Bericht, in dem auch die 85-jährige Ehefrau eines AfD-Politikers aus dem Sauerland aufgetaucht war, Ende Januar die Zahlungen für die Frau zunächst gestoppt. Die Parlamentsverwaltung wollte die Seniorin dann selbst treffen. Anlass sei die Berichterstattung gewesen, "nach der der Abgeordnete eine Mitarbeiterin beschäftigt, bei der fraglich sei, ob sie überhaupt Arbeitsleistungen für das Abgeordnetenbüro erbringt", so ein Landtagssprecher. Zu dem Treffen sei es aber nicht gekommen: "Die Landtagsverwaltung hat seit Ende Februar erfolglos sechs Versuche der Kontaktaufnahme zur Mitarbeiterin über den Abgeordneten unternommen." Sobald der Vertrag mit der Minijobberin aufgelöst ist, wäre die Sache für den Landtag erledigt.
Gewaltige Explosion: 16 Tote bei Zusammenstoß von Reisebus und Tanklastwagen in Indonesien
In Indonesien sind beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Tanklastwagen 16 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um 14 Buspassagiere und zwei Insassen des Tanklasters, sagte ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde. Vier Verletzte wurden nach dem Unfall auf der Insel Sumatra zudem ins Krankenhaus gebracht, drei von ihnen hatten den Angaben zufolge schwere Verbrennungen erlitten.
Ersten Erkenntnissen zufolge löste ein geplatzter Reifen den schweren Verkehrsunfall aus, wie der Behördenvertreter Hasbi Hasidqi sagte. Der Busfahrer habe daraufhin die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sei mit dem mit Diesel beladenen Tanklaster zusammengestoßen. Es kam zu einer gewaltigen Explosion. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Ein Polizeisprecher sagte dagegen im örtlichen Fernsehen, der Busfahrer sei wohl einem Schlagloch auf die Gegenfahrbahn ausgewichen, was zur Kollision geführt habe.
Hantavirus-Ausbruch: Stewardess mit Symptomen im Krankenhaus
Eine Stewardess, die im direkten Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau stand, ist mit Krankheitssymptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. Die Flugbegleiterin habe leichte Symptome und befinde sich in Isolation. Sie werde nun auf das Hantavirus getestet. Sie war in Johannesburg an Bord des KLM-Flugzeuges, auf dem für kurze Zeit auch eine Niederländerin war.
Diese 69-jährige Frau war an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" gewesen, auf dem es Infektionsfälle gab, und wollte am 25. April in Johannesburg mit dem KLM-Flug nach Amsterdam zurückfliegen. Doch angesichts ihres schlechten Gesundheitszustandes hatte die Crew nach einem Bericht der KLM entschieden, sie nicht mitzunehmen. Die Frau musste demnach das Flugzeug verlassen. Sie starb einen Tag später in einem Krankenhaus. Zuvor war bereits ihr Mann an Bord der "Hondius" gestorben. Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmäßig kontrolliert.
Backhaus überzeugt: Buckelwal lebt noch
Für die Öffentlichkeit zugängliche Trackerdaten gibt es nicht, von bestätigten Sichtungen ganz zu schweigen. Wie es dem in einer aufwendigen Aktion in die Nordsee verbrachten Buckelwal geht, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass das schwer kranke Tier längst tot ist. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus ist da anderer Meinung. In einem bemerkenswerten Interview mit dem NDR zeigt sich der SPD-Politiker überzeugt, dass der mehrfach in der Ostsee gestrandete Meeressäuger noch immer lebt und durch die Nordsee schwimmt. "Ich kann Ihnen heute sagen: Der Wal lebt", so Backhaus am gestrigen Mittwoch. Daten des angebrachten Senders würden beweisen, dass der Wal noch immer aktiv sei und regelmäßig auftauche.
Backhaus stützte sich in seiner Aussage jedoch nicht auf ihm zugängliche Daten des Trackers, sondern auf Angaben der privaten Rettungsinitiative und deren Initiatorin Karin Walter-Mommert. Entgegen einer vor der Rettungsaktion getroffenen Vereinbarung wurden bislang keine Daten des Wals an den Landesumweltminister geliefert, wie er erklärte. Warum das nicht geschehe, müsse man die Initiative fragen, sagte er im Interview. Er vertraue auf die Angaben der Walretter. Um was für einen Tracker es sich genau handelt und ob dieser überhaupt geeignet ist, valide Daten zu senden, ist nach wie vor unklar. Während sich Backhaus von der Qualität der Daten überzeugt zeigt, merkte der Reporter Thilo Tautz an, dass es sich nach seinen Informationen um einen für Hunde geeigneten Tracker handelt, der ganz sicher nicht für Tauchgänge eines Wals geeignet ist. Die Angaben lassen sich bislang nicht überprüfen.
"Cold Case" in Baden-Württemberg nach 41 Jahren aufgeklärt
Mehr als 40 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Baden-Württemberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein 70-jähriger Mann sitzt seit Mitte April in Untersuchungshaft, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm gemeinsam mitteilten. Es besteht demnach der dringende Verdacht, dass der Mann die 31-Jährige im Jahr 1985 in Deggingen südöstlich von Stuttgart getötet habe, um ein zuvor an ihr begangenes Sexualdelikt zu vertuschen. Die Frau wurde damals nackt und an den Beinen gefesselt neben einem Waldweg im Gewann Winterhalde gefunden.
Umfangreiche Ermittlungsarbeit führte den Angaben nach zu dem Durchbruch in dem sogenannten Cold Case. Anfang November habe es bei dem Tatverdächtigen daheim eine Durchsuchung gegeben, bei der zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden seien. Deren Auswertung, eine Neubewertung vorhandener Beweismittel, ein rechtsmedizinisches Gutachten sowie der Abgleich der DNA-Spuren haben demnach den Tatverdacht gegen den Mann erhärtet. Der 70-Jährige habe sich Mitte April daheim widerstandslos festnehmen lassen. Noch am selben Tag habe ein Haftrichter die Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes angeordnet. Die Ermittlungen dauern weiter an.
Flammen schlagen aus Wolkenkratzer-Baustelle in Dubai
Am Rande des neuen Hafens von Dubai bricht ein Feuer aus. Meterhohe Flammen schlagen aus einem Hochhaus, das sich noch im Bau befindet. Dichter Rauch verdunkelt den Himmel der Wüstenmetropole. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Verletzt wird niemand, der Sachschaden dürfte jedoch enorm sein.
Grünen-Chef über neues Heizungsgesetz: "Das wird schweineteuer für die Leute"
Grünen-Chef Felix Banaszak hat den Gesetzentwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz aus dem Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche scharf kritisiert und warnt vor steigenden Kosten. "Dieses Gesetz, was Katherina Reiche da jetzt auf den Weg gebracht hat - mit Unterstützung der SPD, muss man sagen - zeigt sich vollkommen unbeeindruckt von der Realität, in der wir leben. Die Menschen merken doch gerade, die fossilen Energieträger sind eine Kostenfalle", sagte Banaszak im RTL/ntv Frühstart.
An den Tankstellen oder demnächst an der Gasabrechnung werde das spürbar. "Und Katherina Reiche sagt jetzt, die Freiheit im Heizungskeller heißt: Baut euch neue Gas- und Ölheizungen ein. Das wird schweineteuer für die Leute." Das sei eine Politik, die "die eigene Ideologie vor die Vernunft setzt", so der Grünen-Chef weiter. "Das Gegenteil wäre gerade richtig." Überall im europäischen Ausland versuchten Regierungen, die Elektrifizierung zu beschleunigen und beispielsweise Wärmepumpen schneller einzubauen. "Hier geht es die Rolle rückwärts. Das ist am Ende ein Angriff auf den Klimaschutz, auf unsere Sicherheit im internationalen Kontext und auf den Geldbeutel."
Bürgermeister hängt aus Protest Macron-Porträt ab - Rüge folgt prompt
In seiner 150.000-Einwohner-Stadt leben 38 Prozent der Haushalte unterhalb der Armutsschwelle. Nun hat der Bürgermeister des Pariser Vororts Saint-Denis, Bally Bagayoko, aus Protest gegen soziale Ungleichheit das Porträt von Präsident Emmanuel Macron in seinem Büro abgehängt und deswegen Ärger bekommen. Der neue linke Bürgermeister hatte in einem Fernsehinterview gesagt, dass er das Präsidentenporträt umgedreht in eine Ecke seines Büros gestellt habe, "solange die Republik nicht in der Lage ist, die Ungleichheiten zu beseitigen".
Obgleich Bagayoko sagte, dass es sich um eine symbolische Geste handele, bekam er prompt Post vom Präfekten des Departements Seine-Saint-Denis, zu dem seine Stadt gehört. Zwar gebe es keine bindende Vorschrift, das Porträt des Präsidenten im Rathaus aufzuhängen, schrieb Präfekt Julien Charles. Wie die französische Flagge aber handele es sich um ein Symbol der Republik, das die Bürger ungeachtet politischer Gegensätze hinter ihren Institutionen vereinen solle. Mit seiner Geste verstoße er gegen diesen guten Brauch. Insofern "lade ich Sie ein, Ihre Position zu überdenken und als Bürgermeister über den Respekt der republikanischen Tradition zu wachen", mahnte der Präfekt in seinem von ihm auf der Plattform X öffentlich gemachten Schreiben. Bei etlichen Nutzern stieß er damit auf Protest. "Sehr geehrter Herr Präfekt, Kinder nicht auf der Straße schlafen zu lassen, gehört ebenfalls zur republikanischen Tradition. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie im Sinne dieser Tradition handeln würden", kommentierte ein Leser.
14-Jähriger liegt nach Stromschlag im Koma
Ein 14 Jahre alter Junge schwebt nach einem Stromschlag von einer Bahnoberleitung in Niedersachsen in Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei kletterte der Jugendliche auf einen Oberleitungsmast an der Güterzugstrecke zwischen Buchholz in der Nordheide und dem Rangierbahnhof Maschen. Wahrscheinlich kam es zu einem Lichtbogen von der mit 15.000 Volt führenden Oberleitung, der 14-Jährige stürzte ins Gleis.
Ein Rettungshubschrauber brachte den lebensbedrohlich verletzten Jugendlichen am Mittwochabend ins Krankenhaus, laut Polizei liegt er im künstlichen Koma. Sein 15 Jahre alter Begleiter erlitt einen Schock. Erwachsene holten ihn ab. Ein Güterzug kam an der Unfallstelle zum Stehen. Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz und kümmerten sich um den Verletzten und den anderen Teenager. Die Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt. Die Polizei fand am Unfallort zwei E-Scooter. Wahrscheinlich waren die Jugendlichen damit unterwegs.
Oberarzt schrie während OP: "Ich hasse Frauen"
Eine neue Erhebung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund belegt das weite Ausmaß von Machtmissbrauch in deutschen Krankenhäusern. Vorgesetzte drohen dabei offen mit beruflichen Konsequenzen. Die verbalen Entgleisungen gehen bis zu wüsten Beschimpfungen.
Mehr als 9000 angestellte Ärztinnen und Ärzte nahmen im Februar und März an der Mitgliederbefragung des Marburger Bundes teil. Knapp die Hälfte (49 Prozent) berichtete demnach, in den vergangenen zwölf Monaten Machtmissbrauch durch ärztliche Beschäftigte erlebt zu haben. Die Vorfälle treten dabei häufig wiederholt auf, die Hälfte der Betroffenen (51 Prozent) erlebt sie mehrmals im Jahr, ein erheblicher Anteil sogar monatlich (30 Prozent) oder wöchentlich (14 Prozent). Weit überwiegend gehe der Machtmissbrauch von männlichen ärztlichen Vorgesetzten aus. Am häufigsten äußere er sich in einem respektlosen und herablassenden Umgangston. An zweiter Stelle rangiere die grundlose Infragestellung der fachlichen Kompetenz und am dritthäufigsten komme Mobbing oder öffentliche Bloßstellung vor, zum Beispiel vor dem Team oder vor Patienten.
Umfrage zu Sachsen-Anhalt: AfD baut Vorsprung vor CDU weiter aus
Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD ihren Vorsprung vor der regierenden CDU laut einer Umfrage weiter ausgebaut. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kommt der Erhebung des Instituts Infratest dimap für den MDR zufolge auf 41 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht abgeschlagen dahinter 26 Prozent. Im Vergleich zu einer MDR-Umfrage vom September 2025 gewinnt die AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund damit zwei Prozentpunkte hinzu, während die CDU einen Punkt verliert. Auch die Linke büßt einen Punkt ein und kommt auf 12 Prozent. Im Landtag vertreten wäre außerdem die SPD mit unverändert 7 Prozent.
Den Wiedereinzug verpassen würden die Grünen, die einen Punkt auf 4 Prozent hinzugewinnen. Ebenfalls nicht einziehen würde das BSW, das zwei Punkte verliert und auch bei 4 Prozent landet. Die FDP, die derzeit zusammen mit CDU und SPD die Landesregierung stellt, wird wegen ihrer niedrigen Werte weiter nicht ausgewiesen. Die AfD hätte im neuen Landtag zwar keine absolute Mehrheit. Da die CDU Koalitionen mit der Linken ausschließt, wäre abseits der AfD aber lediglich eine Minderheitsregierung aus Christ- und Sozialdemokraten denkbar. Befragt wurden vom Mittwoch vergangener Woche bis Dienstag 1164 Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
es ist eine Audienz unter schwierigen Vorzeichen: Papst Leo XIV. empfängt heute Vormittag US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan. Hintergrund sind die jüngsten Spannungen zwischen dem US-stämmigen Papst und US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg. Trump hatte wütend auf Friedens-Aufrufe des Papstes reagiert und dem katholischen Kirchenoberhaupt unterstellt, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will".
Rubio ist Sohn kubanischer Einwanderer und anders als Trump selbst Katholik. Der US-Außenminister will während seiner Rom-Reise bis Freitag zudem mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und anderen Regierungsvertretern zusammenkommen. In italienischen Medien wird Rubios Besuch als "Tauwetter"-Diplomatie dargestellt.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil stellt um 15 Uhr die Ergebnisse der aktuellen Steuerschätzung vor. Sie prognostiziert die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen für die kommenden Jahre bis 2030.
Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Zugleich aber droht er, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren", falls es zu keinem Deal kommt. Aktuelle Entwicklungen entnehmen Sie wie gewohnt unserem Liveticker.
Das Berliner Verwaltungsgericht verhandelt um 9 Uhr über die Rechtmäßigkeit einer Parteispende an die AfD. Die Partei will sich 2,3 Millionen Euro von der Bundestagsverwaltung zurückholen, die das Geld wegen Verdachts auf eine sogenannte Strohmann-Spende einbehalten hat.
Im Streit zweier Baumarktketten muss der Bundesgerichtshof (BGH) entscheiden, ob Obi Markenschutz für die Farbe Orange beanspruchen kann. Der erste Zivilsenat verhandelt um 9 Uhr.
Der BGH verhandelt auch um 11 Uhr die Klage einer blinden Frau, der die Aufnahme in einer Rehaklinik verweigert wurde. Sie sagt, sie sei aufgrund ihrer Sehbehinderung benachteiligt worden und fordert von der Klinik Entschädigung.
Der SC Freiburg will um 21 Uhr (RTL und RTL+) im Halbfinal-Rückspiel der Europa League den Finaleinzug schaffen. Allerdings muss der Fußball-Bundesligist gegen Sporting Braga eine 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel in Portugal wettmachen und gewinnen.
Und um diese Themen kümmern sich meine Kolleginnen und Kollegen bei Deutschland am Morgen:
Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" beschäftigt nun auch Ärzte in Deutschland. Eine 65-jährige Deutsche, die auf dem Schiff Kontakt zu einem Hantavirus-Fall hatte, kam am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transport-Konvoi zur vorsorglichen Untersuchung im Uniklinikum Düsseldorf an.
Im Frühstart von RTL und ntv ist heute Morgen Felix Banaszak. Der Grünen-Chef spricht mit Reporterin Katharina Kuhnert über Mieten, Kaufen, Wohnen.
Warten auf ein neues Leben: Mehr als 8000 Menschen hoffen auf ein Spenderorgan, doch die Zahl der Spenden ist zu niedrig. Eine Gruppe von Abgeordneten über die Fraktionen des Bundestags hinweg will das ändern. Sie fordern eine Neuregelung, nach der jede und jeder zunächst als Organspender gelten würde - außer, man widerspricht ausdrücklich.
Einkaufen wird immer teurer. Viele achten schon deshalb ganz genau auf Sonderangebote im Supermarkt. Mit ein paar Tricks zahlt man nicht nur weniger, sondern kann manche Produkte sogar gratis bekommen - mit dem Kassenzettel-Trick.
Sie ist eine der bedeutendsten Popmusikerinnen der Gegenwart, gewann zehn Grammys und zwei Oscars. Er schuf Blockbuster-Filmerfolge wie "Titanic" und "Avatar", wurde mit drei Oscars und unzähligen Filmpreisen ausgezeichnet. Jetzt haben Billie Eilish und James Cameron erstmals zusammengearbeitet. Heute kommt ihre gemeinsame Konzertdoku "Billie Eilish - Hit Me Hard and Soft: The Tour" ins Kino.
Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de. Starten Sie gut in den Tag.
Melania lobt Trump - seine Reaktion sorgt für Gelächter
Zwischen Flaggen und mit würdevoller Musik lädt das Präsidentenpaar Soldatenmütter ins Weiße Haus. Melania Trump preist ihren Mann als einfühlsam und fürsorglich an, darauf reagiert der Saal mit Gelächter. Dazu dürfte aber auch eine Geste des US-Präsidenten beigetragen haben.
Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern
Wer ist Patient Zero? Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich ein niederländisches Ehepaar auf einer Reise durch Argentinien mit dem Hantavirus angesteckt und den Erreger somit an Bord des Kreuzfahrtschiffs "MV Hondius" geschleppt hat. Die argentinischen Behörden haben angesichts dessen die Entsendung von Experten nach Ushuaia im Süden des Landes zur Untersuchung von Nagetieren angekündigt. Die Experten für Infektionskrankheiten des Malbrán-Instituts in Buenos Aires würden dort nach einer "möglichen Präsenz des Virus" suchen, teilte das argentinische Gesundheitsministerium mit. Sie würden dabei in Gebiete reisen, die zuvor von den beiden niederländischen Passagieren besucht wurden, die letztendlich gestorben sind.
Das Ministerium betonte, es sei "nicht bestätigt, dass die Ansteckung in Argentinien stattgefunden hat". Die argentinische Provinz Feuerland im Süden des Landes, in der auch Ushuaia liegt und von wo aus das Kreuzfahrtschiff "Hondius" aufgebrochen war, habe "seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 1996 keinen einzigen Hantavirus-Fall gemeldet". Die argentinischen Behörden verzeichnen derzeit nach eigenen Angaben einen Anstieg der Zahl der Hantavirus-Fälle in dem südamerikanischen Land. Das Gesundheitsministerium registrierte demnach im laufenden sogenannten epidemiologischen Jahr 101 Fälle - fast doppelt so viele, wie im Vorjahreszeitraum, als 57 verzeichnet wurden. Der Biologe Raúl González Ittig sagte, dies sei nichts Außergewöhnliches, es handele sich um "vereinzelte Fälle".
Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU
Angesichts wachsender Unzufriedenheit in den eigenen Reihen hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Parteikreisen zufolge vor einer massiven Austrittswelle aus der CDU gewarnt. Linnemann sprach in der CDU-Präsidiumssitzung am vergangenen Montag von zahlreichen Austritten in diesem Jahr, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf hochrangige Parteikreise berichtete. Dabei habe er einen Schwund von mehreren zehntausend Mitgliedern hochgerechnet.
Gehe die Entwicklung so weiter, würde die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren, sagte Linnemann Parteikreisen zufolge. Linnemann selbst wollte die Aussagen auf "Bild"-Anfrage nicht kommentieren. Aus Parteikreisen hieß es, diese Zahl sei ein hochgerechnetes "Worst Case"-Szenario gewesen. Dennoch wird dem Blatt zufolge intern eingestanden, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenhängt. 2026 sei auch auf die Mitglieder-Bilanz bezogen bislang kein gutes Jahr gewesen.