Der Tag
15. August 2024
WZ-Reporter-Janis-peitsch-am-18-Oktober-2017mit Janis Peitsch
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22:35 Uhr

Das war Donnerstag, der 15. August 2024

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(Foto: picture alliance / Jochen Eckel)

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" schließt für heute seine Pforten. Bevor ich in den Feierabend entschwinde, möchte ich Ihnen noch folgende Stücke der Redaktion ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine entspannte Nacht. Machen Sie's gut!

Das war Donnerstag, der 15. August 2024
22:32 Uhr

"Donald Dumb" - Biden zieht über Trump her

Nicht ganz freiwillig trat Joe Biden im Präsidentschaftsrennen ab und machte Platz für seine Vize Kamala Harris. Nun traten beide erstmals wieder gemeinsam im Wahlkampf auf.

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Dabei zog der US-Präsident über Republikaner Trump her. "Der Typ, gegen den wir antreten - wie heißt er? Donald Dump?", spottete Biden bei dem Auftritt im Bundesstaat Maryland.

Auch über sein eigenes Alter machte Biden mehrere Witze. "Ich habe 270 Jahre lang im Senat gedient", sagte er in Anspielung auf seine lange politische Karriere und mehr als 30 Jahre als Senator. "Ich weiß, ich sehe aus wie 40, aber ich bin ein bisschen älter." Lange Zeit in seinem Leben sei er "zu verdammt jung" gewesen, "nun bin ich zu verdammt alt".

"Donald Dumb" - Biden zieht über Trump her
21:36 Uhr

China schränkt Export von Mineral für Batterien und Rüstungsgüter ein

China ist ein wichtiger Produzent von Antimon. Das Mineral wird unter anderem für Flammschutzmittel, Batterien, Nachtsichtgeräte und die Herstellung von Atomwaffen verwendet.

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Ein Stück Antimon. (Foto: picture alliance / Frank Rumpenhorst)

Doch nun kündigt Pekings Handelsministerium Exportbeschränkungen für das Mineral an. Die Ausfuhrkontrollen für Antimon würden am 15. September eingeführt, mit dem Ziel, Chinas Sicherheit und Interessen zu schützen, heißt es. Wer das Mineral in jeglicher Form exportieren will, benötigt ab dem kommenden Monat eine Genehmigung.

Es ist nicht klar, in welchem Umfang die Ausfuhren beschränkt werden sollten. Die Formulierung der Mitteilung deutet jedoch darauf hin, dass dies waffenrelevante Verwendungszwecke einschließen könnte. Das Ministerium erklärte, Exporte, die den Vorschriften entsprechen, seien zulässig. Die Regierung wehre sich aber dagegen, dass ein Land chinesische Güter für Aktivitäten einsetze, die Chinas nationale Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen untergraben. Details werden nicht genannt.

China schränkt Export von Mineral für Batterien und Rüstungsgüter ein
20:48 Uhr

Trump bittet um Verschiebung der Strafverkündung im Schweigegeldprozess

Im Mai wurde Donald Trump schuldig gesprochen, Geschäftsunterlagen gefälscht zu haben, um Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zu vertuschen. Die Verkündung des Strafmaßes steht allerdings noch aus.

Nun hat der frühere US-Präsident den zuständigen Richter in New York aufgefordert, die Entscheidung über bis nach der Präsidentschaftswahl im November zu verschieben. In einem veröffentlichten Schreiben an den Richter erklärte Trumps Anwalt Todd Blanche, der bisher angekündigte Termin am 18. September komme einer Wahlbeeinflussung gleich.

Ein Aufschub würde Trump auch Zeit geben, die nächsten Schritte abzuwägen, nachdem Richter Juan Merchan am 16. September über den Antrag der Verteidigung entscheiden soll, das Urteil aufzuheben und den Fall mit Blick auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur Immunität von US-Präsidenten vollständig abzuweisen, schrieb Blanche. "Es gibt keinen Grund für weitere Eile", erklärte er.

Trump bittet um Verschiebung der Strafverkündung im Schweigegeldprozess
19:56 Uhr

Urlauber stirbt in Griechenland nach Spinnenbiss

In Griechenland ist Medienberichten zufolge ein Tourist nach dem Biss einer giftigen Spinne gestorben. Wie die "Bild" berichtet, saß der 48-Jährige im Hafenort Katakolo auf einer Bank, als das Unglück passierte. Demnach blieb der Biss zunächst unbemerkt. Einige Stunden später habe der Mann, der auf dem griechischen Festland wohnt, plötzlich über gesundheitliche Probleme geklagt.

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(Foto: picture alliance / WILDLIFE)

Schließlich sei der Mann in eine Klinik eingeliefert worden, wo seine Atmung ausgesetzt habe. 72 Stunden nach dem Biss sei der Mann gestorben. Die Leiterin der Klinik sagte laut Medien, dass die Symptome auf den Biss einer Braunen Einsiedlerspinne hindeuten.

Die Giftspinne ist grundsätzlich nicht aggressiv und greift nur bei Gefahr an. Rund um die Bisswunde kann das Gewebe absterben. Auch eine Blutvergiftung als Folge ist möglich.

Urlauber stirbt in Griechenland nach Spinnenbiss
18:55 Uhr

Darum zwitschern die Vögel im Garten nicht mehr

So mancher Gartenbesitzer vermisst aktuell das Vogelgezwitscher am Morgen. Naturschützer haben eine Erklärung für die Stille.

"Der Gesang der Vögel hat zwei Funktionen: einen Partner anlocken und das Brutrevier markieren", erklärt Bernd Petri, Vogelexperte beim Naturschutzbund (Nabu).

Bei den meisten Vogelarten verließen die Jungen jedoch Mitte Juli das Nest, danach müssten die Männchen ihr Revier nicht mehr verteidigen. Zudem verzichteten sie auf ihren Gesang, um nicht Fressfeinde auf sich aufmerksam zu machen.

Auch verbergen sich die Vögel derzeit lieber vor ihren Feinden, da sie sich in der Mauser befinden und daher schlechter fliegen können als gewohnt.

Darum zwitschern die Vögel im Garten nicht mehr
18:09 Uhr

Festnahme nach Drogentod von "Friends"-Star Matthew Perry

Im Oktober wurde "Friends"-Star Matthew Perry tot in seinem Whirlpool gefunden - in seinem Blut war eine große Menge des Narkosemittels Ketamin. Nun hat die Polizei bei der Ermittlung der Hintergründe offenkundig einen Durchbruch erzielt.

Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass mindestens eine Person im Zusammenhang mit dem Tod festgenommen wurde. Dies meldeten untere anderem die TV-Sender ABC und NBC. Noch für heute ist eine Pressekonferenz in Los Angeles geplant.

Es blieb zunächst unklar, ob es sich um eine oder mehrere Festnahmen handelt. Der Fahndungserfolg kommt mehr als ein Dreivierteljahr nach dem Tod Perrys.

Festnahme nach Drogentod von "Friends"-Star Matthew Perry
17:29 Uhr

Walz und Vance nehmen Einladung für TV-Duell an

Der Termin steht: Die US-Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Walz und J.D. Vance haben sich beide zu einem TV-Duell am 1. Oktober bereiterklärt. "Wir sehen uns am 1. Oktober, JD", schrieb der "Running Mate" von Kamala Harris auf X bereits am Mittwoch. Vance, der mit Präsidentschaftskandidat Donald Trump ins Weiße Haus einziehen will, sagte den Termin heute zu.

Der Sender CBS News hatte die beiden Kandidaten zu einer Debatte in New York eingeladen und dafür vier Termine zur Auswahl gestellt - zwei im September und zwei im Oktober.

Vance bot sich zudem für eine weitere Debatte am 18. September beim Sender CNN an. Das amerikanische Volk verdiene so viele Debatten wie möglich, schrieb Vance auf der Online-Plattform X, deshalb habe auch Trump für sein Duell gegen Harris mehrere Termine vorgeschlagen.

Walz und Vance nehmen Einladung für TV-Duell an
16:46 Uhr

Münsteraner "Tatort"-Star macht Schluss

Regelmäßig zählen die "Tatort"-Fälle aus Münster rund um Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne zu den beliebtesten Folgen der ARD-Krimireihe. Nun aber müssen sich die Fans von einer zentralen Figur verabschieden: Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, gespielt von Mechthild Großmann, steigt 2025 aus der Serie aus.

Als Chefin von Thiel und Boerne wird die Schauspielerin noch in drei neuen Folgen zu sehen sein, dann wolle sie sich neuen Aufgaben widmen, zitiert der WDR Großmann.

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Mechthild Großmann wirkte 23 Jahre lang im "Tatort" mit. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

"Wenn Ende 2025 der letzte Münster-'Tatort' mit mir gesendet wird, werde ich 77 Jahre alt sein, und ich habe nicht vor, aufzuhören zu arbeiten. Ich werde also auch weiter Theater spielen und Lesungen gestalten, möglichst mit Musik - und wenn der WDR mal für die Rolle einer bösartigen Mörderin jemanden sucht, wäre ich sofort wieder da", sagt Großmann.

Die 1948 in Münster geborene Großmann gehörte seit der ersten Folge 2002 zur Besetzung des "Tatorts" aus der nordrhein-westfälischen Stadt.

Münsteraner "Tatort"-Star macht Schluss
16:02 Uhr

So hoch sind die Mieten auf den ostfriesischen Inseln

Das Leben auf Borkum, Juist und Co ist teuer: Wer auf den ostfriesischen Inseln zur Miete wohnt, muss im Durchschnitt deutlich mehr bezahlen als im Rest Niedersachsens.

Die Nettokaltmieten lagen im Durchschnitt laut Zensus 2022 nicht nur deutlich über dem Landesdurchschnitt von 6,56 Euro pro Quadratmeter, wie das Landesamt für Statistik in Hannover mitteilte. Der Wert lag demzufolge auch über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 7,28 Euro pro Quadratmeter.

Die höchsten Nettokaltmieten mussten auf Langeoog mit 10,75 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt gezahlt werden. Gemäß der Statistik folgten die Inseln Spiekeroog (10,55 Euro), Norderney (10,53 Euro), Juist (10,19 Euro), Wangerooge (9,59 Euro), Borkum (8,74 Euro) und Baltrum (8,37 Euro).

So hoch sind die Mieten auf den ostfriesischen Inseln
15:17 Uhr

RAF-Terroristin Daniela Klette äußert sich zu Ermittlungen

Reue klingt anders: Ein halbes Jahr nach ihrer Festnahme hat sich Daniela Klette erstmals zu den Vorwürfen geäußert, die Ermittler gegen sie erheben. In einem persönlichen Statement, das der "Süddeutsche Zeitung" nach eigenen Angaben vorliegt, bestreitet sie, Mordversuche begangen zu haben und spricht von staatlicher "Denunziation" und "Medienhetze" gegen sich und ihre einstigen RAF-Genossen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub.

"Die Staatsanwaltschaft Verden konstruiert eine Geschichte, nach der ich sowie Volker Staub und Burkhard Garweg, nach denen weiterhin mit maßlosem Aufwand und begleitet von dreister Medienhetze gefahndet wird, eine skrupellose Bande gewesen sein sollen", so Klette.

Ermittler werfen Klette, Garweg und Staub vor, zwischen 1999 und 2016 insgesamt acht schwer bewaffnete Raubüberfälle begangen zu haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren.

RAF-Terroristin Daniela Klette äußert sich zu Ermittlungen
14:38 Uhr

Urteil: Unterhaltspflicht kennt keine Ausreden

Wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil einen Nebenjob ausübt, kann sich das auf die Höhe des zu zahlenden Unterhalts auswirken. Darauf weist nun das Oberlandesgericht München hin.

Im konkreten Fall, der von dem Gericht behandelt wurde, leben die beiden Kinder beim Vater und die Mutter zahlt Kindesunterhalt. Über dessen Höhe stritten die Eltern. Dabei ging es auch um den Nebenjob der Frau. Der Vater war überzeugt, ihre Nebentätigkeit bei einem ambulanten Pflegedienst sei bei der Höhe des Kindesunterhalts zu berücksichtigen. Die Mutter sah das nicht so.

Das Gericht gab dem Vater recht und urteilte: Die Nebeneinkünfte sind zu berücksichtigen. Eltern haben eine besondere Verantwortung für den Unterhalt ihrer Kinder und daher auch eine "gesteigerte Unterhaltspflicht", erläuterte das Gericht.

Urteil: Unterhaltspflicht kennt keine Ausreden
14:26 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein geschätzter Kollege Sebastian Schneider verabschiedet sich in die pralle Mittagssonne. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.

Los geht's!

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Moderator bekommt Panikattacke im TV: "Passiert gerade"

Moderator bekommt Panikattacke im TV: "Passiert gerade"

In der Sendung "ABC News Breakfast" läuft gerade das Wetter-Segment, als Moderator Nate Byrne beinahe nonchalant darauf hinweist, dass sich bei ihm eine Panikattacke anbahnt. Byrnes Transparenz und wie das ganze Team mit der Situation umgeht, lösen im Internet Begeisterung aus.

Lesen Sie hier: Wie hilft man am besten bei einer Panikattacke?

Moderator bekommt Panikattacke im TV: "Passiert gerade"
13:12 Uhr

Riesige Aschesäule: Ätna spuckt wieder Lava, Flughafen gesperrt

Immer wieder macht der Ätna auf Sizilien mit Eruptionen auf sich aufmerksam. Nun rumort es erneut und der Vulkan spuckt Lava und Asche aus. Das Naturspektakel hat Auswirkungen auf Reisende. Wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte, schoss in der vergangenen Nacht eine Lavafontäne in den Himmel. Eine riesige Säule aus Asche und Lavagasen erreichte eine Höhe von 9500 Metern. Der Flugbetrieb am Flughafen Catania wurde daher bis 18.00 Uhr ausgesetzt, wie der Airport bekannt gab.

Die Aschepartikel nach der Eruption vergangene Nacht haben nach Angaben des Flughafens sowohl die Flugzeuge als auch die Start- und Landebahn bedeckt. Sie seien deswegen unbenutzbar. Der Flugbetrieb werde wieder aufgenommen, sobald die Fluginfrastruktur wieder einsatzfähig ist, teilte der Airport weiter mit. Auch in anderen Gegenden rund Catania an der Ostküste Siziliens lag grau-schwarzer Staub in den Straßen und auf den Häusern. Flugreisende müssen sich deswegen auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Riesige Aschesäule: Ätna spuckt wieder Lava, Flughafen gesperrt
12:49 Uhr

US-Beamte: Israel stößt im Gazastreifen militärisch ans Limit

Im katarischen Doha wird über einen Waffenstillstand im Gazastreifen verhandelt, mit Spannung wird das Ergebnis des Gipfels erwartet. Derweil sind hochrangige US-Beamte der Ansicht, dass Israel im Krieg gegen die islamistische Hamas alles erreicht habe, was möglich ist. Das Militär habe der Hamas schwer zugesetzt, werde sie aber nie vollständig ausschalten können, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Beamte. Die anhaltenden Bombenangriffe Israels erhöhten nur die Gefahren für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen.

In vielerlei Hinsicht habe Israels Militäroperation der Hamas in den vergangenen zehn Monaten weit mehr Schaden zugefügt, als US-Beamte zu Beginn des Krieges im Oktober vergangenen Jahres vorausgesagt hätten. So könnten sich die israelischen Kräfte im Gazastreifen inzwischen frei bewegen, die Hamas sei stark geschwächt, und Israel habe wichtige Nachschubwege von Ägypten nach Gaza zerstört. Aber eines der wichtigsten Ziele Israels, die Rückkehr der noch verbleibenden Geiseln, könne nach Ansicht der befragten Experten aus den USA und Israel nicht militärisch erreicht werden, schreibt die Zeitung weiter.

US-Beamte: Israel stößt im Gazastreifen militärisch ans Limit
12:20 Uhr

"Lange gewartet": Nordkorea lässt überraschend wieder Touristen rein

Wegen der Corona-Pandemie ist es fünf Jahre lang fast unmöglich, nach Nordkorea zu reisen. Das ändert sich nun. Das Land empfängt ab Dezember wieder ausländische Touristinnen und Touristen. Das gaben zwei in China ansässige Reiseveranstalter bekannt, die auf Reisen in das autoritär regierte und international weitgehend isolierte Land spezialisiert sind. Sie hoffen nun auf ein gutes Geschäft - die Ankündigung kommt gleichwohl überraschend.

"Unsere erste Reaktion ist natürlich positiv. Darauf haben wir lange gewartet", sagte Manager Simon Cockerell vom Anbieter Koryo. Er erwartet ein hohes Interesse an den Reisen, denn während der gesamten Pause sei die Nachfrage weiterhin hoch gewesen. Viele Menschen könnten es "kaum erwarten", Nordkorea zu besuchen.

Gestern hatten Koryo Tours mit Sitz in Peking sowie der Anbieter KTG Tours schon mitgeteilt, dass Reisen in das Land bald wieder möglich sind. "Wir haben von unserem lokalen Partner die Bestätigung erhalten, dass der Tourismus in Samjiyon und wahrscheinlich auch im Rest des Landes im Dezember 2024 wieder offiziell beginnt", erklärte Koryo Tours.

"Lange gewartet": Nordkorea lässt überraschend wieder Touristen rein
11:44 Uhr

Jachten vor Ibiza kentern, Sturm fegt über Mallorca

Heftiger Sturm und Gewitter wüten über den Balearen. Am Strand von Ibiza wirft extremer Wind mehrere Jachten gegen die Küste. Auf dem benachbarten Mallorca gilt zeitweise Alarmstufe Rot. Durch den Starkregen entsteht auf der Insel ein neuer, 30 Meter hoher Wasserfall.

Jachten vor Ibiza kentern, Sturm fegt über Mallorca
11:18 Uhr

Auf Medikamente angewiesen: Polizei sucht 13-Jährigen

Die Polizei sucht seit gestern intensiv nach einem vermissten Jungen aus Hassendorf bei Rotenburg an der Wümme. Der 13-Jährige ist laut Polizeiangaben auf Medikamente angewiesen und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in einer hilflosen Lage befindet. Das Kind sei mit Unterstützung der Feuerwehr bis spät in die Nacht gesucht worden.

"Im Moment vermuten wir, dass er von zu Hause weggelaufen ist", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp am Morgen. Zuletzt wurde der Junge am Mittwochvormittag an seiner Schule in Sottrum gesehen. "Er soll in einen Bus eingestiegen sein", so van der Werp. Der Junge sei schon mehrfach von zu Hause weggelaufen. "Es erscheint uns als andere Sachlage als bei anderen Vermisstenfällen." Der Schüler müsse Medikamente nehmen, leide aber nicht unter einer lebensbedrohlichen Erkrankung.

Er ist etwa 1,20 Meter groß, hat blonde Haare und trägt eine blaue Brille. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er laut Polizei mit einem hellbraunen Hoodie, einem olivfarbenen Shirt mit schwarzen Punkten, einer kurzen Tarnhose sowie blaue Sandalen bekleidet.

Update 12:13 Uhr: Der Junge ist wieder aufgetaucht.

Auf Medikamente angewiesen: Polizei sucht 13-Jährigen
10:49 Uhr

"Dumm", "Chaoten": Faeser reagiert auf blockierte Flughäfen

Am Morgen legen Klimaaktivisten der Letzten Generation mehrere Flughäfen in Deutschland lahm, jetzt äußert sich Innenministerin Nancy Faeser dazu. Die SPD-Politikerin verurteilt die Vorfälle. "Diese kriminellen Aktionen sind gefährlich und dumm", schreibt sie auf X.

Die Eindringlinge riskierten nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gefährdeten auch andere Menschen. Sie bezeichnet die Aktivisten als "Chaoten" und fügt hinzu: "Wir haben empfindliche Freiheitsstrafen vorgeschlagen. Und wir verpflichten die Flughäfen, ihre Anlagen deutlich besser zu sichern." Vor knapp einem Monat hat das Kabinett beschlossen, das Eindringen auf das Rollfeld oder Start- und Landebahnen härter unter Strafe zu stellen. Der Bundestag muss das Gesetz noch verabschieden.

"Dumm", "Chaoten": Faeser reagiert auf blockierte Flughäfen
10:12 Uhr

15-Jähriger vom Blitz erschlagen

Im baden-württembergischen Welzheim hat sich ein tragisches Unglück ereignet: Ein 15-Jähriger ist bei einem Blitzeinschlag getötet worden. Nach Polizeiangaben hielt er sich am Mittwochabend mit einem anderen Jugendlichen während eines Gewitters unter einem Baum auf. Dann schlug der Blitz ein, der andere Jugendliche wurde schwer verletzt.

Grundsätzlich gilt: Sich bei Gewitter draußen aufzuhalten, ist lebensgefährlich. Blitze schlagen allerdings bevorzugt in hohe, alleinstehende Punkte im Gelände ein - unter anderem in Strommasten, Türme oder einzelne Bäume.

15-Jähriger vom Blitz erschlagen
09:36 Uhr

"Steht vier null gegen dich": Habeck liebäugelt mit Kanzlerkandidatur

Außenministerin Annalena Baerbock hat ihren Verzicht auf die Kanzlerinnenkandidatur der Grünen schon verkündet, da scheint es fast logisch, dass Robert Habeck sein Interesse bekundet. "Ich möchte mich gerne in die Verantwortung nehmen lassen - für Deutschland, für meine Partei, für das Projekt, für die Demokratie", sagte er in einem Podcast des Nachrichtenportals Politico. Zunächst gehe es jedoch um andere Themen, sagte der Wirtschaftsminister: "Alle müssen sich klarmachen, auch jetzt meine Partei, was wir eigentlich wollen."

Die Situation für die Grünen sei aktuell schwieriger als bei der letzten Wahl 2021, sagte Habeck. Die Lage auf dem Spielfeld sei kompliziert: "Du wirst eingewechselt, und es steht vier null gegen dich." Er sei prinzipiell bereit, die Positionen der Grünen "zu korrigieren" und gemeinsam etwas "Neues" zu schaffen. Insofern sei der Titel des Kanzlerkandidaten "doch ehrlicherweise ganz egal, wenn ich das jetzt so sagen darf", sagte Habeck. "Das ist die unwichtigste Frage." Ihm gehe es darum, "dass wir, bevor wir uns über Titel unterhalten und über Strategie Vertrauen aufbauen müssen, dem Land ein Angebot machen und wieder da ansetzen, wo wir 2020/2021 waren."

"Steht vier null gegen dich": Habeck liebäugelt mit Kanzlerkandidatur
09:20 Uhr

Apfel-Ernte so schlecht wie seit sieben Jahren nicht

Die Apfelernte in Deutschland wird in diesem Jahr so gering ausfallen wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Obstbaubetriebe erwarten eine weit unterdurchschnittliche Menge von 734.000 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage einer Schätzung aus dem Juli berichtet. Das wären rund 22 Prozent weniger als im Vorjahr und läge 26,3 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Vor allem in den südöstlichen Ländern wie Thüringen und Sachsen haben Spätfröste dafür gesorgt, dass die Blüten erfrieren und die Bäume nur einen schlechten Fruchtansatz bilden konnten, berichtet das Statistikamt. Hinzu kam Hagelschlag. Starke Niederschläge und die häufig feuchtkühle Witterung hemmten im weiteren Jahresverlauf die Entwicklung der Früchte. Die Ernteausfälle betragen bis zu 90 Prozent. Wegen der Ernteausfälle im Osten wird im laufenden Jahr voraussichtlich drei Viertel der deutschen Apfelernte aus den großen Anbaugebieten in Baden-Württemberg (Bodensee) und Niedersachsen (Altes Land) kommen.

Apfel-Ernte so schlecht wie seit sieben Jahren nicht
08:33 Uhr

Alkoholisiert, Wagen geklaut: 16-Jähriger verursacht tödlichen Unfall

In der Nacht hat sich im bayerischen Landkreis Kelheim ein tragischer Unfall ereignet: Wie die "Mittelbayerische Zeitung" berichtet, sei ein 16-Jähriger bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Demnach war er Beifahrer bei einem anderen 16-Jährigen.

Nach Polizeiangaben war der Fahrer alkoholisiert und ohne Führerschein unterwegs. Auch zu dem Fahrzeug eines Verwandten hatte er sich unerlaubt Zugang verschafft. Bei seiner Trunkenfahrt sei er von der Straße abgekommen und mit einem Holzstoß kollidiert. Auch der 16-jährige Fahrer sei schwer verletzt worden.

Alkoholisiert, Wagen geklaut: 16-Jähriger verursacht tödlichen Unfall
08:00 Uhr

Sabotageverdacht: Soldaten klagen über Magen-Darm-Probleme

Auf dem Gelände der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn herrscht Unsicherheit. Haben Unbekannte das Trinkwasser der Anlage kontaminiert? Mehrere Soldaten melden gesundheitliche Probleme. Eine Untersuchung läuft. Bei einem weiteren Fall in Geilenkirchen gibt die Bundeswehr Entwarnung.

Sabotageverdacht: Soldaten klagen über Magen-Darm-Probleme
07:40 Uhr

Nicht nur Aktionen auf Flughäfen: Letzte Generation besprüht Parteizentrale

Nicht nur auf mehreren deutschen Flughäfen (siehe Eintrag von 06:47 Uhr) gibt es Protestaktionen der Letzten Generation. Auch die SPD-Parteizentrale in Berlin wurde in den frühen Morgenstunden mit oranger Farbe besprüht. Wie das Lagezentrum der Polizei in Berlin mitteilte, soll die Klima-Initiative Letzte Generation das Willy-Brandt-Haus im Bezirk Kreuzberg besprüht haben. Weitere Informationen gibt es bislang nicht.

Hinweis 10:26 Uhr: Die Polizei korrigierte ihre Aussage, dass Klimaaktivisten die Verdächtigen seien. Das Haus sei unter anderem mit der Aufschrift "Staatsräson = Genozid" beschmiert worden.

Nicht nur Aktionen auf Flughäfen: Letzte Generation besprüht Parteizentrale
07:12 Uhr

Sohn fährt offenbar Leiche seines Vaters nach Italien

Die Suche nach einem 60-Jährigen aus Bayern bringt Überraschendes zutage: Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sei die Leiche des Vermissten in Süditalien gefunden worden. Zudem habe die Polizei ebenfalls in Italien seinen Sohn festgenommen. Beide wurden dem Bericht zufolge am Montagabend als vermisst gemeldet, doch die Suchaktion in Bayern habe keine Ergebnisse erbracht.

Die Polizei zog danach ein Gewaltverbrechen in Betracht - das Auto war auch verschwunden. Am Dienstagnachmittag entdeckte dann die italienische Polizei den Wagen, samt Leiche im Kofferraum. Die Behörden gehen laut BR davon aus, dass es sich dabei um den vermissten 60-Jährigen handelt. Gegen den tatverdächtigen Sohn wurde unterdessen ein europäischer Haftbefehl erlassen. Der 31-jährige Deutsche wurde in der Nähe des Fahrzeugs festgenommen.

Sohn fährt offenbar Leiche seines Vaters nach Italien
06:47 Uhr

Verkehr teilweise eingestellt: Letzte Generation dringt in mehrere Flughäfen ein - auch BER

Die Klima-Initiative Letzte Generation hat in mehreren Städten Protestaktionen gestartet. Je zwei Aktivisten drangen Angaben der Organisation zufolge in orangen Warnwesten auf die Flughäfen Berlin-Brandenburg, Stuttgart, Nürnberg, Köln-Bonn und Karlsruhe ein.

Sie drücken friedlich ihren Widerstand aus, indem sie Banner mit der Aufschrift "Oil kills" und "Sign the treaty" zur Schau stellten, berichtete die Organisation laut Mitteilung. "Die Start- und Landebahnen wurden dabei nicht betreten." Der Flugbetrieb in Nürnberg ist nach Angaben eines Polizeisprechers bis auf Weiteres eingestellt.

Verkehr teilweise eingestellt: Letzte Generation dringt in mehrere Flughäfen ein - auch BER
06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Sorge blicken wir in den vergangenen Tagen auf die Lage im Nahen Osten. Wie entwickelt sich die angespannte Situation weiter? Heute finden im katarischen Doha weitere Gespräche um eine Waffenruhe in Gaza statt. Die Vermittler USA, Katar und Ägypten sollen dazu gedrängt haben. Die Hamas sitzen jedoch nicht mit am Tisch.

Das wird heute wichtig:

  • Nach den Konzertabsagen in Österreich wegen Terrorgefahr setzt US-Musikerin Taylor Swift ihre Tournee in London fort. Fünf Konzerte sind im Wembley-Stadion geplant. Die 34-Jährige soll dort heute erstmals wieder auf der Bühne stehen, sie hatte bereits im Juni mehrere Konzerte in London gespielt.

  • In einem Mordprozess ohne Leiche verkündet das Landgericht Bielefeld ein Urteil. Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine lebenslange Freiheitsstrafe für einen Mord aus Habgier ausgesprochen, die Verteidiger des 38 Jahre alten Angeklagten fordern dagegen einen Freispruch. In dem Prozess geht es um den mutmaßlichen Tod eines Unternehmers aus Hüllhorst in Ostwestfalen, der seit knapp einem Jahr verschwunden ist.

  • Bundesinnenministerin Nancy Faeser besucht während ihrer Sicherheitstour eine Beratungsstelle "Gewalt gegen Frauen" der Bundespolizei in Berlin.

  • Das Statistische Bundesamt stellt Daten zur Ernteschätzung für Äpfel und Pflaumen vor.

  • Wer folgt bei den Basketball-Weltmeistern auf Erfolgstrainer Gordon Herbert? Der Deutsche Basketball Bund (DBB) will heute den Nachfolger vorstellen. Medienberichten zufolge soll es sich um den Spanier Álex Mumbrú handeln.

Mein Name ist Sebastian Schneider und ich begleite Sie durch die ersten Stunden des Nachrichtentages. Bei Hinweisen und Anmerkungen schreiben Sie mir gerne: sebastian.schneider(at)ntv.de

Los geht’s!

Das wird heute wichtig
06:05 Uhr

Reinigung von verstopfter Toilette endet tödlich

In Thailand sind drei Frauen bei dem Versuch ums Leben gekommen, ein verstopftes Toilettenrohr zu reinigen. Eine 60-Jährige und ihre 34 und 25 Jahre alten Töchter hätten dazu Schwefelsäure und Natronlauge verwendet - eine tödliche Mischung, wie die Polizei mitteilte. Das Unglück ereignete sich demnach bereits am Montag in der Provinz Chon Buri südöstlich von Bangkok.

Die Familie habe in dem nur 1,20 breiten und 2,50 Meter langen Raum, der nur über ein kleines Belüftungsloch verfügt habe, ein nicht zugelassenes Schwefelsäureprodukt verwendet, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" Trairong Phiwpan von der Forensik-Abteilung der Polizei. Zusammen mit der Natronlauge seien toxische Dämpfe entstanden. Die Opfer seien erst einige Zeit später leblos gefunden worden. Eine der Frauen sei bereits tot gewesen, die anderen beiden seien später im Krankenhaus für tot erklärt worden.

Reinigung von verstopfter Toilette endet tödlich