Der Tag
19. Juni 2026
imageHeute mit Max Perseke und Leah Nowak
Zum Archiv
22:01 Uhr

Das war Freitag, der 19. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Woche voller Diplomatie geht zu Ende. Anfang der Woche tagten die Staats- und Regierungschefs der G7 sowie mehrere Partnerländer im französischen Évian-les-Bains. Danach trafen sich die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Gipfel in Brüssel.

Der G7-Gipfel in den französischen Alpen endete relativ harmonisch - bei Themen wie der Unterstützung der Ukraine schien man wieder aufeinander zuzukommen. Gekrönt wurde das Ganze anschließend von der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung ihres Krieges. Aber während die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel tagten, zeigten sich schon wieder Dissonanzen. Im Zentrum eine despektierliche Aussage des US-Präsidenten in Richtung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni - und das ausgerechnet in einem Telefoninterview mit einem italienischen TV-Sender.

Bevor es kommende Woche mit viel nationaler und auch internationaler Politik für Sie und uns alle weitergeht, wartet das Wochenende mit dem längsten Tag des Jahres auf uns - sowie sommerliche Temperaturen und auch Gewitter.

Haben Sie einen schönen Abend!

Das war Freitag, der 19. Juni 2026
22:00 Uhr

Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken

Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken. Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilt. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.

Nachrichten zu Nahost, dem Iran und der Straße von Hormus finden Sie nunmehr auch wieder an dieser Stelle im "Tag".

Schiffstracker: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken
21:00 Uhr

Schweiz plant Verbot von Nazi-Symbolen

Die Schweiz will das Zeigen von Nazi-Symbolen in der Öffentlichkeit verbieten. Nazi-Symbole stünden für eine "menschenverachtende Ideologie, die den Grundwerten einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft widerspricht", erklärt die Regierung in Bern bei der Vorlage eines entsprechenden Gesetzentwurfs. Dieser sieht ein Verbot etwa von NS-Symbolen, Gesten, Grußformeln, Flaggen, Slogans und Tätowierungen in der Öffentlichkeit vor. Bei Verstößen droht ein Bußgeld in Höhe von 200 Schweizer Franken (rund 216 Euro). Ausnahmen gelten, wenn Nazi-Symbole etwa im schulischen, wissenschaftlichen, künstlerischen oder journalistischen Kontext verwendet werden. Das Parlament muss noch über das Gesetz abstimmen. Eine Annahme gilt als sicher - die Abgeordneten hatten die Regierung vor zwei Jahren selbst damit beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten. Neben Deutschland ist das Zeigen von Nazi-Symbolen bereits in mehreren weiteren europäischen Ländern verboten, darunter Österreich und Belgien.

Schweiz plant Verbot von Nazi-Symbolen
20:20 Uhr

Touristin verstreut Toten-Asche in Venedig - Video löst Empörung aus

Eine Frau wird in Venedig verdächtigt, die Asche eines Verstorbenen im berühmten Markusbecken verstreut zu haben. Aufnahmen aus einem Wasserbus sollen den Vorfall belegen und gehen viral. Die Behörden ermitteln. Bei anderen Passagieren des Wasserbusses soll die Aktion Berichten zufolge Irritationen ausgelöst haben.

Auch in der Stadt löste das Video der Aktion heftige Reaktionen aus, wie es in Berichten heißt. Das Verstreuen von Asche ist demnach im Markusbecken nicht erlaubt. Zudem soll es sich um eine Touristin handeln. Touristen werden in Tourismus-Hotspots wie Venedig durchaus scharf beäugt, was ihr Verhalten angeht.

Touristin verstreut Toten-Asche in Venedig - Video löst Empörung aus
19:46 Uhr

Anne Hathaway teilt Familienglück

Anne Hathaway wird zum dritten Mal Mutter. Die 43-jährige Schauspielerin hat ihre Schwangerschaft am Freitag mit einem kurzen Video auf Instagram öffentlich gemacht. Vater des Kindes ist Ehemann Adam Shulman. In dem Clip betritt Hathaway in einem fließenden weißen Kleid das Bild, die Arme zunächst vor dem Bauch verschränkt. Während im Hintergrund der Song "Baby I'm Yours" von Barbara Lewis läuft, lässt sie die Arme sinken und gibt so ihren Babybauch frei. Anschließend lächelt sie, umarmt ihren Bauch und verlässt den Bildausschnitt wieder. Dazu schrieb sie schlicht: "x Baby, I'm yours x", also auf Deutsch: "Baby, ich gehöre zu dir."

Für Anne Hathaway und Adam Shulman ist es das dritte gemeinsame Kind. Die beiden sind bereits Eltern der Söhne Jonathan, zehn Jahre alt, und Jack, sechs Jahre alt. Geheiratet hatte das Paar 2012, einige Jahre später folgte der Nachwuchs: 2016 kam Sohn Jonathan zur Welt, 2019 wurde Jack geboren.

Anne Hathaway teilt Familienglück
19:07 Uhr

Heftige Gewitter: Am Wochenende ist im "ganzen Land Vorsicht angesagt"

In ganz Deutschland steigen die Temperaturen auf bis weit über 30 Grad. Mit der extremen Hitze zieht zugleich eine Unwetterfront auf, die am Wochenende für teils heftige Entwicklungen sorgen kann. Eine wirkliche Abkühlung bringen die Gewitter allerdings nicht.

So hat auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen. Laut DWD sollte es am Freitag im Westen und Nordwesten zu einzelnen, teils kräftigen Gewittern mit stürmischen Böen, kleinem Hagel sowie Starkregen kommen. Im Norden ziehen laut DWD im Tagesverlauf weitere Gewitter ostwärts, örtlich ebenfalls mit Starkregen. Laut DWD greifen in der Nacht zum Samstag aus dem Westen erneut Gewitter auf Deutschland über, die teils unwetterartig ausfallen können, bevor sie später nach Osten hin allmählich abschwächen. In der Nacht kühlt es auf 22 bis 14 Grad ab.

Heftige Gewitter: Am Wochenende ist im "ganzen Land Vorsicht angesagt"
18:31 Uhr

Inhaftierte deutsche Journalistin in Syrien wieder frei und in Deutschland

Die Mitte Januar in Syrien festgenommene deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann ist freigelassen worden. Ihr Bruder Antonius Michelmann bestätigt entsprechende Informationen. Michelmann sei nun wieder in Deutschland. Am späten Nachmittag sei sie aus Jordanien gekommen. "Wir haben sie abgeholt", so Michelmann. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, sagt er. Sie habe sich über einen längeren Zeitraum in Isolationshaft befunden. Nähere Angaben macht er dazu nicht. Die aus Köln stammende Journalistin war nach früheren Angaben des syrischen Informationsministeriums am 18. Januar in der Stadt Rakka während einer Militäroperation festgenommen worden. Inhaftiert wurde dabei auch der türkische Staatsbürger Ahmed Polad, ein aus der Türkei stammender kurdischer Journalist. Von diesem Kollegen gebe es weiterhin keine Spur, sagte Antonius Michelmann.

Blick-ueber-die-Stadt-in-der-Umgebung-von-Rakka-nach-der-Einnahme-durch-die-syrische-Armee
Rakka in Syrien. (Foto: picture alliance/dpa)
Inhaftierte deutsche Journalistin in Syrien wieder frei und in Deutschland
17:55 Uhr

Mieter räumen Haus leer und schicken Spott-Video hinterher

Beim Auszug aus einer Doppelhaushälfte in Braunschweig räumen die Mieter Küche, Armaturen und Möbel leer - sogar die Kloschüssel wird abmontiert. Zur Krönung drehen die Diebe ein Hohn‑Video für die Vermieterin und prahlen damit, wie sie mit der kompletten Einrichtung über die Grenze verschwinden.

Mieter räumen Haus leer und schicken Spott-Video hinterher
17:22 Uhr

Lidl ruft Shampoo wegen Krankheitserregern zurück - in neun Bundesländern verkauft

Wegen Krankheitserregern ruft Lidl ein bestimmtes Shampoo des Lieferanten Persan S.A. zurück. Betroffen ist das Produkt "Cien Shampoo Feuchtigkeit, 400 Milliliter" der Charge 5231552, wie das Portal lebensmittelwarnung.de meldet. In dem Produkt sei das stäbchenförmige Bakterium Pluralibacter gergoviae nachgewiesen worden. Dieses könne besonders bei Immungeschwächten und anderen empfindlichen Personengruppen entzündliche Reaktionen der Atemwege, der Haut oder der Augen sowie Harnwegsinfektionen hervorrufen. Das Produkt sei bei Lidl in Deutschland in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein verkauft worden. Die Ware könne in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. Andere bei Lidl in Deutschland verkaufte Produkte des Lieferanten Persan S.A. sowie weitere Produkte der Marke "Cien" seien von dem Rückruf nicht betroffen, hieß es weiter.

Lidl ruft Shampoo wegen Krankheitserregern zurück - in neun Bundesländern verkauft
16:46 Uhr

Merz weist US-Vorwürfe zu Medikamentenpreisen zurück

Bundeskanzler Friedrich Merz weist US-Vorwürfe wegen angeblich zu niedriger Medikamentenpreise in Deutschland zurück. "Ich gehe davon aus, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich an die Verabredung halten, die wir haben", sagt Merz in Brüssel nach Ende des EU-Gipfels auf die Frage nach den US-Untersuchungen. Die Erstattung von modernen, innovativen Arzneimitteln durch die deutschen Krankenkassen sei eine nationale Zuständigkeit. "Wenn Amerika darüber Informationen haben möchte, dann stellen wir sie selbstverständlich gerne zur Verfügung. Aber das ist eine Frage unseres Erstattungssystems innerhalb des gesetzlichen Rahmens der Krankenversicherung", fügt Merz hinzu. "Insofern ist das eine rein innerstaatliche Angelegenheit."

Die USA hatten zuvor eine Handelsuntersuchung gegen Deutschland wegen der Preisgestaltung für Medikamente eingeleitet. Mit der Untersuchung nach Abschnitt 301 des US-Handelsgesetzes von 1974 solle geprüft werden, ob Deutschland für innovative Pharmaprodukte anhaltend zu wenig bezahle und dies unangemessen oder diskriminierend sei. Hintergrund ist die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung. US-Präsident Donald Trump fordert eine deutliche Erhöhung der Arzneimittelpreise in Deutschland und Europa. Die US-Regierung behauptet, dass die US-Verbraucher höhere Preise zahlen müssten, weil dies die Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel finanziere. Die Frage ist, ob die US-Untersuchung die vereinbarten Zollsätze zwischen den USA und der EU betreffen könnten.

Merz weist US-Vorwürfe zu Medikamentenpreisen zurück
16:13 Uhr

Kapitän fährt riesigen Auto-Frachter auf Felsenriff

Ein riesiges Cargo-Schiff läuft in Japan auf ein Felsenriff an einer Insel auf. Der Transporter hat Fahrzeuge geladen, die eigentlich nach Tokio gebracht werden sollten. Die Untersuchungen nach dem Vorfall sind in vollem Gange.

Kapitän fährt riesigen Auto-Frachter auf Felsenriff
15:37 Uhr

Kleinkind in Schorndorf starb im Auto nach Hitzeschlag

Das tot aufgefundene Kleinkind ist wegen eines Hitzeschlags im Auto gestorben. Das habe die Obduktion ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter soll das 20 Monate alte Mädchen am Mittwoch über Stunden in Schorndorf bei Stuttgart im Wagen vergessen haben.

Kleinkind in Schorndorf starb im Auto nach Hitzeschlag
15:35 Uhr

US-Kreise: Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe

Israel und die mit dem Iran verbündete Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon haben sich laut US-Regierungskreisen auf eine neue Waffenruhe geeinigt. Die von den USA und Katar vermittelte Abmachung ist demnach bereits um 16 Uhr (Ortszeit) in Kraft getreten.

US-Kreise: Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe
15:19 Uhr

Norwegen plant Handelsverbot für Waren aus israelischen Siedlungen

Norwegen will den Handel mit Waren aus israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten verbieten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf stellte die Regierung in Oslo vor. "Norwegische Bürger und Unternehmen dürfen nicht von Aktivitäten profitieren oder diese unterstützen, die dazu beitragen, die rechtswidrige Siedlungstätigkeit Israels in Palästina aufrechtzuerhalten", erklärt Außenminister Espen Barth Eide. Der Entwurf, dessen Annahme im Parlament als sehr wahrscheinlich gilt, sieht ein Verbot von Importen und Exporten sowie von Immobiliengeschäften vor. Die Konsultationsfrist läuft bis zum 19. September. Norwegen hatte 2024 Palästina als eigenständigen Staat anerkannt. Die Vereinten Nationen haben die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland mehrfach für illegal erklärt. Israel weist dies zurück und beruft sich auf biblische und historische Verbindungen zum Westjordanland.

Norwegen plant Handelsverbot für Waren aus israelischen Siedlungen
14:41 Uhr

Schlüssel-Fauxpas: Baby aus überhitztem Auto in Hamminkeln gerettet

Ein Säugling ist aus einem überhitzten Auto auf einem Parkplatz im niederrheinischen Hamminkeln gerettet worden. Die Feuerwehr schlug eine Scheibe ein und holte das Mädchen aus dem Wagen. Das Baby und die unter Schock stehende Mutter habe man nach dem Vorfall vom Donnerstag im Kreis Wesel vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, schilderte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage. Mehrere Medien hatten berichtet.

Die Mutter hatte ihr Baby nach einem Einkauf wieder ins Auto gebracht, auf dem Maxi Cosi festgeschnallt und dann noch schnell den Einkaufwagen weggebracht, wie der Sprecher berichtete. Als sie zum Fahrzeug zurückkehrte, stellte sie fest, dass der Autoschlüssel weg war. Ihr Handy lag im Auto. Sie habe einen Passanten um Hilfe gebeten. Gemeinsam versuchten sie, die Heckscheiben einzuschlagen, um so an einen Türgriff zu gelangen. Weil das scheiterte, rief der Passant die Feuerwehr. Als der Feuerwehr-Helfer den Säugling heraushob, fand sich im Babysitz der Autoschlüssel. Er war der Mutter offenbar unbemerkt heruntergefallen.

Schlüssel-Fauxpas: Baby aus überhitztem Auto in Hamminkeln gerettet
14:28 Uhr

Trump sorgt mit Spott über Meloni für Spannungen: "Sie hat mich angefleht"

Nur wenige Tage nach einem angeblich versöhnlichen Gespräch am Rande des G7-Gipfels in Évian hat US-Präsident Donald Trump mit spöttischen Bemerkungen über Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni für Aufsehen gesorgt. In einem Telefoninterview mit dem italienischen TV-Sender La7 sagte Trump: "Sie hat mich angefleht, ein Foto mit ihr zu machen." Er habe dieser Bitte entsprochen, da sie ihm leidgetan habe. Meloni reagierte prompt in einer Videobotschaft bei Instagram und erklärte dort: "Die Aussagen von Donald Trump sind völlig erfunden. Ich bin ehrlich gesagt fassungslos." Sie fügte hinzu: "Ich und Italien flehen niemals." Sie wisse nicht, wieso der US-Präsident sich so gegenüber Verbündeten verhalte.

Trump sorgt mit Spott über Meloni für Spannungen: "Sie hat mich angefleht"
14:17 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Leah Nowak ist im verdienten Feierabend. Mein Name ist Max Perseke und ich begleite Sie heute durch die zweite Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Politiker-Todeslisten: Drei Jahre Haft für Rechtsextremisten

Ein Rechtsextremist aus Dortmund ist wegen eines Aufrufs zu Mord im Darknet zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf sprach den 50-jährigen Informatiker unter anderem wegen Terrorfinanzierung und der Anleitung zu Anschlägen schuldig.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann die Plattform "Assassination Politics" betrieben, auf der Todeslisten von Politikern veröffentlicht, Krypto-Kopfgelder gesammelt und Anleitungen zu Gewalt und Bombenbau bereitgestellt worden sein sollen. Das Bundeskriminalamt hatte die Seite zuvor abgeschaltet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Politiker-Todeslisten: Drei Jahre Haft für Rechtsextremisten
13:14 Uhr

Elfjähriger stirbt auf Klassenfahrt in Niedersachsen

Aufgrund eines medizinischen Notfalls ist ein Elfjähriger bei einer Klassenfahrt in Niedersachsen gestorben. Der Schüler klagte zunächst über Atemnot, bevor er das Bewusstsein verlor, wie die Polizei Hameln am Freitag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Schullandheim in Aerzen. Der Schüler wurde von Lehrern und Einsatzkräften reanimiert. Am Nachmittag konnte aber nur noch sein Tod festgestellt werden. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es nach Polizeiangaben nicht.

Elfjähriger stirbt auf Klassenfahrt in Niedersachsen
12:40 Uhr

Unbekanntes Mozart-Notenheft in Paris entdeckt

Mehr als 240 Jahre nach seiner Entstehung ist in der französischen Nationalbibliothek ein bislang unbekanntes Manuskript von Wolfgang Amadeus Mozart entdeckt worden. Das 44-seitige Notenheft enthält sieben Stücke für Harfe und Flöte sowie Kompositionsübungen aus dem Jahr 1778.

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Jahrelang lag das Heft als anonyme Arbeit in den Archiven. (Foto: Jérémy Halkin/Französische Natio)

Entdeckt wurde das Manuskript vom Musikwissenschaftler François-Pierre Goy. Nach Angaben der Bibliothek stammen die Stücke aus der Zeit, als Mozart die Harfenistin Marie-Louise-Philippine de Bonnières de Guînes im Komponieren unterrichtete. Die rund 20 Minuten lange Musik soll am Sonntag bei einem Konzert in der Nationalbibliothek erstmals öffentlich aufgeführt werden.

Unbekanntes Mozart-Notenheft in Paris entdeckt
12:01 Uhr

Farbe in Trumps Millionen-Pool blättert schon wieder ab

Panne beim Prestigeprojekt von US-Präsident Donald Trump: Weniger als zwei Wochen nach der verkündeten Fertigstellung der Renovierung des Reflecting Pool am Lincoln Memorial blättert dort bereits die frische Farbe ab. Die Farbpartikel verteilten sich im Wasser des historischen Beckens, das im Zuge eines 14,7 Millionen Dollar teuren Umbaus trockengelegt und neu gestaltet worden war. Bereits zuvor hatte eine unerwartete Algenblüte für Probleme gesorgt und das Wasser grün statt dunkelblau gefärbt.

Farbe in Trumps Millionen-Pool blättert schon wieder ab
11:25 Uhr

Ehemaliger Domspatz scheitert mit Klage gegen Bistum

Ein mutmaßliches Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen ist mit seiner Klage gegen das Bistum Regensburg gescheitert. Das Landgericht Regensburg wies die Forderungen nach Schmerzensgeld und Schadensersatz ab, weil die Ansprüche verjährt seien.

Der Kläger wirft dem damaligen Direktor der Vorschule der Domspatzen in Pielenhofen körperlichen und sexuellen Missbrauch in den Jahren 1991 bis 1993 vor. Das Gericht stellte klar, dass mögliche Ansprüche durch die Verjährung nicht erlöschen, rechtlich aber nicht mehr durchgesetzt werden können. Der ehemalige Schüler hatte unter anderem 350.000 Euro Schmerzensgeld gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden.

Ehemaliger Domspatz scheitert mit Klage gegen Bistum
10:50 Uhr

Sängerin nach Konzert im Iran zu Peitschenhieben verurteilt

Nach einem online gestreamten Konzert ohne Kopftuch ist die iranische Sängerin Parastu Ahmadi zu 74 Peitschenhieben verurteilt worden. Das entschied laut Medien ein Gericht in der Provinz Ghom. Auch acht Mitglieder ihrer Band und ihres Produktionsteams erhielten die gleiche Strafe sowie ein zweijähriges Berufs- und Reiseverbot. Ihnen wird vorgeworfen, "vulgäre und unmoralische Inhalte" verbreitet zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ahmadi streamte im Dezember 2024 ein Konzert mit ihrer Band aus einer Karawanserei auf Youtube und verstieß damit gleich gegen mehrere Gesetze im Iran: Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik verboten, zudem trat Ahmadi ohne Kopftuch und in einem Kleid auf. Eine Aufnahme des Konzertes zählt derzeit bei Youtube fast 3 Millionen Aufrufe.

Sängerin nach Konzert im Iran zu Peitschenhieben verurteilt
10:09 Uhr

Polizei sucht mit Drohnen nach Säugling in Baden-Württemberg

Mit Drohnen und einem Polizeihubschrauber sucht die Polizei in Baden-Württemberg nach einem drei Monate alten Säugling. Der kleine Junge verschwand in der Nacht zum Freitag in Renningen im Landkreis Böblingen, wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilte. Das Baby wird etwa seit Mitternacht vermisst, weitere Details gaben die Beamten bislang nicht bekannt.

Die Polizei startete einen Großeinsatz zur Suche nach dem Kind, an dem auch Suchhunde beteiligt sind. Die Ermittlungen gehen "in alle Richtungen", wie das Präsidium erklärte. Auch am Morgen lagen demnach noch keine konkreten Hinweise zum Verbleib des drei Monate alten Jungen vor.

Polizei sucht mit Drohnen nach Säugling in Baden-Württemberg
09:33 Uhr

Schüsse in New York - Menschen fliehen panisch

Im Herzen von Midtown Manhattan zieht ein Jugendlicher eine Waffe und schießt um sich. Unter den Passanten bricht Panik aus. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften ist schnell vor Ort, denn nur wenige Kilometer entfernt fand kurz zuvor noch die große Meisterschaftsparade für die New York Knicks statt.

Schüsse in New York - Menschen fliehen panisch
08:30 Uhr

Ex von Marius Borg Høiby bricht ihr Schweigen nach Urteil

Nach dem Urteil gegen Marius Borg Høiby bricht seine Ex-Freundin Nora Haukland ihr Schweigen. In einem Instagram-Post schreibt die 29-Jährige über ihre Erfahrungen mit Partnerschaftsgewalt und die langfristigen psychischen Folgen. "Selbst heute bekomme ich noch Herzrasen vom Geräusch einer zuschlagenden Tür, eines stampfenden Mannes oder eines Motorrads mit lautem, aufdringlichem Geräusch", schreibt sie. Das Urteil des Bezirksgerichts Oslo, das Høiby zu vier Jahren Haft verurteilte, sei für sie nicht überraschend gewesen.

Høiby weist die Vorwürfe zurück und hat Berufung angekündigt. Haukland kündigte an, sich auch in einem möglichen weiteren Verfahren nicht zurückzuziehen und weiterhin öffentlich Haltung zu zeigen.

Ex von Marius Borg Høiby bricht ihr Schweigen nach Urteil
08:10 Uhr

Deutscher läuft 335 Kilometer zur WM

Für die Fußball-WM hat der deutsche Ultramarathonläufer Dominik Stroh eine außergewöhnliche Anreise gewählt: Der 26-Jährige lief in knapp 72 Stunden rund 335 Kilometer von Boston nach New York. Die Ankunft auf der Brooklyn Bridge sei für ihn ein besonders emotionaler Moment gewesen.

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Finanzielle Unterstützung bekam Stroh von Sponsoren. In der Vergangenheit lief er auch schon Rennen in Jeans oder als Dose verkleidet - je nachdem, welchen Partner er eben an der Seite hatte. (Foto: Christoph Lother/dpa)

Angetrieben wurde Stroh auch von seinem Vater, der nach einem schweren Unfall seit 2009 im Rollstuhl sitzt. Er laufe deshalb auch für Menschen, die selbst nicht laufen könnten, sagte der Sportler. Begleitet von einem kleinen Team und mit nur wenigen Stunden Schlaf pro Nacht erreichte er rechtzeitig sein Ziel. Nach dem Lauf wollte Stroh sich in New York zunächst einige WM-Spiele ansehen, bevor es für ihn weiter nach Miami geht - diesmal allerdings nicht zu Fuß.

Deutscher läuft 335 Kilometer zur WM
07:37 Uhr

In Peine entflohener Mörder - machte Behörde Fehler?

Nach seiner Festnahme in Italien wird der aus der JVA Celle geflohene Mörder weiterhin in einem Krankenhaus behandelt. Der 42-Jährige war während eines begleiteten Ausgangs entkommen und nach Italien geflüchtet. Dort wurde er nach einem Motorradunfall südlich von Verona festgenommen. Die niedersächsischen Behörden prüfen nun, wie die Flucht möglich war. Nach Angaben des Justizministeriums durfte der Mann in einer Garage an seinem Motorrad arbeiten. Zeitweise soll er dabei ohne Begleitung gewesen sein. Ob dabei Fehler gemacht wurden, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Deutsche verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Wann der 42-Jährige nach Deutschland ausgeliefert wird, ist noch offen.

In Peine entflohener Mörder - machte Behörde Fehler?
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ist unklar, wie es nun weitergeht. Vorgesehen war, dass Delegationen beider Länder heute in der Schweiz zu technischen Gesprächen über die schwierigsten Knackpunkte zusammenkommen, darunter Irans Atomprogramm. Die Gespräche wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge jedoch kurzfristig abgesagt. Derweil hoben die USA nach Militärangaben gemäß dem Rahmenabkommen ihre wochenlange Seeblockade iranischer Häfen auf.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Die Staats- und Regierungschefs der EU setzen ihre Beratungen auf ihrem Gipfeltreffen in Brüssel fort.

  • In Hamburg endet die Innenministerkonferenz.

  • Im Prozess um Politiker-Todeslisten im Darknet fällt eventuell heute ein Urteil.

  • Die Linke beginnt in Potsdam einen dreitägigen Bundesparteitag, bei dem auch eine neue Führung gewählt werden soll. 

  • Beginn des Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg mit Wahl des oder der neuen Landesvorsitzenden.

  • Auftakt der Zwillingsfestivals "Hurricane" und "Southside".

  • In der Tarifrunde für den Handel ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di erneut bundesweit Beschäftigte zu Warnstreiks auf. Schwerpunkt ist das Unternehmen Ikea.

  • Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will in Bonn über den aktuellen Stand zur gesperrten Rheinbrücke informieren.

Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:04 Uhr

Warnungen fast überall: Erste Unwetter krachen in die Sommerhitze

Pünktlich zum ersten Sommerwochenende steigen die Temperaturen in Deutschland teils auf fast 40 Grad. Besonders die Mittagshitze wird zur Belastung. Mediziner raten zur Vorsicht - bevor von Nordwesten her Gewitter aufziehen und für Abkühlung sorgen.

Warnungen fast überall: Erste Unwetter krachen in die Sommerhitze
05:51 Uhr

Obduktion belegt Vergewaltigung elfjähriger Lyhanna

Im Fall der mutmaßlich getöteten elfjährigen Lyhanna in Frankreich hat die Obduktion neue Erkenntnisse ergeben: das Mädchen wurde vergewaltigt. Die genaue Todesursache ist jedoch weiterhin unklar. Lyhannas Leiche war sechs Tage nach ihrem Verschwinden in einem Getreidesilo entdeckt worden. Der tatverdächtige Jérôme B., in dessen Auto das Mädchen zuletzt gesehen worden sein soll, sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Gegen den 41-Jährigen liegen mehrere Vergewaltigungsanzeigen vor.

Der Fall hat in Frankreich große Empörung ausgelöst, weil eine Anzeige wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung eines Mädchens gegen den Verdächtigen monatelang nicht weiterverfolgt worden sein soll. Die Regierung will nun ein geplantes Kinderschutzgesetz verschärfen und unter anderem strengere Regeln für Ermittlungen bei Missbrauchsverdacht einführen.

Obduktion belegt Vergewaltigung elfjähriger Lyhanna