In überhitztem Auto entdecktStaatsanwaltschaft ermittelt gegen Mutter des toten Kindes

Eine Mutter soll ihr Kind bei sommerlicher Hitze stundenlang im Auto vergessen haben. Das Mädchen stirbt. Nun steht die 44-Jährige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Fokus der Ermittler. Noch sind viele Fragen offen.
Nach dem Fund eines toten Kleinkindes in einem Auto in Schorndorf bei Stuttgart richten sich die Untersuchungen gegen die Mutter des Mädchens. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stuttgart mit. Das etwa 20 Monate alte Mädchen war nach Polizeiangaben am Mittwoch leblos in einem Auto entdeckt worden und trotz der sofort eingeleiteten Reanimationsversuche gestorben.
Wie die Polizei in Aalen mitteilte, soll die 44-jährige Mutter ihr Kind bei hochsommerlicher Hitze in dem Fahrzeug vergessen und erst Stunden später nach ihm geschaut haben. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Eine Obduktion des toten Babys soll den Ermittlern zufolge genauere Erkenntnisse zu den Todesumständen bringen. Unklar ist laut Staatsanwaltschaft allerdings, wann das leblose Mädchen obduziert wird. Geklärt werden muss unter anderem, inwiefern die Hitze eine Rolle gespielt haben könnte oder ob eventuell andere gesundheitliche Gründe den Tod des Mädchens verursacht haben könnten.
Ermittelt werden muss darüber hinaus, warum die Frau ihr Kind im Auto über so lange Zeit vergaß. Die Polizei äußerte sich bislang nicht dazu, wo sich der Vater zu der Zeit aufhielt.
In Schorndorf herrschten am Mittwoch hochsommerliche Temperaturen von um die 30 Grad. Über Deutschland breitet sich aktuell eine Hitzewelle aus. Laut dem Deutschen Wetterdienst steigen die Temperaturen in einigen Teilen am Donnerstag und Freitag in der Spitze bis auf 38 Grad.