Schweizer AKW Beznau wegen Hitze abgeschaltet
Wegen der Hitzewelle ist das Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz vorübergehend abgeschaltet worden. Grund sei die zu hohe Temperatur des Flusses Aare, der zur Kühlung der beiden AKW-Reaktoren genutzt wird, teilte das Energieunternehmens Axpo mit. Das Kühlwasser wird in den Fluss zurückgeleitet und kann zu dessen Temperatursteigerung beitragen. Mit der Abschaltung soll nach Angaben von Axpo das Ökosystem des Flusses geschützt und etwa Fischsterben verhindert werden.
Kleinflugzeug prallt offenbar gegen Pekings höchsten Wolkenkratzer
In Chinas Hauptstadt Peking ist offenbar ein Kleinflugzeug gegen das höchste Gebäude der Stadt geprallt. Wie Aufnahmen im Internet aus verschiedenen Perspektiven zeigten, flogen Wrackteile der Maschine vom Himmel, während an der Fassade des Citic Towers, auch als China Zun bekannt, ein sichtbares Loch zu erkennen war.
Wie es zu dem Vorfall am Freitagabend (Ortszeit) kam, ist bislang nicht bekannt. Unklar ist auch, ob es mögliche Todesopfer oder Verletzte gibt. In Chinas Staatsmedien waren zunächst keine Berichte zu finden. Auch eine offizielle Mitteilung der Behörden lag nicht vor. Online sperrte und löschte die Zensur Beiträge in Chinas sozialen Medien zu dem Vorfall.
Passagiere erleben Erdbeben in Flugzeug auf Rollfeld
Immer mehr Augenzeugenvideos zeigen die unmittelbaren Auswirkungen durch das heftige Doppelbeben in Venezuela. Darunter auch dieses: Ein Passagier in einem am Boden stehenden Flugzeug hat während der Erdstöße gefilmt. Die Zahl der Toten nach den zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist laut Angaben der Regierung in Caracas indes auf 589 gestiegen. Zudem seien 2.980 Menschen verletzt worden, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez.
Mehrere Länder der Europäischen Union schicken Helfer in das Land. Insgesamt sind laut Angaben der EU-Kommission mehr als 520 Einsatzkräfte wie Feuerwehrleute und medizinisches Personal unterwegs. Sie kommen unter anderem aus Spanien, Italien und Tschechien. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dankte den Mitgliedsstaaten für ihre Solidarität. "Wir stehen dem venezolanischen Volk in dieser Zeit großer Tragödien und Katastrophen zur Seite", sagte sie. "Venezuela ist nicht allein."
UN alarmiert über Zahl der Toten im Gewahrsam der US-Behörde ICE
Die Vereinten Nationen zeigen sich angesichts der Zahl der Todesfälle im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde alarmiert. Er fordere "unverzügliche, unabhängige, unparteiische und wirksame Untersuchungen zu allen Todesfällen in ICE-Gewahrsam", sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk. Verantwortliche müssten zur Rechenschaft gezogen werden.
In den ersten fünf Monaten des Jahres seien 18 Menschen im Gewahrsam der Behörde gestorben, bezog sich Türk auf offizielle Zahlen der US-Behörde. Im Vorjahr seien es insgesamt 33 gewesen, 2024 seien 11 Menschen gestorben. Türk kritisierte den Mangel an Transparenz zu den jeweiligen Umständen.
Diese Todesfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund einer massiven Ausweitung des US-amerikanischen Systems der Einwanderungshaft, hieß es. Aktuellen offiziellen Daten zufolge halte ICE derzeit über 60.000 Personen fest, verglichen mit rund 40.000 Anfang 2025. Es gebe Pläne, die Haftkapazitäten bis Ende 2026 auf bis zu 90.000 Plätze zu erhöhen, so das UN-Menschenrechtsbüro OHCHR.
Lange Haftstrafen im Prozess um in Istanbul vergiftete Hamburger Familie
Im Prozess nach dem Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg, die im Türkeiurlaub mit Insektiziden vergiftet wurde, ist der Betreiber des Hotels zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt worden. Der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, dessen Sohn und ein Mitarbeiter der Firma erhielten Haftstrafen zwischen 18 Jahren und 12 Jahren und 2 Monaten.
Nach Fund von Babyleiche in Renningen: Mutter verhaftet
Nach dem Fund einer Babyleiche in Renningen bei Stuttgart ist die Mutter des Kindes verhaftet worden. Die 32-Jährige werde verdächtigt, den drei Monate alten Jungen getötet zu haben, teilte die Polizei mit.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Leah Nowak hat sich in den verdienten Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Max Perseke und ich führe Sie bis zum Abend durch den Nachrichtentag. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
"Lächerlich": Nuhr wehrt sich gegen Vorwürfe nach Witz über Femizide
Der Kabarettist Dieter Nuhr hat die Vorwürfe zurückgewiesen, er habe sich in seiner Sendung über Frauenmorde lustig gemacht. "Habe ich nicht", schrieb er auf Facebook. Einen Witz über Femizide habe er weder gemacht noch werde er dies tun. Der entsprechende Vorwurf sei "lächerlich". Ihm sei es um etwas ganz anderes gegangen, erklärte Nuhr in seinem Beitrag. So habe er in seiner Sendung vor den umstrittenen Äußerungen zunächst "dümmliche" Pauschalurteile gegen Männer und auch Frauen aufs Korn genommen, die wissenschaftlich verbrämt würden, so der Komiker.
Auf Facebook schrieb Nuhr nun, ihm gehe es um das Wort "strukturell", das allen Männern Schuld zuweise, weil sie "strukturell" Täter seien. Er bezog sich nach eigenen Angaben auf mehrere Artikel in großen deutschen Zeitungen, in denen Frauen infrage gestellt hätten, noch mit Männern leben zu können, weil diese "statistisch töten". Diese "völlig überzogene pauschale Verunglimpfung" sei Thema seines Beitrages gewesen.
Polizist jagt Verdächtigen - und bekommt Mitfahrgelegenheit
Während der Jagd nach einem Verdächtigen bekommt ein Polizist mit Schutzweste und Kampfgewehr in England unerwartet Hilfe. Ein Zivilist bietet sich als Chauffeur an und rast mit dem Beamten auf der Rückbank durch enge Straßen - mit Erfolg. Die Behörden schlagen den Mann nun für eine offizielle Ehrung vor.
Japan ordnet vor Tropenstürmen Massenevakuierung an
Zwei heraufziehende Tropenstürme haben in Japan für Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens gesorgt. Vor allem der Verkehr wurde beeinträchtigt. Die Behörden gaben zudem Evakuierungsanordnungen für rund eine Million Menschen aus. Die Tropenstürme "Mekkhala" und "Higos" führten in weiten Teilen Westjapans bereits zu schweren Niederschlägen, es wurde vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. "Mekkhala" war heruntergestuft worden, noch als Taifun sorgte er schon in Taiwan für heftigen Regen.
Lena Gercke meldet sich aus dem Krankenhaus
Sorge um Lena Gercke: Das Model hat sich mit Fotos aus einem Krankenwagen und einem Krankenhaus auf Instagram an seine Fans gewandt. Was passiert ist, verriet die 38-Jährige nicht. "Was für eine Woche ...", schrieb sie lediglich und kündigte an, dass es auf ihrem Kanal in den kommenden Tagen ruhiger werde.
Zuletzt hatte Gercke über einen Wasserschaden in ihrem neuen Haus in Berlin berichtet. Nach dem Umzug mit ihrer Familie war infolge von Starkregen Wasser in den Keller eingedrungen.
UNO warnt vor gefährlichen Designerdrogen
Weltweit konsumieren immer mehr Menschen Drogen. Nach dem aktuellen Weltdrogenbericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung griffen 2024 rund 331 Millionen Menschen zu illegalen Substanzen – das entspricht 6,2 Prozent der 15- bis 64-Jährigen. Besonders stark nimmt dem Bericht zufolge der Konsum neu entwickelter synthetischer Drogen zu, die als besonders gefährlich gelten. Der Anstieg sei "beispiellos".
Zudem hat sich die weltweit konsumierte Kokainmenge laut UNODC binnen zehn Jahren vervierfacht.
Dieter Nuhr empört mit Witz über Femizide - ARD nimmt Stellung
In der ARD-Satiresendung "Nuhr im Ersten" hat Dieter Nuhr mit einer Äußerung über Gewalt gegen Frauen für Aufruhr gesorgt. Nuhr sagte, dass die Wahrscheinlichkeit, vom eigenen Partner ermordet zu werden, "praktisch bei null" liege. Immerhin würden ja nur etwa 300 bis 350 Frauen jedes Jahr von ihrem Partner umgebracht. Dies seien zwar 300 bis 350 zu viel. Jedoch sind die Frauen mitunter wohl selbst schuld an ihrem Schicksal: Sie sollten einfach ihre Männer besser kennenlernen, bevor sie mit einem x-beliebigen Partner ins Bett stiegen, rät Nuhr.
Auf Anfrage von "Watson" äußerte sich der Sender und verwies auf die künstlerische Freiheit in Satireformaten. Kritik an der betreffenden Passage sei nachvollziehbar, gleichzeitig gehöre Zuspitzung zum Wesen der Satire. Man sehe den Programmauftrag nicht verletzt, nehme Rückmeldungen jedoch als Anstoß für die redaktionelle Auseinandersetzung auf.
Südkorea will eine halbe Million "Drohnenkrieger" ausbilden
Südkorea plant einen umfassenden Ausbau seiner Drohnen- und Anti-Drohnen-Einheiten. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul sollen 500.000 sogenannte "Drohnenkrieger" ausgebildet werden. Bis 2029 ist zudem die Produktion von rund 110.000 Drohnen für die verschiedenen Teilstreitkräfte vorgesehen.
Drohnen sollen demnach künftig zur Standardausrüstung von Soldaten werden. Zusätzlich will das Militär mehr als 20.000 kostengünstige Einwegdrohnen beschaffen. Auch Abwehrsysteme gegen Drohnen, darunter Laser- und Mikrowellenwaffen, sollen ausgebaut werden. Die Pläne sind eine Reaktion auf sicherheitspolitische Entwicklungen in der Region sowie internationale Konflikterfahrungen.
Gericht lässt Verfahren gegen Weinstein fallen
In den USA ist vorerst kein neuer Prozess gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein geplant. Die Staatsanwaltschaft lässt den Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung der Schauspielerin Jessica Mann fallen, wie sein Sprecher mitteilte.
Zuvor waren zwei Verfahren in der Sache gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten. Weinstein weist die Vorwürfe zurück. Er verbüßt derzeit bereits eine 16-jährige Haftstrafe in Kalifornien wegen anderer Sexualstraftaten und geht gegen das Urteil in Berufung.
28-Jähriger tot aus Badesee geborgen
Ein Mann ist an einem Badesee in Kremperheide (Kreis Steinburg) tot aufgefunden worden. Der 28-Jährige sei mutmaßlich ein Nichtschwimmer gewesen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Nach seinem Verschwinden am Donnerstagabend wurde mit Tauchern und einem Hubschrauber nach dem Mann gesucht, er konnte jedoch zwei Stunden später nur noch tot geborgen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Arm im Pool? Trumps "Park Police" macht Jagd auf angebliche Vandalin
Der "Lincoln Memorial Reflecting Pool" in Washington und seine Renovierung entwickeln sich zur Dauer-Posse: Die Bundespolizei "Park Police" ermittelt nun wegen mutmaßlicher Sachbeschädigung an dem Wasserbecken. Dazu veröffentlichte sie Fotos einer bislang unbekannten Frau in grauem T-Shirt, die ihren Arm ins Wasser hält.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, unbekannte Vandalen hätten den nach einer Renovierung wieder aufgefüllten Pool verunreinigt und damit Algenwachstum verursacht. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1922 färben Algen das Wasser regelmäßig grün. Trump ließ den grauen Boden daher mit Pool-Farbe anstreichen. Presseberichten zufolge kostete dies rund 14 Millionen Dollar. Doch die Algen kehrten dennoch in das 610 Meter lange Becken zurück. Außerdem blätterte die blaue Pool-Farbe an vielen Stellen schon wieder ab.
Die Ermittler sprechen nun von "Zerstörung von Staatseigentum". Was die auf den Fahndungsfotos gezeigte Frau am Pool tat, sei Teil der laufenden Untersuchungen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
anderthalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt mit sechs Toten wird heute das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter Taleb A. verkündet. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert vor dem Landgericht Magdeburg für den 51-Jährigen die Höchststrafe - eine Verurteilung zu lebenslanger Haft, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und anschließende Sicherungsverwahrung. 40 Tage lang, seit vergangenem November, verhandelte das Landgericht gegen den Angeklagten, hörte Sachverständige, mehr als 100 Zeugen und zahlreiche Opfer. Insgesamt 204 Betroffene hatten sich als Nebenkläger dem Verfahren angeschlossen.
Das wird heute außerdem wichtig:
Der Bundestag stimmt am Vormittag über das sogenannte Infrastruktur-Zukunftsgesetz ab.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages schafft die letzte Voraussetzung für den Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS.
Die Projektpartner des Bahnprojekts Stuttgart 21 treffen sich zu einer Sitzung des Lenkungskreises.
Kardinäle aus aller Welt kommen für Konsistorium im Vatikan zusammen.
Im Prozess um den Tod einer Familie im Türkei-Urlaub wird das Urteil erwartet.
Bundestag entscheidet: Einchecken am Flughafen soll vollständig digital möglich werden
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Strandgäste ignorieren Tsunami-Warnzeichen in Venezuela
In Venezuela zieht sich das Meer nach einem Erdbeben plötzlich zurück – eigentlich ein klares Tsunami-Warnzeichen. Doch Strandbesucher ignorieren die möglichen Gefahren und filmen das Ereignis.
Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert - im Abstand von nur 39 Sekunden. Behördenangaben zufolge starben 235 Menschen. 250 Gebäude seien komplett zerstört oder beschädigt worden. Acht Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Infrastruktureinrichtungen seien außerdem betroffen.
235 Tote in Venezuela geborgen - Hunderte vermisst
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf 235 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden zudem mehr als 4300 Verletzte in öffentlichen Krankenhäusern behandelt. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten den Norden und das Zentrum des Landes am Mittwoch innerhalb von 39 Sekunden erschüttert. Nach Behördenangaben werden noch rund 200 Menschen unter den Trümmern vermutet. Die Erdbeben gelten als schwerste Naturkatastrophe in Venezuela seit 30 Jahren.