Infografik

Regionale Sieben-Tage-Inzidenz Wo die Bundes-Notbremse gelten müsste

Ende April wurde die Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland mit der Bundes-Notbremse vereinheitlicht. Die Basismaßnahmen greifen ab einer dauerhaften Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Bei höheren Werten gibt es weitere Verschärfungen. Drei ntv.de Karten zeigen die regionale Notbremse-Situation in Deutschland.

Seit dem 23. April 2021 gilt in Deutschland das verschärfte Infektionsschutzgesetz und damit eine Bundes-Notbremse im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Gesetzesverschärfung sieht verbindliche und einheitliche Regeln auf regionaler Ebene vor, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Die Notbremse tritt in einer Region in Kraft, wenn dort an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird (also im zurückliegenden 7-Tage-Zeitraum jeweils mindestens 100 neue Infektionsfälle je 100.000 Einwohner registriert werden) und gilt dann ab dem übernächsten Tag.

Dann treten automatisch bestimmte Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Kraft, unter anderem eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr, Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich, Einschränkungen für den Einzelhandeln, Ladenöffnungen nur noch mit Terminshopping und negativem Testergebnis und zwei Tests pro Woche in Schulen bei Wechselunterricht.

Die immer täglich aktualisierte ntv.de Karte zeigt, in welchen Regionen aktuell die Bedingung für die Notbremse erfüllt ist oder wo sie noch erfüllt ist, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz momentan wieder unter 100 liegt bzw. nicht mindestens drei Tage in Folge bei 100. Diese Regionen sind rot bzw. rosa eingefärbt. Gelb markiert sind Regionen, die aktuell die 100er Grenze überschritten haben und sich dem Notbremse-Kriterium von drei Tagen in Folge über der kritischen Schwelle nähern. Entscheidend sind die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Inzidenzwerte für die Regionen.

Grau markiert sind alle Regionen, in denen das Notbremse-Kriterium nicht oder nicht mehr erfüllt ist, weil sie bereits wieder fünf Werktage in Folge unter der kritischen Marke liegen. Dann gilt die im April überraschend neu definierte Grenze von 100 als stabil unterschritten. Wichtig: In der ntv.de-Auswertung bezüglich des stabilen Unterschreitens der Marke von 100 werden Sonntage sowie bundesweite Feiertage herausgerechnet. Bundeslandspezifische Feiertage sind nicht berücksichtigt.

Neben den allgemeinen Notbremse-Maßnahmen gibt es zwei weitere Verschärfungsstufen: Liegt eine Region drei Tage in Folge über 150, ist auch das Terminshopping nicht mehr möglich. Es dürfen lediglich noch bestellte Waren abgeholt werden. Welche Regionen das aktuell betreffen dürfte, zeigt diese ntv.de Karte:

Bei drei Tagen in Folge über 165 wird jeglicher Präsenzunterricht in Schulen komplett eingestellt. Es findet nur noch Fernunterricht statt, auch Kindertagesstätten schließen.

Wie bei der allgemeinen Notbremse-Regelung gilt auch bei bei der "Shopping-Notbremse" sowie der "Schul-Notbremse", dass die Verschärfungen bei fünf Werktagen in Folge unter der kritischen Marke wieder aufgehoben werden können. Allerdings weichen einige Regionen bei ihrer Entscheidung über die Aufhebung der Maßnahmen von den RKI-Inzidenzen ab. Hamburg etwa orientierte sich dabei zuletzt an den eigenen, höher liegenden Inzidenzwerten, die aus einer veränderten Berechnung resultieren.

Quelle: ntv.de, cwo

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