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Coronavirus-Brennpunkte im Blick Zahl der Infizierten in Italien steigt langsamer

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Signal der Solidarität und lebenswichtige Hilfe: Ein Covid-19-Patient aus dem italienischen Bergamo erreicht per Medevac-Airbus der Bundeswehr Hamburg.

(Foto: REUTERS)

Hoffnungsschimmer inmitten eines verzweifelten Abwehrkampfs: In Italien scheint sich die Kurve der neu entdeckten Infektionsfälle abzuflachen, doch es gibt wieder Hunderte weitere Tote. Mehr als 10.000 Menschen sind dort bereits in der Coronavirus-Pandemie gestorben.

Die Ansteckungswelle der laufenden Coronavirus-Epidemie läuft weiter nahezu ungebremst durch Europa. In Deutschland erhöhte sich die Gesamtzahl der insgesamt bekannten Sars-CoV-2-Infektionen bis Sonntagabend auf 58.639 Fälle. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit der durch den Erreger ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 stieg auf 455.

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Im Süden Europa zeichnet sich jedoch ein Hoffnungsschimmer ab: In Italien hat sich der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich verlangsamt. Aber auch am Sonntag gab es dort wieder Hunderte Todesfälle. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, stieg die Zahl der Coronavirus-Toten um 756 auf 10.779. In keinem Land der Welt sind bisher mehr Menschen in der Virus-Krise gestorben als in Italien.

Die Gesamtzahl der bekannten Infizierten in Italien seit Beginn der Pandemie schwoll am Sonntag um 5217 auf jetzt 97.689 bekannte Ansteckungen an. Hoffnung macht den Experten, dass der Tagesanstieg damit deutlich geringer ausfällt als am Samstag (5974) und aktuell nur noch einer Zunahme um 5,6 Prozent entspricht. Vor einer Woche waren die Zuwachsraten noch zweistellig, am Samstag waren es noch 6,9 Prozent. In Deutschland lag die Zuwachsrate zuletzt im Schnitt bei rund 14 Prozent.

Die Zahl der Genesenen, die in Italien im Unterschied zu Deutschland in der Statistik zentral erfasst werden, nahm um 646 auf 13.030 zu. Am schwersten betroffen von der Pandemie ist weiterhin die Lombardei mit bisher insgesamt 41.007 Infektionen und 6360 Toten. Zivilschutzchef Angelo Borrelli dankte am Sonntag erneut Deutschland für die Aufnahme italienischer Patienten.

Die Lage in Europa

Europaweit sind nach amtlichen Zahlen vom Sonntag mehr als 22.200 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben - das entspricht etwa zwei Dritteln aller Coronavirus-Todesfälle weltweit. Mehr als 363.000 Menschen haben sich bisher in Europa infiziert.

Die Coronavirus-Lage in Spanien

Spanien verzeichnete am Sonntag eine neue Höchstmarke bei der Zahl der Todesopfer. Binnen 24 Stunden starben nach Behördenangaben 838 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Toten in dem Land liegt damit bei über 6500. Die Regierung ordnete die vorübergehende Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen an. Eine ähnliche Regelung gilt bereits seit Tagen in Italien.

Coronavirus-Lage in Frankreich

In Frankreich sind am Sonntag insgesamt 292 weitere Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus bekannt geworden. Damit stieg die Gesamtzahl bei 2606, wie die Gesundheitsbehörden in paris mitteilten. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich in den 24 Stunden bis Sonntagabend von zuletzt 37.575 auf aktuell 40.174.

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Großbritannien

Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der Todesopfer in der Virus-Krise auf 1228 Menschen gestiegen. Insgesamt wurden in Großbritannien bisher 127.737 Menschen getestet, bei 19.522 konnte das Coronavirus nachgewiesen werden.

Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Großbritannien wird nach Angaben der Regierung deutlich länger als drei Wochen andauern. "Ich kann keine genaue Vorhersage treffen. Aber ich denke, jeder muss sich darauf einstellen, dass diese Maßnahme noch geraume Zeit in Kraft bleiben wird", sagte Michael Gove, Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, am Sonntag dem Sender BBC. Ein Experte warnte, die Ausgangsbeschränkungen könnten noch bis Juni andauern.

Großbritannien hatte die Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie deutlich später als die meisten europäischen Länder verhängt. Premierminister Boris Johnson und sein Gesundheitsminister sind inzwischen selbst an Covid-19 erkrankt.

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USA

In den USA weitet sich die Ansteckungswelle immer mehr zum befürchteten Katastrophenszenario aus. Nach Zählung der "New York Times", die mit einem ganzen Team aus Reportern jedem einzelnen Fall nachgeht, haben sich dort bisher insgesamt 125.903 Menschen nachweislich infiziert. Mindestens 2149 Covid-19-Patienten sind bereits gestorben.

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Die weltweite Lage in der Übersicht

Die Volksrepublik China, wo der Erreger CoV-2 Ende 2019 in der Millionenmetropole Wuhan auf den Menschen übersprang, steht in der weltweiten Coronavirus-Pandemie längst nicht mehr im Mittelpunkt des Infektionsgeschehens.

Offiziellen Zahlen aus Peking zufolge gibt es unter den rund 1,4 Milliarden Chinesen kaum noch neu entdeckte Ansteckungen. Zuletzt war überwiegend von Infektionsfällen die Rede, bei denen die Ansteckung im Ausland erfolgte. Auch die Zahl der Todesfälle erhöhte sich zuletzt nur noch im einstelligen Bereich.

Quelle: ntv.de, mmo/cwo/AFP/dpa