Unterhaltung

"Das ist ein Nazi" Heino zeigt Jan Delay an

Das gibt Ärger. Rapper Jan Delay bezeichnet Heino in einem Interview als "Nazi". Der 75-jährige Schlagersänger will sich das nicht bieten lassen - und schaltet seinen Anwalt ein.

Der Sänger Heino wehrt sich mit einer Strafanzeige gegen Nazi-Vorwürfe seines Kollegen Jan Delay. Sein Anwalt stellte die Anzeige wegen des Verdachtes der Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung.

In einem Interview der österreichischen Zeitung "Die Presse" hatte sich Delay zu den Interpretationen verschiedener Rock- und Popsongs geäußert, die der 75-Jährige 2013 veröffentlicht hat. Dazu gehörte auch der Song "Liebes Lied" von Delays früherer Band "Absolute Beginner".

Im Interview sagte der 37-jährige Rapper dazu: "Alle sagten plötzlich: Ist doch lustig, ist doch Heino. Nee, das ist ein Nazi. Das vergessen die meisten Leute, wenn die Leute über Heino reden. Der Typ hat in Südafrika während der Apartheid im Sun City gesungen. Und sein Repertoire: 'Schwarzbraun ist die Haselnuss', Soldatenlieder... Es ist schrecklich, wenn so jemand einen Song von dir singt."

Heino reagierte umgehend. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Ich bin in meinem Leben ja schon viel beschimpft und beleidigt worden, aber was sich dieser Herr herausnimmt, ist eine Unverschämtheit." Delay, der mit "Hammer & Michel" auf Platz eins der deutschen Album-Charts steht, wollte zu dem Vorfall keine weitere Stellungnahme abgeben.

Quelle: n-tv.de, cro/dpa

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