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"Ich breche zusammen" Junge Ärztin stellt Jauchs Geduld auf Probe

Fabienne Liese.

Fabienne Liese.

(Foto: TVNOW / Frank Hempel)

"Ich verstehe die Frage nicht so gut", klagt die Ärztin. Vielleicht ist es die Schweizerdeutsch-Sprachbarriere. Jauch wird grantig: "Ich breche zusammen." Hat Politesse doch was mit Tristesse zu tun?

Fabienne Liese hat für die Liebe schon genug Opfer gebracht - findet auch Günther Jauch. "Vielleicht ist es einfach die Voraussetzung für eine glückliche Beziehung, wenn sich einer abfindet", kommentierte der "Wer wird Millionär?"-Gastgeber den Umzug der Schweizer Ärztin zu ihrem Verlobten nach Köln. Da wäre es doch das Mindeste, wenn sich Liese für die Hochzeitsfeier ein Karussell mieten darf. Leider ist die Extravaganz nicht im Budget drin. Also musste die angehende Chirurgin am Montagabend das Geld erspielen. Allerdings hakte es bereits in der 1000-Euro-Runde. Jauch wurde ungeduldig. "Ich breche zusammen, weil es alles so lange dauert", moserte er, lag dann aber selbst daneben.

"Ich verstehe die Frage nicht so gut", klagte Liese. Das lag vermutlich weniger an der Sprachbarriere, sondern an dem mehr oder weniger spritzigen Wortwitz der Fragenredaktion. Die Kandidatin sollte wissen, was wörtlich mit einem Kopffüßer beginnt: A) Handschrift, B) Krakelei, C) Gekritzel, D) Geschmiere. Die Ärztin tendierte früh zur Krake in Antwort B, war aber nicht sicher, ob das tatsächlich so einfach sein sollte. Sie loggte es schließlich ein und Jauch durfte endlich seine Frage loswerden: die oder der Krake? Liese sagte "die", Jauch sagte "der", der Duden sagt: geht beides.

Karussell und Kreuzfahrt

Die Kandidatin war am Ende mit 16.000 Euro glücklich. Sie hat Jauch kennengelernt (er: "Das hilft einem im Leben nicht unbedingt weiter") und das Geld für die Hochzeitsfeier mit Karussell gesichert. "Heiraten muss nicht noch mal sein", meinte hingegen der geschiedene Überhangskandidat Benjamin Witzel. Seine Lebensgefährtin ist zum Glück derselben Ansicht. Das Paar träumt lieber von einer 130-tägigen Kreuzfahrt. Die gäbe es bereits ab 25.000 Euro, meinte der Sozialversicherungsfachangestellter aus Münster. Aber nur in der Innenkabine gruselte sich Jauch.

Ganz reichte es selbst dafür nicht. Der 37-Jährige strauchelte bei der 64.000-Euro-Frage und fiel auf die Sicherheitsstufe von 16.000 Euro zurück. Gewinnerin des Abends wurde etwas überraschend die letzte Kandidatin Simone Quilitz aus Oranienburg. Die Assistentin bei einem digitalen Gesundheitsmagazin hatte in den ersten Runden hoch konzentriert kein unnötiges Wort verloren. "Mit ihr sind wir in drei Minuten durch", meinte Jauch ein wenig bewundernd. Dann aber verbriet die Kandidatin bis zur 8000-Euro-Frage alle drei Joker. Unter anderem brauchte sie Hilfe bei der Antwort, dass Politesse ein Kunstwort aus Polizei und Hostess ist und zumindest etymologisch nichts mit Tristesse zu tun hat.

Känguru-Selfies geben Jauch den Rest

Quilitz schleppte sich zur 16.000-Euro-Sicherheitsstufe. Bei der entscheidenden Frage zockte sie, dass es bei der in der Großen Koalition diskutierten 1000-Meter-Abstandsregel um Windkraftanlagen und nicht etwa um Klärwerke geht. Dass "Tatort"-Darstellerin Christine Urspruch in drei Filmen das Sams verkörpert hat, brachte der Kandidatin schließlich 32.000 Euro. Sie träumt von einer Reise nach Australien, um mit Quokkas, niedlichen Minikängurus, Selfies zu schießen. Schneller hat Jauch selten das Interesse an einer Kandidatin verloren.

Quelle: ntv.de